Sanem Kleff

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Sanem Kleff (* 1955 in Ankara) ist eine türkeistämmige deutsche Pädagogin in Berlin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleff ist in den Hansestädten Bremen und Hamburg sowie in NRW aufgewachsen. Das Studium der deutschen Sprache und Literatur absolvierte sie in ihrer Geburtsstadt Ankara, um danach zunächst als Dolmetscherin und Übersetzerin zu arbeiten. An einer Berliner Hauptschule begann sie ihre Tätigkeit als Lehrerin in Migranten-Schulklassen. In den Bereichen interkulturelle Pädagogik und „Pädagogen gegen Rechtsextremismus“ arbeitete sie zudem bis 2003 am Berliner Institut für Lehrerfortbildung. Außerdem hatte sie verschiedene Ämter in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Berlin inne. 2001 übernahm Kleff Leitung und Neukonzipierung von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Sanem Kleff ist Mitglied im Stiftungsrat der Amadeu Antonio Stiftung.

Kleff ist auch Autorin und Herausgeberin von Titeln zum Thema interkulturelles Lernen.

Öffentliche Diskussion

Sanem Kleff geriet 2008 in die Schlagzeilen, da sie presserechtlich verantwortlich war für das Schülermagazin Q-rage (Titel Selam Deutschland). Im Heft finden sich Anschuldigungen gegen evangelikale Christen. Sie seien intolerant, verfassungsfeindlich, gefährlich und dumm, hieß es dort. Thomas Krüger, der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, die das Magazin mitfinanziert, hatte sich nach dessen Veröffentlichung von dem Artikel distanzieren müssen.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage ... kommt gut an in: Mecklenburg-Vorpommern! (41 S.) 2011
  • BRD - DDR Frankfurt (Main): Verl. für Interkulturelle Kommunikation, 1990
  • (als Hrsg.): Handbuch Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, Grundstufe, Bonn: Aktion Courage
  • (als Hrsg.): Islam im Klassenzimmer. Körber-Stiftung, Hamburg 2005
  • (mit Werner Nowitzki): Handbuch multikulturelle Gesellschaft. Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Frankfurt a.M. (116 S.) 1995
  • BRD – DDR. Verlag für Interkulturelle Kommunikation, Frankfurt a.M. (90 S.) 1990
  • (mit Eberhard Seidel-Pielen:) Stadt der Vielfalt – Das Entstehen des neuen Berlin durch Migration. Berlin 2009, ISBN 978-3-938352-38-0 [2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spitzenbeamter vergleicht Evangelikale mit Islamisten. In: Die Welt
  2. Text auf Berlin.de (PDF; 968 kB)