Sarah Hendrickson

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Sarah Hendrickson Skispringen
Sarah Hendrickson in Hinterzarten 2013

Sarah Hendrickson in Hinterzarten 2013

Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 1. August 1994 (24 Jahre)
Geburtsort Salt Lake CityVereinigte Staaten
Karriere
Verein Park City Nordic Ski Club
Debüt im Weltcup 3. Dezember 2011
Debüt im Continental Cup 16. Februar 2008
Pers. Bestweite 133 m (Holmenkollen 2013)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Nationale Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Gold0 2013 Val di Fiemme Normalschanze
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
0Bronze0 2010 Hinterzarten Einzel
0Silber0 2012 Erzurum Einzel
Logo des US Ski Teams US-Meisterschaften
0Gold0 2011 Fox River Grove Einzel
0Gold0 2013 Park City Einzel
Platzierungen
 Weltcupsiege (Einzel) 13  (Details)
 Continental-Cup-Siege 04  (Details)
 Gesamtweltcup 01. (2011/12)
 Sommer-Grand-Prix 14. (2017)
 Continental Cup 02. (2011/12, 2014/15)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 13 7 5
 Grand-Prix-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 1 0
 Continental-Cup-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 4 6 5
letzte Änderung: 25. März 2018
Hendrickson nach ihrem Weltcupsieg in Hinterzarten, 2013
Hendrickson in Schonach, 2013

Sarah Hendrickson (* 1. August 1994 in Salt Lake City) ist eine US-amerikanische Skispringerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hendrickson ist seit dem 16. Februar 2008 im Continental Cup zu sehen. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2008 in Zakopane belegte sie den 16. Platz. Sie gewann am 7. Februar 2009 in Zakopane ihr erstes Continental-Cup-Springen. Bei den ersten Nordischen Skiweltmeisterschaften 2009 für die Frauen in Liberec belegte sie den 29. Platz. Bei ihren zweiten Juniorenweltmeisterschaften 2010 in Hinterzarten gewann sie die Bronzemedaille und bei den Juniorenweltmeisterschaften 2011 in Otepää belegte sie den 18. Platz. Bei ihren zweiten Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo belegte sie den 16. Platz. Am 3. Dezember 2011 gab sie ihr Debüt im ersten Weltcupspringen der Frauen im norwegischen Lillehammer, das sie souverän gewann. Nach insgesamt neun Weltcupsiegen in dieser Saison wurde sie am Ende auch erste Gesamtweltcupsiegerin der Damen. Bei den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften 2012 in Erzurum holte sie die Silbermedaille im Einzelwettbewerb als Zweite hinter Sara Takanashi.

Bei den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften 2013 in Liberec belegte Hendrickson den sechsten Rang im Einzel und den achten Rang mit der US-amerikanischen Mannschaft. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 im Val di Fiemme sicherte sie sich am 22. Februar 2013 erstmals den Weltmeistertitel.[1] Im erstmals ausgetragenen Mixed-Teamwettbewerb wurde sie Sechste. In derselben Saison sicherte sich Hendrickson beim Weltcup-Finale am traditionsreichen Holmenkollen in Oslo den Sieg beim ersten Damen-Weltcup auf einer Großschanze.[2]

Am 21. August 2013 stürzte Hendrickson bei einem Trainingssprung in Oberstdorf schwer und zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. In ersten Zeitungsberichten war davon die Rede, dass die Weltmeisterin von 2013 bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gar nicht oder nur mit großem Trainingsrückstand antreten wird können.[3] Im Januar wurde dann bekannt gegeben, dass Hendrickson ihr Comeback bei Olympia in Sotschi plant.[4] Da bei den Olympischen Spielen nach umgekehrter Reihenfolge des Weltcup-Stands gestartet wird, eröffnete Hendrickson als erste Springerin den Wettkampf und belegte bei der Olympia-Premiere des Damenskispringens Platz 21. Das Springen bei den Olympischen Winterspielen war der einzige Wettkampf, an dem sie in der Saison 2013/14 nach ihrer Verletzung teilnahm.

Nach den Olympischen Spielen unterzog sie sich einer weiteren Operation im Knie. Ihr erster Wettbewerb nach einer mehrmonatigen Pause waren zwei Continental-Cup-Springen in Trondheim am 27. und 28. September 2014, die sie jeweils auf dem zweiten Platz beendete.[5] In der Saison 2014/15 startete Hendrickson dann wieder im Weltcup. Sie erzielte drei Podestplatzierung, konnte aber keinen weiteren Sieg feiern. Im Gesamtweltcup belegte die den achten Rang. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015 in Falun belegte sie den sechsten Rang im Einzel und wurde mit der US-amerikanischen Mannschaft Siebte im Mixed-Teamwettbewerb.

Im Juni 2015 verletzte sich Hendrickson bei einem Trainingssprung erneut am rechten Knie und musste sich im September 2015 einer Operationen unterziehen. Aufgrund dieser Verletzung verpasste sie die gesamte Saison 2015/16.[6][7]

Hendrickson gab das Comeback nach ihrer Verletzung zum Weltcup-Auftakt Anfang Dezember 2016 in Lillehammer.[7] Im Verlauf der Saison 2016/17 erzielte sie mehrere Top-Ten-Platzierungen, kam aber nicht über Platz acht hinaus. Sie belegte in der Regel Platzierung von Platz elf bis zwanzig. Im Gesamtweltcup belegte die den 14. Rang. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti belegte sie den 23. Platz im Einzel und wurde mit der US-amerikanischen Mannschaft Achte im Mixed-Teamwettbewerb.

In der Saison 2017/18 wurden ihre Leistungen weiterhin schlechter. Sie erreichte im Weltcup nur einmal die Punkteränge als 26. in Oberstdorf. Mit fünf Punkten belegte sie den 49. Rang im Gesamtweltcup. Durch einen Sieg bei den US Olympic Trials in Park City am 31. Januar 2017 sicherte sie sich ihre persönliche Startberechtigung für die Olympische Winterspiele 2018.[8] Bei ihrer zweiten Olympia-Teilnahme 2018 in Pyeongchang belegte sie im Einzelwettbewerb auf der Normalschanze als beste US-Amerikanerin den 19. Platz.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
01. 3. Dezember 2011 NorwegenNorwegen Lillehammer Normalschanze
02. 8. Januar 2012 DeutschlandDeutschland Hinterzarten Normalschanze
03. 14. Januar 2012 ItalienItalien Val di Fiemme Normalschanze
04. 15. Januar 2012 ItalienItalien Val di Fiemme Normalschanze
05. 11. Februar 2012 SlowenienSlowenien Ljubno Normalschanze
06. 12. Februar 2012 SlowenienSlowenien Ljubno Normalschanze
07. 3. März 2012 JapanJapan Yamagata Normalschanze
08. 4. März 2012 JapanJapan Yamagata Normalschanze
09. 9. März 2012 NorwegenNorwegen Oslo Normalschanze
10. 8. Dezember 2012 RusslandRussland Sotschi Normalschanze
11. 13. Januar 2013 DeutschlandDeutschland Hinterzarten Normalschanze
12. 15. März 2013 NorwegenNorwegen Trondheim Normalschanze
13. 17. März 2013 NorwegenNorwegen Oslo Großschanze

Continental-Cup-Siege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 7. Februar 2009 PolenPolen Zakopane Normalschanze
2. 15. August 2010 DeutschlandDeutschland Bischofsgrün Normalschanze
3. 20. Januar 2012 PolenPolen Zakopane Normalschanze
4. 19. Februar 2012 TschechienTschechien Liberec Normalschanze

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2011/12 01. 1169
2012/13 02. 1047
2014/15 08. 0399
2016/17 14. 0311
2017/18 49. 0005

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2013 21. 80
2017 14. 99

Continental-Cup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2007/08 43. 042
2008/09 19. 198
2009/10 06. 524
2010/11 21. 237
2011/12 02. 420
2014/15 02. 255

Schanzenrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ort Land Weite aufgestellt am Rekord bis
Liberec TschechienTschechien Tschechien 106,0 m
(HS: 100 m)
26. Januar 2013 aktuell

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sarah Hendrickson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. skispringen.com: Sarah Hendrickson springt zum Weltmeistertitel, abgerufen am 22. Februar 2013
  2. skispringen.com: Sarah Hendrickson sichert sich letzten Sieg in Oslo, abgerufen am 17. März 2013
  3. Siehe http://olympictalk.nbcsports.com/2013/08/21/sarah-hendrickson-ski-jumping-injury/. Abgerufen am 21. August 2013.
  4. US-Teams nominiert: Hendrickson feiert Comeback in Sotschi, skispringen.com, abgerufen am 23. Januar 2014
  5. Sarah Hendrickson ist zurück. In: berkutschi.com. 6. Oktober 2014, abgerufen am 24. Mai 2018.
  6. Sarah Hendrickson fällt für die nächste Saison aus. In: berkutschi.com. 27. August 2015, abgerufen am 24. Mai 2018.
  7. a b Sarah Hendrickson will in Lillehammer starten. In: berkutschi.com. 3. November 2016, abgerufen am 24. Mai 2018.
  8. Glasder und Hendrickson sichern sich Olympia-Tickets. In: berkutschi.com. 1. Januar 2018, abgerufen am 24. Mai 2018.