Sant Fruitós de Bages

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Gemeinde Sant Fruitós de Bages
Kloster Sant Benet de Bages
Kloster Sant Benet de Bages
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Sant Fruitós de Bages (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KatalonienKatalonien Katalonien
Provinz: Barcelona
Comarca: Bages
Koordinaten 41° 45′ N, 1° 53′ OKoordinaten: 41° 45′ N, 1° 53′ O
Höhe: 247 msnm
Fläche: 21,94 km²
Einwohner: 8.593 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 391,66 Einw./km²
Postleitzahl: 08272
Gemeindenummer (INE): 08213 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: www.santfruitos.org

Sant Fruitós de Bages ist ein Ort und eine Gemeinde (municipi) mit 8593 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Comarca Bages in der Provinz Barcelona in der Autonomen Region Katalonien. Zur Gemeinde gehören auch die Dörfer Les Brucardes, Pineda de Bages, La Rosaleda, Sant Iscle de Bages, Torroella de Baix sowie die wenigen ständigen Bewohner des Klosters Sant Benet des Bages.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Sant Fruitós de Bages liegt inmitten der beinahe allseitig von Bergen umschlossenen und sehr fruchtbaren Ebene Pla de Bages in einer Höhe von etwa 250 Metern ü. d. M. und etwa 68 Kilometer (Fahrtstrecke) nordwestlich von Barcelona bzw. knapp sieben Kilometer nordöstlich von Manresa entfernt. Der Riu Llobregat fließt etwa einen Kilometer östlich am Ort vorbei.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1990 2000 2010
Einwohner 2.196 2.827 3.752 4.847 5.542 8.184

Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die Gemeinde knapp 1.000 Einwohner. Aufgrund der Nähe zur Stadt Manresa ist seitdem ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum zu verzeichnen, das auch durch die Reblauskrise im Weinbau und die Mechanisierung der Landwirtschaft nicht unterbrochen wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher lebten die Einwohner hauptsächlich als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch der Anbau von Wein und die Haltung von Vieh gehörte. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Region zu einem bedeutenden Weinbaugebiet, doch nach der Reblauskrise wird heute wieder vorrangig Ackerbau betrieben. Der Weinbau spielt jedoch erneut eine wichtige Rolle – San Fruitós de Bages gehört zu den insgesamt 26 Gemeinden, die ihren Wein unter der Denomination Pla de Bages vermarkten dürfen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine dem hl. Fructuosus, einem Bischof aus Taraco bzw. Tarragona, geweihte Kirche wird erstmals im 10. Jahrhundert erwähnt, als die Rückeroberung (reconquista) und Wiederbesiedlung (repoblación) der nach der Ankunft des Islam nahezu entvölkerten Gegend unter Borrell von Osona und Wilfried I. von Barcelona bereits abgeschlossen war.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trotz seiner langen Geschichte hat der Ort San Fruitós selbst – mit Ausnehme zweier Altstadtgassen – kaum Sehenswürdigkeiten. Die Pfarrkirche Sant Fruitós ist zwar romanischen Ursprungs, sie wurde jedoch im 17. Jahrhundert nahezu komplett erneuert.
  • Die kleine romanische Kapelle Sant Jaume d’Olzinelles befindet sich knapp zwei Kilometer außerhalb und beeindruckt durch ihr solides aber ansonsten vollkommen schmuckloses Mauerwerk. Die Westseite wird von einem Glockengiebel (espadanya) überragt.
  • Die romanische Kirche Sant Iscle i Santa Victòria ist ebenfalls weitgehend dekorlos, hat aber einen durchaus imposanten Glockenturm (campanar) mit einer Blendarkadengliederung im unteren Bereich.
  • Die Kirche Sant Jaume del Pont de Cabrianes ist ein neoromanischer Bau des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
  • Die hübsche Kapelle Sant Sebastià de les Brucardes ist – mit Ausnahme der Ecksteine und der Portalrahmung – aus Bruchsteinen errichtet. Über dem Portal erhebt sich ein einfacher Glockengiebel. Trotz ihres insgesamt altertümlichen Aussehens ist sie ein Bau des 18. Jahrhunderts.
  • Die Kapelle Sant Valentí de les Brucardes hat ein deutlich exakter gearbeitetes Mauerwerk und einen zweigeteilten Glockengiebel. Das Dach ist jedoch schon seit langem eingestürzt. Der Bau wird ins 13. oder 14. Jahrhundert datiert.
  • Das etwa anderthalb Kilometer südöstlich am Ufer des Llobregat gelegene Kloster Sant Benet des Bages gehört zu den bedeutenden Abteien Kataloniens.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vicenç Buron: Esglésies Romàniques Catalanes. Artestudi Edicions, Barcelona 1977, S. 87ff, ISBN 84-85180-06-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sant Fruitós de Bages – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).