Sankt Veit im Pongau

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Marktgemeinde
Sankt Veit im Pongau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sankt Veit im Pongau
Sankt Veit im Pongau (Österreich)
Sankt Veit im Pongau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Hauptort: Sankt Veit im Pongau
Fläche: 56,9 km²
Koordinaten: 47° 20′ N, 13° 9′ OKoordinaten: 47° 19′ 50″ N, 13° 9′ 20″ O
Höhe: 764 m ü. A.
Einwohner: 3.819 (1. Jän. 2019)
Postleitzahlen: 5600, 5620, 5621, 5651
Vorwahl: 06415
Gemeindekennziffer: 5 04 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 12
5621 Sankt Veit im Pongau
Website: www.stveitpongau.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Brugger (ÖVP)
Gemeinderat: (2019)
(21 Mitglieder)
   
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Sankt Veit im Pongau im Bezirk St. Johann im Pongau
Bad GasteinAltenmarkt im PongauBad HofgasteinBischofshofenDorfgasteinEben im PongauFilzmoosFlachau (Salzburg)ForstauGoldegg im PongauGroßarlHüttauHüttschlagKleinarlMühlbach am HochkönigPfarrwerfenRadstadtSt. Johann im PongauSt. Martin am TennengebirgeSankt Veit im PongauSchwarzach im PongauUntertauernWagrain (Pongau)WerfenWerfenwengSalzburgLage der Gemeinde Sankt Veit im Pongau im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Sankt Veit im Pongau ist eine Marktgemeinde mit 3819 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Salzburger Land im Bezirk St. Johann im Pongau in Österreich. Der Ort ist erster heilklimatischer Kurort in Salzburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt gut 50 Kilometer südlich von Salzburg im Salzachpongau im Salzburger Land an der Salzach. Bis nach St. Veit fließt die Salzach von West nach Ost; danach dreht sie sich um ein Knie und fließt durch das Bischofshofen-St.-Johanner Becken genau von Süd nach Nord weiter. Nördlich steht der Hochglocker (1590 m ü. A.) der Dientner Berge (Salzburger Schieferalpen), südlich die Höllwand (2287 m ü. A.) der Ankogelgruppe (Hohe Tauern).

Der Gutteil der Gemeinde liegt auf einem Höhenplateau. Kalte Nordwinde werden durch die nordseitige Erhebung des Hochkönigs stark abgeschwächt; die kalte Luft im Winter kann vom Plateau in das Salzachtal abfließen. Die warmen Südwinde können über das Gasteiner- und das Großarlertal – beide Täler ziehen sich von Süd nach Nord – nach St. Veit ziehen. Durch die Lage auf einem Plateau im Salzachtal zählt St. Veit zu den ganz besonders sonnenreichen Orten (zur Wintersonnenwende am 21. Dezember knapp sieben Stunden Sonnenschein im Ortszentrum). Daher nennt sich die Gegend Salzburger Sonnenterrasse.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst sechs Katastralgemeinden (Fläche: Stand 31. Dezember 2018[1]):

Die Gemeinde gliedert sich nicht in mehrere Ortschaften, zur einzigen gleichnamigen Ortschaft Sankt Veit im Pongau zählen die weiteren Ortsteile

Zählsprengel sind St. Veit-Zentralgebiet für den Ort und St. Veit-Umgebung für den Rest der Gemeinde. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk St. Johann im Pongau und gehört zum Salzburger Planungsverband Pongau, sowie zum Tourismusverband Salzburger Sonnenterrasse.

St. Veit liegt etwas oberhalb der Salzach bei Schwarzach. Die KG Schwarzach II umfasst Teile von Schwarzach im Pongau, die bei der Gemeindetrennung 1906 bei Sankt Veit verblieben waren, und bilden die Umgebung des Orts. Am Fluss liegt östlich Grafenhof, am Veitbach darüber Obergrafenhof. Den Wengerbach bei Schwarzach hinauf liegen Pichl, Stein, der Urpaß und Viellehen über Goldegg am Filzkogel. An Harbergbach und Putzengraben am Hochglocker liegt Oberlehen. Die andere Salzachseite (die Schattseite in Süden) umfasst Untersberg (Nieder- und Oberuntersberg) am Heukareck, und Klamm taleinwärts an der Gasteiner Ache.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

∗∗ Mühlbach am Hochkönig
Goldegg
Schwarzach i.P.
Goldegg
Nachbargemeinden Sankt Johann im Pongau
Lend (Bez. Zell am See / Pinzgau) Dorfgastein Großarl
Das Gemeindegebiet umfasst den Markt Schwarzach und einen Gutteil von Goldegg jeweils nördlich und südlich.
∗∗ An Dienten am Hochkönig, Bezirk Zell am See, grenzt Sankt Veit nicht.

Hauptort der Gemeinde [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Veit im Pongau (Hauptort einer Marktgemeinde)
Katastralgemeinde St. Veit
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Johann im Pongauf8, Salzburg
Pol. Gemeinde Sankt Veit im Pongau
f5
Koordinaten 47° 20′ 56″ N, 13° 12′ 17″ O
Höhe 764 m ü. A.
Gebäudestand 352 (2001f1)
Fläche d. KG 85,15 ha
Postleitzahl 5621 St. Veit im Pongau
Statistische Kennzeichnung
Katastralgemeinde-Nummer 55125
Zählsprengel/ -bezirk St. Veit-Zentralgebiet (50418 000)
ZSP mit Landeskrankenhaus und Wimm.
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; SAGIS
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenbox
f0
f0

BW

Hauptort der Gemeinde, wie auch Ortschaft (Ortsteil) und Katastralgemeinde (St. Veit), ist der Marktort Sankt Veit im Pongau.

Der Ort befindet sich gut 4 Kilometer südwestlich von St. Johann im Pongau. Er liegt auf einer linken Talterrasse des Salzachtals nördlich des Flusses auf um die 760 m ü. A. Höhe, oberhalb von Schwarzach im Pongau knapp 200 Meter über dem Talgrund, am Fuß Hochglockers (1590 m ü. A.).

Der Ort umfasst das alte Kirchdorf (Markt St. Veit), unterhalb die Siedlungen auf den ehemaligen Fluren Pfarrfeld, Pfarrleiten und die Lindenweg-Siedlung mit Wimm bis hinunter an die Sankt Veiter Straße (L211, darunter verläuft der Schönbergtunnel, der Umfahrungstunnel der B 311), sowie oberhalb die Siedlungen auf den Bürgerwiesen und dem Stöcklfeld (Langmoos, Sonnfeld), die Landesklinik und die Ortslagen Mösllehen. Wimm, Krankenhaus und Mösllehen liegen schon in der Katastralgemeinde Schwarzach II.

Der Ort umfasst knapp gut 350 Gebäude mit etwa 1600 Einwohnern (Zählsprengel St. Veit-Zentralgebiet; Stand 2001).

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden:
Pichl (O) Schwarzach II (KG)

Stein (O)

Nachbargemeinden Obergrafenhof
Grafenhof (O u. KG)
Die KG Schwarzach II umfasst die KG St. Veit von West bis Südost

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste schriftliche Nennung (parrochia sancti Viti) stammt aus dem Jahr 1074.

Der Heilige Vitus ist Patron der Gemeinde.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Fuße des Südhanges vom Hochglocker befindet sich die in den Jahren 1912/1913 gegründete Lungenheilstätte Grafenhof, heute Landesklinik Sankt Veit im Pongau. Errichtet wurde diese Anstalt vom Volksverein zur Bekämpfung der Tuberkulose im Kronlande Salzburg unter Vorsitz von Prälat Alois Winkler.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Sankt Veit im Pongau
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Veit im Pongau
  • Pfarrkirche Sankt Veit im Pongau[3]
  • Seelackenmuseum; Heimatmuseum; denkmalgeschütztes Bauernhaus Wallnergut mit Seelackenmühle[4]
  • Schaubergwerk Sunnpau
  • Im Jahre 1985 gründete der Orden der Schwestern von Bethlehem das Kloster Maria im Paradies auf der Kinderalm.
  • Im Krankenhaus Sankt Veit wurde auch der Schriftsteller Thomas Bernhard behandelt. Unter anderem schrieb Bernhard das Buch „Die Kälte. Eine Isolation“ über seine Krankheit (Lungentuberkulose) und seinen Aufenthalt hier. Heute findet man zur Erinnerung an den Schriftsteller einen nach ihm benannten Wanderweg, der in der Nähe der Landesklinik beginnt.
  • St. Veit im Pongau ist auch einer der Schauplätze des Romans „Schonzeit“ des österreichischen Schriftstellers O. P. Zier. Die männliche Hauptperson des Romans, Rupert, ein Deserteur im Zweiten Weltkrieg, versteckt sich zum Schluss auf einem Bauernhof in St. Veit im Pongau.
  • Weiter findet in St. Veit jedes Jahr Ende Februar oder Anfang März das traditionelle Schneefest statt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 19 Mitglieder. Nach den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen hat/hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung

Jahr 2004 2009 2014 2019
ÖVP 10 10 12 13
SPÖ 8 7 6 6
FPÖ 1 2 3 -
FPS - - - 2
Bürgermeister
  • 1983–1993 Richard Donauer (ÖVP)[5]
  • 1993–2008 Franz Lainer (ÖVP)[6]
  • 2008–2018 Sebastian Pirnbacher (ÖVP)[7]
  • seit 2018 Manfred Brugger (ÖVP)[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen at st veit.png

Die Blasonierung (Wappenbeschreibung) des Gemeindewappens lautet:

„Im roten Schilde die Darstellung des hl. Veit, nämlich der unbekleidete Oberkörper eines jugendlichen Mannes mit zum Gebet gefalteten Händen und goldnimbiertem Haupte, der aus einem auf einem niedrigen, brennenden Scheiterhaufen ruhenden schwarzen Kessel hervorragt.“

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Winkler (1838–1925), Landeshauptmann
  • Balthasar Linsinger (1902–1986), Pfarrer, Gerechter unter den Völkern, geboren in St. Veit
  • Reinhard Schwarzenberger (* 1977), Skispringer (Bronze bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano und bei den Weltmeisterschaften 1999 in Ramsau)
  • Michael Gruber (* 1979), Nordischer Kombinierer (Gold im Teambewerb bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2003 in Val di Fiemme, Gold mit der Staffel bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sankt Veit im Pongau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CSV-Datei aus REGIONALINFORMATION.zip (1.221 KB); abgerufen am 12. Jänner 2019
  2. Oskar Dohle: „150 Jahre Salzburger Landeshauptleute 1861–2011“, Salzburg, 2011, S. 22 ff.@1@2Vorlage:Toter Link/service.salzburg.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. Sehenswürdigkeiten (hist.). stveitpongau.at
  4. Seelackenmuseum St. veit (Memento vom 28. Mai 2015 im Internet Archive)
  5. Richard Donauer. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  6. Franz Lainer. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  7. Sebastian Pirnbacher. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  8. Manfred Brugger. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.