St. Nikola an der Donau

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St. Nikola an der Donau
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Nikola an der Donau
St. Nikola an der Donau (Österreich)
St. Nikola an der Donau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Perg
Kfz-Kennzeichen: PE
Fläche: 13,12 km²
Koordinaten: 48° 14′ N, 14° 54′ OKoordinaten: 48° 14′ 0″ N, 14° 54′ 24″ O
Höhe: 249 m ü. A.
Einwohner: 823 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 63 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4381
Vorwahl: 07268
Gemeindekennziffer: 4 11 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Nikola 16
4381 St. Nikola an der Donau
Website: st-nikola.at
Politik
Bürgermeister: Nikolaus Prinz (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(13 Mitglieder)
10
3
10 
Von 13 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde St. Nikola an der Donau im Bezirk Perg
Allerheiligen im Mühlkreis Arbing Bad Kreuzen Baumgartenberg Dimbach Grein Katsdorf Klam Langenstein Luftenberg an der Donau Mauthausen Mitterkirchen im Machland Münzbach Naarn im Machlande Pabneukirchen Perg Rechberg Ried in der Riedmark St. Georgen am Walde St. Georgen an der Gusen St. Nikola an der Donau St. Thomas am Blasenstein Saxen Schwertberg Waldhausen im Strudengau Windhaag bei Perg OberösterreichLage der Gemeinde St. Nikola an der Donau im Bezirk Perg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Sarmingstein um 1900
Sarmingstein um 1900
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Nikola an der Donau[1] (auch Sankt Nikola an der Donau) ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Perg im Mühlviertel mit 823 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Das zuständige Bezirksgericht für die seit 2003 zum Gerichtsbezirk Perg (zuvor zum ehemaligen Gerichtsbezirk Grein) zählende Gemeinde befindet sich in Perg.

Seit 1974 wird jährlich am 6. Dezember, dem Tag des Heiligen Nikolaus, ein Fest zu dessen Ehren gefeiert und u.a ein Sonderpostamt eröffnet, dessen Initiator, der Briefmarkensammlerverein Grein, zu diesem Anlass jeweils eine Sondermarke mit regionalem Motiv samt Sonderstempel sowie Sonderbillets, Sonderkuverts und Schmuckkuverts anbietet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Nikola an der Donau liegt auf 249 m Höhe im Mühlviertel und gehört zur Tourismusregion Donauland Strudengau. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,2 km, von West nach Ost 6,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 13,2 km². Die tiefste Stelle liegt an der Grenze zu Niederösterreich im Ortsteil Hirschenau auf rund 228 m ü. A., womit St. Nikola die tiefstgelegene Gemeinde in Oberösterreich ist.[2]

53 % der Fläche sind bewaldet, 32,6 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde sind Achleiten, Hirschenau, Moosbach, St. Nikola an der Donau, Sarmingstein, Sattl und Struden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Kreuzen Waldhausen
Grein Nachbargemeinden
Neustadtl (NÖ)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Schwarz auf blauem, gewelltem Schildfuß eine hölzerne (braune) Zille an einer blauen Kette, darin vorwärts gekehrt stehend der heilige Nikolaus in bischöflicher Pontifikalkleidung, in der Linken ein Buch, darauf drei goldene Kugeln (Äpfel) liegen, in der Armbeuge einen goldenen, nach auswärts gekrümmten Hirtenstab mit silbernem Fachel, die Rechte an die Brust gelegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Nikola an der Donau

Sarmingstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Sabinicha am Sarmingbach erhielt von den Machländern um das Jahr 1000 eine Burganlage mit Blick auf jenen Stromabschnitt, den der Mönch Arnold von St. Emmeram um das Jahr 1030 eine „Pogica caribdis“ (ein pogisches Seeungeheuer) nannte, „ubi esse videtur mortis hospitium“ (wo die Herberge des Todes zu sein scheint).

Von der Burg auf dem Sarmingstein gab es Sichtverbindung zu den Burgen Freyenstein, Hausstein, Werfenstein (Werfel, Wirbel) und Wörth, Grein und Klam.

Die Turmruine Sarmingstein ist der Rest einer Basteianlage, die 1488 im Auftrag von Kaiser Friedrich III. von den Gebrüdern Prueschenk errichtet wurde. Der Turm steht nicht unter Denkmalschutz.

Die Burg Säbnich war auf Grund der Stiftung durch Otto von Machland erste Niederlassung der Augustiner Chorherren, die hier von 1147 bis 1161 wirkten. Die Stiftungsurkunde wurde am 16. Mai 1147 ausgestellt. Das Kloster wurde später nach Waldhausen verlegt.

Siehe Hauptartikel: Sarmingstein

St. Nikola[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Sankt Nikola an der Donau

Beatrix von Clam, Gattin des Walchun von Machland, stiftete 1141 das „spitale de Pahin“, ein Spital und zugleich Ortsbezeichnung. Im 12. Jahrhundert löste „sand niclas“ diese Ortsbezeichnung ab. Die Rettungsrufe galten nun dem heiligen Bischof Nikolaus von Myra, dem Patron der Schiffsleute. Auf der Ostseite der Pfarrkirche St. Nikola ist außen die Zahl 1007 eingemeißelt. Dies lässt vermuten, dass bereits um diese Zeit zwischen Spital und Friedhoflacke, das heißt auf dem „Kirchenberg“, eine Seelsorgstelle bestanden haben könnte.

Flussabwärtsfahrende Schiffsreisende hatten bei der Kirche St. Nikola die Gefahr der Wirbel und Strudel der Strecke um Grein und Struden gerade hinter sich gebracht, und sind auch bei der etwa im 13. Jahrhundert erbauten Burg Werfenstein und der Burg Pain aus dem 12. Jahrhundert vorbeigefahren, welche die Durchfahrt mit Ketten sperren konnte. Sie wurden dann gerne von Nachen auf dem Wasser aufgesucht und von deren Insassen um eine Spende für den heiligen Nikolaus gebeten. Damit wurden auch das Spital und die Bestattung von christlichen Verunglückten bezahlt.[3]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort St. Nikola seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 919 Einwohner, 2001 dann 855 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Nikolaus Prinz von der ÖVP.

Persönlichkeiten der Marktgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barbara Ployer (* 2. September 1765 in Sarmingstein, † 1810 in Brešan, Kroatien). Klavierschülerin Mozarts, für die er die Klavierkonzerte KV 449, KV 453 und wahrscheinlich auch KV 488 komponierte.
  • Anton Maria Topitz (* 26. Februar 1887 in Kodetschlag, damals Kronland Böhmen der Öst.-Ung. Monarchie, heute Jenín, Tschechische Republik - † 7. April 1949 in Berlin), Sänger. Kam mit seinen Eltern Anton und Pauline am 23. Februar 1888 nach St. Nikola, da sein Vater hier die Schulleiterstelle angenommen hatte.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Wochberger (1850 bis 1855)
  • Ignaz Schwaiger (1855 bis 1858)
  • Joseph Hohenstöger (1858 bis 1864)
  • Josef Strobl (1864 bis 1870)
  • Georg Attenbrunner (1870 bis 1873)
  • Karl Rinner (1873 bis 1875)
  • Johann Fannenböck (1875 bis 1876)
  • Johann Mühlberger (1876 bis 1882)
  • Rudolf Schwaiger (1882 bis 1886)
  • Johann Hinterleitner (1886 bis 1888)
  • Georg Kasberger (1888 bis 1900)
  • Johann Fannenböck (1900 bis 1906)
  • Josef Seyr (1906 bis 1924)
  • Franz Gruber (1924 bis 1933)
  • Josef Reisner (1933 bis 1935)
  • Emmerich Fischer (1935 bis 1938)
  • Karl Fannenböck (1938 bis 1943)
  • Josef Bruckner (1943 bis 1945)
  • Josef Schneiderbauer (1945 bis 1958)
  • Ernst Knauder (1958 bis 1961)
  • Anton Menzl (1961 bis 1976)
  • Leopold Fasching (1976 bis 2002)
  • Nikolaus Prinz (2002 bis dato)

Die Bürgermeister der 1875 eingemeindeten Ortsgemeinde Struden sind im Hauptartikel Struden angeführt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Nikola an der Donau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in der Aufstellung der Gemeinden der oberösterreichischen Landesregierung im Internet und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Austrian Map Online: Austrian Map Startseite
  3. Mystisches Oberösterreich von Peter Pfarl und Toni Anzenberger, ISBN 978-3-7012-0037-5, S. 78
  4. Handschriftliche "Erinnerungen 1857–1941" von Anton Topitz sen. [1], persönliche maschinschriftliche Aufzeichnungen von Albert Topitz