Sarstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Sarstedt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sarstedt hervorgehoben

Koordinaten: 52° 14′ N, 9° 52′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hildesheim
Höhe: 64 m ü. NHN
Fläche: 43 km2
Einwohner: 19.423 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 452 Einwohner je km2
Postleitzahl: 31157
Vorwahl: 05066
Kfz-Kennzeichen: HI, ALF
Gemeindeschlüssel: 03 2 54 028
Stadtgliederung: 7 Ortschaften
Adresse der
Stadtverwaltung:
Steinstraße 22
31157 Sarstedt
Website: www.sarstedt.de
Bürgermeisterin: Heike Brennecke (SPD)
Lage der Stadt Sarstedt im Landkreis Hildesheim
Landkreis HildesheimNiedersachsenLandkreis HolzmindenLandkreis NortheimLandkreis GoslarLandkreis WolfenbüttelSalzgitterLandkreis Hameln-PyrmontRegion HannoverLandkreis PeineFreden (Leine)LamspringeBockenemAlfeld (Leine)DuingenSarstedtAlgermissenHarsumGiesenNordstemmenHildesheimElzeGronauEimeDiekholzenDiekholzenSchellertenSchellertenSöhldeBad SalzdetfurthHolleSibbesseKarte
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Sarstedt (lat. Kertzstadensis;[2] nds. Sassti’e) ist eine am Fluss Innerste gelegene Kleinstadt im (süd)östlichen Niedersachsen (West-Ostfalen). Das Mittelzentrum des Landkreises Hildesheim hat nicht ganz 20.000 Einwohner.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarstedt liegt etwa 13 km nordwestlich von Hildesheim und 21 km südöstlich von Hannover. Sarstedt war zwischen 1885 und 1946 die einzige und ist seitdem die nördlichste Stadt im Landkreis Hildesheim. Westlich des Ortes verläuft die Innerste, welche vom Bruchgraben im Süden gespeist wird und 2 km weiter im nördlichen Ortsteil Ruthe in die Leine mündet. Mit dem Sarstedt-Sehnder Höhenzug endet das Leinebergland und geht endgültig in die norddeutsche Tiefebene über. Höchster Punkt der Gemeinde ist der Moorberg mit einer Höhe von 115 m ü. NHN. Sarstedt grenzt im Osten an Algermissen, im Südosten an Harsum, im Süden an Giesen und Barnten (das seit 1974 Ortsteil von Nordstemmen ist) (alle Landkreis Hildesheim), im Nordwesten an Pattensen und im Norden an Laatzen (beide Region Hannover).

Seit der Gebietsreform von 1974 gehören zu Sarstedt zusätzlich zur Kernstadt sechs Ortschaften mit jeweils eigenen Ortsbürgermeistern:

Die Einwohnerzahl beläuft sich in der Kernstadt auf 15.743 und einschließlich der sechs Ortschaften auf 19.682 Einwohner (Stand: 1. November 2021)[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarstedt hat eine wechselvolle Benennung, die bereits Jacob Grimm auffiel. Die Varianten des Sarstedter Ortsnamens lauten „Zerstede (1221), Schirstede (1225–1247), Tzerstede (1302), Cerstede (1367), Tzerstede (1434) und Cerstidde (1474)“.

Urgeschichte und Prähistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet des heutigen Sarstedt befand sich vor 130–134 Millionen Jahre ein Meer. In der Tongrube Moorberg wurde Nanoplankton[5] gefunden, hummerartige Krustentiere (Hoploparia dentata),[6] sowie Seeschwämme (Achilleum morchella) aus dem in Sarstedt zu findenden Plänerkalk,[7] der aus der Unterkreide stammt.

Die Anwesenheit von Neandertalern auf dem Gebiet der heutigen Gemarkung Sarstedt konnte anhand von Knochenfunden nachgewiesen werden, darunter drei Schädel-Fragmente,[8] Eine genaue Altersbestimmung dieser Funde ist bislang nicht gelungen, anhand von anderen Fossilien und von Steinwerkzeugen wurde jedoch geschätzt, dass die Neandertalerfunde nicht wesentlich älter als rund 100.000 Jahre sind.[9]

Erste dauerhafte Besiedlungen durch den modernen Menschen (Homo sapiens) fanden in der Gegend in und um Sarstedt nachweislich vor etwa 7000 Jahren statt. Für die Jungsteinzeit wurde die bäuerlicher Kultur der Bandkeramik sowohl für Sarstedt, als auch in den Nachbargemeinden Barnten, Jeinsen und Algermissen archäologisch nachgewiesen.[10]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kupferstich von Matthäus Merian von Sarstedt, 1645. Blick auf den Zusammenfluss der Innerste und der Leine bei Ruthe und den Kirchturm von St. Nicolai.

Zwischen 772 und 802 lag das heutige Gebiet Sarstedt in dem Einzugsbereich der Feldzüge der Franken unter Karl dem Großen gegen die Sachsen. In Heisede wurden Gräber altsächsischer Reiterkrieger mit Pferden aus dem 8. Jahrhundert auf dem Flurstück „Heidenkirchhof“ gefunden

Sarstedt liegt auf einem alten Handelsweg, dem Hellweg vor dem Santforde, der im Mittelalter die Bistümer Minden und Hildesheim verband. Der Ort besaß wahrscheinlich im 9. und 10. Jahrhundert einen Marktflecken und lag an einer Furt an der Innerste. Der Sarstedter Siedlungskern dürfte sich im Bereich des „Alten Dorfs“ (1279 Altendorp) als Grundbesitz des Hildesheimer Domkapitels entwickelt haben,[11]

Zu den frühesten schriftlichen Quellen, die auf das Gebiet Sarstedt hinweisen, gehört eine Quelle aus dem Jahr 993. Als kirchlicher Siedlungs- und damit auch Missionspunkt wird Sarstedt (Kertzstadensis) zum ersten Mal im Jahr 1075 und im Vergleich mit dem älteren Missionsstützpunkt Elze lobend erwähnt.[12]

Seit 1200 wird die Stadt Sarstedt sich zwischen der vermutlich bei St. Nicolai gelegenen Kirche und der Bischofsburg ausgebreitet haben. Die Bischofs- oder Retburg (später auch Rietburg oder Rittburg im Besitz derer v. Alten) hatte die Aufgabe, das bischöfliche Hildesheimer Land gegen die Welfen im Westen, den Leineübergang bei Ruthe und die Innerstefurt bei Sarstedt zu schützen. Der bischöfliche Hof wird unter dem Hildesheimer Bischof Siegfried I. in dessen letztem Amtsjahr 1221 erstmals urkundlich erwähnt. Herzog Albrecht von Braunschweig eroberte die Burg 1256 und brannte sie während der Regierungszeit Ottos I. um 1279 nieder. In einem Vertrag vom 10. Dezember 1283 konnte deshalb auch von einem „von dem Bischofe zu erbauenden Schloss Sarstedt“ die Rede sein.[13][14] 1485 wurden Burg und Stadt Sarstedt in den Kämpfen des Bischofs gegen die Stadt Hildesheim erneut zerstört.

Sarstedt wurde zur Stadt um das Jahr 1296, als Sarstedt von Bischof Siegfried II. (1279–1310) territorial erweitert wurde; denn nach der Einbeziehung der älteren Dörfer oder Siedlungen „Wennerde und Helperde“ traten die Stadtrechte in Kraft.[15] Vermutlich gingen mit der prosperierenden materiellen Bedeutung von Sarstedt seit dem 12./13. Jahrhundert auch die verstärkten baulichen Anstrengungen der Sicherung der Stadt einher, allem voran die Errichtung von Stadtmauer, Wall und Graben sowie der Bau der beiden Stadttore „Ostertor“ (im Osten) und „Holztor“ (im Westen vor der Innerste-Brücke).[16]

Als Stadt erstmals erwähnt wird Sarstedt in einer Urkunde in einer Aufzählung mit anderen Ortschaften wie Braunschweig, Goslar oder Hildesheim im Jahr 1339 (31. Januar). Für 1250 ist ein Leutpriester oder Pfarrer (lat. plebanus) belegt, 1258 wird in einer Urkunde ein Sarstedter Bürger benannt. Ab 1319 wird Sarstedt als civitas bezeichnet, 1327 ist der Ort als Archidiakonatssitz verbürgt, und von 1428 stammt das erste Siegel der Stadt.[14] Wiederholt wurde die Stadt zerstört und musste mühsam wieder aufgebaut werden: zuerst 1283, nach der Großen Fehde 1485, der Hildesheimer Stiftsfehde 1521, 1556, 1580, 1716[17] und 1798.[18]

Frühe Neuzeit und Reformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszug aus der Hildesheimer Bischofschronik von 1740 mit der Beschreibung der Zerstörungen Sarstedts durch Brände und Brandschatzungen während dreier Jahrhunderte (1412–1716)[19]

Die Hildesheimer Bischofschronik beziffert für den Zeitraum von 1412 bis 1580 fünf Brandschatzungen oder natürliche Feuersbrünste, die Sarstedt in seiner Entwicklung zurückgeworfen haben (29. Januar 1412: Brand bis auf den Grund mit vielen Todesopfern; 23. September 1485: Große Fehde, bei der Sarstedt mit Feuerkugeln völlig zerstört wurde; 1522: Hildesheimer Fehde, bei der Leute aus Braunschweig und Hannover die Stadt geplündert und zahlreiche Häuser niedergebrannt haben; 1556: Brannte nach Einbringung der Ernte Mittwoch nach Michaelis die ganze Stadt nieder; und vom 8. September 1580 berichtet die Bischofschronik: ist Sarstedt zum fünfftenmahl von Grund aus verbrannt, daß nichts als die Kirche, und der Friesen- und der Barner Höfen stehen geblieben. Des letztern grossen Brandes, welcher anno 1716. fast die gantze Stadt Sarstedt abermals in die Asche gelegt, hier nicht zu gedencken).[20]

In der Mitte des 14. Jahrhunderts sind für Sarstedt erstmals auch Einwohner jüdischen Glaubens belegt.

Bei der Hildesheimer Stiftsfehde ab 1519 ging Sarstedt ging ein weiteres Mal in Flammen auf. Danach wurde Sarstedt welfisch und dem Amt Coldingen unterstellt.

Die Reformation hielt um die Jahreswende 1542/43 in Sarstedt Einzug.

Während des Dreißigjährigen Krieges kam es zu verschiedenen Kriegshandlungen bei Sarstedt. Am 9. Juli 1634 trafen kaiserlich-katholische Truppen zur Verteidigung Hildesheims „am Hülpersberge“ bei Sarstedt (heute „am Kipphut“) mit der Belagerungsarmee zusammen und wurden von dieser vernichtend geschlagen.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurden in Sarstedt 131 Bürger (dazu neun Schutzbefohlene und drei Sattelhöfe) gezählt (1593).[21]

Von 1653 bis 1815 war der Ort wieder Teil des Bistums Hildesheim, bevor die Stadt zusammen mit dem Bistum zum Königreich Hannover kam.

Neuere Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1893 neu erbaute „Restauration Sarstedter Hof“ vor über 100 Jahren. Scherzhaft wurde er wegen der lauten Frösche am Dickebast auch „Poggenkrug“ genannt, Ansichtskarte um 1902
Anfang der Holztorstraße bei der „Maiwiese“ und „Dickebast-Brücke“, links der „Sarstedter Hof“, um 1906

Während der Zeit der französischen Besetzung (1807 und 1813) gehörte Sarstedt zum Departement der Oker (mit Hauptstadt Braunschweig) als Teil des Königreichs Westphalen.

Von 1815 bis 1866 gehörte Sarstedt zum Königreich Hannover, ab 1866 zur preußischen Provinz Hannover. Um 1850 war Sarstedt eine Stadt im Amtsbezirk Ruthe des Fürstentums Hildesheim.[14][22] Sarstedt erlangte 1852 den Status einer Titularstadt und somit eine gewisse amtliche Eigenständigkeit;[21] die Gerichtsbarkeit ging erst 1859 vom Amt Ruthe auf das Amtsgericht Hildesheim über. Seinerzeit wurde im Umland der Stadt vor allem Flachs (für die Herstellung von Leinen) angebaut, das vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert neben Hanf, Nessel und Wolle die einzige Textilfaser war. 1890 hatte Sarstedt 2.768 Einwohner, darunter „561 Katholiken und 34 Israeliten“.[23]

Die Landwirtschaft und das Kleingewerbe prägte Sarstedt die meiste Zeit im 19. Jahrhundert. Sarstedt wurde 1852 Titularstadt, 1929 erhielt es den offiziellen Stadt-Status gemäß der seinerzeit gültigen preußischen Gemeindeverordnung.

Sarstedt hatte bereits Mitte des 19. Jahrhunderts einen Bahnhof als Halt an der Hannöverschen Südbahn, deren Abschnitt Hannover-Alfeld 1853 eröffnet wurde.[24] Durch den Bahnanschluss entstand eine Seifen- und eine Lichterfabrik. Die bischöfliche Mühle wurde 1854 durch den Kaufmann Ernst Malzfeldt übernommen. Eine Schlosserei von 1844 bildete die Grundlage für eine Ofen- und Herdfabrik in den 1870er Jahren, die spätere Vosswerke AG. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden zwei Zündholzfabriken in Sarstedt. Es gab im 19. Jahrhunderts sechs Ziegeleien in Sarstedt.

Von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg hatte sich die Sarstedter Bevölkerung vervierfacht (von zirka 1.500 auf 5.700);[25] nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sie sich abermals verdoppelt. Dieser Zuzug war zum einen mit der Industrialisierung und der damit verbundenen wirtschaftlichen Prosperität verbunden. Obwohl eine kleine Stadt in der preußischen Provinz, konnte Sarstedt früh an der industriellen Entwicklung durch den Bahnanschluss teilnehmen.

Einwohnerentwicklung von Sarstedt von 1593 bis 2014

Südlich der Vosswerke AG entstanden ab 1898 durch den „Gemeinnützigen Bauverein“ Wohnungen für den privaten Bedarf. Auf dem Dehnberg errichtete man 1938 zwanzig Eigenheime, in den 1950er Jahren kamen um die 1200 neue Wohnungen hinzu. Weitere Siedlungen entstanden in den 1960er und 1970er Jahren auf den bis dahin landwirtschaftlich genutzten Flächen.[21]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte Sarstedt im Landkreis Hildesheim zum Königreich Preußen im Deutschen Reich. Zeitgenössische Nachschlagewerke erwähnen in dieser Zeit das Telegraphenamt, die Zucker-, Kochherd- und Zündholzfabrik, die Eisengießerei, fünf Dampfziegeleien sowie zwei Dampfmühlen.

Eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben im Kreis Sarstedt spielte seit Anfang des 20. Jahrhunderts der Kalibergbau, bei dem Kalisalze zur Herstellung von Dünger unter Tage abgebaut wurden. Beide unmittelbar zu Sarstedt gehörende Kalischachte „Glückauf-Sarstedt“ und „Siegfried-Giesen“ verfügten über eine Grubenanschlussbahn und dienten seit 1904/06 für Beschäftigung, bis sie beide 1987 geschlossen wurden.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Giften, Gödringen, Heisede, Hotteln, Ruthe und Schliekum (letztere aus dem Landkreis Springe) eingegliedert.[26]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Nicolai von 1457 ist das älteste Gebäude in Sarstedt

Der spätgotische Bau der St.-Nicolai-Kirche, bis zur Reformation Kirche des Archidiakonats Sarstedt im Bistum Hildesheim, war 1457 vollendet und ersetzte einen romanischen Vorgängerbau aus dem 11. Jahrhundert. Namensgeber ist der heilige Nikolaus als Schutzpatron der Kaufleute. 1543 wurde für Kirche und Stadt die lutherische Kirchenordnung eingeführt.

Die römisch-katholische Heilig-Geist-Kirche wurde 1912/13 im neuromanischen Stil erbaut und bis 1961 Ruthe unterstellt. Die Katholiken in Sarstedt waren auf die Pfarrei in Ruthe verwiesen, und ab Mitte des 18. Jahrhunderts konnten sie die Privatkapelle des Weichsschen Hofes für den Gottesdienst nutzen.[14] Erst 2002 erfuhr sie eine durchgreifende Innenrenovierung mit postmodernen Gestaltungselementen.

Als zweite lutherische Kirche Sarstedts entstand die St.-Paulus-Kirche 1963–1965 im Stadtteil Giebelstieg. Konstruiert mit einem Stahlbetonskelett und verblendet mit hellen Klinkern, ist sie im Stil einer Basilika gebaut. Der etwas vorgeschobene Turm ist mit einem Verkündigungsengel bekrönt und misst 37 m Höhe. Nordöstlich des Stadtzentrums befindet sich die jüngste evangelisch-lutherische Kirche Sarstedts, die Paul-Gerhardt-Kirche.

Eine Neuapostolische Kirche befindet sich am südlichen Ortsrand von Sarstedt (In der Peulen 21). Die Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Hannover-Südwest.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Stadtrat
      
Insgesamt 32 Sitze

Rat der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Stadt Sarstedt besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern.[27] Die 32 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem die hauptamtliche Bürgermeisterin Heike Brennecke (SPD).

Die Kommunalwahl 2016 führte zu folgendem Ergebnis:[28]

  • SPD: 14 Sitze
  • CDU: 8 Sitze
  • GRÜNE: 3 Sitze
  • FDP: 3 Sitze
  • Wahl-Alternative-Sarstedt: 3 Sitze
  • Unabhängige: 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt Sarstedt ist Heike Brennecke (SPD). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 28. September 2014 wurde sie mit 53,0 % der Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,9 %.[29] Brennecke trat ihr Amt am 1. November 2014 an und löste den bisherigen Amtsinhaber Karl-Heinz Wondratschek (SPD) ab, der nicht mehr kandidiert hatte.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Sarstedt

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Rot, belegt mit grünem Kleeblatt an verschlungenem Stiel.“ Als Bischof Siegfried II. von Hildesheim 1296 Sarstedt zur Stadt erhob, trat auch gleichzeitig das erste Siegel auf, welche über Wellen, die für die Innerste stehen, eine dreitürmige Burg abgebildet zeigt. Auf den Zinnen des niederen Mittelturms erscheint im 15. Jahrhundert wachsend ein Heiliger mit Kreuzstab und Buch. Von Otto Hupp wird er als der Heilige Antonius beschrieben. Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich das Wappen unabhängig vom früheren Siegel und zeigt sich seit damals in seiner heutigen Form. Das gespaltene Schild steht für das Wappen des Hochstifts Hildesheim, das Kleeblatt geht vermutlich auf ein einstiges Ortszeichen zurück.[30]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarstedt unterhält seit 1992 Städtepartnerschaften zu den französischen Gemeinden Aubevoye und Gaillon und seit 2018 mit der brandenburgischen Gemeinde Ahrensfelde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarstedt in der Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In seiner Novelle „Die Innerste“ zeichnete der niedersächsische Schriftsteller Wilhelm Raabe im Jahre 1876 ein liebevolles Bild der Landschaft am Innerste-Ufer südlich und damit flussaufwärts von Sarstedt.
  • In „Hundejahre“ von 1963 als dem letzten Roman der Danziger Trilogie von Günter Grass wird Sarstedt fünf Mal im Zusammenhang mit einem Kaliwerk erwähnt. Laut dem Spiegel habe Grass für sein „Phantasie-Bergwerk“ ein realistisches Bild „zwischen Hildesheim und Sarstedt“ gezeichnet und den „Grubenbetrieb technisch exakt“ beschrieben. Nach seiner Entlassung aus der amerikanischen Gefangenschaft hatte Grass im Kalibergwerk Groß-Giesen (Werk Siegfried) im südlichen, zu Sarstedt gehörenden Teil Giesen im Jahre 1947 als Koppeljunge gearbeitet. Um seine Erinnerungen für sein Werk aufzufrischen, war Grass 1962 in eine Schwesterngrube eingefahren.[31]

Theater und Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die direkt an der Innerste gelegene Wassermühle Malzfeldt wird erstmals im Jahr 1302 erwähnt und hat ihre Bestimmung 1965 verloren, da sie seit dieser Zeit als Wasserkraftwerk genutzt wird. Der dadurch gewonnene Strom wird ins öffentliche Netz einspeist. Zudem befindet sich in dem Kraftwerk ein Mühlenmuseum und kann durch Voranmeldung besichtigt werden.[32] Im „Haus am Junkernhof“ befindet sich das Sarstedter Kulturzentrum, in dem Veranstaltungen zu Musik, Literatur und (darstellender und bildender) Kunst sowie der Stadt- und Regionalgeschichte stattfinden. Zudem ist im „Haus am Junkernhof“ ein Heimatmuseum untergebracht, in dem eine historische Apotheke und eine Seilerwerkstatt als Dauerausstellung zu sehen sind. Darüber hinaus finden Sonderausstellungen statt.[33]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus in der Fußgängerzone
  • Das Gödringer Ehrenmal nahe dem Thieplatz erinnert an die Gefallenen der Kriege.
  • Eine Bronzetafel am Fachwerkhaus in der Steinstraße 13, einem früheren Geschäftshaus eines jüdischen Mitbürgers, erinnert an die in Sarstedt lebenden Familien. Heute ist hier die städtische Begegnungsstätte untergebracht.
  • Die katholische Heilig-Geist-Kirche mit ihrem 32 Meter hohen Glockenturm entstand 1913.
  • Die evangelische St.-Nicolai-Kirche mit einem 41 Meter hohen Glockenturm wurde als gotischer Bruchsteinbau in der heutigen Gestalt 1457 errichtet.[34]
  • Wassermühle und Wasserkraftwerk Malzfeldt an der Innerste aus dem 14. Jahrhundert stehen heute unter Denkmalschutz. Die Getreidemühle wurde 1965 stillgelegt und deren Wasserkraft zur Stromerzeugung umgenutzt. Im Gebäude befindet sich heute ein Mühlenmuseum.[35]
  • Im Jahr 1866 erfolgte die Gründung einer Gewerbeschule für die Sarstedter Handwerkerlehrlinge als Sonntagsschule. Das 1861 erbaute Gebäude steht in der Steinstraße 8 nahe der Innerstebrücke.
  • Das Rathaus in der noch heute bestehenden Form wurde 1799 auf den Grundmauern des 1798 niedergebrannten Vorgängergebäudes errichtet. Repräsentatives Kennzeichen des Gebäudes ist die doppelseitige große Freitreppe. Dem Platz vor dem Rathaus wurde der Name Aubevoye-Gaillon-Platz gegeben und damit der französischen Partnerstadt gewidmet.
  • Die Ratsapotheke von 1787 ist Sarstedts älteste Apotheke. Zwischenzeitlich wurde das Gebäude von 1847 bis 1853 als Postspedition und von 1874 bis 1881 als Standesamt genutzt.

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Seen bei Giften; rechts Badesee und links der Surf- und Segelsee; im Hintergrund die Trasse des ICE HannoverGöttingen

Das Innerstebad Sarstedt ist ein Hallen- und Freizeitbad, dessen Freibad in der Sommersaison von Mai bis September geöffnet ist. Auch bieten sich die Giftener Seen sowie der Badesee im Ortsteil Heisede als Naherholungsgebiete an.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kelvion PHE (ehem. GEA Ecoflex GmbH) – Hersteller von Plattenwärmetauschern
  • Avacon Natur GmbH – Tochterunternehmen der Avacon einem Regionalversorgungsunternehmen, das seinerseits eine Tochtergesellschaft der E.ON AG ist.
  • Helmke, Hersteller von Elektromotoren
  • Wiedemann, Großhändler für Gebäudetechnik
  • CPR GmbH, Hersteller von Kondomen und für die Kondomproduktion notwendigen Maschinen und Laborausrüstungen (nach eigener Aussage größter Kondomhersteller Europas)
  • Herbert Kannegiesser GmbH mit dem Bereich Kannegiesser Passat – Hersteller industrieller Wäschereitechnik, in Sarstedt: Herstellung von Taktwaschmaschinen
  • Smurfit Kappa Wellpappe Sarstedt (Produktionsstandort) – ehemals Sieger Wellpappe

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sarstedter Zeitung (gegr. 13. Oktober 1888 bis 1. Juni 1941), auf Anordnung des Reichspropaganda-Ministers Joseph Goebbels eingestellt.
  • Sarstedter Anzeiger (1994 eingestellt)
  • Kleeblatt.de, seit 1982 erscheinende Heimatzeitung für die Region Sarstedt, Hildesheim Nord und Hannover Süd.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtbücherei Sarstedt
  • Innerstebad – Hallen- und Freizeitbad der Stadt Sarstedt
  • Stadtbücherei Sarstedt
  • Sarstedter Heimatmuseum[33]
  • Jugendzentrum Klecks
  • Stadtarchiv Sarstedt[36]
  • Freiwilligenagentur spontan (in Kooperation mit der Nachbarschaftshilfe des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises)
  • Mit dem GEO600 befindet sich ein Detektor zum Erfassen von möglichen Gravitationswellen in Ruthe bei Sarstedt. Dieser ist Teil der internationalen Einrichtung LIGO, die aus fünf Detektoren besteht.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentlicher Nah,- Bahn-, Straßenbahn- und Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhofsgebäude Sarstedt, 2009
Das „Straßenbahnhofs-Restaurant“ befand sich bis in die 1990er Jahre gegenüber der Wendeschleife der Straßenbahn. Die „rote Linie 11“ führte von 1899 bis 1958 an diesem Haus vorbei, Ansicht vor 1910.[37]

Im Jahre 1925 gründete die Sarstedterin Maria Papenberg im Ort das erste Droschkenunternehmen mit einer Kraftdrosche (Ford T-Modell) und einer Pferdedroschke. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Kraftdrosche für Kriegszwecke konfisziert. Ihre Nachfahren, die heutige Familie Kindling, führt in Sarstedt seit 1967 das frühere Droschkenunternehmen als Taxiunternehmen weiter.

Sarstedt liegt an der hannöverschen Südbahn HannoverGöttingen. Über die Bahnstrecke Lehrte–Nordstemmen existieren zudem Verbindungen über den Oberharz nach Halle (Saale). Unter anderem mit der S-Bahn Hannover ist der Hannoversche Hauptbahnhof erreichbar. Seit 1900 besteht eine direkte elektrische Stadtbahn- oder Überland-Straßenbahnverbindung mit Hannover, die seit 1958 nicht mehr nach Hildesheim weiterführt, sondern in einer Wendeschleife endet.

Linie Verlauf Takt Betreiber
S 4 Hildesheim – Emmerke – Barnten – Sarstedt – Rethen (Leine) – Hannover Messe/Laatzen – Hannover Bismarckstraße – Hannover Hbf – Hannover-Nordstadt – Hannover-Ledeburg – Hannover-Vinnhorst – Langenhagen Mitte – Langenhagen Pferdemarkt – Langenhagen-Kaltenweide – Bissendorf – Mellendorf – Bennemühlen
Stand: Fahrplanwechsel Juni 2022
60 min Transdev Hannover
1 Langenhagen – Berliner Platz – Niedersachsenring – Hauptbahnhof S-Bahn-Logo.svg – Kröpcke – Aegidientorplatz – Peiner Straße – Laatzen/Eichstraße (Bahnhof) S-Bahn-Logo.svg – Laatzen/Zentrum – Laatzen – Rethen/Nord – Gleidingen – Sarstedt 20 min (werktags)
30 min (sonn-/feiertags)
ÜSTRA

Mehrere Buslinien führen nach Hildesheim, Elze, Nordstemmen und Rethen. Der wichtigste Betreiber des Busverkehrs ist die Regionalverkehr Hildesheim GmbH.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarstedt liegt an der Bundesstraße 6.

Flugverkehr-Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UKW-Drehfunkfeuer Leine DLE

Auf der Anhöhe Kipphut befindet sich ein Drehfunkfeuer für die Navigation der Luftfahrt. Hier beginnt das Instrumentenanflugverfahren für den Flughafen Hannover. Sollte ein Anflug vorübergehend nicht möglich sein, werden hier Warteschleifen geflogen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heiner Jürgens, Hans Lütgens, Arnold Nöldeke, Joachim Freiherr v. Welck: Die Kunstdenkmale des Landkreises Hildesheim. Selbstverlag der Provinzialverwaltung Theodor Schulzes Buchhandlung, Hannover 1938, S. 176–189 (Sarstedt)
  • Chronik der Stadt Sarstedt 1853 bis 1949. Zusammengestellt im Auftrag der Stadt Sarstedt vom Redakteur des „Sarstedter Kreisanzeigers“ Albert Rolff, Sarstedt (um 1950) o. J. 187 S.
  • Hans Wehling: Sarstedt – Geschichte einer kleinen Stadt. Bearbeitet und ergänzt von Margarete Schaper, Verlag Kreis-Anzeiger, Sarstedt 1973
  • Jürgen Jacobi (Hrsg.): 200 Jahre Rats-Apotheke zu Sarstedt. Kleine Geschichte einer Kleinstadt-Apotheke, Eigenverlag des Verfassers, Sarstedt 1987
  • Friedrich Dietrich (Hrsg.): Sarstedt. Geschichte unserer Stadt. Sarstedt 2001.
  • Andreas Voß: Dachsteinwerk Otto Gott, Sarstedt. In: Feldbahnmuseum Hildesheim (Hrsg.): Feldbahn kreuzt!, Nr. 9, Oktober 2002, S. 32–39
  • Jürgen Rund: Städtische Siedlungen. In: Carl-Hans Hauptmeyer, Jürgen Rund, Gerhard Streich (Hrsg.): Blatt Hannover (Hannover und Hannover-Nord). Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, S. 96–135, bes. 130–133
  • Sarstedt unterm Hakenkreuz. Gebrüder Gerstenberg, Hildesheim 2008. ISBN 978-3-8067-8726-9
  • Sarstedter Geschichtskreis, Stadt Sarstedt (Hrsg.): Sarstedt und Umgebung auf alten Ansichtskarten, Sarstedt 2014. ISBN 978-3-00-045557-5
  • Jürgen Heise (Hrsg.): Sarstedt aus der Vogelperspektive. Sarstedt 2008. ISBN 978-3-00-026247-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sarstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Sarstedt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. Sarstedt wird mit diesem Namen in einer lateinischen Quelle aus dem Jahr 1075 bezeichnet, welche die Gründung der Hildesheimer Kirche beschreibt. Der Verfasser war mutmaßlich Bernhard von Konstanz: Fundatio Ecclesie Hildensemensis. Hildesheim 1075.
    (Vgl. auch die zweisprachige Ausgabe von Adolf Bertram: Hildesheims Domgruft und die Fundatio Ecclesie Hildensemensis. A. Lax (Hrsg.) Hildesheim 1897, S. 7–8 (Lat. und Dt. sowie die digitalisierte lat. Ausgabe in den Monumenta Germaniae Historica: S. 943).)
  3. Advantic Systemhaus GmbH: Stadt Sarstedt. Abgerufen am 30. August 2018.
  4. Heike Brennecke, Bürgermeisterin: Stadt Sarstedt. In: Stadt Sarstedt. Stadt Sarstedt, 31. März 2018, abgerufen am 10. Mai 2018.
  5. Angelika Köthe: Kalkiges Nannoplankton aus dem Unter-Hauterivium bis Unter-Barremium der Tongrube Moorberg/Sarstedt (Unter-Kreide, NW-Deutschland). In: Mitteilungen aus dem Geologischen Institut der Universität Hannover, Heft 21, Hannover 1981.
  6. Werner Pockrandt: Hoploparia dentata (A. Roemer) aus der Unterkreide (Hautevirium) von Hannover und Umgebung (Dekapoda). Systematik und Fundmaterial (11. Abb.). In: Arbeitskreis Paläontologie Hannover, 10. Jahrgang, 2 (1982), S. 1–12
  7. Friedrich Adolph Römer: Die Versteinerungen des norddeutschen Kreidegebirges, Hannover 1841, 2
  8. Alfred Czarnetzki, Sabine Gaudzinski und Carsten M. Pusch: Hominid skull fragments from Late Pleistocene layers in Leine Valley (Sarstedt, District of Hildesheim, Germany). In: Journal of the Human Evolution. Band 41, 2001, S. 133–140, doi:10.1006/jhev.2001.0484, Volltext (PDF; 393 kB) (Memento vom 25. Juli 2014 im Internet Archive).
    Der Neandertaler lebte bei Hannover. Drei Knochensplitter aus einer Kiesgrube lieferten Forschern den Beweis. Auf: abendblatt.de vom 14. März 2003.
  9. Eintrag Sarstedt in: Bernard Wood (Hrsg.): Wiley-Blackwell Encyclopedia of Human Evolution. 2 Bände. Wiley-Blackwell, Chichester u. a. 2011, ISBN 978-1-4051-5510-6.
  10. Hans-Günter Peters: Ur- und Frühgeschichte. In: Carl-Hans Hauptmeyer, Jürgen Rund, Gerhard Streich (Hrsg.): Blatt Hannover (Hannover und Hannover-Nord). Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, 24–34, bes. 27.
  11. „Durch die Ausgabe von Lehen für dieses Gebiet war der Hildesheimer Bischof bekannt. 1377 übertrugen die Grafen von Wunstorf 3/4 des Zehnten im Oldendorper veld dem Hildesheimer Moritzstift. Offenbar verließen die Einwohner schon im 14. Jh. – angeblich wegen einer Fehde – den Ort und zogen nach Sarstedt. An der Siedlungsstelle sind ein Reitergrab und Körpergräber aus der Karolingerzeit ergraben worden.“ Uwe Ohainski: Mittelalterliche Wüstungen. In: Carl-Hans Hauptmeyer, Jürgen Rund, Gerhard Streich (Hrsg.): Blatt Hannover (Hannover und Hannover-Nord). Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, 72–89, bes. 77; zum Mitte der 1920er Jahre freigelegten Reitergrab vgl. Hans Gummel: Das Reitergrab in Sarstedt, Kreis Hildesheim, Hildesheim 1926.
  12. (Vgl. Fundatio Ecclesie Hildensemensis, Hildesheim 1075. (Abgedruckt in der zweisprachigen Ausgabe von Adolf Bertram, Hildesheims Domgruft und die Fundatio Ecclesie Hildensemensis […], Hildesheim 1897, S. 7 und 8 (lat. und dt.)): „[…] jene hochgeachtete Kirche von Sarstedt“)
  13. Margret Zimmermann, Hans Kensche: Burgen und Schlösser im Hildesheimer Land. Herausgegeben von der Hildesheimer Volkshochschule e. V., Verlag Lax, Hildesheim 1998, S. 142
  14. a b c d Jürgen Rund: Städtische Siedlungen. In: Carl-Hans Hauptmeyer, Jürgen Rund, Gerhard Streich (Hrsg.): Blatt Hannover (Hannover und Hannover-Nord). Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, 96–135, bes. 132.
  15. Werner Vahlbruch: Stadtwerdung und Stadtentwicklung im 13. und 14. Jahrhundert. (Memento vom 18. Oktober 2012 im Internet Archive) 2001, S. 4
  16. Werner Vahlbruch: Stadtwerdung und Stadtentwicklung im 13. und 14. Jahrhundert. (Memento vom 18. Oktober 2012 im Internet Archive) 2001, S. 10.
  17. Sarstede. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 34, Leipzig 1742, Sp. 143.
  18. Chronik der Stadt Sarstedt 1854 bis 1949. Sarstedt (um 1950) o. Jg., s. Jahrgang 1887, dritter Eintrag
  19. Joachim Barnard Lauenstein: Historia Diplomatica Episcopatvs Hildesiensis, Das ist Diplomatische Historie des Bißthums Hildesheim: Darinnen Der Civil-, Militair- und Kirchen-Staat sowohl der Niedersächsischen freyen Crayß-Stadt Hildesheim, als auch dieses gantzen Bißthums, umständlich abgehandelt, und bey Beschreibung der Stadt alle derselben hohe Gerechtsame, Befugniße, Freyheiten und Gewohnheiten, Regiments-Form, Schröderische Buchhandlung, Hildesheim 1740, P. II, L II., c.3, seit. 5, § 3, S. 76
  20. Joachim Barnard Lauenstein: Historia Diplomatica Episcopatvs Hildesiensis, Das ist Diplomatische Historie des Bißthums Hildesheim: Darinnen Der Civil-, Militair- und Kirchen-Staat sowohl der Niedersächsischen freyen Crayß-Stadt Hildesheim, als auch dieses gantzen Bißthums, umständlich abgehandelt, und bey Beschreibung der Stadt alle derselben hohe Gerechtsame, Befugniße, Freyheiten und Gewohnheiten, Regiments-Form, Schröderische Buchhandlung, Hildesheim 1740, P. II, L II., c.3, seit. 5, § 3, S. 76
  21. a b c Jürgen Rund: Städtische Siedlungen. In: Carl-Hans Hauptmeyer, Jürgen Rund, Gerhard Streich (Hrsg.): Blatt Hannover (Hannover und Hannover-Nord). Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, 96–135, bes. 133.
  22. August Böttcher: Sarstedt. Die aufstrebende Stadt zwischen Hannover und Hildesheim. Sonderdruck aus August Söding: Heimaterde – Landschaften und Siedlungen im Altkreis Hildesheim-Land. Hildesheim 1971, S. 176. Jürgen Rund: Verwaltungs- und Gerichtsbezirke um 1800 einschließlich mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Gerichtsplätze. In: Carl-Hans Hauptmeyer, Jürgen Rund, Gerhard Streich (Hrsg.): Blatt Hannover (Hannover und Hannover-Nord). Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, 48–54, bes. 53–54
  23. Sarstedt. In: Brockhaus Konversations-Lexikon 1894–1896, 14. Band, S. 325.
  24. Sarstadt (Sarstedt). In: Pierer’s Universal-Lexikon. Band 14. Altenburg 1862, S. 935.
  25. Sarstedt. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. Band 17. Leipzig 1909, S. 618 (zeno.org).
  26. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 210.
  27. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 23. Dezember 2014
  28. http://stadt.sarstedt.de/App/gw2016sarstedt.html
  29. Einzelergebnisse der Direktwahlen am 25. Mai 2014 in Niedersachsen, abgerufen am 14. November 2014
  30. Klemens Stadler: Deutsche Wappen Bundesrepublik Deutschland. Die Gemeindewappen der Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Band 5. Angelsachsen-Verlag, Bremen 1970, S. 70.
  31. N.N.: Schriftsteller Grass: Zunge heraus (siehe Titelbild). In: Der Spiegel, 36/1963, S. 64–78, bes. 69; vgl. auch Michael Jürgs: Bürger Grass: Biografie eines deutschen Dichters, München 2002, S. 63 (Kap. „III. Als ich die Angst schätzen lernte 1944–1952“)
  32. Wassermühle Malzfeldt. Abgerufen am 15. August 2015
  33. a b Das Heimatmuseum – Kleinod der Kulturgemeinschaft Sarstedt e. V.
  34. Geschichte der St.-Nicolai-Kirche (Memento vom 18. Oktober 2012 im Internet Archive)
  35. Geschichte der Wassermühle Ernst Malzfeldt an der Innerste
  36. Stadtarchiv Sarstedt (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive) in der Arbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Kommunalarchivare e. V. (ANKA-Regionalgruppe Hildesheim). Abgerufen am 10. Mai 2015.
  37. Günter Hansen: Auf den Spuren der roten 11 in 72 Bildern. Vortrag am 13. April 2007
  38. Der legendäre Frankfurter Studentenführer Hans-Jürgen Krahl hat am Montag 35. Todestag. In: Sarstedter Anzeiger v. 12. Februar 2005.
  39. Die Band belegte den 4. Platz im dritten Bandwettbewerb des Freizeitheims Vahrenwald am 5. Oktober 1966. (Blazek, Matthias: Das niedersächsische Bandkompendium 1963–2003 – Daten und Fakten von 100 Rockgruppen aus Niedersachsen, Celle 2006, S. 202, ISBN 978-3-00-018947-0).