Sankt Martin an der Raab

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Marktgemeinde
Sankt Martin an der Raab
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sankt Martin an der Raab
Sankt Martin an der Raab (Österreich)
Sankt Martin an der Raab
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Jennersdorf
Kfz-Kennzeichen: JE
Hauptort: Sankt Martin an der Raab
Fläche: 43,01 km²
Koordinaten: 46° 55′ N, 16° 8′ OKoordinaten: 46° 55′ 14″ N, 16° 8′ 4″ O
Höhe: 250 m ü. A.
Einwohner: 1.965 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 46 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8350, 8380, 8383, 8384, 8385
Gemeindekennziffer: 1 05 09
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptplatz 7
8383 Sankt Martin an der Raab
Website: www.sankt-martin-raab.at
Politik
Bürgermeister: Franz Josef Kern (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2017)
(21 Mitglieder)
11
5
1
4
11 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Sankt Martin an der Raab im Bezirk Jennersdorf
Deutsch KaltenbrunnEltendorfHeiligenkreuz im LafnitztalJennersdorfKönigsdorfMinihof-LiebauMogersdorfMühlgrabenNeuhaus am KlausenbachRudersdorfSankt Martin an der RaabWeichselbaumBurgenlandLage der Gemeinde Sankt Martin an der Raab im Bezirk Jennersdorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Hauptplatz mit Gemeindeamt
Hauptplatz mit Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Martin an der Raab ist eine Marktgemeinde im Bezirk Jennersdorf im Burgenland in Österreich.

Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Szent Márton (Rábaszentmárton), der slowenische Name ist Sveti Martin.

Zuständiger Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Güssing. (Bis 2017 gab es einen Gerichtsbezirk Jennersdorf.)

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im südlichen Burgenland im Bezirk Jennersdorf am Dreiländereck Österreich-Ungarn-Slowenien. Westlich grenzt schon die Südoststeiermark an.

Das Gemeindegebiet umfasst die rechtsufrig (südlich) der Raab gelegenen Orte, für den ganzen burgenländischen Abschnitt dieses Flusses, flussaufwärts gegenüber von Jennersdorf und westlich von St. Gotthard (Szentgotthárd). Dazu gehören auch die südlich anschließenden Riedel des Neuhauser Hügellands, und kleine Augebiete nördlich der Raab (alter Flusslauf; ein kleiner unbesiedelter Teil rechts der Raab gehört zu Weichselbaum).

Nachbargemeinden:

Jennersdorf
Fehring (Bez. Südost­steiermark, Stmk.) Nachbargemeinden Alsószölnök (Unterzemming;
Szentgotthárdi jár., Vas meg., Ungarn)
Mühlgraben



Kuzma (Bonisdorf;
Pomurska reg., Slowenien)
Felsőszölnök (Oberzemming;
Szentgotthárdi jár., Vas meg., Ungarn)

Gemeindegliederung:

Die Gemeinde umfasst folgende sechs Katastralgemeinden und sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021):[1]

Raab flussabwärts West–Ost:

  • Welten (ungar. Velike; 359) samt Deutscheck, Gamperlberg, Jagerberg, Schwabengraben und Weltenberg
  • Gritsch (ungar. Gercse; 102) samt Gritsch-Bergen
  • Doiber (ungar. Döbör; 235) samt Doiberberg und Jagerberg
  • Sankt Martin an der Raab (ungar. Rábaszentmárton; 584; KG St. Martin an der Raab) samt Drosen, Mittereck, Mühlanger, Schaffereck und Wehappeck
  • Neumarkt an der Raab (ungar. Farkasdifalva; 276) samt Eisenberg und Kirchengreut

Südlich im Bergland (Tal des Drosenbachs):

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markterhebung 1980

Der Ort gehörte, wie das gesamte Burgenland, bis 1920/21 zum Königreich Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Rábaszentmárton verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Marktgemeinde ist Sankt Martin an der Raab seit 1979 (durch VO 47).

2016 wurde bei Welten ein Massengrab aus dem Zweiten Weltkrieg ergraben.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung:

  • Bürgermeister ist Franz Josef Kern (SPÖ).
  • Die Mandatsverteilung (21 Sitze) in der Gemeindevertretung ist:

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen: Tischlereibetriebe, Schlosserei, Keramikatelier Wahlhütter, Baustoffhandel Niederer

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Josef-Reichl-Volksschule
  • Privatschule Kolibri
Pfarrkirche St. Martin mit Friedhof (aus Richtung Nordosten gesehen)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Martin an der Raab

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ASV St. Martin/Raab
  • Tennisverein
  • Eisschützenverein
  • Bogenschießen
  • Abenteuerland Welten (siehe Weblink)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter:

  • Joseph Sucher (1843–1908), österreichischer Komponist, Kapellmeister und Dirigent
  • Feri Zotter (1923–1987), österreichischer Maler und Bildhauer, gründete das „Atelierhaus“ in Neumarkt an der Raab
  • Susanne Gstöttner (* 1928), österreichische Malerin
  • Christian Bakanic (* 1980), österreichischer Jazzmusiker, Akkordeonist und Komponist

Personen mit Beziehung zum Ort:

  • Josef Reichl (1860–1924), österreichischer Heimatdichter, in Sankt Martin an der Raab aufgewachsen
  • Johannes Wanke (1923–2005), österreichischer Maler, lebte seit 1981 in Neumarkt an der Raab und ebenda verstorben
  • Walter Pichler (1936–2012), österreichischer Architekt und Künstler, seit 1972 Atelier und Lebensmittelpunkt in St. Martin an der Raab

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. Massengrab bei Welten gefunden. ORF.at, 12. April 2016 (abgerufen 17. August 2019).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sankt Martin an der Raab – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien