Sarmatische Glockenblume

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Sarmatische Glockenblume
Campanula sarmatica im Kaukasus

Campanula sarmatica im Kaukasus

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Gattung: Glockenblumen (Campanula)
Art: Sarmatische Glockenblume
Wissenschaftlicher Name
Campanula sarmatica
Ker Gawl.

Die Sarmatische Glockenblume (Campanula sarmatica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Glockenblumen (Campanula) in der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sarmatische Glockenblume ist eine ausdauernde, reich verzweigt und erreicht Wuchshöhen bis zu 50 cm. Die Pflanze verzweigt sich grundständig, die Stängel sind leicht verholzt. Die grundständigen Blätter sind länglich und lang gestielt, der Blattrand ist deutlich gezähnt. Die weiter oben am Spross ansetzenden Blätter sind sitzend (also nicht gestielt) und lanzettlich. Alle Blätter sind behaart. Die Blüten sind etwa 3 cm groß, und sitzen in lockeren traubigen Blütenständen. Die unteren Blüten sind deutlich gestielt, die oberen fast sitzend. Die Blüten neigen sich zudem oft zu einer Seite und nach unten. Die Kronblätter sind blass violett, manchmal sehr blass und beinahe weiß, am Rand auffällig dicht behaart. Die Kelchblätter sind dreieckig-lanzettlich und spitz, der Kelch hat kleine, zähnchenartige Anhängsel.

Die Blütezeit ist von Juni bis August.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sarmatische Glockenblume kommt ausschließlich im Kaukasus vor[1]. Man findet sie im nördlichen Kaukasus und in Transkaukasien, dort in Georgien und in Aserbaidschan.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man kann folgende Unterarten unterscheiden:[2]

  • Campanula sarmatica subsp. calcarea (Albov) Ogan. (Syn.: Campanula calcarea (Albov) Kharadze): Sie kommt in Transkaukasien vor.[2]
  • Campanula sarmatica subsp. ramosissima (Sommier & Levier) Ogan. (Syn.: Campanula sommieri Kharadze): Sie kommt im nordwestlichen Kaukasusraum vor.[2]
  • Campanula sarmatica Ker Gawl. subsp. sarmatica (Syn.: Campanula siegizmundii Fed.): Sie kommt im Kaukasusraum vor.[2]
  • Campanula sarmatica subsp. woronowii (Kharadze) Ogan. (Syn.: Campanula woronovii Kharadze): Sie kommt im nordwestlichen Kaukasusraum vor.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. Fedorov, A. (1957) Campanulaceae. In: B. K. Schischkin, E.G. Bobrov, (Hrsg.): Flora USSR. Vol. XXIV, Soviet Academy of Sciences, Moskau/Leningrad 1957, S. 126–450.
  • M. Eristavi, T. Shulkina, S. Sikhuralidze, L. Asieshvili: Rare, Endangered and Vulnerable Plants of the Republic of Georgia. (online)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eristavi, Shulkina, Sikhuralidze & Asieshvili (2003) Rare, Endangered and Vulnerable Plants of the Republic of Georgia.
  2. a b c d e Rafaël Govaerts (Hrsg.): Campanula - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 8. Februar 2018.