Sankt Margarethen bei Knittelfeld

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Sankt Margarethen bei Knittelfeld
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sankt Margarethen bei Knittelfeld
Sankt Margarethen bei Knittelfeld (Österreich)
Sankt Margarethen bei Knittelfeld
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murtal
Kfz-Kennzeichen: MT (ab 1.7.2012; alt: KF)
Fläche: 148,23 km²
Koordinaten: 47° 14′ N, 14° 52′ OKoordinaten: 47° 13′ 36″ N, 14° 51′ 32″ O
Höhe: 623 m ü. A.
Einwohner: 2.750 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 8720
Vorwahl: 03512
Gemeindekennziffer: 6 20 46
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 19
8720 Sankt Margarethen bei Knittelfeld
Website: st-margarethen-knittelfeld.gv.at
Politik
Bürgermeister: Erwin Hinterdorfer (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
8
5
1
1
Insgesamt 15 Sitze
  • SPÖ: 8
  • ÖVP: 5
  • FPÖ: 1
  • Jugendvolkspartie-Sonja: 1
Lage der Gemeinde Sankt Margarethen bei Knittelfeld im Bezirk Murtal
FohnsdorfGaalLobmingtalHohentauernJudenburgKnittelfeldKobenzMaria Buch-FeistritzObdachPöls-OberkurzheimPölstalPusterwaldSankt Georgen ob JudenburgSankt Marein-FeistritzSankt Margarethen bei KnittelfeldSankt Peter ob JudenburgSeckauSpielbergUnzmarkt-FrauenburgWeißkirchen in SteiermarkZeltwegSteiermarkLage der Gemeinde Sankt Margarethen bei Knittelfeld im Bezirk Murtal (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick vom Gobernitzberg auf Sankt Margarethen
Blick vom Gobernitzberg auf Sankt Margarethen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Margarethen bei Knittelfeld ist eine Gemeinde mit 2750 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Murtal und Gerichtsbezirk Judenburg in der Steiermark. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurden mit 1. Jänner 2015 die Gemeinden Sankt Lorenzen bei Knittelfeld und Rachau eingemeindet.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Margarethen bei Knittelfeld ist eine Schwemmkegelsiedlung in der Obersteiermark südlich der Mur und südöstlich der Stadt Knittelfeld.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 20 Ortschaften (Einwohner Stand 1. Januar 2018[2]):

  • Fötschach (39)
  • Glein (148)
  • Gobernitz (160)
  • Gottsbach (18)
  • Kroisbach (68)
  • Leistach (6)
  • Mitterbach (145)
  • Obermur (16)
  • Pichl (23)
  • Preg (71)
  • Preggraben (101)
  • Rachau (299)
  • Ritzendorf (14)
  • Sankt Benedikten (22)
  • Sankt Lorenzen bei Knittelfeld (510)
  • Sankt Margarethen bei Knittelfeld (830)
  • Sankt Margarethen bei Knittelfeld Sdlg (108)
  • Schütt (6)
  • Ugendorf (160)
  • Untermur (6)

Die Gemeinde besteht aus acht Katastralgemeinden (Fläche Stand 2015[3]):

  • Glein (4.692,85 ha)
  • Mitterbach (2.137,30 ha)
  • Pichl (778,72 ha)
  • Preg (2.089,00 ha)
  • Rachau I (1.715,53 ha)
  • Rachau II (1.950,67 ha)
  • St. Lorenzen (720,81 ha)
  • St. Margarethen (737,36 ha)

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der steirischen Gemeindestrukturreform wurden die Gemeinden Rachau, St. Lorenzen und St. Margarethen mit Wirkung vom 1. Jänner 2015 fusioniert.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war Teil der 1122 entstandenen Mark Steiermark, die 1180 als Herzogtum Steiermark von Bayern getrennt wurde. Ab 1192 wurde das Gebiet durch die Babenberger in Personalunion zwischen Österreich und der Steiermark regiert. Von 1282 bis 1918 stand das Gebiet unter der Herrschaft der Habsburger.

1849/50 wurde die politische Gemeinde St. Margarethen errichtet.[5]

Am 6. November 1918 kam Sankt Margarethen bei Knittelfeld als Teil der Steiermark zur Republik Deutsch-Österreich. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an das Deutsche Reich kam der Ort zum Reichsgau Steiermark. 1945 bis 1955 war er Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Sankt Margarethen bei Knittelfeld vom Kalvarienberg
Blick auf den Ort Preg und das Murtal

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwin Hinterdorfer (SPÖ) wurde zum Bürgermeister gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Sankt Margarethen bei Knittelfeld COA.jpg

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Mai 1980. Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Wappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit. Die Wiederverleihung erfolgte mit Wirkung vom 20. März 2016.[6]
Die Blasonierung lautet:

„In einem silbernen Schild wachsend pfahlweise zwei rote Ruder im Schildfuß zwischen drei roten langgestielten Hämmern; die aneinanderstoßenden Hämmer selbst reichen bis zur Schildmitte und bilden einen Balken, über dem ein herschauender grüner Drache durch ein schwarzes Halsband und eine schwarze Kette in der Mitte des oberen Schildrandes angekettet ist.“
Die Pfarrkirche von Sankt Margarethen bei Knittelfeld
Der Ort Ugendorf
Ugendorf von Norden

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Margarethen bei Knittelfeld

Am 2. Oktober 1993 wurde in der Gemeinde ein Biotop mit einer Festveranstaltung eröffnet und mit der Verleihung des Umweltschutzpreises des Landes Steiermark gewürdigt. Seit dieser Zeit bietet der Ort einerseits einen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen aber auch ein Erholungsgebiet für Menschen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismusverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Kraubath an der Mur den Tourismusverband „Almfrische Gleinalm“. Dessen Sitz ist in St. Margarethen bei Knittelfeld.[7]

Schottersee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 wurde der kleine See vom Projekt Spielberg (Dieter Mateschitz) übernommen und als Freizeitbetrieb unter der Marke Grüne Lagune betrieben. Der Badeteich hat laut Eigenaussage Wasserqualität 1 (= Trinkwasser), bot ein verpachtetes Restaurant und Möglichkeiten für Freizeitsport.

Im März 2018 wird publik, dass der Eigner wenig Interesse zeigt, den Freizeitbetrieb in der Saison Sommer 2018 wieder zu öffnen, nachdem sich der Pächter des Restaurants zurückzogen hatte. Dem Bürgermeister wäre der Weiterbetrieb jedoch ein Anliegen.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  3. Katastralgemeinden Stmk. 2015 (Excel-Datei, 128 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  4. Das Land Steiermark: Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Abgerufen am 10. November 2013.
  5. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
  6. 40. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 10. März 2016 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Gemeinde Sankt Margarethen bei Knittelfeld (politischer Bezirk Murtal), abgerufen am 19. März 2016
  7. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 296. ZDB-ID 1291268-2 S. 623.
  8. Mateschitz' Badeparadies Grüne Lagune steht vor dem Aus Kleine Zeitung, zitiert auf msn.com > Finanzen, 21. März 2018, abgerufen 31. März 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Margarethen bei Knittelfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien