Sankt Georgen im Lavanttal

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St. Georgen im Lavanttal
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Georgen im Lavanttal
Sankt Georgen im Lavanttal (Österreich)
Sankt Georgen im Lavanttal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Wolfsberg
Kfz-Kennzeichen: WO
Fläche: 72,34 km²
Koordinaten: 46° 43′ N, 14° 55′ OKoordinaten: 46° 43′ 0″ N, 14° 55′ 0″ O
Höhe: 446 m ü. A.
Einwohner: 1.965 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 27 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9423
Vorwahl: 0 43 57
Gemeindekennziffer: 2 09 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 10
9423 St. Georgen im Lavanttal
Website: www.sankt-georgen.at
Politik
Bürgermeister: Karl Markut (TS)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)

6 SPÖ, 5 TS, 4 ÖVP, 4 Freiheitliche und Unabhängige

6
5
4
4
Insgesamt 19 Sitze
Lage von St. Georgen im Lavanttal im Bezirk Wolfsberg
Bad St. Leonhard im LavanttalFrantschach-Sankt GertraudLavamündPreiteneggReichenfelsSankt AndräSankt Georgen im LavanttalWolfsbergSankt Paul im LavanttalLage der Gemeinde Sankt Georgen im Lavanttal im Bezirk Wolfsberg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick von Steinberg-Oberhaus auf die Burgruine Stein und das untere Lavanttal
Blick von Steinberg-Oberhaus auf die Burgruine Stein und das untere Lavanttal
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Georgen im Lavanttal (amtlich St. Georgen im Lavanttal) ist eine Gemeinde mit 1965 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Wolfsberg in Kärnten, Österreich.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im unteren Lavanttal und erstreckt sich vom Lavantfluss auf die Hänge der Koralpe. Der Hauptort St. Georgen liegt 17 Kilometer südlich der Bezirkshauptstadt Wolfsberg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist in sieben Katastralgemeinden (Andersdorf, Gundisch, Krakaberg, Herzogberg, Raggane, St. Georgen-Hartneidstein, Steinberg) gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 21 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Allersdorf (115)
  • Andersdorf (108)
  • Fransdorf (57)
  • Götzendorf (17)
  • Gundisch-Mitte (23)
  • Gundisch-Nord (34)
  • Gundisch-Süd (13)
  • Herzogberg (56)
  • Hofwiesen (164)
  • Krakaberg (12)
  • Matschenbloch (99)
  • Niederhof (58)
  • Oberrainz (50)
  • Pfaffendorf (77)
  • Pontnig (65)
  • Raggane (44)
  • St. Georgen im Lavanttal (691)
  • Steinberg-Hart (71)
  • Steinberg-Oberhaus (45)
  • Unterpichling (51)
  • Unterrainz (115)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der antike Steinbruch des Spitzelofen-Marmors am oberen Steinberg weist auf römische Besiedlung hin, er war Teil eines römischen Gutshof bei der heutigen Ortschaft Allersdorf.

Die Burg Stein östlich des heutigen St. Georgen, erstmals 1214 urkundlich erwähnt, wurde vermutlich von Salzburger Gefolgsleuten errichtet und bildete das Verwaltungszentrum des heutigen Gemeindegebiets. Sie besaß im 13. Jahrhundert, als sie sich im Besitz der Herren von Pettau befand, einen Burgfried (Niedergerichtsbezirk). Die bereits 1184 erstmals genannte und für den Ort und die heutige Gemeinde namensgebende Kirche St. Georg unter Stein bzw. am Steinberg war wohl zunächst eine Eigenkirche der Burgherren, wurde aber 1245 dem nahegelegenen Stift St. Paul angeschlossen und ist seit 1246 Pfarrkirche.

1864 wurde aus den Gemeinden Steinberg, Herzogberg und Paierdorf die Gemeinde St. Georgen im Lavanttal gegründet. Bei der Kärntner Gemeindestrukturreform erfolgte zum 1. Jänner 1973 die Eingemeindung nach Sankt Paul im Lavanttal. Eine Vereinsgemeinschaft St. Georgen wurde gegründet, um kulturell eigenständig zu bleiben. 1990 kam es durch eine Volksbefragung zur Wiedererlangung der Selbstständigkeit, neuer Bürgermeister wurde Karl Markut.

Pfarrkirche Heiliger Georg
Römischer Inschriftstein an der Kirchenmauer
Filialkirche Heiliges Kreuz in Andersdorf
Nord-Ansicht von Burg Stein

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zeitpunkt der Volkszählung 2001 hatte Sankt Georgen 2.187 Einwohner, davon waren 98,4 % österreichische Staatsbürger. 96,9 % der Bevölkerung bekannten sich zur römisch-katholischen und 0,9 % zur evangelischen Kirche, 1,3 % waren ohne religiöses Bekenntnis.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder und setzt sich seit der letzten Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:[3]

  • 6 SPÖ
  • 5 TS
  • 4 ÖVP
  • 4 Die Freiheitlichen und Unabhängigen St. Georgen (FPÖ)

Direkt gewählter Bürgermeister ist Karl Markut (Team Stronach, davor SPÖ).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wappen von Sankt Georgen steht die im Zinnenschnitt geteilte untere Hälfte in Silber für die Burg Stein als historisches lokales Herrschaftszentrum, der von einer Lanze durchbohrte Drache ist das Attribut des Pfarr- und Gemeindepatrons St. Georg. Die in der oberen Schildhälfte nach außen wachsenden Äste mit einem Apfel und einer Birne stehen für die Bedeutung des Obstbaus und der Mostherstellung im Gemeindegebiet.

Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: Ein von Rot und Silber erhöht im Zinnenschnitt geteilter Schild, pfahlweise belegt mit einer abgeledigten, farbverwechselten Lanze, aus deren Schaft am Schnitt silbern auswärts zwei bogenförmige, belaubte Zweige, der vordere mit einem Apfel, der hintere mit einer Birne in das obere Feld wachsen, und die im unteren Feld einen grünen Drachen mit roter Flammenzunge und roten Waffen durchbohrt.[4]

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 6. Juli 1993 verliehen. Die Fahne ist Rot-Grün mit eingearbeitetem Wappen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sankt Georgen im Lavanttal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Statistik Austria, Volkszählung, Demografische Daten. 15. Mai 2001, abgerufen am 3. März 2019.
  3. Amt der Kärntner Landesregierung (Memento des Originals vom 25. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/info.ktn.gv.at
  4. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 244