Sanrio

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Sanrio

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Rechtsform Kabushiki kaisha (Aktiengesellschaft)
ISIN JP3343200006
Gründung 10. August 1960
Sitz Shinagawa, Tokio
Leitung Tomokuni Tsuji
Mitarbeiterzahl 646[1]
Umsatz 41 Mrd. Yen[1]
Branche Großhandel
Website www.sanrio.co.jp
Stand: März 2021

Sanrio-Geschäft in San Francisco

K.K. Sanrio (jap. 株式会社サンリオ, Kabushiki kaisha Sanrio, engl. Sanrio Co., Ltd.) ist ein japanisches Großhandelsunternehmen[2] mit Sitz in Shinagawa, Präfektur Tokio.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen Sanrio wurde im August 1960 von Shintaro Tsuji unter dem Namen Yamanashi Silk Center gegründet. Es verkaufte Seidenprodukte und später auch Badesandalen. Tsuji ließ kleine Blumen auf die Gummisandalen zu drucken, und stellte fest, das sie sich dann besser verkauften. 1962 verkaufte das Unternehmen zum ersten Mal Geschenkartikel mit einem eigenen Erdbeermuster, später mit weiteren Obstmotiven. Tsuji engagierte die Illustratorin Ado Mizumori, eine Vorreiterin des Kawaii-Stils, und druckte ihre Figuren auf Essgeschirr. Er baute eine eigene Designabteilung auf und begann außerdem, Verwertungsrechte für US-amerikanische Figuren wie Snoopy oder dem rosaroten Panther zu kaufen. Im Dezember 1969 wird das Geschenkartikelgeschäft in die Tochterfirma Sanrio Greetings ausgelagert.[3][4][5]

In den 1970er-Jahren expandiert das Unternehmen stark. 1971 wird ein erstes Ladengeschäft für Geschenkartikel eröffnet, 1973 wird das Mutterunternehmen in Sanrio umbenannt und mit Sanrio Greetings verschmolzen. Im gleichen Jahr stieg das Unternehmen in die Filmproduktion ein und verlegte den Hauptsitz ins Viertel Gotanda in Shinagawa. 1974 werden von der eigenen Abteilung neue Charaktere entwickelt und vorgestellt, darunter auch Hello Kitty.[3][4]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsaktivitäten sind hauptsächlich Design und Vertrieb von Geschenkartikeln, Grußkarten und Büchern, Betrieb von Restaurants, Produktion, Werbung und Vertrieb von Filmen, Planung und Präsentation von Musicals und anderen Live-Darbietungen, Lizenzierung, sowie die Planung und Betrieb von Freizeitparks. Der Vertrieb von Geschenkartikeln generiert dabei 90 % des Umsatzes und das Freizeitparksegment 6,9 %.[1]

Bekannt ist es auch außerhalb Japans durch seine Produkte, die sich auf das Kawaii-Segment der japanischen Kultur beziehen. Am bekanntesten davon sind die Hello-Kitty-Produkte, die etwa die Hälfte des Umsatzes von einer Milliarde US-Dollar ausmachen.[6] Andere bekannte Figuren neben Hello Kitty sind Keroppi, Badtz-Maru, Chococat und My Melody.

Die beiden vom Unternehmen betriebenen Freizeitparks in Japan sind Sanrio Puroland im Tama-Gebiet und Harmonyland in Hiji.

Sanrio Digital vertreibt Hello Kitty Computerspiele wie "The Adventures of Hello Kitty & Friends", "Hello Kitty: Roller Rescue", "Hello Kitty: Birthday Adventures", "Hello Kitty Seasons".

Das Tochterunternehmen K.K. Kokoro stellt unter der Bezeichnung Actroid Androiden her, das bekannteste Produkt ist Repliee Q1.[7]

Die Europazentrale von Sanrio befindet sich in Wentorf bei Hamburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sanrio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Company Profile. Sanrio, abgerufen am 7. Juli 2021 (englisch).
  2. 8136 (株)サンリオ (サンリオ) 日本経済新聞マネー・ベーシック:株価サーチ - 企業概要. Nihon Keizai Shimbun-sha, abgerufen am 28. November 2010 (japanisch).
  3. a b Company History. In: Sanrio. Abgerufen am 7. Juli 2021 (englisch).
  4. a b Andreas Neunkirchen: Kawaii Mania Japans niedlichste Abgründe. 1. Auflage. Conbook Verlag, Neuss 2019, ISBN 978-3-95889-198-2, S. 32 ff.
  5. Jonathon Greenall: From Japan to New Horizons, the Complete History of Sanrio. In: CBR.com. 5. April 2021, abgerufen am 7. Juli 2021 (amerikanisches Englisch).
  6. Michael Kanellos, Hello Kitty's guide to business success
  7. Webseite von Kokoro (Memento vom 23. Oktober 2006 im Internet Archive)