Saratov Airlines

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Dieser Artikel behandelt die Fluggesellschaft. Weitere Bedeutungen sind unter Saravia (Begriffsklärung) aufgeführt.
Saravia
Saratov Airlines logo.png
Jakowlew Jak-42D der Saravia
IATA-Code: 6W
ICAO-Code: SOV
Rufzeichen: SARATOV AIR
Gründung: 1993
Sitz: Saratow, RusslandRussland Russland
Heimatflughafen:

Flughafen Saratow

Flottenstärke: 10 (+ 3 Bestellungen)
Ziele: national
Website: www.saratovairlines.ru

Saratow Airlines (früher auch Saravia) ist eine russische Fluggesellschaft mit Sitz in Saratow und Basis auf dem Flughafen Saratow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde die staatliche Fluggesellschaft Aeroflot reorganisiert und ihre regionalen Abteilungen als eigenständige Unternehmen ausgelagert. Von den Umstrukturierungen war auch die im Jahr 1931 in Saratow eingerichtete Aeroflot-Division betroffen, aus der im Jahr 1993 die Fluggesellschaft Saravia - Saratovskie Avialinii hervorging. Das Unternehmen, das sich anfangs zu 51 Prozent in Staatsbesitz befand, setzte zunächst von Aeroflot gemietete Antonow An-24 und Jakowlew Jak-42 in deren Farbgebung ein und führte dabei auch Sub-Charter für andere Fluggesellschaften durch.[1][2][3]

Ab dem 26. Oktober 2015 untersagt die russische Aufsichtsbehörde Rosawiazija der Saratow Airlines internationale Flüge. Als Grund nannte Rosawiazija die unerlaubte Anwesenheit dritter im Cockpit.[4]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saratov Airlines fliegt von ihrem Heimatflughafen in Saratow aus im Inland nach Sankt Petersburg, Moskau-Domodedovo, Krasnojarsk, Surgut, Sotschi, Anapa und Mineralnyje Wody sowie auch von Simferopol zu verschiedenen russischen Zielen. Daneben fliegt man auch vom Flughafen Moskau-Domodedovo nach Omsk, Kirow und Orsk und bedient weitere Verbindungen von Pensa, Kaluga, Orenburg, Ufa und Gelendschik.[5]

Die Verbindungen nach Hannover und Frankfurt am Main wurden bereits vor einigen Jahren eingestellt.

Bis zur Sanktionierung flog Saratow Airlines international nach Tivat (Montenegro), Kiew (Ukraine), Qəbələ und Lənkəran in Aserbaidschan sowie Gjumri (Armenien).[4]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Februar 2016 besteht die Flotte der Saratow Airlines aus 10 aktiven Flugzeugen:[6]

Geplant:

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unglücksflugzeug, eine Jakowlew Jak-42D mit dem Kennzeichen RA-42390
  • Am 20. November 1993 verunglückte eine für die mazedonische Gesellschaft Avioimpex betriebene Jakowlew Jak-42D (Kennzeichen RA-42390) unterwegs von Genf nach Skopje. An Bord der Jakowlew Jak-42D befanden sich 108 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Aufgrund starken Schneefalls in Skopje wurde der Flug nach Ohrid umgeleitet. Dort zerschellte das Flugzeug beim zweiten Landeversuch zwei Kilometer vor dem Flughafen an einem Berg. Ein Passagier überlebte den Zwischenfall, verstarb aber später im Krankenhaus.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saravia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. JP airline-fleets international, Edition 95/96
  2. Aviation Safety Network, Saravia - Saratov Airlines
  3. Flight International, 18. März 1998
  4. a b Ch-aviation: Rosaviatsia sanctions Saratov Airlines for safety violations (englisch), abgerufen am 14. Oktober 2015
  5. saratovairlines.ru (russisch) abgerufen am 15. Januar 2017
  6. aerotransport.org - Profile for: Saratov Airlines (englisch) abgerufen am 2. Februar 2016
  7. Flugunfalldaten und -bericht Yakovlev 42D RA-42390 Ohrid Airport (OHD) im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 29. November 2016