Sankt Veit im Pongau

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Sankt Veit im Pongau
Wappen von Sankt Veit im Pongau
Sankt Veit im Pongau (Österreich)
Sankt Veit im Pongau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Hauptort: Sankt Veit im Pongau
Fläche: 56,9 km²
Koordinaten: 47° 20′ N, 13° 9′ O47.33055555555613.155555555556764Koordinaten: 47° 19′ 50″ N, 13° 9′ 20″ O
Höhe: 764 m ü. A.
Einwohner: 3.631 (1. Jän. 2015)
Bevölkerungsdichte: 64 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 5621; 5600, 5620, 5651
Vorwahl: 06415
Gemeindekennziffer: 5 04 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 12
5621; 5600, 5620, 5651 Sankt Veit im Pongau
Website: www.gde-stveit.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Sebastian Pirnbacher (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(19 Mitglieder)
 ÖVP  12,  SPÖ  6,  FPÖ  3
Lage der Marktgemeinde Sankt Veit im Pongau im Bezirk St. Johann im Pongau
Bad Gastein Altenmarkt im Pongau Bad Hofgastein Bischofshofen Dorfgastein Eben im Pongau Filzmoos Flachau (Salzburg) Forstau Goldegg im Pongau Großarl Hüttau Hüttschlag Kleinarl Mühlbach am Hochkönig Pfarrwerfen Radstadt St. Johann im Pongau St. Martin am Tennengebirge Sankt Veit im Pongau Schwarzach im Pongau Untertauern Wagrain (Pongau) Werfen Werfenweng SalzburgLage der Gemeinde Sankt Veit im Pongau im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Veit im Pongau ist eine Marktgemeinde mit 3631 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im Salzburger Land im Bezirk St. Johann im Pongau in Österreich. St. Veit ist erster heilklimatischer Kurort in Salzburg

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt gut 50 Kilometer südlich von Salzburg im oberen Ennspongau im Salzburger Land an der Salzach. Bis nach St. Veit fließt die Salzach von West nach Ost; danach dreht sie sich um ein Knie und fließt durch das Bischofshofen-St.-Johanner Becken genau von Süd nach Nord weiter. Nördlich steht der Hochglocker (1590 m ü. A.) der Dientner Berge (Salzburger Schieferalpen), südlich die Höllwand (2287 m ü. A.) der Ankogelgruppe (Hohe Tauern).

Der Gutteil der Gemeinde liegt auf einem Höhenplateau. Kalte Nordwinde werden durch die nordseitige Erhebung des Hochkönigs stark abgeschwächt; die kalte Luft im Winter kann vom Plateau in das Salzachtal abfließen. Die warmen Südwinde können über das Gasteiner- und das Großarlertal – beide Täler ziehen sich von Süd nach Nord – nach St. Veit ziehen. Durch die Lage auf einem Plateau im Salzachtal zählt St. Veit zu den ganz besonders sonnenreichen Orten (zur Wintersonnenwende am 21. Dezember knapp sieben Stunden Sonnenschein im Ortszentrum). Daher nennt sich die Gegend Salzburger Sonnenterrasse.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

∗∗ Mühlbach am Hochkönig
Goldegg   Schwarzach i.P. Nachbargemeinden Sankt Johann im Pongau

Dorfgastein



Das Gemeindegebiet umfasst den Markt Schwarzach und einen Gutteil von Goldegg jeweils nördlich und südlich.
∗∗ An Dienten am Hochkönig, Bezirk Zell am See, grenzt Sankt Veit nicht mehr.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst die 6 Katastralgemeinden Klamm, Lehen, Oberlehen, Schwarzach II, St. Veit und Untersberg.

Die Gemeinde besteht – nach Systematik der Statistik Austria – nur aus der Ortschaft Sankt Veit im Pongau (nomineller Hauptort der Gemeinde).[1] Die 10 Ortschaften als landesübliche Gemeindeteile (Ortschaftsgrenzen des Landes Salzburg)[2] sind:

Zählsprengel sind St. Veit-Zentralgebiet für den Ort und St. Veit-Umgebung für den Rest der Gemeinde.

St. Veit liegt etwas oberhalb der Salzach bei Schwarzach. Die KG Schwarzach II sind Teile von Schwarzach im Pongau, die bei der Gemeindetrennung 1906 bei Sankt Veit verblieben waren, und bilden die Umgebung des Orts. Am Fluss liegt östlich Grafenhof, am Veitbach darüber Obergrafenhof. Den Wengerbach bei Schwarzach hinauf liegen Pichl, Stein, der Urpaß und Viellehen über Goldegg am Filzkogel. An Harbergbach und Putzengraben am Hochglocker liegt Oberlehen. Die andere Salzachseite (die Schattseite in Süden) umfasst Untersberg (Nieder-, Oberuntersberg) am Heukareck, und Klamm taleinwärts an der Gasteiner Ache.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste schriftliche Nennung (parrochia sancti Viti) stammt aus dem Jahr 1074.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde gehört zum Gerichtsbezirks St. Johann im Pongau

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

12
6
3
12 
Von 21 Sitzen entfallen auf:

Sitzverteilung seit der Gemeinderatswahl 2014:

Bürgermeister von 17. Dezember 1993 bis 19. Dezember 2008 war der Schlossermeister Franz Lainer (ÖVP). Seit 19. Dezember 2008 hat der Landwirt und Obmann der Bezirksbauernkammer St. Johann/Pg, Sebastian Pirnbacher (ÖVP), das Amt inne.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at st veit.png

Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben:

Im roten Schilde die Darstellung des hl. Veit, nämlich der unbekleidete Oberkörper eines jugendlichen Mannes mit zum Gebet gefalteten Händen und goldnimbiertem Haupte, der aus einem auf einem niedrigen, brennenden Scheiterhaufen ruhenden schwarzen Kessel hervorragt.

Der Heilige Vitus ist Patron der Gemeinde.

Regionalpolitik[Bearbeiten]

Der Markt gehört zum Salzburger Planungsverband Pongau, und zum Tourismusverband Salzburger Sonnenterrasse.

Hauptort der Gemeinde [Bearbeiten]

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Sankt Veit im Pongau (Hauptort einer Marktgemeinde)
Katastralgemeinde St. Veit
Ortschaft (Ld.)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Johann im Pongauf8, Salzburg
Pol. Gemeinde Sankt Veit im Pongau
Ortschaft Sankt Veit im Pongau
Koordinaten 47° 20′ 56″ N, 13° 12′ 17″ O47.34881313.20465764
Höhe 764 m ü. A.
Einwohner d. stat. Einh. 1586 (2001)
Gebäudestand 352 (2001)
Fläche d. KG 85,11 ha
Postleitzahl 5621 St. Veit im Pongauf0
Statistische Kennzeichnung
Katastralgemeinde-Nummer 55125
Ortschaft (Ld.) 14057 Sankt Veit im Pongau
Zählsprengel/ -bezirk St. Veit-Zentralgebiet (50418 000)
ZSP mit Landeskrankenhaus und Wimm, Ortsch.(Ld.) auch mit Mösllehen (alle KG).
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; SAGIS

Hauptort der Gemeinde, wie auch Ortschaft (Ortsteil) und Katastralgemeinde (St. Veit), ist der Marktort Sankt Veit im Pongau.

Der Ort befindet sich gut 4 Kilometer südwestlich von St. Johann im Pongau. Er liegt auf einer linken Talterrasse des Salzachtals nördlich des Flusses auf um die 760 m ü. A. Höhe, oberhalb von Schwarzach im Pongau knapp 200 Meter über dem Talgrund, am Fuß Hochglockers (1590 m ü. A.).

Der Ort umfasst das alte Kirchdorf (Markt St. Veit), unterhalb die Siedlungen auf den ehemaligen Fluren Pfarrfeld, Pfarrleiten und die Lindenweg-Siedlung mit Wimm bis hinunter an die Sankt Veiter Straße (L211, darunter verläuft der Schönbergtunnel, der Umfahrungstunnel der B311), sowie oberhalb die Siedlungen auf den Bürgerwiesen und dem Stöcklfeld (Langmoos, Sonnfeld), die Landesklinik und die Ortslagen Mösllehen. Wimm, Krankenhaus und Mösllehen liegen schon in der Katastralgemeinde Schwarzach II.

Der Ort umfasst knapp gut 350 Gebäude mit etwa 1600 Einwohnern (Zählsprengel St. Veit-Zentralgebiet).

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden:
Pichl (O) Schwarzach II (KG)

Stein (O)

Nachbargemeinden Obergrafenhof
Grafenhof (O u. KG)
Die KG Schwarzach II umfasst die KG St. Veit von West bis Südost

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Am Fuße des Südhanges vom Hochglocker befindet sich die in den Jahren 1912/1913 gegründete Lungenheilstätte Grafenhof, heute Landesklinik Sankt Veit im Pongau. Errichtet wurde diese Anstalt vom Volksverein zur Bekämpfung der Tuberkulose im Kronlande Salzburg unter Vorsitz von Prälat Alois Winkler.[3]

Im Jahre 1985 gründete der Orden der Schwestern von Bethlehem das Kloster Maria im Paradies auf der Kinderalm.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten sind unter anderem:[4]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Veit im Pongau

Im Krankenhaus Sankt Veit wurde auch der Schriftsteller Thomas Bernhard behandelt. Unter anderem schrieb Bernhard das Buch Die Kälte. Eine Isolation über seine Krankheit (Lungentuberkulose) und seinen Aufenthalt hier. Heute findet man zur Erinnerung an den Schriftsteller einen nach ihm benannten Wanderweg, der in der Nähe der Landesklinik beginnt.

St. Veit im Pongau ist auch einer der Schauplätze des Romans Schonzeit des österreichischen Schriftstellers O. P. Zier. Die männliche Hauptperson des Romans, Rupert, ein Deserteur im Zweiten Weltkrieg, versteckt sich zum Schluss auf einem Bauernhof in St. Veit im Pongau.

Weiter findet in St. Veit jedes Jahr Ende Februar oder Anfang März das traditionelle Schneefest statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ortsverzeichnis; vergl. Registerzählung 31. Oktober 2011: Bevölkerung nach Ortschaften. statistik.at (pdf).
  2. SAGIS online → Thema Grenzen → Layer Ortschaftsgrenzen und Ortschaftspunkte
  3. Oskar Dohle: 150 Jahre Salzburger Landeshauptleute 1861–2011, Salzburg (2011), S. 22ff; online (PDF)
  4. Sehenswürdigkeiten (hist.). stveitpongau.at.
  5. Seelackenmuseum St. veit