Sanski Most

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Sanski Most
Сански Мост

Wappen von Sanski Most

Sanski Most (Bosnien und Herzegowina)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Bosnien und Herzegowina
Entität: Föderation BiH
Kanton: Una-Sana
Koordinaten: 44° 46′ N, 16° 40′ OKoordinaten: 44° 45′ 53″ N, 16° 39′ 53″ O
Höhe: 158 m. i. J.
Fläche: 781 km²
Einwohner: 47.359 (2013)
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: +387 (0) 37
Postleitzahl: 79260
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Faris Hasanbegović (SDA/SBB)
Webpräsenz:
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Über dieses Bild

Sanski Most ist eine Mittelstadt und der Verwaltungssitz einer Općina (Großgemeinde) im Nordwesten von Bosnien und Herzegowina.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt befindet sich am Mittellauf der Sana in der Föderation Bosnien und Herzegowina. Da Sanski Most außerdem an den Sana-Zuflüssen Sanica, Dabar, Bliha, Japra, Zdena, Majdanska Rijeka, Sasinka und Kozica liegt, wird sie auch „Stadt an neun Flüssen“ (grad na devet rijeka) genannt. Sanski Most grenzt im Westen an die Großgemeinden Bosanska Krupa, Bosanski Petrovac, im Süden an Ključ, sowie im Norden und Osten an die Općina Oštra Luka, welche früher auch zum Territorium der Großgemeinde Sanski Most gehörte, aber durch den Vertrag von Dayton nach dem Bosnienkrieg zur Republika Srpska kam.

Westlich und südwestlich von Sanski Most liegt die Gebirgskette Grmeč, östlich befinden sich die Berge Mulež und Behramaginica.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sanski Most hatte bis 1975 einen Bahnhof der schmalspurigen Steinbeisbahn von Prijedor nach Lička Kaldrma und Jajce.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Gemeinde sind die Moschee in der Innenstadt und die alte Brücke über die Sana, die der Stadt ihren Namen gab.

In den an Sanski Most angrenzenden kleinen Dörfern (Pobrijezje, Novo naselje, Hrustovo, Tomina, Vrhpolje, Kamengrad, Kruhari) und der näheren Umgebung befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise die Hrustovačka-Höhle, die Sanica-Quelle oder die Wasserfälle von Banjica. Am Ufer der Sana befinden sich viele Cafés und Restaurants.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkriegs gehörte die Region zum Unabhängigen Staates Kroatien (NDH). Während dieser Periode kam es zum Massaker von Sanski Most, indem 1941 bis zu 5.500 Serben und 40 bis 50 Juden ermordet wurden. Das Massaker wurde überwiegend von den kroatisch-faschistischen Ustascha, aber auch von bosnisch-muslimischen Milizen verübt.

Nichtregierungsorganisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1998 ist die Hilfsorganisation Krajiška Suza, ursprünglich als Frauenselbsthilfegruppe nach dem Jugoslawienkrieg 1996 gegründet, in Sanski Most und Umgebung in der medizinischen Pflege und der Sozialarbeit mit einkommensschwachen Personen tätig.[1]

Das Center for Peacebuilding CIM bemüht sich, die einst verfeindeten Bevölkerungsgruppen mit Hilfe von lokalen Veranstaltungen, Jugendcamps und internationalen Begegnungen zu versöhnen.[2]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internetpräsenz von Krajiška Suza (bosnisch und englisch)
  2. Internetpräsenz des Center for Peacebuilding CIM

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]