Sankt Petersburger Philharmoniker

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Die Sankt Petersburger Philharmoniker (voller Name russisch Заслуженный коллектив России Академический симфонический оркестр Санкт-Петербургской филармонии, Sasluschenny kollektiw Rossii Akademitscheski simfonitscheski orkestr Sankt-Peterburgskoi filarmonii; deutsch Verdientes Kollektiv Russlands, Akademisches Sinfonieorchester der Sankt Petersburger Philharmonie) sind ein russisches Sinfonieorchester. Das Orchester ist in der Sankt Petersburger Philharmonie beheimatet.

Die Wurzeln des Orchesters lassen sich bis in das Jahr 1882 zurückverfolgen. Damals wurde ein Chor für den Hof des russischen Zaren Alexander III. gegründet, der 1897 zum „Symphonischen Hoforchester“ umgewandelt wurde. Nach der Oktoberrevolution im Jahr 1917 veränderten sich Funktion und Organisationsform des Orchesters, im Jahr 1921 wurde es in die „Staatliche Petrograder Philharmonie“ umgewandelt, 1924 in „Staatliches Sinfonieorchester der Leningrader Philharmonie“ umbenannt. Mit der Rückbenennung Leningrads in Sankt Petersburg im Jahr 1991 wurden auch die „Leningrader Philharmoniker“ wieder zu den „Sankt Petersburger Philharmonikern“.

Chefdirigenten des Orchesters in neuerer Zeit waren Jewgeni Mrawinski (1938–1988) und Juri Temirkanow (seit 1988). Von 1952 bis 1984 dirigierte auch der Lette Arvid Jansons das Orchester, ab 1973 dessen Sohn Mariss Jansons. Das Orchester hat allerdings auch immer mit westlich geprägten Dirigenten gearbeitet. Kurt Sanderling war von 1942 bis 1960 Stellvertreter Mrawinskis. Auch Otto Klemperer, Hans Knappertsbusch, Erich Kleiber, Herbert von Karajan, Leonard Bernstein, Pierre Boulez, Georg Solti und Claudio Abbado dirigierten das Orchester.

Die meisten Sinfonien Dmitri Schostakowitschs wurden von den damaligen Leningrader Philharmonikern unter der Leitung Mrawinskis uraufgeführt, ebenso viele Kompositionen Sergei Prokofjews.

Chefdirigenten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]