Santa Fe (Granada)

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Gemeinde Santa Fe
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Santa Fe
Santa Fe (Granada) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Andalusien
Provinz: Granada
Comarca: Vega de Granada
Koordinaten 37° 11′ N, 3° 43′ WKoordinaten: 37° 11′ N, 3° 43′ W
Höhe: 582 msnm
Fläche: 38,2 km²
Einwohner: 15.079 (1. Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 394,74 Einw./km²
Postleitzahl: 18320
Gemeindenummer (INE): 18175 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Sergio Bueno Illescas (PSOE)
Website: www.santafe.es
Lage der Gemeinde
LocationSanta Fe.png

Santa Fe ist eine Stadt in Spanien mit 15.079 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) und liegt in der Vega de Granada, etwa 10 km (Luftlinie) westlich der Stadt Granada, zu deren Einzugsbereich Santa Fe gehört.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Santa Fe (spanisch: "Heiliger Glaube") entwickelte sich aus einem temporäreren Heerlager, das die Katholischen Könige 1483 hier einrichten und 1491 zur Belagerung der maurischen Stadt Granada in eine befestigte Stadt umwandeln ließen.

Die Stadt wurde Briviesca, einem Ort in der Provinz Burgos nachempfunden; die einfache Gitteranlage der Straßen wurde dann auch für viele spanische Neugründungen in der neuen Welt Stilprägend.

Hier wurde am 25. November 1491 der Vertrag von Granada unterzeichnet, der das Ende der maurischen Herrschaft über das Reich und die Stadt Granada bedeutete. Am 17. April 1492 wurde hier zudem die Kapitulation von Santa Fe unterzeichnet, mit der das spanische Königspaar Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón dem Seefahrer Christoph Kolumbus das Recht einräumten, einen Seeweg nach Indien zu suchen und ihn zum Vizekönig und Generalgouverneur über alle von ihm entdeckten Gebiete machten.

Aufgrund dieser Ereignisse wird Santa Fe zuweilen auch als der "Geburtsort des modernen Spanien" angesehen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2008
Einwohner 6.424 7.193 7.850 8.895 10.121 10.231 9.760 10.614 11.291 12.000 12.730 15.107
Quelle: Instituto Nacional de Estadística(INE)

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die neoklassische Iglesia de Nuestra Señora de la Encarnación wurde im 18. Jahrhundert anstelle eines kleinen, auf Geheiß der Katholischen König errichteten Tempels erbaut, der bei einem Erdbeben zerstört worden war.
  • Von den ursprünglich vier Stadttoren sind noch drei erhalten (La Puerta de Jaén, La Puerta de Granada und La Puerta de Loja). Auf der Puerta de Loja findet sich eine Plakette mit folgender Inschrift: Rex Ferdinandus, Regina Elisabet, urben quan cemis, mínima constituere die adversus fides erecta est, ut conterat ostes. Hit censet dice, nomine Santa Fides.[2]
  • Das 1932 im Neomudejár-Stil errichtete Rathaus am Plaza de España.
  • Das 1992 errichtete Centro Damián Bayón befindet sich an dem Ort, an dem 1492 der Vertrag zwischen Kolumbus und den Katholischen Königen unterzeichnet wurde.[3] Es beherbergt das Instituto de America de Santa Fe, dessen Ziel es ist, Kunst und Kultur der Amerikas zu präsentieren.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Santa Fe (Granada) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Deutsch: "König Ferdinant und Königin Isabella ließen diese Stadt, die ihr hier seht, in wenigen Tagen erreichten, um die Feinde des Glaubens zu zerstören. Dies ließ sie den Namen Santa Fe wählen".
  3. http://www.institutodeamerica.es/