Sara Gambetta

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Sara Gambetta Leichtathletik

Heptathlon podium Tallinn 2011 (cropped).jpg
Gambetta 2011

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 18. Februar 1993 (28 Jahre)
Geburtsort Lauterbach, Deutschland
Größe 183 cm
Gewicht 80 kg
Beruf Lehramtsstudium (Sport und Biologie),
Sportsoldatin
Karriere
Disziplin Siebenkampf, Kugelstoßen
Bestleistung Siebenkampf: 6108 Punkte;
Kugel: 18,43 m (Halle); 18,46 m (Freiluft)
Verein SV Halle, vorm.: SC DHfK Leipzig, TSG Schlitz,
Hallesche LF, LG Eintracht Frankfurt
Trainer vorm.: René Sack, erste Trainer: Carlos
und Cornelia Gambetta
Status aktiv
Medaillenspiegel
U20-Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
U23-Europameisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
U20-Europameisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
U20-Weltmeisterschaften
Silber Moncton 2010 Siebenkampf
U23-Europameisterschaften
Bronze Tallinn 2015 Kugel
U20-Europameisterschaften
Silber Tallinn 2011 Siebenkampf
Logo des DLV Deutsche Meisterschaften
Bronze Kassel 2016 Kugel
Gold Erfurt 2017 Kugel
Bronze Nürnberg 2018 Kugel
Silber Berlin 2019 Kugel
Logo des DLV Deutsche Hallenmeisterschaften
Bronze Leipzig 2019 Kugel
Silber Dortmund 2021 Kugel
letzte Änderung: 20. Februar 2021

Sara Mabel Gambetta (* 18. Februar 1993 in Lauterbach, Hessen) ist eine deutsche Leichtathletin. Sie war zunächst Siebenkämpferin, bevor sie sich auf Kugelstoßen spezialisierte.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2010 ging Gambetta vom TSG Schlitz zur LG Eintracht Frankfurt, um Schule und Sport besser zu koordinieren, wozu sie nach Frankfurt ins Sportinternat zog und auf die Carl-von-Weinberg-Schule ging, einer Eliteschule des Sports.[1] Gambetta ist Sportsoldatin und war seit Herbst 2013 Psychologiestudentin.[2][3] Im September 2013 wurde der Obergefreiten die Ernennungsurkunde zur Soldatin auf Zeit überreicht.[4] Später begann sie ein Jurastudium, wechselte aber im Herbst 2017 auf Sport und Biologie für Lehramt, weil diese Fächer besser zu ihrem Leistungssport passen.[5] Gambetta studiert an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon als Jugendliche konnte Gambetta nennenswerte Erfolge aufweisen. Knapp 18 Jahre alt, war sie Vizeeuropa- und Vizeweltmeisterin im Siebenkampf bei den Juniorinnen, wurde dann aber von Verletzungen geplagt.

2013 wandte sie sich endgültig vom Siebenkampf ab und dem Kugelstoßen zu, nachdem sie sich im Sommer für die U23-Europameisterschaften qualifizieren wollte, beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen aber erneut verletzungsbedingt den Wettkampf frühzeitig beenden musste.[6]

2016 verbesserte Gambetta am 21. Mai bei den Halleschen Werfertagen in Halle (Saale) ihre persönliche Bestleistung im Kugelstoßen um fast einen halben Meter auf 17,72 m und erfüllte damit die Norm für die Teilnahme an den Europameisterschaften in Amsterdam.[7] Wenig später verbesserte sie sich und erreichte am 31. Mai 2016 beim Volksbank-Meeting in Osterode mit 17,84 m als erste deutsche Kugelstoßerin die Norm für die Olympischen Spiele in Rio.[8] Bei den Deutschen Meisterschaften kam Gambetta auf den 3. Platz. Mit erneuter Steigerung ihrer Bestleistung erreichte sie bei den Europameisterschaften in Amsterdam mit 17,95 m den 7. Platz. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro schied sie mit einer Weite von 17,24 m in der Qualifikation aus.

2017 wurde Gambetta im nordfranzösischen Lille Team-Europameisterin, beim Kugelstoßen belegte sie den 4. Platz. Bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt holte sich Gambetta den Meistertitel. Mitte Juli nominierte sie der Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) für die Sommer-Universiade in Taipeh, wo sie den 5. Platz belegte. Bei den Weltmeisterschaften in London verpasste sie mit einem 13. Platz in der Qualifikation das Finale.

2018 holte sie wieder Bronze bei den Deutschen Meisterschaften und kam bei den Europameisterschaften in Berlin mit Saisonbestleistung von 18,13 m auf den 5. Platz.

2019 sicherte sich Gambetta bei den Deutschen Hallenmeisterschaften Bronze. Bei den Halleneuropameisterschaften in Glasgow warf sie in der Qualifikation mit 18,17 m persönliche Bestleistung und belegte im Finale den 7. Platz. In der Freiluftsaison wurde sie Deutsche Vizemeisterin. Bei den Weltmeisterschaften in Doha verpasste sie erneut mit einem 13. Platz in der Qualifikation das Finale.

2020 bestritt sie wegen der COVID-19-Pandemie keine Wettkämpfe und widmete sich ihrem Studium.

2021 wurde Gambetta Deutsche Vizemeisterin in der Halle und belegte bei den Halleneuropameisterschaften in Toruń den 6. Platz, wo sie in der Qualifikation ihre Hallenbestleistung auf 18,43 m gesteigert hatte.

Gambetta gehörte dem B-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) an und ist seit der Leistungssportreform im Perspektivkader.

Vereinszugehörigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Januar 2018 startet Gambetta für den SV Halle. Zuvor ging sie ab 1. Januar 2015 für den SC DHfK Leipzig an den Start. Davor war Gambetta bei den Hallesche Leichtathletik-Freunde zu denen sie Mitte 2013 von der LG Eintracht Frankfurt kam. Dorthin hatte sie zum 1. Januar 2011 vom TSG Schlitz gewechselt.

Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 5. März 2021)

Jahresbestleistungen

Kugel (Freiluft, 4 kg)

2010 13,71 m
2011 14,87 m
2012 15,38 m
2013 16,36 m
2014 16,83 m
2015 17,26 m
2016 17,95 m
2017 18,46 m
2018 18,43 m
2019 18,40 m
2020
2021
Persönliche Bestleistungen

2016 stieß Gambetta am 21. Mai bei den Halleschen Werfertagen in Halle (Saale) 17,72 m und verbesserte sich am 31. Mai beim Volksbank-Meeting in Osterode auf 17,84 m. 17,95 m stieß sie am 7. Juli bei den Europameisterschaften in Amsterdam. Am 1. März 2019 verbesserte sie sich bei den Halleneuropameisterschaften in Glasgow auf 18,17 m.

2017 wuchtete sie am 2. Juni 2017 beim SoleCup in Schönebeck die Kugel auf 18,14 m und schraubte ihre Bestleistung am 15. Juli beim Schlossmeeting in Gotha auf 18,46 m.

2021 steigerte Gambetta bei den Halleneuropameisterschaften in Toruń in der Qualifikation ihre Hallenbestleistung auf 18,43 m.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011 ehrten die Stadtverordneten ihres Heimatstädtchens Gambetta für ihre herausragenden sportlichen Leistungen.[9]
  • 2015 vom SC DHfK Leipzig als Nachwuchssportlerin des Jahres 2015 ausgezeichnet.[10]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

national
international

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sara Gambetta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anja Herrlitz: Sara Gambetta - Ein Jahr auf der Überholspur, Leute, auf: leichtathletik.de, vom 20. Januar 2011, abgerufen 23. Mai 2016
  2. Angelika Kleemann: Sara Gambetta macht mit dem Siebenkampf Schluss, auf: fuldaerzeitung.de, vom 6. August 2013, abgerufen 24. Mai 2016
  3. Julia Nestle: Abschied vom Siebenkampf (Memento des Originals vom 25. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hlv.de
  4. Ralf Wilke: Vorfreude auf die Wettkämpfe.Ein beruflicher Schritt, auf: streitkraefte.de, Stand: 25. November 2013, abgerufen 24. Mai 2016
  5. Corinna Bertz: Universiade: Zwei Studierende aus Halle treten in Taiwan an, auf: campus-halensis.de, vom 21. August 2017, abgerufen 21. November 2020
  6. Alexandra Neuhaus: Sara Gambetta startet zweite Karriere mit Kugel, auf: leichtathletik.de, vom 14. Januar 2014, abgerufen 22. Mai 2016
  7. Silke Morrissey, Jan-Henner Reitze: Julia Fischer bezwingt die Weltmeisterin, Hallesche Werfertage, auf: leichtathletik.de, vom 21. Mai 2016, abgerufen 24. Mai 2016
  8. Birte Grote: Sara Gambetta: Ein Siebenkampf-Talent in der Kugelstoß-Elite, Leute, auf: leichtathletik.de, vom 3. Juni 2016, abgerufen 4. Juni 2016
  9. Sara Gambetta geehrt, auf: tsg-schlitz.de, vom 24. August 2011, abgerufen 22. Mai 2016
  10. Volker Bode: Sportlerehrung des SC DHfK am 1. November 2015 (Memento des Originals vom 8. Juni 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.laz-leipzig.de im Mediencampus Leipzig