Satzvey

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Satzvey
Koordinaten: 50° 37′ 17″ N, 6° 42′ 28″ O
Höhe: 219 m ü. NHN
Fläche: 7,4 km² (mit Firmenich)
Einwohner: 1093 (30. Jun. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 148 Einwohner/km²
Postleitzahl: 53894
Vorwahl: 02256
Burg Satzvey
Burg Satzvey

Satzvey ist ein Teil der Stadt Mechernich im Kreis Euskirchen in der Eifel. Im Ort liegt die Burg Satzvey und in der Nähe der Hochwildpark Rheinland. Ebenfalls wenige hundert Meter entfernt sind die Burg Zievel und die Burg Veynau.

Entwicklungsgeschichtlich ist die Ortschaft ein „Burgdorf“. Das älteste, aus dem 13. Jahrhundert erhaltene Bauwerk ist die Pfarrkirche St. Pantaleon. Daneben prägen viele Fachwerkbauten den Charakter des Dorfes.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satzvey liegt im Tal des Veybaches etwa sechs Kilometer nordöstlich von Mechernich und neun Kilometer südwestlich der Kreisstadt Euskirchen an der Grenze des Nationalparks Eifel. Umliegende Ortschaften sind Obergartzem im Norden, die Euskirchener Ortsteile Wißkirchen und Billig im Nordosten, Antweiler und Lessenich im Südosten, Katzvey und Kommern-Süd im Süden, Kommern im Südwesten, Schaven im Westen sowie die zu Satzvey gehörende Ortslage Firmenich im Nordwesten.

Durch Satzvey verlaufen die Landesstraßen 11 und 61. Die Bundesstraße 266 liegt etwa zwei Kilometer entfernt. Unmittelbar östlich von Satzvey verläuft die Bundesautobahn 1, die nächstgelegene Anschlussstelle ist Wißkirchen. Südlich grenzt Satzvey an die Schavener Heide.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1969 wurde die Gemeinde Satzvey-Firmenich nach Veytal eingemeindet.[2]

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Veytal (mit Ausnahme des Ortsteils Schwerfen, der zur Stadt Zülpich kam) in die Gemeinde (heute Stadt) Mechernich eingegliedert.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Satzvey

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1922 bis 1995 betrieben die Satzveyer Ton und Kaolinwerke in Satzvey eine Tongrube und eine Verbindungsbahn zum DB-Bahnhof. Es handelte sich um eine Feldbahn, Spurweite 600 mm, elektrifiziert, 220 V, 50 Hz.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 11. August 1895 bis 31. Dezember 1965 führte durch Satzvey die sogenannte „Eifelstrecke“ der Euskirchener Kreisbahnen, die dort die Eifelbahn KölnTrier höhengleich kreuzte. Ferner hat Satzvey einen eigenen Bahnhof an ebendieser Eifelbahn, der von RB-Zügen Köln-Kall bedient wird.

Kuriosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kalten Krieg richtete die Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen ihren verbunkerten Ausweichsitz unter der heutigen Waldorfschule am Veybach (damals Mittelpunktschule) ein.

Die auf ProSieben erstmals am 4. Januar 2018 ausgestrahlte Strategie-Reality-ShowGet the F*ck out of my House“ wurde in einem leerstehenden Haus in Satzvey gedreht.[4] Vor Beginn der Dreharbeiten gab es aufgrund des Fernsehprojektes kritische Diskussionen bei der Sitzung des Mechernicher Stadtrats, da die Produktionsfirma aufgrund der ungewöhnlichen Nutzung des Wohnhauses eine Baugenehmigung beantragt hatte. Die Fraktionen bedauerten die Anwohner, welche bereits durch regelmäßige Veranstaltungen der Wasserburg Satzvey belästigt würden. Die Baugenehmigung wurde erteilt, da die Produktionsfirma versicherte, dass nach der Ankunft ausschließlich innerhalb des Hauses gedreht werde.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leben in Mechernich. In: mechernich.de. Stadt Mechernich, abgerufen am 5. Januar 2018.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 87.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 309.
  4. Anne Burgmer: Neue ProSieben-Show: „Get the Fuck out of my House“ ist noch extremer als „Big Brother“. In: Kölner Stadt-Anzeiger. (ksta.de [abgerufen am 4. Januar 2018]).
  5. Günter Hochgürtel: TV-Show in Satzvey: „Hier werden doch nur voyeuristische Bedürfnisse bedient“. In: Kölner Stadt-Anzeiger. (ksta.de [abgerufen am 4. Januar 2018]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]