Immanuelkirche (Prester)

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Immanuelkirche

Die Immanuelkirche ist eine ehemalige Kirche im Magdeburger Stadtteil Prester. Sie befindet sich direkt am Deich, der den Ortsteil vor der Elbe schützt. Der Deich ist Teil des Elberadwegs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Erzbischof Adalgot von Veltheim im Jahre 1110 das Dorf Prester dem Magdeburger Kloster Berge schenkte, stand an der Stelle des heutigen Kirchenbaus vermutlich ein Gotteshaus welches Johannes dem Täufer geweiht war. Jene Kirche wurde im Laufe der Zeit immer wieder zerstört und aufgebaut. Die heutige Kirche wurde im Jahr 1832 errichtet. Am 27. Oktober 1844 wurde eine Orgel des Magdeburger Orgelbauers Hamann geweiht. 1957 wurde die Prester Kirche in Immanuelkirche umbenannt. Seit 1983 gibt es keine kirchliche Nutzung mehr, ab 1990 nutzte eine Tischlerei das Gebäude, 1997 wurde das Gebäude verkauft und wird seitdem als Restaurant genutzt.

Bauwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Baumaterial für den Kirchenbau stammt aus dem Plötzkyer Steinbruch, dem Schweinitzer Forst und dem Grünewalder Forst. Der neugotische Bau mit einschiffiger Halle, schließt im Osten mit einem schmaleren mehrseitigen Altarraum ab. Im Westen wurde ein Turm mit quadratischem Grundriss angefügt. Der Turm besitzt ein achteckiges Glockengeschoss, dem ein massiv gemauerter mit Krabben besetzter Spitzhelm aufgesetzt wurde.

Die Orgel, vom Unternehmen Jehmlich Orgelbau Dresden erbaut, wurde in den 1970er Jahren in die katholische Rosenkranzkapelle im Stadtteil Rothensee umgesetzt.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Joachim Krenzke: Kirchen und Klöster zu Magdeburg, 2000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Katholische Pfarrei St. Johannes Bosco Magdeburg. Abgerufen am 8. Juni 2018.

Koordinaten: 52° 6′ 12,2″ N, 11° 40′ 29,4″ O