Sankt Thomas (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Sankt Thomas
Sankt Thomas (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Sankt Thomas hervorgehoben
Koordinaten: 50° 4′ N, 6° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 288 m ü. NHN
Fläche: 9,13 km2
Einwohner: 260 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54655
Vorwahl: 06563
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 113
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Rudolf Höser
Lage der Ortsgemeinde Sankt Thomas im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Sankt Thomas ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an. Der Ortsname ist hergeleitet von dem auf der Gemarkung der Gemeinde liegenden ehemaligen Kloster Sankt Thomas. Sankt Thomas ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Thomas liegt im Tal der Kyll. Zur Gemeinde gehören ferner die Wohnplätze Bruderholz, Kasholz, St. Johann und Forsthaus Johanniswald.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 973. Ursprünglich wurde der Ort Ernistburen oder Ernistbura, später dann Erlenburen bzw. Erlesbura genannt.[4][5] Erst später nahm der Ort den Namen des Klosters Sankt Thomas an. Die drei historischen Ortsteile sind der Klosterbering, die Klostermühle jenseits der Kyll und die Bebauung um den östlichen Brückenkopf der Kyllbrücke, welcher südlich von Klostermühle und Kloster gelegen ist.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Sankt Thomas, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 135
1835 177
1871 245
1905 289
1939 313
Jahr Einwohner
1950 370
1961 345
1970 359
1987 312
2005 306

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Sankt Thomas besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde St. Thomas unterhält eine Gemeindepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Pontigny.

Kloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster St. Thomas
ehemalige Klosterkirche

In Sankt Thomas befindet sich das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster St. Thomas an der Kyll, das heute dem Bistum Trier als Bildungsstätte dient. Das Frauenkloster wurde um 1170 in der Nähe einer Thomas Beckett zu Ehren gebauten Kapelle gegründet. Das Kloster von St. Thomas wurde im Zuge der Säkularisation 1802 aufgehoben, womit dem Ort gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage genommen wurde. Nachdem der preußische Staat das Haus 1847 gekauft hatte, wurde es von ihm 1852 dem Bischof von Trier überlassen, welcher es bis 1942 als Strafanstalt (Demeritenhaus) für Geistliche nutzte.[7] In der Zeit von 1957 bis 1974 fungierte das Haus als Katholische Landvolksschule des Bistums Trier.[4][5]

Heute dient das ehemalige Kloster als Exerzitienhaus St. Thomas des Bistums Trier.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Sankt Thomas liegt an der Eifelstrecke (KölnEuskirchen–Gerolstein–Trier), auf der im Schienenpersonennahverkehr die Eifelbahn (RB 22) Gerolstein–Trier, mit Durchbindung ab Gerolstein als Eifel-Express (RE 22) nach Köln Messe/Deutz über Euskirchen und Erftstadt, verkehrt.

Sankt Thomas zählt zum Verkehrsverbund Region Trier. In sieben Kilometer Entfernung liegt die Bundesautobahn 60.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Thomas (Eifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 94 (PDF; 2,16 MB)
  4. a b St. Thomas an der Kyll. 3. Auflage. Bischöfliches Priesterhaus, 1994, S. 1 ff.
  5. a b Andreas Heinz: Die Geschichte des Hauses. In: St. Thomas – Exerzitienhaus des Bistums Trier. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Stefan Burr: Ein Ort mit Atmosphäre und Geschichte. In: Paulinus. Abgerufen am 10. Februar 2017.