Sarona

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Blick durch den Rechov Rav-Aluph David Elʿazar (vormals Christophstraße)

Sarona (hebräisch שָׂרוֹנָה Sarōnah; zwischen 1948 und 2013 umschrieb die Bezeichnung haQiryah [auch haKirya; hebräisch הקריה HaQirjah] räumlich das gleiche Viertel) ist ein Restaurant- und Ausgehviertel in Tel Aviv-Jaffa, Israel, umrahmt von neuen vielgeschossigen Büro- und Wohnbauten. Die aufgelockerte Bebauung und der Baumbestand in Saronas Zentrum gehen auf seine Entstehung als Kolonie von Anhängern der Tempelgesellschaft (so genannte Templer) zurück,[1] die zumeist Auslandsdeutsche waren, aber auch Auslandsschweizer und -dänen. Ab 1940 gesperrter militärischer Sicherheitsbereich wird Sarona seit 2006 sukzessive renoviert und steht wieder der Allgemeinheit offen.

Blick nach Sarona um 1900

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarona war eines der ersten modernen Dörfer in Palästina. Vier Kilometer nordöstlich von Jaffa, am Südende der Ebene S(ch)aron, wurde 1871 Sarona nach Flur- und Straßenplänen Theodor Sandels angelegt.[2] Die Kolonisten kamen aus der 1869 von Templern gekauften,[3][4] drei Jahre zuvor gegründeten amerikanischen Siedlung namens American Colony (arabisch امليكان, DMG Amelīkān, englisch Adams City, hebräisch המושבה האמריקאית-גרמנית ביפו, transliteriert: haMoschavah haAmeriqa'it-Germanit beJafo, d. h. die amerikanisch-deutsche Kolonie in Jaffa[5]), die am nordöstlichen Rande Jaffas liegt.[6] Da den Templern dort landwirtschaftliche Flächen unerschwinglich waren, gründeten sie weiter nordöstlich ihre dritte Kolonie, Sarona, wohin achtzig der insgesamt 200 Templer aus Jaffa übersiedelten.[6]

Ehemals Große Kellerei der Weinbau-Genossenschaft Sarona-Wilhelma, 1892 erbaut, 1948–2004 Druckerei des Staates Israel bzw. ZaHa"Ls (ab Ende der 1960er)

Mit Gründung Saronas wurde auch ein Templerfriedhof angelegt.[7] Das Gelände des ehemaligen Templerfriedhofs ist seit Umbettung der Toten 1952 eine Freifläche östlich des südlichen Endes des Rechov Saʿadiah Ga'on. Die vor 1870 verstorbenen Templer aus Jaffa wurden anfangs auf dem Friedhof von Mount Hope bestattet, einer 1852 von Clorinda Minor aus Philadelphia und bergischen Siedlern um Friedrich Großsteinbeck (1821–1858) und Johann Großsteinbeck[8] gegründete sabbatianische Siedlung.[9]

Saronas Böden und Klima erwiesen sich insbesondere günstig für den Weinbau, im „Herbst 1892 wurden im Centralkeller zu Sarona etwa 3000 Hektoliter gekeltert.“[10] Bekannte Weine waren Sarona rot, Perle von Jericho und Jaffa Gold.[11]

Saroner 1898 in Erwartung Wilhelms II., Photo im Besucherzentrum Sarona

Auf seiner Reise durchs Heilige Land erreichte Wilhelm II. mit Entourage am 27. Oktober 1898 Sarona. Der deutsche Vizekonsul in Jaffa Edmund Schmidt (1855–1916) empfing den Kaiser und begrüßte ihn freundlich im Auftrag der gesamten Kolonie. In Sarona sprach der Kaiser seine Hoffnung aus, dass seine freundschaftliche Politik gegenüber dem Osmanischen Reich dazu dienen werde, dass deutsche Siedlungen in der Levante sich gut entwickeln könnten. Von Sarona geleitete Vizekonsul Schmidt das Kaiserpaar weiter in die (Amerikanisch-)Deutsche Kolonie vor Jaffa, wo das Paar in Plato von Ustinovs Hôtel du Parc einlogierte.[12]

Ehemaliges Gemeindehaus für die Tempelgesellschaft, 1911 erbaut, 1947–48 diente es der Basis als Synagoge, bis 2004 als Cafeteria, jetzt dem Einzelhandel

Am 17. November 1917 nahmen britische Streitkräfte Sarona ein, und die meisten Männer deutscher oder anderer Feindstaatsangehörigkeit wurden in Wilhelma als feindliche Ausländer interniert.[13] 1918 wurden die Internierten in ein Lager südlich von Ghaza gebracht, während die verbliebenen Einwohner Saronas, meist Frauen und Kinder und nur wenige Männer, strenger Polizeiaufsicht unterstellt wurden.[14] Auf dem neuen Soldatenfriedhof Sarona, unweit des Templerfriedhofs, fanden indische Gefallene der alliierten Eroberung 1917 eine Ruhestätte. Das Gelände des ehemaligen Soldatenfriedhofs ist seit Umbettung der Toten 1952 eine Freifläche auf der westlichen Straßenseite im mittleren Abschnitt des Rechov Esriel Carlebach.

Im August 1918 wurden die Internierten von Gaza nach Sidi Bishr und Helwan in der Nähe Alexandrias verlegt.[15] Mit dem Frieden von Versailles, der am 10. Januar 1920 in Kraft trat, wurden die ägyptischen Lager aufgelöst, und Eitel-Friedrich von Rabenau wurde Auflösungsbeauftragter der Lagerinsassen.[16] Die meisten Internierten kehrten ins Heilige Land zurück, ausgenommen diejenigen, die laut einer schwarzen Liste der britischen Streitkräfte als unerwünscht galten.[17]

Die Besatzungsverwaltung Occupied Enemy Territory Administration South (OETA South) beschlagnahmte alles Eigentum der Einwohner deutscher und anderer feindlicher Nationalität. Mit der Einrichtung eines regulären britischen Amtsapparats im Jahre 1918 übernahm Edward Keith-Roach als Public Custodian of Enemy Property die Verwaltung des beschlagnahmten Eigentums und vermietete es, bis die Gebäude 1925 schließlich an die eigentlichen Eigentümer restituiert wurden.[18] Der Frieden von Versailles, der am 28. Juni 1919 unterzeichnet worden war und nach allseitiger Ratifikation am 10. Januar 1920 in Kraft trat, legalisierte den bestehenden britischen Gewahrsam des Vermögens der Auslandsdeutschen im Heiligen Lande.[19]

Auf der Konferenz von Sanremo im April 1920 einigten sich die Alliierten darauf, Palästina in britische Obhut zu geben, woraufhin am 1. Juli 1920 offiziell die britische Zivilverwaltung die OETA ablöste.[16] Von diesem Zeitpunkt an überwies Keith-Roach die erzielten Mieteinnahmen für Immobilien in seiner Verwahrung an die eigentlichen Eigentümer.[16] Der Völkerbund legitimierte das alliierte Übereinkommen von San Remo, indem er Großbritannien 1922 das Mandat für Palästina erteilte. Die Türkei, die Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reiches, legalisierte schließlich das britische Mandat durch den Vertrag von Lausanne, der am 24. Juli 1923 unterzeichnet wurde und nach den Ratifikationen am 5. August 1925 in Kraft trat.[20]

Friedhof Sarona mit Tor vorn, im Hintergrund Sarona

Damit endete im gleichen Jahr der Gewahrsam über ehemaliges Feindvermögens, und Keith-Roach restituierte es den Vorbesitzern als rechtlich geschütztes Eigentum.[21] Die in Mount Hope bestatteten Toten der Templergemeinde, sowie einige auf dem Friedhof von Alfred Isaacs gegründeten Model Farm nahe dem ersten Kraftwerk der Stadt[22] beigesetzte Templer, wurden nach Rückkehr der Einwohner Saronas auf den Templerfriedhof umgebettet.[7] Um 1930 bildeten die deutschsprachigen Einwohner des Heiligen Landes eine Minderheit, innerhalb deren Juden die größte Gruppe ausmachten, gefolgt von ca. 1.300 Templern und 400 anderen Deutschsprachigen – mit Ausnahme weniger Katholiken (meist Geistliche[23]) und noch weniger Konfessionsloser – überwiegend Protestanten.

Geddes-Plan für Tel Aviv und östlich davon Sarona (Kreuzung über dem roten Namenszug Geddes), 1925

Das 1909 gegründete Tel Aviv wuchs schnell an Sarona heran, so dass das Dorf schon bald Gegenstand von Plänen zur Stadterweiterung wurde. 1931 eröffnete die neue deutsche Auslandschule in Sarona. Während der Zeit des Nationalsozialismus sympathisierten viele Bewohner Saronas, wie auch andere nichtjüdische Deutsche im Heiligen Lande, mit dem NS-Regime in Deutschland.[11] 1928 eröffnete Christian Kübler für Ausflügler aus Jaffa oder Tel Aviv einen Biergarten mit Weißbierausschank.[11][24] 2014 wurde wieder ein Weißbierausschank eröffnet.[11] Sarona hatte zudem einen Tennisplatz und eine Kegelbahn, die ebenfalls rekonstruiert wurde.[11] Die in Palästina ansässigen Mitglieder der NSDAP/AO übten Druck auf verkaufswillige nichtjüdische deutsche Eigentümer aus, ihr Land nicht an Juden zu veräußern.[25]

Mit dem deutschen Überfall auf das westliche Polen ab 1. September beziehungsweise dem sowjetischen Einfall im östlichen Polen ab 17. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg, woraufhin die britische Mandatsregierung die meisten Männer Saronas, soweit sie deutscher oder anderer feindstaatlicher Nationalität waren, als feindliche Ausländer internierte.[4] Die britischen Mandatsbehörden beschlagnahmten erneut das gesamte Eigentum feindlicher Ausländer und unterstellten es wieder Keith-Roach als Public Custodian of Enemy Property.

Tafel zur Erinnerung an die Toten vom 21. Februar 1946

Im Mai 1940 ließ die Mandatsregierung auch alle verbliebenen feindlichen Ausländer (v. a. nichtjüdische deutsche Frauen und Kinder sowie auch Italiener und Ungarn) aus Jaffa, Bir Salem, Sarona und Tel Aviv in Wilhelma internieren.[26] Mit der Internierung auch der zunächst noch in ihren Häusern in Sarona verbliebenen Einwohner im Jahre 1940 räumte die Mandatsregierung deren Häuser und führte sie anderen Nutzungen zu. Britisches Militär baute ganz Sarona als gesicherten Stützpunkt aus,[11] und richtete sich darin ein.[4] Am 21. Februar 1946 verübte die Haganah einen Anschlag auf den britischen Militärstützpunkt, wobei vier ihrer Männer starben.

Von Wilhelma konnten viele nichtjüdische Deutsche 1941 im Rahmen der Familienzusammenführung nach Deutschland ausreisen.[26] Andere siedelten 1943 nach Australien um.[11] Internierte Italiener und Ungarn kamen nach den Pariser Frieden 1947 frei. Die ehemaligen Eigentümer Saronas, seit langem interniert oder in Australien bzw. Deutschland, beschlossen die 1.692.102 metrischen Dunam Saronas zu verkaufen. Dazu traten sie an die angrenzenden Städte heran, die schon lange interessiert waren. Man wurde handelseinig und 1947 schließlich wickelte die britische Mandatsverwaltung zu Gunsten der internierten oder emigrierten ehemaligen dortigen Eigentümer den Verkauf des als Feindvermögen beschlagnahmten Sarona an die Städte Bnei Braq, Givʿatayim, Ramat Gan und Tel Aviv ab.[27][28] Der Preis wurde in Raten gezahlt.

Die Briten übergaben Sarona noch 1947 an die erwerbenden Städte. Sarona blieb militärischer Stützpunkt, nunmehr der Haganah,[11][29] deren im Februar 1948 gebildete Qiryati Brigade (hebräisch חטיבת קרייתי Chaṭīvat Qirjatī) die Basis übernahm. In den Weinkellern der Großen Kellerei bauten Angehörige der Haganah 15 Militärflugzeuge aus herbeigeschmuggelten Einzelteilen zusammen, „es waren die Anfänge der israelischen Luftwaffe.“[11] Im seit November 1947 schwelenden palästinensischen Bürgerkrieg übertrugen die Briten die Sicherung der Stadt Tel Aviv vor arabischen Überfällen auf Einheiten der jüdischen Selbstverteidigung.[1] Die verbliebenen nichtjüdischen Deutschen[30] in Palästina blieben interniert (in Wilhelma, Bethlehem in Galiläa und Waldheim) und die Briten evakuierten sie im April 1948 nach Zypern.[26]

Amtssitz des Premiers,
ehemals Haus Aberle
Building of PM Office at HaKirya 1964.jpg
↑ Amtssitz des Premiers von außen, 1964
Ben-Gurions I. Kabinett tagt am 1. Mai 1949 im Amtssitz des Premiers
First Government of Israel on May 1, 1949.jpg

Als haQiryah ab 1948[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Sarona Bestandteil des Staates Israel geworden war, übernahm dessen Regierung das beschlagnahmte Vermögen.[11] „1948 machte der neu geschaffene Staat Israel die Kolonie zum Sitz seiner Regierungsbüros.“[4] Die Militärbasis Sarona wurde Hauptquartier ZaHa"Ls mit Sitz des Verteidigungsministeriums und fortan ha-Qiryah (hebräisch הקריה HaQirjah „der Campus“, „der Komplex“) genannt.[4] Die Bezeichnung soll auf David Ben-Gurion zurückgehen.[11]

Diverse Dienststellen verteilten sich auf die vielen Einzelgebäude. Auch der Premierminister Israels hatte zunächst seinen Amtssitz (hebräisch משרד ראש הממשלה Misrad Roš haMemšalah, deutsch ‚Amt des Hauptes der Regierung‘) in einem der Gebäude in haQiryah, im Hause Wilhelm Aberles,[1] wo die Regierung zusammentrat.[31] Ab Februar 1949 verlegten die meisten Behörden der Regierung, außer dem Verteidigungsministerium, ihren Hauptsitz nach Jerusalem.[31] 1950 dann enteignete die israelische Regierung alles beschlagnahmtes deutsches Vermögen entschädigungslos im Vorgriff auf eine Regelung israelischer Forderungen an Deutschland. Da die Raten für Sarona noch nicht vollständig bezahlt waren, fiel auch Sarona an den israelischen Staat.

Die beiden Friedhöfe, nah beieinander im südwestlichen Gemeindegebiet Saronas gelegen, wurden 1952 aufgehoben und die Toten umgebettet.[32] Die sterblichen Überreste der Toten wurden von dort samt Grabsteinen auf den Templerfriedhof im Jerusalemer Emeq Repha'im 39 umgebettet.[32] Charles Lutz[33] hatte dabei die Interessen der Angehörigen vertreten.[34] Die indischen Gefallenen des Soldatenfriedhofs Sarona wurden auf den Commonwealth Soldatenfriedhof auf dem Berge Skopus in Jerusalem umgebettet.

Die israelischen Forderungen bezogen sich auf die Eingliederung geschätzter 70.000 Flüchtlinge und 430.000 Überlebender der NS-Judenverfolgung in Deutschland und Europa.[35] Die noch nicht vollständig erfüllten Forderungen der ehemaligen Eigentümer Saronas vertrat die Bundesregierung. Beide Seiten vereinbarten dann 1952 am Rande des deutsch-israelischen Luxemburger Abkommens ein Verfahren zur Anerkennung und Abgeltung der gegenseitigen Forderungen.[36][37]

Die konkrete Einigung zog sich bis 1962 hin,[38] dernach die ehemaligen Eigentümer Saronas aus dessen Verkauf an die Nachbarstädte allein noch 1.763.000,- £[39] bekamen,[40] welche die britischen Crown Agents for the Colonies bei der Anglo-Palestine Bank zu Gunsten der ehemaligen Eigentümer Saronas gehalten hatten, die darüber nicht mehr hatten verfügen können.[41] Britannien hatte dieses Guthaben sowie weitere 346.000 £,[42] ein Guthaben des Public Custodian of Enemy Property aus Vermietungen und Verpachtungen beschlagnahmten Feindvermögens Deutscher, 1950 an Israel gegen Geldzahlung abgetreten.[41] Die unbebauten Randbereiche Saronas wurden in den Jahren entwickelt. Am Rechov Kaplan entstanden westlich vom Dorfkern das Bnej-Brith-Haus, die Verwaltung der Sochnuth, der Presseclub Beith Sokolov, das Haus des Schriftstellers, während im nordwestlichen Teil Saronas Tel Avivs Kulturforum mit Hejchal haTharbuth entstand.[43]

Blick durch Grünanlagen zu Wohnhochhäusern am Südrand Saronas

Sarona als Viertel für Freizeit und Erholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als militärischer Sicherheitsbereich war Ha-Qiryah, der Name Sarona war lange Zeit überwiegend außer Gebrauch, nur Mitarbeitern und gebetenen Besuchern zugänglich. Nur der Verkehr durchschnitt auf dem Rechov Eliʿeser Kaplan (hebräisch רחוב אליעזר קפלן Rəẖōv Elīʿeser Kaplan, deutsch ‚Eliʿeser-Kaplan-Straße‘), einer wichtigen Ost-West-Verbindung, haQiryah. Ab 2006 wurde diese Verkehrsader verbreitert, wozu eine niederländische Firma fünf Templerbauten, darunter das ehemalige 1911 erbaute neue Gemeindehaus der Templer, hydraulisch versetzte,[11] um den nötigen Platz zu gewinnen.[1]

Der Militärfiskus hat den südlich der Straße gelegenen Teil Saronas an Bauentwickler verkauft, die 37 historische Bauten für 120 Millionen € renovierten,[11] das Umfeld gärtnerisch neu gestalteten und den Ort 2013 der Öffentlichkeit zugänglich machten.[1] Die Bauentwickler errichteten um den historischen Kern herum 17 Hochhäuser mit Wohnungen, Büros und Hotels.[11]

Restaurant, ehemals Destille und Kleine Kellerei

Gleichzeitig wurde nördlich der Durchfahrtsstraße durch neue Hochbauten Platz für die Militäreinrichtungen geschaffen, so dass auch dort die Templerbauten langsam freigezogen und einer neuen Nutzung zugeführt werden können. Die Templerbauten stehen unter Denkmalschutz und ihre Fassaden dürfen in der äußeren Erscheinung nicht verändert werden.[1] Die ehemalige Destille und so genannte Kleine Kellerei beherbergt jetzt ein Restaurant des Sternekochs Ran Schmu'eli.[11]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sarona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Marina Choikhet: Ein Stück Deutschland: Stadtgeschichte – Die Templersiedlung Sarona in Tel Aviv wird renoviert. In: Jüdische Allgemeine, 9. August 2012, S. 5.
  2. Ejal Jakob Eisler: Der deutsche Beitrag zum Aufstieg Jaffas 1850–1914: Zur Geschichte Palästinas im 19. Jahrhundert. Harrassowitz, Wiesbaden 1997, ISBN 3-447-03928-0, Fußnote 378 auf S. 95 (=Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins, Band 22).
  3. Einige Häuser kauften die Templer direkt von amerikanischen Kolonisten, andere von Missionar Peter Metzler, der sie zwischenzeitlich schon erworben hatte. Vgl. Ejal Jakob Eisler (איל יעקב איזלר): Peter Martin Metzler (1824–1907): Ein christlicher Missionar im Heiligen Land [פטר מרטין מצלר(1907–1824): סיפורו של מיסיונר נוצרי בארץ-ישראל;deutsch]. אוניברסיטת חיפה / המכון ע"ש גוטליב שומכר לחקר פעילות העולם הנוצרי בארץ-ישראל במאה ה-19 פרסומי המכון ע"ש גוטליב שומכר לחקר פעילות העולם הנוצרי בארץ-ישראל במאה ה-19. Haifa 1999, ISBN 965-7109-03-5, S. 46 und לו (Abhandlungen des Gottlieb-Schumacher-Instituts zur Erforschung des christlichen Beitrags zum Wiederaufbau Palästinas im 19. Jahrhundert, Band 2)
  4. a b c d e Avraham Lewensohn: Reiseführer Israel mit Straßenkarten und Stadtplänen [Israel Tourguide, 1979; dt.]. Miriam Magal (Übs.). Tourguide, Tel Aviv / Yapho 1982, S. 376.
  5. George Jones Adams und Abraham McKenzie sowie weitere Kolonisten aus Maine hatten am 22. September 1866 Jaffa erreicht und noch im gleichen Jahr die American Colony gegründet. Die Siedlung, darin auch Tel Avivs lutherische Kirche, die Immanuelkirche, liegt zwischen den heutigen Straßen Rechov Eilat (רחוב אילת) und Rechov haRabbi mi-Bacharach (hebräisch רחוב הרבי מבכרך) in Tel Aviv-Jaffa.
  6. a b Eduard Schmidt-Weißenfels: Die Schwabenkolonien in Palästina. In: Die Gartenlaube. Heft 23, 1893, S. 380 (Volltext [Wikisource]). Mit Zeichnungen von G. Bauernfeind, S. 379–382 und 385.
  7. a b Vic Bentleigh: Denen, die uns vorangegangen sind, zum Gedenken: Deutsche Friedhöfe Haifa und Jerusalem / In memory of those who have gone before us: German cemeteries in Haifa and Jerusalem. Tempelgesellschaft, 1974, S. 47.
  8. Beide waren Großonkel und -vater John Steinbecks. Ejal Jakob Eisler (איל יעקב איזלר): Der deutsche Beitrag zum Aufstieg Jaffas 1850–1914: Zur Geschichte Palästinas im 19. Jahrhundert. Harrassowitz, Wiesbaden 1997, ISBN 3-447-03928-0, S. 54 f. und Fußnote 203 auf S. 50 (=Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins, Band 22).
  9. Die Siedlungsstätte Mount Hope am Rechov haMasger 7 nimmt heute die Schevach-Moffet-Schule ein, einschließlich einer alten Platane aus der Gründungszeit, darunter ehemals der Friedhof von Mount Hope. Avraham Lewensohn: Reiseführer Israel mit Straßenkarten und Stadtplänen [Israel Tourguide, 1979; dt.]. Miriam Magal (Übs.). Tourguide, Tel Aviv / Yapho 1982, S. 375.
  10. Eduard Schmidt-Weißenfels: Die Schwabenkolonien in Palästina. In: Die Gartenlaube. Heft 23, 1893, S. 381 (Volltext [Wikisource]). Mit Zeichnungen von G. Bauernfeind, S. 379–382 und 385.
  11. a b c d e f g h i j k l m n o Hans-Christian Rößler: Ein deutsches Dorf in Tel Aviv. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Dezember 2014, S. 7.
  12. Alex Carmel (אלכס כרמל): Die Siedlungen der württembergischen Templer in Palästina (1868–1918) 1. Auflage. 1973, [התיישבות הגרמנים בארץ ישראל בשלהי השלטון הטורקי: בעיותיה המדיניות, המקומיות והבינלאומיות, ירושלים:חמו"ל, תש"ל; deutsch]. 3. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-016788-X, S. 161 (=Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg: Reihe B, Forschungen, Band 77).
  13. Frank Foerster: Mission im Heiligen Land: Der Jerusalems-Verein zu Berlin 1852–1945. Mohn, Gütersloh 1991, ISBN 3-579-00245-7, S. 134 und 136 (=Missionswissenschaftliche Forschungen; [N.S.], 25).
  14. Frank Foerster: Mission im Heiligen Land: Der Jerusalems-Verein zu Berlin 1852–1945. Mohn, Gütersloh 1991, ISBN 3-579-00245-7, S. 137 (=Missionswissenschaftliche Forschungen; [N.S.], 25).
  15. Roland Löffler: Die Gemeinden des Jerusalemsvereins in Palästina im Kontext des kirchlichen und politischen Zeitgeschehens in der Mandatszeit. In: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem! Festschrift zum 150jährigen Jubiläum von Talitha Kumi und des Jerusalemsvereins, Almut Nothnagle (Hrsg.) im Auftr. des ‚Jerusalemsvereins‘ im Berliner Missionswerk. Evangelische Verlags-Anstalt, Leipzig 2001, ISBN 3-374-01863-7, S. 185–212, hier S. 193. Frank Foerster: Mission im Heiligen Land: Der Jerusalems-Verein zu Berlin 1852–1945. Mohn, Gütersloh 1991, ISBN 3-579-00245-7, S. 137 (=Missionswissenschaftliche Forschungen; [N.S.], 25).
  16. a b c Frank Foerster: Mission im Heiligen Land: Der Jerusalems-Verein zu Berlin 1852–1945. Mohn, Gütersloh 1991, ISBN 3-579-00245-7, S. 143 (=Missionswissenschaftliche Forschungen; [N.S.], 25).
  17. Roland Löffler: Die Gemeinden des Jerusalemsvereins in Palästina im Kontext des kirchlichen und politischen Zeitgeschehens in der Mandatszeit. In: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem! Festschrift zum 150jährigen Jubiläum von Talitha Kumi und des Jerusalemsvereins, Almut Nothnagle (Hrsg.) im Auftr. des ‚Jerusalemsvereins‘ im Berliner Missionswerk. Evangelische Verlags-Anstalt, Leipzig 2001, ISBN 3-374-01863-7, S. 185–212, hier S. 196.
  18. Frank Foerster: Mission im Heiligen Land: Der Jerusalems-Verein zu Berlin 1852–1945. Mohn, Gütersloh 1991, ISBN 3-579-00245-7, S. 138 (=Missionswissenschaftliche Forschungen; [N.S.], 25).
  19. Frank Foerster: Mission im Heiligen Land: Der Jerusalems-Verein zu Berlin 1852–1945. Mohn, Gütersloh 1991, ISBN 3-579-00245-7, S. 142 (=Missionswissenschaftliche Forschungen; [N.S.], 25).
  20. Roland Löffler: Die Gemeinden des Jerusalemsvereins in Palästina im Kontext des kirchlichen und politischen Zeitgeschehens in der Mandatszeit. In: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem! Festschrift zum 150jährigen Jubiläum von Talitha Kumi und des Jerusalemsvereins, Almut Nothnagle (Hrsg.) im Auftr. des ‚Jerusalemsvereins‘ im Berliner Missionswerk. Evangelische Verlags-Anstalt, Leipzig 2001, ISBN 3-374-01863-7, S. 185–212, hier S. 189. Frank Foerster: Mission im Heiligen Land: Der Jerusalems-Verein zu Berlin 1852–1945. Mohn, Gütersloh 1991, ISBN 3-579-00245-7, S. 150 (=Missionswissenschaftliche Forschungen; [N.S.], 25).
  21. Frank Foerster: Mission im Heiligen Land: Der Jerusalems-Verein zu Berlin 1852–1945. Mohn, Gütersloh 1991, ISBN 3-579-00245-7, S. 17 und 150 (=Missionswissenschaftliche Forschungen; [N.S.], 25).
  22. Das Kraftwerk lag im Block zwischen den Straßen Rechov haScharon, Rechov haGalil, Rechov Salomon und Rechov haSchomron. Avraham Lewensohn: Reiseführer Israel mit Straßenkarten und Stadtplänen [Israel Tourguide, 1979; dt.]. Miriam Magal (Übs.). Tourguide, Tel Aviv / Yapho 1982, S. 378.
  23. Außer Geistlichen lebten im Jahre 1900 drei deutsche katholische Familien in Jerusalem, zwei in Tabgha, eine in Jaffa und einige in Haifa. ʿAbd-ar-Raʿūf Sinnū (Abdel-Raouf Sinno, عبد الرؤوف سنّو): Deutsche Interessen in Syrien und Palästina, 1841–1898: Aktivitäten religiöser Institutionen, wirtschaftliche und politische Einflüsse. Baalbek, Berlin 1982, ISBN 3-922876-32-3, S. 222 (=Studien zum modernen islamischen Orient, Band 3).
  24. Lissy Kaufmann: Schwaben in Israel: Schaffe, schaffe, Häusle baue. In: Der Tagesspiegel, 12. April 2015.
  25. Ralf Balke: Hakenkreuz im Heiligen Land: die NSDAP-Landesgruppe Palästina. Sutton, Erfurt 2001, ISBN 3-89702-304-0, S. 67 f.
  26. a b c Frank Foerster: Mission im Heiligen Land: Der Jerusalems-Verein zu Berlin 1852–1945. Mohn, Gütersloh 1991, ISBN 3-579-00245-7, S. 184 (=Missionswissenschaftliche Forschungen; [N.S.], 25).
  27. Paul Sauer: Vom Land um den Asperg im Namen Gottes nach Palästina und Australien: Die wechselvolle Geschichte der Tempelgesellschaft. Verlag der Tempelgesellschaft, Stuttgart 1995, S. 22 (=Schriften der Tempelgesellschaft, Heft 1)
  28. Vgl. Artikel 7, Satz 2 im Vertrag zwischen dem Australischen Bund und der Bundesrepublik Deutschland über die Aufteilung der von der Regierung des Staates Israel für das deutsche weltliche Vermögen in Israel gezahlten Entschädigung auf Australien und Deutschland vom 21. April 1965, in: Bundesgesetzblatt 1965/II 1305 sowie in: United Nations Treaties Series, Band 448, S. 227 ff.
  29. Avraham Lewensohn: Reiseführer Israel mit Straßenkarten und Stadtplänen [Israel Tourguide, 1979; dt.]. Miriam Magal (Übs.). Tourguide, Tel Aviv / Yapho 1982, S. 383.
  30. Jüdische Deutsche, die in Palästina lebten, hatten in der Regel bis dahin entweder ihre deutsche Staatsangehörigkeit abgelegt oder waren durch diverse NS-Maßnahmen ausgebürgert worden. Selbst wenn sie noch die Staatsbürgerschaft hatten, betrachteten die Briten jüdische Deutsche nicht als potentielle Unterstützer des NS-Regimes. Durch die Elfte Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25. November 1941 (RGBl. I, S. 722) waren alle jüdischen Deutschen, die sich außer Landes begaben, dorthin deportiert wurden oder sich bereits dort aufhielten automatisch ausgebürgert worden.
  31. a b Avraham Lewensohn: Reiseführer Israel mit Straßenkarten und Stadtplänen [Israel Tourguide, 1979; dt.]. Miriam Magal (Übs.). Tourguide, Tel Aviv / Yapho 1982, S. 384.
  32. a b Vic Bentleigh: Denen, die uns vorangegangen sind, zum Gedenken: Deutsche Friedhöfe Haifa und Jerusalem / In memory of those who have gone before us: German cemeteries in Haifa and Jerusalem. Tempelgesellschaft, 1974, S. 44.
  33. Er war Diplomat der Schweiz, die sich im Auftrag Deutschlands ab Kriegsbeginn der Deutschen dort annahm und ihn von 1935 bis 1940 nach Jaffa als Konsul entsandt hatte, wo ihm bis zur Abrufung 1940 nach Bern diese Aufgabe oblag. Vgl. Rolf Stücheli: Lutz, Carl. In: Historisches Lexikon der Schweiz., abgerufen am 11. April 2017.
  34. Vic Bentleigh: Denen, die uns vorangegangen sind, zum Gedenken: Deutsche Friedhöfe Haifa und Jerusalem / In memory of those who have gone before us: German cemeteries in Haifa and Jerusalem. Tempelgesellschaft, 1974, S. 1 f.
  35. Zu den Zahlen: Niels Hansen: Aus dem Schatten der Katastrophe: Die deutsch-israelischen Beziehungen in der Ära Konrad Adenauer und David Ben Gurion. Ein dokumentierter Bericht mit einem Geleitwort von Shimon Peres. Droste, Düsseldorf 2002, ISBN 3-7700-1886-9, S. 186 (=Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte, Band 38).
  36. Abkommen zwischen der Regierung des Staates Israel und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland vom 10. September 1952. In: Bundesanzeiger, Nr. 70/53 sowie in: United Nations Treaties Series. Band 345, S. 91 ff.
  37. Niels Hansen: Aus dem Schatten der Katastrophe: Die deutsch-israelischen Beziehungen in der Ära Konrad Adenauer und David Ben Gurion. Ein dokumentierter Bericht mit einem Geleitwort von Shimon Peres. Droste, Düsseldorf 2002, ISBN 3-7700-1886-9, S. 267 (=Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte, Band 38).
  38. Abkommen über deutsches weltliches Vermögen in Israel vom 1. Juni 1962, in Kraft ab 13. August 1962, bekanntgegeben am 13. September 1962 im Bundesanzeiger, Nr. 195/62, das israelische Zahlungen in Höhe von insgesamt 54 Millionen DM festlegt. Die Aufteilung der israelischen Entschädigungszahlungen zwischen den ehemaligen Eigentümern in Deutschland und Australien regelt der Vertrag zwischen dem Australischen Bund und der Bundesrepublik Deutschland über die Aufteilung der von der Regierung des Staates Israel für das deutsche weltliche Vermögen in Israel gezahlten Entschädigung auf Australien und Deutschland vom 21. April 1965. In: Bundesgesetzblatt, 1965/II 1305 sowie in: United Nations Treaties Series, Band 448, S. 227 ff.
  39. Nach Umrechnung waren das 1965 5.691.664 DM; vgl. Artikel 3, Satz 2 (b) im Vertrag zwischen dem Australischen Bund und der Bundesrepublik Deutschland über die Aufteilung der von der Regierung des Staates Israel für das deutsche weltliche Vermögen in Israel gezahlten Entschädigung auf Australien und Deutschland vom 21. April 1965. In: Bundesgesetzblatt, 1965/II 1305 sowie in: United Nations Treaties Series, Band 448, S. 227 ff.
  40. Vgl. Artikel 6, Satz 2 im Vertrag zwischen dem Australischen Bund und der Bundesrepublik Deutschland über die Aufteilung der von der Regierung des Staates Israel für das deutsche weltliche Vermögen in Israel gezahlten Entschädigung auf Australien und Deutschland vom 21. April 1965. In: Bundesgesetzblatt, 1965/II 1305 sowie in: United Nations Treaties Series, Band 448, S. 227 ff.
  41. a b Vgl. Artikel 5, Satz (e) im Agreement for the settlement of financial matters outstanding as a result of the termination of the Mandate for Palestine vom 30. März 1950. In: United Nations Treaties Series, Band 86, S. 231–265, hier S. 239 ff.
  42. Letztere Summe erhielten die von britischer Beschlagnahme betroffenen in Israel inzwischen enteigneten ehemaligen Eigentümer als Ausgleich für entgangene Nutzungen ihrer in andern Orten als Sarona gelegenen Vermögen. Nach Umrechnung waren das 1965 1.098.336 DM; vgl. Artikel 7, Satz 1 im Vertrag zwischen dem Australischen Bund und der Bundesrepublik Deutschland über die Aufteilung der von der Regierung des Staates Israel für das deutsche weltliche Vermögen in Israel gezahlten Entschädigung auf Australien und Deutschland vom 21. April 1965. In: Bundesgesetzblatt, 1965/II 1305 sowie in: United Nations Treaties Series, Band 448, S. 227 ff.
  43. Avraham Lewensohn: Reiseführer Israel mit Straßenkarten und Stadtplänen [Israel Tourguide, 1979; dt.]. Miriam Magal (Übs.). Tourguide, Tel Aviv / Yapho 1982, S. 385.

Koordinaten: 32° 4′ N, 34° 47′ O