Santa Cruz de la Serós

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Gemeinde Santa Cruz de la Serós / Santa Cruz d'as Serors
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Santa Cruz de la Serós / Santa Cruz d'as Serors
Santa Cruz de la Serós (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: AragonienAragonien Aragonien
Provinz: Huesca
Comarca: Jacetania
Koordinaten 42° 31′ N, 0° 40′ WKoordinaten: 42° 31′ N, 0° 40′ W
Fläche: 27,17 km²
Einwohner: 180 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 6,62 Einw./km²
Postleitzahl: 22792
Gemeindenummer (INE): 22209 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Kirche San Caprasio

Santa Cruz de la Serós ist der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde (Municipio) im Pyrenäenvorland an einer Variante des Jakobswegs. Er liegt in der Comarca Jacetania in der Provinz Huesca der Autonomen Gemeinschaft Aragonien. Ein weiterer Ortsteil ist Binacua.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außer einigen rustikalen Bauernhäusern mit traditionellen, hohen, kegelförmigen Schornsteinen gibt es im Dorf zwei romanische Kirchen:

  • Die frühromanische Pfarrkirche San Caprasio, gewidmet und benannt nach dem Bischof von Agen, früher wohl zu einem Benediktinerkloster gehörig, wurde wahrscheinlich um 1060 errichtet und zeigt lombardische Einflüsse. Der dazugehörige Konvent wurde im 12. Jahrhundert aufgelöst, die Kirche wurde Pfarrkirche und bekam 1150 einen Glockenturm. Der Innenraum besteht aus einem Schiff und niedriger Apsis.
  • Die prächtige Kirche Santa María, Überrest des wohl berühmtesten Nonnenklosters Aragoniens. Das Heiligkreuzkloster (span. Monasterio de Santa Cruz) wurde 1059/1061 durch Ramiro I. von Aragonien gegründet, um seine Töchter Urraca, Teresa und Sancha zu versorgen. Diese Schwestern – Sorores – haben vermutlich auch den Ortsnamen beeinflusst.

Dem prominenten Beispiel folgend wurde das Kloster Versorgungseinrichtung für nicht verheiratbare Mitglieder des aragonesischen Hochadels. 1555 sollen die letzten Benediktinerinnen den Ort verlassen und ins Erlöserkloster Monasterio del Salvador nach Jaca gezogen sein, andere Quellen geben das 17. Jahrhundert als Zeitpunkt des Umzugs an. Alle anderen zum Kloster gehörenden Gebäude wurden danach zerstört.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Bevölkerung von Santa Cruz de la Serós
Quelle: INE – grafische Aufarbeitung für Wikipedia

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Míllan Bravo Lozano: Praktischer Pilgerführer. Der Jakobsweg. Editorial Everest, Léon 1994, ISBN 84-241-3835-X.
  • Ulrich Wagner: Der spanische Jakobsweg. Dumont Reiseverlag, Köln 1995, ISBN 3-7701-3415-X.
  • Heinz Schomann: Kunstdenkmäler der Iberischen Halbinsel – Teil 1: Portugal und Nordspanien. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, Sonderausgabe 1996 für die Mitglieder der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, S. 287.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Santa Cruz de la Serós – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
Muszla Jakuba.svg
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