Santu Mofokeng

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Santu Mofokeng (* 19. Oktober 1956 im späteren Soweto, Johannesburg, damals: Transvaal, Südafrikanische Union) ist ein südafrikanischer Fotograf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mofekeng begann in den 1970er Jahren in Soweto als Straßenfotograf und machte unter anderem Fotos von Familie und Freunden. 1981 stellte ihn die afrikaanssprachige Tageszeitung Beeld als Laborassistenten ein. Ein Jahr später arbeitete er für die Industriekammer für Bergwerke (Chamber of Mines). 1983 wurde er Mitglied in der Vereinigung Afrapix, einer kleinen Gruppe Fotografen, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen angehörten und die Apartheid ablehnten. Gleichzeitig schrieb er Fotoreportagen für die Zeitschrift New Nation. Es entstanden Projekte wie Fictional Biography oder Train Church über religiöse Rituale.

1988 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Fotograf des Instituts für Afrikanische Studien der Witwatersrand-Universität. 1990 hatte er seine erste Ausstellung (Like Shifting Sand) in den Market Galleries in Johannesburg. Für die ausgestellten Arbeiten erhielt er 1991 das erste Ernest-Cole-Stipendium, das ihm einen Studienaufenthalt in New York City am International Center of Photography in Manhattan ermöglichte. 1996 stellte er seinen Foto-Essay Chasing Shadows fertig, der anschließend auf drei Kontinenten gezeigt wurde.

2013 gestaltete Mofokeng neben Ai Weiwei, Romuald Karmakar und Dayanita Singh den Deutschen Pavillon auf der 55. Biennale di Venezia im Französischen Pavillon.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Chasing Shadows, Gertrude Posel Gallery an der Witwatersrand-Universität.
  • 1998: Lunarscapes, Nederlands Foto Instituut, Rotterdam, Niederlande.
  • 2006: Invoice, Iziko Südafrikanische Nationalgalerie, Kapstadt, Südafrika.
  • 2007: Invoice, StandardBank Art Gallery, Johannesburg.
  • 2008: Homeland Security, Johannesburg Art Gallery, Johannesburg.
  • 2010: Let’s Talk, Arts on Main, Johannesburg.
  • 2010: Remaining Past, Minshar Art Institute, Tel Aviv, Israel.
  • 2011: Chasing Shadows, Jeu de Paume, Paris; danach: Kunsthalle Bern. Katalog.

Gemeinschaftsausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausstellungskatalog - Santu Mofokeng et al.: Chasing Shadows. Santu Mofokeng: Thirty Years of Photographic Essays. Prestel, München 2011, ISBN 978-3-7913-4585-7.
  • Samo Gal (Hrsg.): African Photographers from the Walther Collection. Distance and Desire: Encounter with the Africa Archive of the Walther Collection. Steidl, Göttingen 2013, ISBN 978-3-86930-651-3.
  • Santu Mofokeng: The black Photo Album Steidl Verlag, Göttingen 2013, ISBN 978-3-86930-310-9.
  • Santu Mofokeng: Stories 1. Steidl Verlag, Göttingen 2015, ISBN 978-3-86930-971-2.
  • Santu Mofokeng: Stories 2-4. Steidl Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-95829-104-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]