Saphira (Rebsorte)

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Rebsorte Saphira

Saphira ist eine Weißweinsorte, die 1978 an der Forschungsanstalt Geisenheim von dem Önologen Helmut Becker gezüchtet wurde. Es handelt sich bei der Kreuzung von Arnsburger und Seyve-Villard 1-72 um eine Hybridrebe, die sich durch hohe Pilzresistenz gegen Peronospora und eine mittlere Resistenz gegen Oidium auszeichnet. Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.

Der Weintyp erinnert an den Weißen Burgunder, wobei der Säuregehalt bei Saphira durchschnittlich um bis zu 3 Promille höher liegt.

Die Rebe wird unter anderem in Deutschland, Italien und der Schweiz (0,15 Hektar, Stand 2007, Quelle: Office fédéral de l'agriculture OFAG [1]) angebaut. Die Rebsorte Saphira ist seit einigen Jahren in allen Weinbaugebieten außer Baden-Württemberg klassifiziert. Die Reben dieser Sorte dürfen ohne besondere Genehmigung in Weinbergslagen angebaut werden. Der Wein darf als Qualitätswein vermarktet werden. Aufgrund der regelmäßig hohen Mostgewichte (Öchslegrade) erreichen die Weine oft Spätlese- und Auslesequalität.

Synonyme: Zuchtstammnummer Geisenheim 7815-1 oder Gm 7815-1

Abstammung: Arnsburger x Seyve-Villard 1-72 (Rayon d’Or x Bertille Seyve 450)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.blw.admin.chDas Weinjahr 2008 (PDF), Herausgeber Office fédéral de l'agriculture OFAG

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Hillebrand, Heinz Lott, Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. 13., neubearbeitete Auflage. Fachverlag Fraund, Mainz 2003, ISBN 3-921156-53-X.