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Santo Spirito (Insel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Santo Spirito
Gewässer Lagune von Venedig
Geographische Lage 45° 24′ 1″ N, 12° 20′ 3″ OKoordinaten: 45° 24′ 1″ N, 12° 20′ 3″ O
Santo Spirito (Lagune von Venedig)
Santo Spirito (Lagune von Venedig)
Fläche 2,38 ha
Einwohner unbewohnt

Santo Spirito ist eine Insel in der Lagune von Venedig. Sie liegt südlich von Venedig, zwischen den Inseln San Clemente und Poveglia. Die Fläche der Insel beträgt 2,38 Hektar, bei einer Länge von 200 Metern und einer Breite von 150 Metern.

Während des Chioggia-Krieges zwischen Venedig und Genua besetzte 1379 die genuesische Flotte Chioggia, setzte Teile der Truppen im Dezember 1379 ins Kloster, die bis Februar 1380 blieben. Dabei wurde das Kloster beschossen und beim Abzug ließen die Genuesen das Kloster Brondolo abreißen. Die dortigen Mönche erhielten vom Senat das Kloster Santo Spirito auf der gleichnamigen Insel, das von den Augustiner-Chorherren verlassen worden war. Dies wurde 1409 vom Senat und von Papst Gregor XII. bestätigt. Jedoch verschwand das Kloster schon bald wieder. Es wurde bei Gründung der italienischen Zisterzienserkongregation 1497 nicht mehr erwähnt.[1]

Auf Santo Spirito befand sich eine Kirche gleichen Namens von Sansovino. Diese Kirche des 15. Jahrhunderts, wurde im Jahr 1505 geweiht. Ihr Campanile wurde später abgerissen.[2]

Giacomo Guardi (1764–1835): „Isola de S. Spirito“, Gouache auf Papier, 11 × 17,8 cm, vor 1835, Dorotheum, private Sammlung

Bis zum Jahre 1806 lebten Mönche auf der Insel, danach verließen sie diese, da Napoleon ihre Institutionen auflösen ließ. Nach dem Wegzug der Mönche baute die französische Besatzung, nicht ohne vorher etliche Häuser niedergerissen zu haben, Unterkünfte für Soldaten und etliche Magazinschuppen. Die einstmals in der Kirche von Santo Spirito befindlichen Gemälde von Palma il Vecchio und Tizian wurden in die Stadt Venedig verbracht.

Die Insel macht heute einen verwahrlosten und verfallenen Eindruck, da sich ab Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts niemand um eine Belebung der Insel bemühte.

  • Pompeo Molmenti, Dino Mantovani: Le isole della laguna veneta, Bergamo 1904, S. 28 f. (Digitalisat).
  • Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, n. 168, S. 104.
Commons: Santo Spirito (Insel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Sabine Arend (Hrsg.): Vielfalt und Aktualität des Mittelalters: Festschrift für Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag, Verlag für Regionalgeschichte, 2006, S. 119.
  2. Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, n. 168, S. 104.