Sankt Marein bei Graz

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Marktgemeinde
Sankt Marein bei Graz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sankt Marein bei Graz
Sankt Marein bei Graz (Österreich)
Sankt Marein bei Graz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Graz-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: GU
Hauptort: Sankt Marein bei Graz-Markt
Fläche: 41,71 km²
Koordinaten: 47° 1′ N, 15° 41′ OKoordinaten: 47° 0′ 56″ N, 15° 41′ 15″ O
Höhe: 398 m ü. A.
Einwohner: 3.739 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 8323
Vorwahl: 03119
Gemeindekennziffer: 6 06 68
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 25
8323 Sankt Marein bei Graz
Website: www.st-marein-graz.gv.at
Politik
Regierungskommissär Franz Knauhs (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
14
2
2
2
1
14 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Sankt Marein bei Graz im Bezirk Graz-Umgebung
DeutschfeistritzDobl-ZwaringEggersdorf bei GrazFeldkirchen bei GrazFernitz-MellachFrohnleitenGössendorfGratkornGratwein-StraßengelHart bei GrazHaselsdorf-TobelbadHausmannstättenHitzendorfHitzendorfKainbach bei GrazKalsdorf bei GrazKumbergLaßnitzhöheLiebochNestelbach bei GrazPeggauRaaba-GrambachSankt BartholomäSankt Marein bei GrazSankt Oswald bei PlankenwarthSankt Radegund bei GrazSeiersberg-PirkaSemriachStatteggStiwollThalÜbelbachPremstättenVasoldsbergWeinitzenWerndorfWundschuhGrazSteiermarkLage der Gemeinde Sankt Marein bei Graz im Bezirk Graz-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Sankt Marein bei Graz ist eine Gemeinde im Bezirk Graz-Umgebung zwischen Graz und Feldbach mit 3739 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) in der Steiermark. 2015 wurden die vormals eigenständigen Gemeinden Krumegg und Petersdorf II eingemeindet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Marein bei Graz liegt ca. 20 km östlich der Landeshauptstadt Graz im Bezirk Graz-Umgebung im Oststeirischen Hügelland. Durch die Gemeinde fließt der Pickelbach, ein Nebenfluss der Raab. Sankt Marein bei Graz ist die östlichste Gemeinde im Bezirk.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Kohldorf (277) samt Kocheregg
  • Krumegg (1156) samt Brunn, Dornegg, Hohenegg, Lanergraben, Pirkwiesen und Prüfing
  • Petersdorf II (865)
  • Sankt Marein bei Graz-Markt (681)
  • Sankt Marein bei Graz-Umgebung (760) samt Elxenbach, Graberberg, Holzmannsdorf, Holzmannsdorfberg, Mareinberg, Tirschenberg, Trausdorf und Trausdorfberg

und besteht aus drei Katastralgemeinden:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nestelbach bei Graz Nestelbach bei Graz Sankt Margarethen an der Raab
Bezirk Weiz
Nestelbach bei Graz Nachbargemeinden Kirchberg an der Raab
Bez. Südoststeiermark

Kirchbach-Zerlach
Bez. Südoststeiermark
Kirchberg an der Raab
Bez. Südoststeiermark

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde Sankt Marein bei Graz ab 2015 mit der Gemeinde Krumegg und der (im Bezirk Südoststeiermark liegenden) Gemeinde Petersdorf II zusammengeschlossen.[2] Grundlage dafür war das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[3] Die Grenzen der Bezirke Südoststeiermark und Graz-Umgebung wurden so geändert, dass die neue Gemeinde vollständig im Bezirk Graz-Umgebung liegt.[4]

Die ehemalige Gemeinde Petersdorf II lag bis Ende 2012 im Bezirk Feldbach und hatte das Kfz-Kürzel „FB“. Ab Mitte 2013 bis Ende 2014 wurden Kennzeichen mit dem Kürzel „SO“ zugeteilt, seit 2015 ist es „GU“.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat bestand bis Ende 2014 aus 15 Mitgliedern und setzte sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen:

Wappen (bis 2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Sankt Marein bei Graz COA.gif

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juli 1966. Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Wappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„In einem schwarzen Schild eine goldene, bis an den oberen Schildrand reichende eingebogene Spitze, die mit einer blauen Lilie belegt und beiderseits von einem einwärts gekehrten goldenen Halbmond begleitet ist.“[5]

Hier wird durch die Lilie als Symbol der Gottesmutter der Name der Pfarrkirche und der Marktgemeinde bezeichnet. Die goldenen Halbmonde in Schwarz sind dem Wappen der Herren von Gleispach entnommen, die im 16. Jahrhundert das Schloß Pirkwiesen innehatten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Marein bei Graz liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen. Die Südautobahn A 2 ist circa elf Kilometer entfernt und über die Anschlussstelle Laßnitzhöhe (169) erreichbar. Die Feldbacher Straße B 68 von Gleisdorf nach Feldbach ist etwa sechs Kilometer entfernt, die Kirchbacher Straße B 73 von Graz nach Kirchbach in Steiermark circa acht Kilometer.

In Sankt Marein befindet sich kein Bahnhof. Zugang zur Steirischen Ostbahn besteht im Bahnhof Studenzen-Fladnitz in ca. 7 km mit stündlichen Regionalzug-Verbindungen nach Graz und Gleisdorf bzw. nach Feldbach.

Der Flughafen Graz ist ca. 23 km entfernt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Marein

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Marein bei Graz
  • Die Pfarrkirche steht auf einem erhöhten Plateau, von einer Nischenmauer mit zwei gedeckten Stiegenaufgängen umgeben. Erstmals 1224 erwähnt, ist sie ein spätgotischer Bau um 1550, mit Zwiebelturm.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: Josef Krainer (1903–1971), Landeshauptmann der Steiermark 1948–1971[6]

Söhne und Töchter der Marktgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Marein bei Graz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. § 4 Absatz 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 4.
  4. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 10. Juli 2014, mit der die Steiermärkische Bezirkshauptmannschaftenverordnung geändert wird. Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 10. September 2014. Nr. 99 Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x.
  5. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 18, 1968, S. 137
  6. Südost-Tagespost (8. 3. 1970), S. 5.