Sanirin

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Sanirin
Der Lago Malai
Der Suco Sanirin liegt im Nordwesten vom Verwaltungsamt Balibo
Daten
Fläche 36,46 km²[1]
Einwohnerzahl 2.230 (2015)[1]
Chefe de Suco Agusto Dato Buti
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Caco 815
Palaca 959
Subaleco 456
Qima (Osttimor)
Qima
Qima
Koordinaten: 8° 54′ S, 125° 0′ O

Sanirin (Sanir, Saniry) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Balibo (Gemeinde Bobonaro).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sanirin
Orte Position[2] Höhe
Aimalai 8° 53′ S, 125° 2′ O 376 m
Boibun 8° 56′ S, 125° 3′ O 462 m
Macassar 8° 55′ S, 125° 0′ O 201 m
Maliaben 8° 56′ S, 125° 2′ O 564 m
Miguir 8° 52′ S, 125° 3′ O 259 m
Oemarasi 8° 53′ S, 125° 1′ O 280 m
Oeminak 8° 53′ S, 125° 1′ O 376 m
Palaca 8° 54′ S, 125° 0′ O 194 m
Qima 8° 54′ S, 125° 0′ O 122 m
Subaleco 8° 56′ S, 125° 2′ O 575 m
Subaleco 8° 54′ S, 125° 0′ O  ?
Subaleco 8° 56′ S, 125° 2′ O 575 m

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Sanirin eine Fläche von 39,83 km².[3] Nun sind es 36,46 km².[1] Der Suco liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Balibo, an der Küste der Sawusee. Im Süden liegt der Suco Batugade, im Osten Balibo Vila und Leolima und im Norden der Suco Aidabaleten (Verwaltungsamt Atabae). An der Grenze zu Aidabaleten befindet sich im Nordwesten der Lago Malai. Der See wird durch mehrere Flüsse aus dem Nordosten des Sucos gespeist. Aus dem See fließt das Wasser teils nach Westen in die Sawusee, teils nach Norden in den Lago Hatsun in Aidabaleten.[4]

Von Südwest nach Nordost führt die nördliche Küstenstraße, eine der Hauptverkehrswege des Landes, die von der Landesgrenze zum indonesischen Westtimor, bis nach Com im Osten des Landes führt. An ihr liegen im Suco (von Süd nach Nord) die Weiler Macassar, Subaleco (Subalesu, Suba Lesu), Qima, Palaca (Palaka), Oemarasi, Oeminak, Aimalai und Megir (Miguir).[4] Weitere Dörfer liegen im Südosten. Dies sind ein weiterer Ort namens Subaleco (Subalesu, Suba Lesu), Surpatin und Mailaben (Malia ben). In Qima und an der Nordgrenze gibt es jeweils eine Grundschule.[5] In Palaca befindet sich die Escola Secundária Católica Geral e Pescas (deutsch Katholische Sekundärschule für Allgemeinbildung und Fischerei).

In Sanirin befinden sich die drei Aldeias Caco (Cacu), Palaca und Subaleco.[6]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Suco leben 2.230 Einwohner (2015), davon sind 1.138 Männer und 1.092 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 61,2 Einwohner/km². Im Suco gibt es 383 Haushalte.[1] Etwa 90 % der Einwohner geben Kemak als ihre Muttersprache an. Fast 10 % sprechen Tetum Prasa und kleine Minderheiten Bunak oder Tetum Terik.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischer im Lago Malai in den 1930er Jahren

Sanirin war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es erscheint auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte.[8][9]

Im 18. Jahrhundert beteiligte sich Sanirin an der Cailaco-Rebellion gegen die Portugiesen.[10]

Im 19. Jahrhundert waren die Kemak von Sanirin offiziell dem Reich von Balibo tributpflichtig. 1868 entsandten die Portugiesen eine Streitmacht nach Sanirin, da sich dessen Liurai sich weigerte Steuern zu Zahlen.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Agusto Dato Buti zum Chefe de Suco gewählt[11] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[12]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle vier Jahre findet am Lago Malai ein Fischfest statt. Der Termin variiert, fällt aber grundsätzlich auf den 29. und 30. August.[13]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Strand von Palaca und dem Lago Malai spricht man touristisches Potential zu.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sanirin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. UNMIT Geographic Maps: Bobonaro District – August 2008 (PDF; 535 kB)
  6. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (Portugiesisch; PDF; 323 kB)
  7. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Sanirin (tetum; PDF; 8,5 MB)
  8. TIMOR LORO SAE, Um pouco de história
  9. East Timor – PORTUGUESE DEPENDENCY OF EAST TIMOR (Memento vom 21. Februar 2004 im Internet Archive)
  10. a b History of Timor – Technische Universität Lissabon (PDF; 824 kB)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  13. Margaret J. E. King: Fishing Rites at Be-Malai, Portuguese Timor (Bericht eines Besuchs im August 1960), Records of the South Australian Museum, Adelaide, Sth Aust. : Govt. Printer, "From Records of the South Australian Museum, Vol. 15, No. 1, 6. Oktober 1965."
  14. Bobonaro District Development Plan 2002/2003 (Memento vom 28. März 2009 im Internet Archive) (PDF-Datei; 566 kB)

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google