Sankt Stefan ob Stainz

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Sankt Stefan ob Stainz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sankt Stefan ob Stainz
Sankt Stefan ob Stainz (Österreich)
Sankt Stefan ob Stainz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Deutschlandsberg
Kfz-Kennzeichen: DL
Fläche: 49,23 km²
Koordinaten: 46° 56′ N, 15° 15′ OKoordinaten: 46° 55′ 46″ N, 15° 15′ 17″ O
Höhe: 404 m ü. A.
Einwohner: 3.567 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 8511
Vorwahl: 03463
Gemeindekennziffer: 6 03 48
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sankt Stefan ob Stainz 19
8511 Sankt Stefan ob Stainz
Website: www.st-stefan-stainz.gv.at
Politik
Bürgermeister: Stephan Oswald (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
11
7
3
11 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Sankt Stefan ob Stainz im Bezirk Deutschlandsberg
Deutschlandsberg Eibiswald Frauental an der Laßnitz Groß Sankt Florian Lannach Pölfing-Brunn Preding Sankt Josef Sankt Martin im Sulmtal Sankt Peter im Sulmtal Sankt Stefan ob Stainz Schwanberg Stainz Wettmannstätten Wies SteiermarkLage der Gemeinde Sankt Stefan ob Stainz im Bezirk Deutschlandsberg (anklickbare Karte)
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Stefan ob Stainz ist eine Gemeinde mit 3567 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Deutschlandsberg (Gerichtsbezirk Deutschlandsberg) in der Weststeiermark. Seit 1. Jänner 2015 ist sie im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform mit den Gemeinden Greisdorf und Gundersdorf zusammengeschlossen, die neue Gemeinde führt den Namen St. Stefan ob Stainz weiter.[1]

Die Gemeinde ist landwirtschaftlich geprägt und liegt im Anbaugebiet des Schilchers.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Sankt Stefan ob Stainz liegt in der Weststeiermark und wird vom Steinbach, der Lemsitz, dem Sanibach und der Zirknitz durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Stefan ob Stainz besteht aus elf Ortschaften bzw. neun Katastralgemeinden.

Ortschaften / Katastralgemeinden Einwohner Fläche in ha Lage
in der Gem.
Greisdorf 422 2.451,38
Grubberg, KG Gruberg 93 42,44
Gundersdorf 292 528,74
Lemsitz 371 317,17 Südwesten
Lichtenhof 86 122,49 Südosten
Pirkhof 409 518,64 Nordosten
Sankt Stefan ob Stainz, KG St. Stefan 793 226,30 Zentrum
Sommereben 208 keine KG
Steinreib 298 184,04
Wald in der Weststeiermark 31 keine KG
Zirknitz 541 531,15 Nordwesten
Einwohner und Fläche: Stand 1. Jänner 2015[2][3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei der fünf Nachbargemeinden liegen im Bezirk Voitsberg (VO).

Ligist (VO) Mooskirchen (VO)
Edelschrott (VO) Nachbargemeinden Lannach
Stainz Stainz

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Besiedelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Besiedlung des Gemeindegebietes ist durch ein latènezeitliches oder römisches Gräberfeld im Zirknitztal belegt. Im Gemeindegebiet befindet sich eine Reihe anderer Grabhügel oder Grabhügelgruppen, sie werden „Heidenkögel“ genannt. Dabei handelt es sich um Gräber, die der einheimischen Bevölkerung der ersten Jahrhunderte nach Christi Geburt zugeschrieben werden. Diese Bewohner werden als „Noriker“ bezeichnet und den Kelten und Illyrern zugerechnet.[4]

Die ersten Spuren von Siedlern aus dem bayrischen Raum sind für das Jahr 1180 dokumentiert.[5] Ob eine Urkunde aus 1128 über den Dienstmann der Eppensteiner Friedrich von Wolfstain,[6] der ebenso wie für 1378 bis 1415 ein Otocharus mit der Gegend Wolfstein bei Oberzirknitz in Verbindung gebracht wird, tatsächlich auf diese Gegend hinweist und damit eine Besiedlung des Gebietes belegt, ist unsicher.[7]

Der Name des Ortsteils Stocka (mit der Eichartkapelle) wird auf eine Rodung zurückgeführt (ahd. und mhd. stoc, stock für „Baumstumpf, Baumstamm“).[8]

Pfarre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarre St. Stefan ob Stainz wird erstmals 1203 erwähnt, sie gilt als Stammpfarre des Gebietes und ist älter als die 1218 gegründete Diözese Graz-Seckau (welche damals noch nicht das Gebiet von St. Stefan umfasste, das zum Erzbistum Salzburg gehörte). Die ursprüngliche Bedeutung der Pfarre mit ihrem großen Pfarrsprengel, der mit rund 100 km² etwa fünfmal größer als das Gemeindegebiet bis Ende 2014 war und auch Gebiete in den Nachbargemeinden Gundersdorf, Georgsberg, Marhof, Greisdorf und Lannach umfasst, zeigt sich daran, dass zu der Pfarre auch im 21. Jahrhundert noch Gebiete gehören, welche näher zur Pfarre Stainz liegen, wie z. B. Teile von Marhof (mit der Höllerhansl-Kapelle) und Greisdorf. Die Pfarre wurde 1245 dem damals neu entstandenen Augustiner-Chorherrnstift Stainz einverleibt und nach dessen Auflösung 1785 wieder selbstständig.[9]

Eine Vorgängerin der Pfarrkirche wird im Gebiet des Kirchholzes bei Oberzirknitz vermutet.[10] Der Name „Zirknitz“ stammt aus dem Slawischen. Er wird als Kirchengegend, Kirchbach, kleines Kirchlein übersetzt.[10]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lemsitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter und bis in das 19. Jahrhundert war das Gemeindegebiet auf verschiedene Grundherrschaften aufgeteilt. Eine davon waren die Lemsitzer, die ihren Wohnsitz, die Burg Lemsitz, im Westen des Ortes St. Stefan hatten. Die Erbauung dieser Burg wird in das 12. oder 13. Jahrhundert datiert, von ihr sind nur mehr Gräben und andere Bodenunebenheiten sichtbar. Ihr Zentrum bestand aus einem etwa neun mal sieben Meter großen unregelmäßig fünfeckigen Turm, der von einem Wall und einem Wassergraben umgeben war.[11] Der Turm war zumindest in seinen Fundamenten gemauert.[12]

Die Lemsitzer waren Dienstmannen der Herren von Wildon und Lehensnehmer des Erzbischofs von Salzburg. Im 17. Jahrhundert wurde die Anlage nicht mehr erwähnt.[13]

Eine Erhebung im Gelände an der Straßenkreuzung in Lemsitz in der Nähe der dortigen Kapelle wird als Rest eines Turmhügels aus der Zeit der Wolfsteiner erklärt. An der Straße von Lemsitz Richtung Westen sind zwei Grabanlagen und eine Lichtsäule dokumentiert.[14]

Die Straßenverbindung zwischen St. Stefan und Stainz verlief früher entlang des Lemsitzbaches, das Anwesen Bachsterri war als Gaststätte bekannt.[14]

Es wird vermutet, dass die Gebiete der Bauernhöfe vlg. Huber und vlg. Simimichl in Unterzirknitz im 14. und 15. Jahrhundert kleine Rittersitze im Besitz der Lemsitzer Hans und Heinrich waren.[15]

Für den 28. Oktober 1425 ist der Verkauf eines freien Hofes zu „Nider Zirknitz“ an das Stift Stainz belegt. Dieses ließ den Edelsitz auf und verteilte die Grundstücke an Bauern.[16]

Lichtenhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Lichtenhof (damals „Liechtenperg“ genannt) von Osten, 1681

Ein weiterer Adelssitz befand sich im Südosten des Ortes St. Stefan in der Katastralgemeinde Lichtenhof. Er wird als Lichtenbergerhof bezeichnet, seine Gründung als Sitz der Familie der Lichtenberger ebenfalls in das 13. Jahrhundert datiert. Die Familie der Liechtenberger wurde als Dienstmannengeschlecht der Eppensteiner, später der Wildonier beschrieben. Wesentliche Wehranlagen bestanden nicht.[17]

Im 15. Jahrhundert wurden die Gebäude als „Schloss bei Stainz“ erwähnt, die Familie der Besitzer starb im 16. Jahrhundert aus. 1602 erwarb das Stift Stainz die Anlage. Mit Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Ansitz nur mehr landwirtschaftlich genutzt, im 19. Jahrhundert war sein Gebiet auf Bauernhöfe aufgeteilt. Die Höfe vlg. Lichtenhofschuster, Geidl, Sieber der KG Lichtenhof[18] sowie vlg. Schneiderbauer, Rothschädl (der Meierhof der ehemaligen Herrschaft Lichtenberg), Moar der KG Lemsitz[19] liegen auf den Grundstücken des ehemaligen Schlosses. An der Erdoberfläche sind keine Reste der Anlage mehr erkennbar, nur die Lage einer Sandgrube und einer Lehmgrube ist dokumentiert.[14]

Es erinnern allerdings 1,2 m dicke[14] Kellermauern im Bauernhof vlg. Geidl (auch Gail genannt[14]), die zu einem Turmhaus gehört haben könnten,[14] an das ehemalige Schloss und es sollen auf Nachbargrundstücken in den 1950er Jahren beim Leitungsbau Gewölbereste gefunden worden sein.[20] Auf Darstellungen von Georg Matthäus Vischer ist 1681 Schloss Liechtenhoff (oder Liechtenperg) als Anlage mit drei Gebäuden, eines davon mit zweistöckem Arkadengang, gezeichnet.[21]

Aichhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Osthang des Ortsteils Hofererberg wird das Gebiet der Bauernhöfe vlg. Langhartkami, Hopfgartner, Schöner, Tischler als Bereich eines Adelssitzes namens Aichhof angesehen: Dieser wird mit dem Zahlmeister Leutolds von Wildon, Witmar (bzw. Dietmar[16]) von Hopfgarten, in Verbindung gebracht.[5] [22]

Puxhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des Bauernhofes vlg. Kohlmörtl in Zirknitz bildete im Mittelalter den Edelsitz Puxhof. Seine Besitzer wurden 1267 als Ministerialen Salzburgs genannt, eine Verbindung mit den Wildoniern wird vermutet.[23] Die Familie starb vor 1500 aus.[24]

Türkeneinfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Anlagen wurden wie das übrige Gemeindegebiet vermutlich zweimal von umherstreifenden Türken belagert und ihr Besitz verwüstet. Erstmals dürfte das 1480, beim Türkeneinfall in die Steiermark und Kärnten, geschehen sein. Damals drang eine zahlenmäßig große türkische Streifschar über den Packsattel in das Gebiet des heutigen Bezirks Voitsberg vor. Aus dem Gebiet um Ligist kommend, haben Unterabteilungen dieser Streifschar wohl auch St. Stefan erreicht. Mit Sicherheit schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde das Gemeindegebiet 1532, nachdem die Türken die Belagerung von Güns abgebrochen hatten und auf ihrem Rückmarsch nahezu die gesamte südliche Steiermark ausplünderten und verwüsteten. Die Burg Lemsitz, wohin sich ein Teil der Bevölkerung geflüchtet hatte, erlebte eine mehrtägige Belagerung durch türkische Streifschärler, die jedoch abgewehrt werden konnte. Ersichtlich werden die von den Türken begangenen Verwüstungen auch anhand der Gültschätzung von 1542, wo beispielsweise einige Bauernhöfe im Lemsitzer Gebiet als öde aufscheinen und als Grund dafür der Türkeneinfall zehn Jahre zuvor genannt wird.

Nachdem die Türkengefahr endgültig gebannt worden war, folgte für St. Stefan eine lange währende friedliche Zeit.

Franzosenkriege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erst die als Folge der Französischen Revolution ausbrechenden Kriege am Ende des 18. Jahrhunderts brachten wieder feindliche Truppen ins Gebiet von St. Stefan. Diesmal waren es die durchziehenden Soldaten der französischen Armeen, die im Gemeindegebiet schonungslos requirierten, was sie an Gütern für ihren Bedarf benötigten. Im Südosten, im Wald zwischen Lichtenhof und Pichling (Ortsteil Sechtaberg) erinnert das Franzosenkreuz an die französische Besetzung im Fünften Koalitionskrieg und an einen Vorfall, bei dem drei Franzosen von einheimischen Bauern erschlagen wurden. Dieses Kreuz liegt im ehemaligen Gemeindegebiet von Georgsberg, aber im Pfarrsprengel von St. Stefan. Es wurde 2009 neu errichtet und am 19. Juli 2009 feierlich gesegnet.[25]

Eine weitere Erinnerung an diese Zeit ist die Weberkapelle in Hofererberg. Diese Kapelle wurde 1814 zum Dank für die überstandenen Franzosenkriege errichtet, 1980 renoviert und 2012 um einen Glockenturm ergänzt. In ihm befindet sich die „Franz von Assisi-Glocke“. Sie ist 56 kg schwer, auf den Ton a² gestimmt und wird dreimal täglich um 7 Uhr, 12 Uhr und 19 Uhr sowie an Freitagen um 15 Uhr geläutet.[26]

Nationalsozialismus und Juliputsch 1934[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1930er Jahren fasste auch der Nationalsozialismus in St. Stefan Fuß. Seit 1933 bestand auch hier eine Ortsgruppe der NSDAP, deren Leiter ein im Ort ansässiger Arzt war.[27]

Während des nationalsozialistischen Juliputsches im Jahr 1934 wurde die Gendarmeriepostenkaserne von Nationalsozialisten, die unter Führung eines ortsansässigen Gastwirtssohnes standen und aus Stainz angefahren kamen, besetzt. Ein in der Nähe des Gendarmeriepostens befindliches Waffendepot der Heimwehr wurde von den Nationalsozialisten geplündert. Zu Kampfhandlungen war es im Ort nicht gekommen, weil der Gendarmeriepostenkommandant den Posten beim Herannahen der Nationalsozialisten fluchtartig verlassen hatte. Nach ihrem Coup fuhren die Nationalsozialisten wieder nach Stainz zurück.[28]

Entwicklung der Gemeinde im 19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1824 waren die fünf Katastralgemeinden Lemsitz, Lichtenhof, Pirkhof, St. Stefan und Zirknitz zur Verwaltungsgemeinde St. Stefan zusammengeschlossen worden. Die Gemeinde St. Stefan entstand schließlich durch die Aufhebung der Grundherrschaft im Jahre 1850 und Zusammenlegung der gleichnamigen Katastralgemeinden Lemsitz, Lichtenhof und St. Stefan.

Der Name der Gemeinde, „Sankt Stefan“, wurde mit 1. Juni 1951 in Sankt Stefan ob Stainz geändert.[29]

Mit 1. Jänner 1968 wurden die Gemeinden Pirkhof (mit Pirkhofberg) und Zirknitz mit St. Stefan ob Stainz zusammengelegt.[30]

Der Gemeinderat von Gundersdorf fasste am 1. August 2013 einstimmig den Beschluss zur Fusion mit St. Stefan. Seit 16. September 2013 befand sich das Gemeindeamt von Gunderdorf bereits im Ort St. Stefan ob Stainz.[31]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hatte laut Volkszählung 2001 2.198 Einwohner. 97,6 % der Bevölkerung besaßen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 92,7 % der Einwohner, 3,5 % waren ohne religiöses Bekenntnis, 2,3 % evangelisch.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1869 und 1939 änderte sich die Bevölkerungszahl der Gemeinde Sankt Stefan ob Stainz nur marginal und erlebte auch kaum größere Schwankungen. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Bevölkerungszahl anzusteigen.


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Stefan ob Stainz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gab es 76 Arbeitsstätten mit 367 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 771 Auspendler und 192 Einpendler. Wichtigste Branchen sind der Handel, die Sachgütererzeugung und das Unterrichtswesen. Es gab 167 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 25 im Haupterwerb), die zusammen 1.511 ha bewirtschafteten (1999).

Im Bereich Tourismus gibt es viele Buschenschänken und Häuser, die Urlaub auf dem Bauernhof anbieten. Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Stainz den Tourismusverband „Schilcherland-Stainz-Reinischkogel“.[32]

Die Verkehrserschließung erfolgt über die Schilcher Weinstraße L 314, die Zirknitzstraße L 641 und die Pirkhofstraße L 667. Im Norden hat die Gemeinde auch Anschluss an die Süd Autobahn A 2, im Südosten an die Radlpass Straße B 76.

Die Gemeinde verfügt über eine Volksschule, eine Neue Mittelschule und eine Musikschule sowie drei Kindergärten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat war bis Ende 2014 stark von der ÖVP dominiert, die mit einem Stimmengewinn bei den Wahlen 2010 mit 59,87 % die Mandatsmehrheit halten konnte. Die SPÖ erreichte 20,00 %, das Bürger Forum St. Stefan (BFS) erhielt 20,13 %.

Nach der Gemeinderatswahl 2015 wurde Stephan Oswald (ÖVP) zum Bürgermeister der neuen Gemeinde gewählt.[33]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Sankt Stefan ob Stainz COA.png
Wappen bis 2014

Das Gemeindewappen wurde von der steiermärkischen Landesregierung mit der Verordnung vom 1. August 1980 verliehen. Es zeigte:

„In Rot eine abwärts zu einem Kreis gebogene silberne Weinrebe mit fünf Blättern und einer aufwärts gekehrten Traube, drei (eins zu zwei gestellte) rautenförmige, facettierte, silberne Steine umschließend.“

Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Wappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit, die Wiederverleihung erfolgte mit Wirkung vom 5. Dezember 2015.[34]
Die neue Blasonierung lautet:

„In Rot eine abwärts zu einem Kreis gebogene goldene Weinrebe mit drei Blättern und drei Trauben, drei (eins zu zwei gestellt) rautenförmige, facettierte, goldene Steine umschließend.“

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UngarnUngarn Villány, Ungarn

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet Geborene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet Lebende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. Eigenverlag der Gemeinde St. Stefan ob Stainz, 1987, keine ISBN.
  • Maria Grill-Ninaus: Die Organisation von Haus und Hof im Kontext der historischen Entwicklung am Beispiel Stainzenhof in der Gemeinde St. Stefan ob Stainz, Stmk. Diplomarbeit an der Universität für Bodenkultur in Wien, 1994.
  • Elmar Voggenberger-Meißel: Flächendeckender Abwasserentsorgungsplan für die Gemeinden Georgsberg, Greisdorf, Gundersdorf und St. Stefan ob Stainz. Diplomarbeit an der Universität für Bodenkultur in Wien, 1992.
  • Martina Sulzberger: Die Pfarrkirche St. Stefan ob Stainz. Diplomarbeit an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz. Graz 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Stefan ob Stainz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Historische Landkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 26. September 2013 über die Vereinigung der Gemeinden Greisdorf, Gundersdorf und Sankt Stefan ob Stainz, alle politischer Bezirk Deutschlandsberg. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 14. Oktober 2013. Nr. 98, 28. Stück. S. 554–555.
  2. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 766 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  3. Katastralgemeinden Stmk. 2015 (Excel-Datei, 128 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  4. Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. Eigenverlag der Gemeinde St. Stefan ob Stainz 1987. S. 32-46, Skizze der Anlage S. 35. Genealogie der Familie der Lemsitzer S. 8–11.
  5. a b Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. S. 16.
  6. Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Eine enzyklopädische Sammlung der steirischen Wehrbauten und Liegenschaften, die mit den verschiedensten Privilegien ausgestattet waren. Graz 1961, Verlag Stiasny. S. 89.
  7. Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. S. 150, Fußnote 18.
  8. Fritz Lochner von Hüttenbach: Die Rodungsnamen der Steiermark. In: Michaela Ofitsch, Christian Zinko: 125 Jahre Indogermanistik in Graz. Festband anläßlich des 125jährigen Bestehens der Forschungseinrichtung „Indogermanistik“ an der Karl-Franzens-Universität Graz. Verlag Leykam, Graz 2000. ISBN 3-7011-0026-8. S. 250–251.
  9. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau, 18. November 2011. 84. Jahrgang Nr. 46. S. 11.
  10. a b Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. S. 20–21. Lage des Kirchholzes 46° 57′ 21″ N, 15° 15′ 19″ O.
  11. Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. S. 32-46, Skizze der Anlage S. 35. Genealogie der Familie der Lemsitzer S. 40–46.
  12. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Mittelalterliche und Frühneuzeitliche Wehrbauten im Bezirk Deutschlandsberg: Aufnahme der Bodendenkmale. Mit Zeichnungen von Stefan Karl. Beiträge zur Mittelalterarchäologie in Österreich BMÖ. Band 10, Jahrgang 1994. ZDB-ID 805848-9. Hrsg.: Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie ÖGM, Wien. ISSN 1011-0062. S. 59–60, Lageskizze (mit überholter Grundstücksverteilung) S. 81. 46° 55′ 49″ N, 15° 14′ 29″ O
  13. Robert Baravalle: Burgen und Schlösser. S. 75–76.
  14. a b c d e f Fußmarsch vom Schloss Lichtenhof zur Wasserburg Lemsitz. In: Weststeirische Rundschau. Nr. 11, Jahrgang 2014 (14. März 2014), 87. Jahrgang, ZDB-ID 2303595-X. Simadruck Aigner u. Weisi, Deutschlandsberg 2014, S. 10.
  15. Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. S. 266, 269, 298, Fußnote 41. Lage dieser Höfe 46° 55′ 51″ N, 15° 16′ 14″ O.
  16. a b Robert Baravalle: Burgen und Schlösser. S. 90.
  17. Robert Baravalle: Burgen und Schlösser S. 76.
  18. Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. S. 190–192.
  19. Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. S. 164.
  20. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Wehrbauten. S. 69. Grundstücke .11/2, 19/1 und 11 der KG 61223 Lichtenhof. 46° 55′ 15″ N, 15° 15′ 36″ O
  21. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Wehrbauten. S. 95–96
  22. Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. S. 266–267, 278–280. Lage des Aichhofes 46° 56′ 34″ N, 15° 16′ 11″ O.
  23. Robert Baravalle: Burgen und Schlösser S. 81.
  24. Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. S. 266, 272–273. Lage des Puxhofes 46° 56′ 23″ N, 15° 15′ 24″ O
  25. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 25. Juli 2009. 82. Jahrgang Nr. 30. S. 10.
  26. Die „Weberkapelle“ erstrahlt mit geweihter Glocke. In: Wochenzeitung Weststeirische Rundschau 19. September 2014. 87. Jahrgang Nr. 38. S. 13.
  27. Vgl. dazu Gerald Wolf: Die NSDAP im Bezirk Deutschlandsberg von 1933 bis zum »Anschluss« 1938. In: Herbert Blatnik, Hans Schafranek (Hrsg.): Vom NS-Verbot zum »Anschluss«. Steirische Nationalsozialisten 1933–1938. Czernin Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-7076-0554-9, S. 289.
  28. Siehe dazu: Gerald M. Wolf: „Jetzt sind wir die Herren …“ Die NSDAP im Bezirk Deutschlandsberg und der Juli-Putsch 1934 (= Grazer zeitgeschichtliche Studien, Band 3) StudienVerlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2008, Seiten 154f., ISBN 978-3-7065-4006-3. Es handelt sich dabei um die bislang ausführlichste Abhandlung über die Kämpfe während des Juliputsches im Bezirk Deutschlandsberg.
  29. Kundmachung vom 16. Mai 1951, Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 28. Dezember 1959, 13. Stück, Nr. 37. S. 114.
  30. Gesetz vom 18. Dezember 1967 über Gebietsänderungen von Gemeinden, Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 29. Dezember 1967, 26. Stück, Nr. 138. S. 188.
  31. Gundersdorf: Erster Schritt zur Fusionierung. In: Weststeirische Rundschau. Nr. 37, Jahrgang 2013 (13. September 2013), 86. Jahrgang, ZDB-ID 2303595-X. Simadruck Aigner u. Weisi, Deutschlandsberg 2013, S. 1.
  32. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. ZDB-ID 1291268-2 S. 629–630.
  33. Weststeirische Rundschau. Nr. 17, Jahrgang 2015 (24. April 2015), 88. Jahrgang. ZDB-ID 2303595-X. Simadruck Aigner u. Weisi, Deutschlandsberg 2015, S. 1.
  34. 108. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. November 2015 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Gemeinde Sankt Stefan ob Stainz (politischer Bezirk Deutschlandsberg), abgerufen am 6. Dezember 2015