Sankt Lambrecht

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde in Österreich, zu anderen Bedeutungen siehe Lambrecht.
Sankt Lambrecht
Wappen von Sankt Lambrecht
Sankt Lambrecht (Österreich)
Sankt Lambrecht
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murau
Kfz-Kennzeichen: MU
Fläche: 70,19 km²
Koordinaten: 47° 4′ N, 14° 18′ OKoordinaten: 47° 4′ 0″ N, 14° 18′ 0″ O
Höhe: 1028 m ü. A.
Einwohner: 1.916 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 8813
Vorwahl: 03585
Gemeindekennziffer: 6 14 43
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 12
8813 Sankt Lambrecht
Website: www.stlambrecht.at
Politik
Bürgermeister: Fritz Sperl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
8
5
2
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Sankt Lambrecht im Bezirk Murau
Krakau Mühlen Murau Neumarkt in der Steiermark Niederwölz Oberwölz Ranten Sankt Georgen am Kreischberg Sankt Lambrecht St. Peter am Kammersberg Scheifling Schöder Stadl-Predlitz Teufenbach-Katsch SteiermarkLage der Gemeinde Sankt Lambrecht im Bezirk Murau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Sankt Lambrecht mit Benediktinerstift im Winter

Sankt Lambrecht ist eine Marktgemeinde mit 1916 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark und höchstgelegene Marktgemeinde des Bundeslandes (1028 Meter über dem Meeresspiegel) im Thajagraben der steirisch-kärntnerischen Grenzberge.

Mit 1. Jänner 2015 wurde im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark die Gemeinde Sankt Blasen eingemeindet.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst zwei Ortschaften bzw. gleichnamige Katastralgemeinden (mit abweichender Schreibweise):

  • Sankt Blasen, KG St. Blasen (541 Ew., 2.654,37 ha)
  • Sankt Lambrecht, KG St. Lambrecht (1373 Ew., 4.363,89 ha)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An St. Lambrecht grenzen (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) vier Gemeinden, drei davon liegen im Bezirk Murau:

Teufenbach-Katsch
Murau Nachbargemeinden Neumarkt in der Steiermark
Friesach
Bezirk Sankt Veit an der Glan (Kärnten)

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Lambrecht
Sehenswert sind die Benediktinerabtei (Gründung 1096) und die gotische Stiftskirche (Neubau bis 1421).

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftliche Standbeine sind eine Sprengstofffabrik und der Tourismus. Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Mühlen und Neumarkt in der Steiermark den Tourismusverband „Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen“. Dessen Sitz ist in Neumarkt in der Steiermark.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

8
5
2
Von 15 Sitzen entfallen auf:

Der Gemeinderat hat 15 Sitze und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister ist Fritz Sperl (ÖVP).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Sankt Lambrecht COA.png

Beide Vorgängergemeinden hatten ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Blasonierung des Wappens von St. Lambrecht lautete:

„In quadriertem Schild oben rechts in Silber an schwarzer Rebe abhangend eine blaue, grün beblätterte Weintraube, oben links in Grün die aus der Teilungslinie schräg wachsende silberne Krümme eines Bischofsstabes, unten rechts in Rot aus dem Spalt wachsend ein silbernes zwölfspeichiges Wagenrad, unten links in Silber ein schwarzes Ochsenjöchl.“

Die Neuverleihung des Gemeindewappens für die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 30. September 2016[3]
Die neue Blasonierung lautet:

„Im durch zwei goldene gekreuzte und in die Schildecken sowie an die Schildränder reichende brennende Kerzen von Blau zu Grün geteilten Schild unten silbern ein mit gekreuzten Beinen auf Felsgestein sitzender und Hammer und Schlägel aufrecht in Händen haltender Bergmann in historischer Tracht, oben mittig eine goldene Mitra.“

Das neue Wappen kombiniert die Wappen der beiden Vorgängergemeinden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Johann Pirer, Bürgermeister von St. Lambrecht 1990–2015

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Becker: Leben und Lieben in einem kalten Land. Sexualität im Spannungsfeld von Ökonomie und Demographie. Das Beispiel St. Lambrecht 1600-1850. = Studien zur historischen Sozialwissenschaft 15, Frankfurt am Main 1990. ISBN 3-593-34208-1
  • Walter Brunner: St. Lambrecht: Geschichte einer Marktgemeinde, 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Lambrecht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Website der Gemeinde

 Wikisource: S. Lamprecht in der Topographia Austriacarum (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 24. Oktober 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Sankt Lambrecht und der Gemeinde Sankt Blasen, beide politischer Bezirk Murau. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013. Nr. 131, 32. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 635.
  2. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 312. ZDB-ID 1291268-2 S. 627.
  3. 116. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 15. September 2016 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Sankt Lambrecht (politischer Bezirk Murau)