Sauerlach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sauerlach
Sauerlach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sauerlach hervorgehoben
Koordinaten: 47° 58′ N, 11° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: München
Höhe: 618 m ü. NHN
Fläche: 56,94 km2
Einwohner: 8111 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82054
Vorwahl: 08104
Kfz-Kennzeichen: M, AIB, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 84 141
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1
82054 Sauerlach
Website: www.sauerlach.de
Erste Bürgermeisterin: Barbara Bogner (Unabhängige Bürgervereinigung Sauerlach e. V.)
Lage der Gemeinde Sauerlach im Landkreis München
Starnberger SeeLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis FreisingLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis MiesbachLandkreis RosenheimLandkreis StarnbergLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis DachauMünchenForstenrieder ParkGrünwalder ForstBrunnthalHöhenkirchen-SiegertsbrunnPerlacher ForstAschheimAyingBaierbrunnBrunnthalFeldkirchen (Landkreis München)Garching bei MünchenGräfelfingGrasbrunnGrünwaldHaar (bei München)Höhenkirchen-SiegertsbrunnHohenbrunnIsmaningKirchheim bei MünchenNeubibergNeuried (bei München)OberschleißheimOttobrunnPlaneggPullach im IsartalPutzbrunnSauerlachSchäftlarnStraßlach-DinghartingTaufkirchen (bei München)UnterföhringUnterhachingUnterschleißheimOberhachingKarte
Über dieses Bild

Sauerlach liegt etwa 20 Kilometer südlich der Landeshauptstadt München und ist die flächenmäßig größte Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München. Vielfach wird sie auch das Tor zum Bayerischen Oberland genannt.[2][3]

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt auf der Münchner Schotterebene an der südlichen Grenze des Landkreises München in einer Rodungsinsel im Deisenhofener und Hofoldinger Forst, gut 20 Kilometer südlich der Landeshauptstadt München. Nach Wolfratshausen sind es 21 Kilometer, nach Miesbach 29 Kilometer und nach Bad Tölz 32 Kilometer.

Naturräumliche Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich der Gemeinde Sauerlach wird der südliche Ausläufer der Münchner Ebene vom Ammer-Loisach- und Inn-Chiemsee-Hügelland eingerahmt. Große Teile des Gemeindegebietes – einschließlich des Ortes Sauerlach – liegen im Bereich der Münchner Ebene; der Westen und Südwesten des Gemeindegebiets gehören zum Naturraum Ammer-Loisach-Hügelland.[4]

Relief[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gelände der Gemeinde Sauerlach steigt von Nordosten nach Südwesten zunächst gering, dann stärker an. Der Höhenunterschied im Gemeindegebiet beträgt etwa 100 Meter. Im Buchetholz, am südwestlichen Rand der Gemeinde, südlich von Gumpertsham, befindet sich mit knapp 700 Metern die höchste Erhebung. Der tiefste Punkt liegt an der nördlichen Gemeindegrenze bei Otterloh bei rund 600 Metern.[4]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde Sauerlach sind die folgenden zwölf amtlich benannten Ortsteile[5] ausgewiesen:

Darüber hinaus gehörte die mittlerweile abgegangene Schwaige Staucharting bis 1818 als Teilort zum Gemeindegebiet.[6] Staucharting oder früher Studaring bestand im Jahre 1513 aus drei Höfen und zwei Huben. In den Jahren 1692/93 erbaute der ehemalige Schwaiger Melchior Seidl[7] neben seinem Hof eine Kapelle aus Stein. Nach seinem Tod vermählte sich die Witwe mit Andreas Humpl aus der Argeter Pfarrei, der die St. Anna-Kapelle im Jahr 1702 erweitern ließ.[8] Heute steht dort nur noch die Wallfahrtskapelle.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden grenzt Sauerlach an Otterfing (Landkreis Miesbach), weitere Nachbargemeinden sind Brunnthal, Oberhaching und Straßlach-Dingharting (alle Landkreis München) sowie Dietramszell und Egling (beide Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Abschnitt befasst sich im Wesentlichen mit der Geschichte des Ortes Sauerlach. Die Artikel einiger Sauerlacher Ortsteile enthalten eigene Geschichtsabschnitte.

Frühbesiedelung und Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine keltische Viereckschanze aus der späten Latènezeit in Altkirchen sowie ein Gräberfeld östlich des Neuen Friedhofs am Pechlerweg bezeugen, dass die Gegend um Sauerlach schon früh bewohnt war. Etwa um 500 nach Christus wurde die Gegend durch Bajuwaren besiedelt, die ihre Siedlung Sulagaloh nannten. Dieser Name setzt sich aus den folgenden Substantiva zusammen:

  • : Sau, Schwein
  • laga: ligan, liegen (Hinterhalt)
  • loh: Busch, Wald

Sulagaloh, kontrahiert zu Saulake, bedeutet demnach: "ein Wald, in dem Schweine(herden) liegen"[9], oder griffiger: "Wald mit Sausuhlen".

Die römische Via Julia bei Lanzenhaar

Durch die Ortschaft führte eine römische Heer- und Handelsstraße von Augsburg (Augusta Vindelicorum) nach Salzburg (Iuvavum), heute Via Julia genannt. Die Straße hatte einen Kronendurchmesser von 4,8 bis 5,6 Meter und liegt, heute noch teilweise gut erkennbar, 0,8 bis 1,0 Meter über dem Gelände.

In der Waldsiedlung in Lanzenhaar an der Staatsstraße 2573 bei der Bushaltestelle steht ein Römerstein, der um 1850 von Maximilian II. errichtet wurde.[10][11] Auf die Anwesenheit der Römer deutet auch der Ortsteil Walchstatt hin, dessen Name nichts anderes bedeutet als Stätte der Walchen. Die Walchen waren die zurückgebliebenen Römer – Walchstatt liegt unmittelbar an diesem bedeutenden antiken Verkehrsweg.[12]

Erste schriftliche Erwähnung Sauerlachs um 800 in einer Traditionsnotiz des Bistums Freising.

Sauerlach selbst wurde erstmals um 799/800 nach Christus in den Freisinger Handschriften urkundlich erwähnt:[13]

„Notitia de hoc, quod Cundharius abbas reddidit Attoni episcopo ecclesias parrochiales IIII [quattuor] ad Thahaninhas, ad Mosaheim, ad Munirihingas, ad Sulagaloh et placitauit, si aliquis ex propinquis suis dignus extiterit ad sacerdocium, ordinet eum illic episcopus. Et in prasentia istorum ad Rispah in synodo factum est: Uualtrih episcopus, Arn archiepiscopus, Adaluuinus epsicopus, Urolf abbas, Hato abbas, Reginperht abbas, Amo archipresbiter, Ellannod archipresbiter, Hiltiperht diaconus, Paldrih archipresbiter.“

Cozroh: Liber Traditionum, Blatt 152r.

„Notitia darüber, dass der Abt Cundharius Bischof Atto vier bischöfliche Kirchen zu Thanning, zu Moosham, zu Mintraching, zu Sauerlach zurückgegeben hat und beide Seiten vereinbart haben, dass der Bischof, wenn es einen zum Priestertum Würdigen aus dem Kreis der Seinen gebe, diesen für eine der dortigen Kirchen weihen möge. Geschehen ist dies in der Synode zu Reisbach in Gegenwart folgender: Bischof Uualtrih, Erzbischof Arn, Bischof Adaluuinus, Abt Urolf, Abt Hato, Abt Reginperht, Archipresbyter Amo, Archipresbyter Ellannod, Diakon Hiltiperht, Archipresbyter Paldrih.“

Cozroh: Liber Traditionum, Blatt 152r.

Das Spätmittelalter und die Aichstetter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste Traditionsnotiz, die sich für Sauerlach aus der Zeit nach der Jahrtausendwende erhalten hat, stammt aus Tegernsee und ist auf die Jahre 1034 bis 1041 zu datieren. Sie berichtet, dass ein Meginholm von Sauerlach und seine Gemahlin Kunigpurg zur Sicherheit für die Zinszahlung dreier ihrer Schwestern, welche Leibeigene des Klosters Tegernsee sind, ein Gut an das Kloster übergeben.[14]

Im Jahr 1173 nahm Pfalzgraf Friedrich II. von Wittelsbach zusammen mit Herzog Heinrich dem Löwen am Zweiten Kreuzzug ins Heilige Land teil. Vor Antritt seiner Pilgerreise bestimmte er in seinem Testament im Falle, dass er nicht mehr zurückkehren sollte, zugunsten des Kloster Schäftlarns ein Gut in Perlach und Sauerlach.[15] Kaiser Friedrich I. stellte dem Kloster Admont in der Steiermark 1184 einen Schutzbrief für dessen Besitztümer in Sauerlach aus,[16] die es um 1125 durch Schenkungen des Ulrich von Elsendorf und des Grafen Berthold II. von Andechs bekommen hatte.[17]

Große Bedeutung für die Entwicklung Sauerlachs wird der Adelsfamilie der von Aichstetter zugeschrieben, die auf dem Grund des späteren Alten Sedlmairhofs (abgebrochen 1922) ihren Edelsitz hatte. Im April 1432 tritt Friedrich Aichstetter erstmals mit Sauerlach in Beziehung, als er die Besitzungen des Klosters Admont in Sauerlach, Arget, Lochhofen und Wettlkam gegen "eine genügende Summe Geldes" kaufte. Aichstetter, Geheimschreiber Herzog Wilhelms III., erhielt auf dem Konzil zu Basel 1430 vom späteren Kaiser Sigismund von Luxemburg ein Wappen: Zwei Eicheln mit einem Eichenblatt – gelb – in schwarzem Feld auf roten Halbrund stehend. Die Eicheln und das Blatt haben im heutigen Gemeindewappen von Sauerlach ihren Platz gefunden.[18]

Für seine Besitztümer erhielt Aichstetter zudem eine kaiserliche Bestätigung, die 1446 von Friedrich III. erneuert wurde. In den vollen Besitz der Hofmarksrechte gelangte Aichstetter jedoch nie. Zwar hat ihm Kaiser Sigismund 1434 auch die Hofmark zu Sauerlach verliehen, doch der bayerische Herzog als zuständiger Landesherr bestätigte ihm diese Verleihung nicht. Lediglich das Dorfgericht überträgt ihm Herzog Albrecht III. am 29. April 1452.[19] Nach dem Tod von Hanns Aichstetter dem Jüngeren, dem Urenkel von Friedrich Aichstetter, sah sich seine Gattin Christine von Pienzenau aufgrund hoher Schulden dazu gezwungen, den Besitz am 25. Januar 1534 an Herzog Wilhelm IV. zu verkaufen:

„Ich, Christina geboren von Pienntzenau, weilennd Hannsens Aychsteters von Sauerlach seligen elichen gelassen Witib bekenn für mich und all mein erben hiemit offenlich und thue kundh meniglich, das ich in meiner notturft nach umb meines meren und pressern nutz willen, auch nach Rat des ersamen weisen Mathesen Kirchmaier, des Rats und burgers zu München, alls meines hierinn erpeten Anweisers und beystand, aufrichtiglich alls aines redlichen ewigen und durchgenden Kaufsrechts ist, verkauft hab und hiemit wissentlich wollbedächtlich und in craft dieses briefs zu kauffen gib dem durchleuchtigen hochgebonnen fürsten und Herrn, Herrn Willhelmen, pfallzgraven bey Rhein Hertzogen in Obern- und Nidernbairn etc etc ... nemblich meinen Sitz alls Haus und Stadl zu Saurlach, sambt dem großen Annger (gegenüber) auch ainundzwainzig Joch ackhers in die drei Velder, auch Holzmarch und Voglhert, zum Sitz gehörig. Dartzue die Tafern daselbs sambt dem Garten hinten dran und zwelf Jochart ackhers darein gehörig. Mer zwar tagwerch wesmad am Vorst (gen Puelach) zway tagwerch wismad (in den Willdengassen) und ain tagwerch wismad im Mitterveld. Daneben die Vogtey zu Saurlach bei dem Hannsen Schleher, die Vogtey Finsingen bey dem Fingenauer, die Vogtey zu Harthausen bei dem Zellermair auf dem Obermair daselbs, alles und jedes mit seiner ein- und zugehörung... Dan der Hochgedacht mein gnediger Herr mir darum sibenthalbhundert guldin Reinisch ...und dazue auf mein ains leibs lebtag und nur länger Jerlich zweyunddreißig guldin und 4 schäffel traits leibgeding...“

Ludwig Wagner, bearb. von Otto Freiherr Riederer von Paar: Die Aychsteter

Das Geschlecht der Aichstetter starb mit dem Tod Hanns Aichstetters 1528 aus. Sauerlach verdankt den Aichstettern u. a. die Ausmauerung eines etwa 40 Meter tiefen Dorfbrunnens, der 1465 vollendet wurde,[20] sowie die Schenkung von Wald- und Ackerflächen.[21]

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Dreißigjährigen Krieges, am 17. Mai 1632, näherte sich Gustav II. Adolf von Schweden München, verschonte zwar gegen ein Lösegeld die Stadt selbst, plünderte daraufhin jedoch das Umland. In Sauerlach wurde das Pfarrhaus des katholischen Pfarrers Wilhelm Rieger niedergebrannt, in Altkirchen machten die Schweden aus der Kirche einen Pferdestall und auch die Pfarrei von Endlhausen blieb nicht verschont. Ob die Plünderung der Kirche in Sauerlach, die in der Kirchenrechnung von 1646 erwähnte ist, nur auf Kosten der Evangelischen geht, ist unklar, da sowohl protestantische Schweden als auch verbündete katholische Franzosen das Land mit Greuel überzogen.[22]

Nasenschild der Ehemaligen Königlich Bayerischen Posthalterei Sauerlach (heute: Postwirt Sauerlach)

Nach dem Hofanlagsbuch aus dem Jahre 1760 war Sauerlach zum größten Teil im Besitz geistlicher Institutionen, vornehmlich des Klosters Tegernsee, das mit zwölf von insgesamt 57 Anwesen den größten Anteil an der Sauerlacher Grundherrschaft hatte. Ferner besaßen aber auch die Klöster Dietramszell und Schäftlarn Grund in Sauerlach. Neben diesen spielte nur noch der Landesherr als Grundherr eine bedeutende Rolle. Adeligen, bürgerlichen oder gar bäuerlichen Eigenbesitz gab es dagegen nur wenig[23] – insbesondere nach dem Erlöschen des Aichstetter Geschlechts.

Einen bedeutenden Aufschwung erlebte Sauerlach, als das Oberpostamt der Königlich-Bayerischen Regierung des Isarkreises am 31. Juli 1822 bekannt gab, dass wegen des Sommeraufenthalts des Allerhöchsten Hofes in Tegernsee dort und in Sauerlach Posthaltereien zu errichten seien, wobei diejenige zu Sauerlach dem dortigen Wirt Joseph Liedl (auch Lidl) übertragen wurde.[24] Zur damaligen Zeit war ein Reisender von München nach Tegernsee in der Regel zwei Tage unterwegs; übernachtet wurde in Sauerlach. Das brachte es mit sich, dass immer wieder berühmte Persönlichkeiten in der Alten Post zu Sauerlach abstiegen. Bezeugt sind etwa die Aufenthalte des Apostolischen Nuntius Erzbischof Charles-Joseph-Benoît d’Argenteau sowie von Alexandra Fjodorowna, Kaiserin von Russland, und ihrem Mann Nikolaj I. Pawlowitsch, dem Zaren, im Jahre 1838.[25] Um 1890 übernachtete zudem der Schriftsteller Ludwig Ganghofer immer wieder in der Posthalterei.[26]

Gemeindliche Entwicklung ab dem 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Bahnhofs-Restauration, erbaut 1896, heute Münchener Straße 9 (Andreas-Apotheke)

Anfang des 19. Jahrhunderts bestand Sauerlach aus 68 Höfen und sonstigen Gebäuden. Seit dem Mittelalter hatte sich das Bauerndorf kaum verändert. Auf Grundlage eines am 28. Juni 1808 ergangenen königlichen Edikts wurde erstmals eine selbständige politische Gemeinde auf dem Gebiet des heutigen Sauerlachs gebildet. Mitglieder dieser Gemeinde waren Einwohner, die besteuerte Gründe besaßen oder für Häuser und Gewerbe Steuern zahlten. Sie schlugen für eine Amtszeit von jeweils drei Jahre einen Gemeindevorsteher vor, der vom Landgericht Wolfratshausen bestätigt werden musste. Zusammen mit den beiden ältesten Gemeindemitgliedern bildete er den Gemeindeausschuss. Zu dessen Aufgabenbereich zählten insbesondere Sicherheit, Armenpflege, Gesundheit, Bauordnung, Unterrichtung und Feuerschutzwesen. Ab 1818 wurden Gemeindevorsteher (Bürgermeister) und die Mitglieder des Ausschusses (Gemeinderat) schließlich gemäß der Gemeindewahlordnung vom 5. August 1818 gewählt.[27]

Café Meyer im Jahr 1930
Das Café Meyer im Jahr 1930, erbaut ebenfalls 1896, heute gelegen in der Münchener Straße 13
Ehemaliges Empfangsgebäude der Station Sauerlach

Für einen räumlichen Entwicklungsschub sorgte die Eröffnung der Bahnstrecke vom neuen Centralbahnhof München über Holzkirchen nach Rosenheim am 31. Oktober 1857 durch die Königlich Bayerische Staatseisenbahnen.[28] Eine besondere Rolle für die Planung der Bahnstrecke spielte dabei die Lage Sauerlachs in einer holzreichen Gegend, so dass die Bahnstation auch dem Transport von Brenn- und Nutzholz in die Hauptstadt München diente.[29] Im Jahr 1876 wurde die Station Sauerlach demnach in den „Special-Tarif der baierischen Staatsbahnen für den Transport europäischen Holzes“ aufgenommen.[30] In den Waldungen des Forstamtes Sauerlach wurden weiter zwei normalspurige Waldbahnen angelegt, von denen eine zum Bahnhof Sauerlach führte, die zweite zwischen den Stationen Deisenhofen und Sauerlach in die Bahnstrecke München–Holzkirchen mündete.[31] Am 2. November 1862 besuchte zudem Maximilian II. mit seiner Gattin Marie Friederike von Preußen die Sauerlacher Bahnstation, um dort das griechische Königspaar Otto und Amalie von Oldenburg zu empfangen.[32]

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erste Weltkrieg war spätestens ab 1915 für die Dorfbewohner eine Zeit der Entbehrung.[33] Da sich vor allem in den Städten die Versorgungslage zuspitzte, waren auch auf dem Land Butter und Fett Mangelware. Milch durfte in den Bäckereien nicht mehr zum Backen verwendet werden und die Militärbehörden beschlagnahmten Getreidevorräte und rationierten den Brotverbrauch. Ab 1916 durften Hausschlachtungen nur noch mit Genehmigung des Bezirksamts Wolfratshausen durchgeführt werden, auch der Bierausschank wurde eingeschränkt. Zudem wurde den Gemeinden eine Heulieferungspflicht auferlegt. Schwer traf es Sauerlach zudem, als im Juli 1917 die erst im Jahr 1910 geweihten Glocken vom Turm der Pfarrkirche St. Andreas geholt wurden. Übrig blieben nur die zwei kleinen und die große Glocke. Außerdem wurden die Orgelpfeifen beschlagnahmt, so dass keine Gottesdienste mit Orgelbegleitung mehr gefeiert werden konnten. Am 6. November 1918 war der Sauerlacher Bahnhof zudem Durchgangsstation für Militär-Transporte des Alpen-Korps, das u. a. an die südliche Reichsgrenze verlegt wurde.[34]

In der Nacht vom 7. auf den 8. November 1918 war im Rahmen der Novemberrevolution in München die Wittelsbacher Monarchie gestürzt worden, ein Arbeiter- und Soldatenrat rief im Mathäserbräu den demokratischen und sozialen Freistaat Bayern aus. Auf der Tegernseer Landstraße nach Süden zu Fuß fliehend erreichten königliche Hofdamen die Gemeinde. Zur Nachtzeit klopften sie beim Bürgermeister Josef Beil an, er war ihnen als königstreuer Mann empfohlen worden. Aufnahme und Nachtquartier fanden sie im Gasthof Zur Post bei der Familie Lidl, um anderntags weiterzuziehen.[35] Am Morgen des 10. November 1918 wurde schließlich der Waffenstillstand von Compiègne unterzeichnet. Bald kamen die ersten Soldaten zurück nach Hause. Der Bahnhof wurde zum Empfang der Heimkehrer geschmückt, die nun täglich in großer Zahl eintrafen. In den Gasthäusern des Ortes kehrte wieder Leben ein. Bald verließen auch die russischen und französischen Kriegsgefangenen Sauerlach. 37 Sauerlacher kehrten nicht mehr zu ihren Familien zurück, eine noch größere Zahl war verwundet worden.[36]

Weimarer Republik, Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sich anschließenden Geschehnisse rund um die Münchner Räterepublik waren auch unmittelbar in Sauerlach zu spüren. Am 18. April 1919 machte ein Sonderzug aus München in der Gemeinde halt, es stiegen 54 bewaffnete Rotgardisten aus. Die Ortschaft wurde umstellt, da der Bahnhofskommandantur München gemeldet worden war, dass in Sauerlach Lebensmittel zurückgehalten worden wären. Zudem sollten die Bewohner ihre Waffen abgeben. Nach zähen Verhandlungen einigte man sich darauf, dass die Sauerlacher Bürger ihre Waffen behalten, jene die Rotgardisten jedoch mit 496 Eiern abfinden sollten.[37] In Sauerlach kam es in Folge jedoch nicht zur Gründung eines Arbeiter- und Soldatenrats – wie etwa in der Nachbargemeinde Oberhaching[38] oder in Holzkirchen[39]. Vielmehr gründeten einige Sauerlacher eine paramilitärische Bürgerwehr, wobei die Kosten für die Schießübungen aus der Gemeindekasse bestritten wurden.[40]

Das politische Klima in Sauerlach am Ende der Weimarer Republik lässt sich gut an der nachfolgenden Übersicht ablesen, die die Ergebnisse der Reichstagswahlen am 6. November 1932 und am 5. März 1933 für die Gemeinde zusammenfasst:

Ergebnisse der Reichstagswahlen 1932–1933 in Sauerlach[41]
Reichstagswahl am 6. November 1932 Reichstagswahl am 5. März 1933
BVP 173 50,90 % 148 29,36 %
SPD 65 19,12 % 109 21,26 %
NSDAP 51 15,00 % 218 43,25 %
KPD 21 6,17 % 12 2,38 %
DVP 13 3,82 % 2 0,39 %
Sonstige 17 5,00 % 15 2,77 %
Gesamt 340 504

Unter Druck des NSDAP-Ortsgruppenleiters trat der langjährige Erste Bürgermeister Sauerlachs Josef Beil (BVP) am 24. März 1933 zurück.[42] Die Bildung eines neuen Gemeinderats erfolgte auf Grundlage des Gleichschaltungsgesetzes am 23. April 1933 nach dem Ergebnis der letzten Reichstagswahl. Die NSDAP erhielt folglich vier Sitze, der BVP wurden zwei Sitze zugesprochen, ebenso wie der SPD. Der Gemeinderat wählte Georg Taubenberger zum Ersten und Sebastian Maier zum Zweiten Bürgermeister. Bereits in der ersten Sitzung am 26. April 1933 fasste der neue Gemeinderat den einstimmigen Beschluss, Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, Reichskanzler Adolf Hitler sowie Reichskommissar Franz Xaver Ritter von Epp die Ehrenbürgerschaft Sauerlachs anzutragen.[43] Durch das Gesetz gegen die Neubildung von Parteien vom 14. Juli 1933 wurden schließlich alle anderen Parteien verboten und der Gemeinderat auch in Sauerlach ausschließlich mit NSDAP-Mitgliedern besetzt. Zum Jahresende, am 1. Dezember 1933, begann der Bau der heutigen Bundesautobahn 8 auf der Strecke München-Holzkirchen.[44]

Die bis dato einzige jüdische Familie Sauerlachs war die Familie Hesselberger. Kommerzienrat Franz Hesselberger hatte 1918 den Glas-Bauernhof in der heutigen Margaretenstraße erworben. Ilse Hesselberger – ihr Ehemann war inzwischen verstorben – musste am 21. September 1938 mit ihrer Tochter Gertraud den Ort verlassen und ihren Hof unter Druck des NSDAP-Funktionärs Christian Weber verkaufen. Am 1. Oktober 1939 zog sie nach München. Ilse Hesselberger wurde wohl im Konzentrationslager Kauen ermordet.[45] Ihrer Tochter gelang es indes, rechtzeitig nach New York auszuwandern.[46]

Am 26. August 1939 wurden die ersten acht Wehrpflichtigen einberufen. Kriegsgefangene aus Polen und Frankreich wurden in einem Barackenlager am Stauchartinger Weg untergebracht. Im April 1940 kamen 19 zwangsverpflichtete Polinnen und Polen auf die Bauernhöfe, um die im Felde stehenden Männer zu ersetzen. Anfang Juni erfolgten die ersten Luftangriffe auf München, dabei gab es erste Tote unter der Zivilbevölkerung. Auch Sauerlach trauerte um den ersten Gefallenen, Josef Kastenmüller, er fiel im April in Norwegen. In der Nacht vom 8. auf den 9. September 1940 erlebte München den ersten Bombenangriff mit größeren Schäden. Am 2. September zerstörten Brand- und Sprengbomben auch zwei Bauernhöfe im Nachbarort Hofolding. Vom 13. März bis zum 23. Mai 1941 nahm eine Panzerabwehr-Kompanie mit 180 Mann in Sauerlach Quartier. Am 4. Mai 1942 mussten die Kirchenglocken erneut abgeliefert werden.[46]

Den ersten Fliegeralarm gab es in Sauerlach am 25. Februar 1943 – Flugblätter wurden abgeworfen. Auf München erfolgte nachts ein großer Luftangriff, die Stadt brannte und der Feuerschein war bis nach Sauerlach zu sehen; auch auf Pullach, Oberhaching, Straßlach und Grünwald fielen Bomben. Über Sauerlach wurde in dieser Nacht ein Bomber der britischen Royal Air Force abgeschossen, der brennend am westlichen Waldrand niederging und beim Aufschlag explodierte. Die drei kanadischen Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Einer von ihnen, Mac Leheman, stieg zwar mit dem Fallschirm aus, wurde jedoch durch die Explosion der Maschine auch getötet. Am 22. Februar 1944 wurde in Sauerlach der 24. Fliegeralarm registriert, von da an gab es nun Tag für Tag zweimal Alarm, zuerst am Nachmittag, dann nachts.[47]

Der Luftraum über Sauerlach war gegen Ende des Kriegs zum Sammelplatz für alliierte Bomber-Pulks geworden, die sich entweder zum neuen Anflug auf München oder für den gemeinsamen Rückflug zu ihren Basen in Italien sammelten. Am 20. September wurden 200 Maschinen gezählt, bald waren es schon 1000 Flugzeuge.[47] Am 19. Dezember 1944 wurde der Volkssturm einberufen. Ihm gehörten 180 Mann an, neben Ortsansässigen auch Leute aus Eichenhausen, Endlhausen und Oberbiberg.[48]

Gegen 9 Uhr morgens am 1. Mai 1945 standen schließlich amerikanische Panzer von Altkirchen kommend am Waldrand. Als am Vormittag die Soldaten auf der Höhe des Wasserhäusls angekommen waren und Warnschüsse abgaben, eilte ihnen Bürgermeister Sebastian Maier mit einer Weißen Fahne entgegen, um die kampflose Übergabe des Dorfes zu verhandeln. Im Ort hielten sich jedoch noch etwa 200 deutsche Soldaten mit mehreren Offizieren auf. Das Risiko erhöhte sich durch einen vollbeladenen Munitionszug am Bahnhof. Die deutschen Soldaten ergaben sich allerdings ohne Widerstand zu leisten.[49] Damit war der Zweite Weltkrieg auch für Sauerlach praktisch zu Ende. Am 22. Juli 1945 fuhr wieder der erste Zug nach München. Bereits am 13. Mai 1945 fanden in Sauerlach die ersten Wahlen nach dem Krieg statt: Als Erster Bürgermeister wurde Sebastian Maier bestätigt, dessen Wahl jedoch vom Landratsamt Wolfratshausen wegen seiner Zugehörigkeit zur NSDAP nicht angenommen wurde.[50] Von den 160 Sauerlacher Kriegsteilnehmern fielen 67, 20 gelten weiterhin als vermisst.[51]

Blick auf die Wolfratshauser Straße
Dörfliches Idyll: Blick auf die Wolfratshauser Straße im Jahre 1981, im Hintergrund die Kath. Pfarrkirche St. Andreas

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg brachte Sauerlach durch die Aufnahme zahlreicher Evakuierter, Flüchtlinge und Heimatvertriebener große Wohnungsprobleme. In mehreren, auch von der Katholischen Kirche unterstützten Siedlungsprogrammen konnten in wenigen Jahren 27 Eigenheime geschaffen werden. Mitte der 1950er Jahre, nach Abschluss der Flurbereinigung, entstand der erste Wirtschafts- und Entwicklungsplan. 1959 wurde der Ort Wohnsiedlungsgemeinde, 1968 der erste Flächennutzungsplan rechtswirksam.[7]

Kreiszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 1. Juli 1972 gehörte Sauerlach zum damaligen Landkreis Wolfratshausen. Als dieser mit dem Landkreis Bad Tölz zusammengelegt wurde, schloss sich Sauerlach dem Landkreis München an.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Bürgerbefragung, bei der 67 Prozent der Wahlberechtigten für den Anschluss an Sauerlach votierten, wurde der Ortsteil Lanzenhaar (ehemals Gemeinde Brunnthal) dem Sauerlacher Gemeindegebiet zugeschlagen. In Otterloh sprachen sich dagegen 65 Prozent für einen Verbleib bei Brunnthal aus.[52] Am 1. Mai 1978 wurden schließlich die bis dahin selbständigen Gemeinden Arget und Eichenhausen in das Sauerlacher Gemeindegebiet eingegliedert.[53] Mit der Eingliederung eines Teils des Hofoldinger Forstes am 1. Januar 2011 wuchs die Fläche des Gemeindegebietes nochmals um 3,07 Quadratkilometer.[54]

Weitere bedeutende Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ereignis[55]
1702 Bau der katholischen Pfarrkirche St. Andreas
1824 Bau des ersten Schulhauses an der Wolfratshauser Straße 5[56]
1848 Sauerlach erhält eine Gendarmerie-Station.
1857 Eröffnung der Eisenbahnstrecke München–Holzkirchen mit Halt in Sauerlach
1871 Bau des Forstamts
1876 Bau des zweiten Schulhauses an der Münchener Straße 7
1890 Mäuse- und Maulwurfsplage[27]
1895 Haberfeldtreiben und anschließende Festnahme einer großen Anzahl an Haberern[57]
1898–1899 Sauerlach erhält eine Wasserleitung.
1902 Bau des Wasserhäusls
1912 Anschluss an das Elektrizitätswerk der AG Amperwerke[27]
1951 Flurbereinigung[27]
1966 Bau eines modernen Schulhauses (Verbandsschule Sauerlach-Arget-Eichenhausen)
1966–1973 Widerstand gegen die Pläne zum Bau eines Großflughafens im Hofoldinger Forst
1972 Aufnahme des S-Bahn-Betriebs
1976–1978 Erweiterung des neuen Schulhauses
1989–1990 Bau einer Mehrzweckturnhalle
1993 Einrichtung des gemeindlichen Wertstoffhofs
1994–1995 Bau eines neuen Feuerwehrhauses
1998 Die Gemeinde erwirbt das Bahnhofsgelände.
2001–2004 Umbau des Bahnhofs inklusive Neubau einer zweigeschossigen P + R -Anlage
2002 Inbetriebnahme des gemeindeeigenen Biomasseheizkraftwerks. Aufgrund des ORC-Verfahrens zur Wärme- und Stromgewinnung findet es über die Gemeinde hinaus Beachtung.
2004 Eröffnung des AWO-Seniorenzentrums
2007–2009 Bohrungen für das geothermische Kraftwerk der Stadtwerke München
2006 Umgestaltung des ehemaligen Bahnhofsplatzes zu einem repräsentativen Marktplatz mit Wochenmarkt und Brunnen
2007 Einschub der neuen Eisenbahnbrücke über die Staatsstraße 2573 (damalige Bundesstraße 13)
2013 Umbenennung der Schule in Friedrich-von-Aychsteter-Grundschule Sauerlach
2014 Inbetriebnahme des Geothermiekraftwerks
2014 Abschluss der Kanalisierung
2017–2018 Erweiterung des Schulbaus (u. a. Mensa)

Jüngste Entwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Schul- und Rathaus
Das Alte Schul- und Rathaus an der Münchner Straße 7

Die Gemeinde Sauerlach hat, verursacht u. a. durch die Kanalisierung, einen größeren Entwicklungsschub erfahren. Dieser soll jedoch durch eine maßvolle Ausweisungspolitik feingesteuert und ausgeglichen werden. Im Zuge der Aufstellung des Gesamtflächennutzungsplanes im Jahr 1997 wurde eine Einwohnerentwicklungskurve angesetzt, welche unter Berücksichtigung der neu ausgewiesenen Bauflächen bei organischem Wachstum ziemlich genau den heutigen Einwohnerstand darstellt. Demnach soll sich Sauerlach im Hauptort maßvoll, aber auf keinen Fall explosionsartig entwickeln. In den ländlichen Ortsteilen dagegen wurden die bestehenden dörflichen Strukturen weitgehend erhalten und dennoch eine maßvolle Entwicklung ermöglicht, um Tradition und Moderne miteinander zu verbinden.[58]

Bevölkerungsentwicklung seit 1840[59]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1840 1041 2007 6617 2016 7788
1871 1180 2008 6767 2017 8811
1900 1513 2009 6968
1925 1638 2010 7128
1939 1756 2011 7263
1950 2768 2012 7314
1961 2773 2013 7406
1970 3455 2014 7511
1987 5094 2015 7705

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neues Rathaus der Gemeinde Sauerlach
Das Neue Rathaus der Gemeinde Sauerlach

Erste Bürgermeisterin ist seit 2008 Barbara Bogner (UBV). Sie gewann die damalige Stichwahl gegen Annette Kouba (CSU) völlig überraschend mit knapp 54 Prozent.[60] Bei der Kommunalwahl 2014 setzte sich Bogner im ersten Wahlgang mit 56,1 Prozent der Stimmen gegen die Herausforderer Paul Fröhlich (CSU) sowie Axel Horn (Bündnis 90/Die Grünen) durch. Als Zweiter Bürgermeister amtiert Klaus Zimmermann (UBV), Dritter Bürgermeister ist Robert Lechner (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeinderat in Sauerlach gehören neben dem Ersten Bürgermeister als Vorsitzenden 20 Mitglieder an. Die derzeitige Legislaturperiode dauert von 2014 bis 2020. Im Gemeinderat wurde die UBV 2014 erstmals stärkste Kraft mit acht Sitzen, die CSU kam auf sieben Sitze, die Grünen bekamen drei Sitze und die SPD zwei Sitze.

Wahlbeteiligung: 67,4 %
 %
40
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39,4 %
35,4 %
14,3 %
10,8 %

Gemeinderat Sauerlach.svg

  • SPD: 2 Sitze
  • Grüne: 3 Sitze
  • UBV: 8 Sitze
  • CSU: 7 Sitze
  • Überblick über die Sitzverteilung im Sauerlacher Gemeinderat seit 1972
    Legislatur CSU UBV SPD Grüne DUW* WGE** Gesamt Wahlbeteiligung in %
    1972–1978[62] 5 Sitze 5 Sitze 2 Sitze 2 Sitze 14 Sitze
    1978–1984 9 Sitze 4 Sitze 1 Sitz 2 Sitze 16 Sitze 84,0[62]
    1984–1990 10 Sitze 3 Sitze 6 Sitze 1 Sitz 20 Sitze
    1990–1996 10 Sitze 3 Sitze 6 Sitze 1 Sitz 20 Sitze
    1996–2002 10 Sitze 4 Sitze 5 Sitze 1 Sitz 20 Sitze
    2002–2008 11 Sitze 4 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 20 Sitze 69,4
    2008–2014 9 Sitze 5 Sitze 3 Sitze 3 Sitze 20 Sitze 71,4
    2014–2020 7 Sitze 8 Sitze 2 Sitze 3 Sitze 20 Sitze 67,4

    * DUW = Demokratische Unabhängige Wählervereinigung

    ** WGE = Wählergruppe Einigkeit

    Wappen und Farben der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Wappen der Gemeinde Sauerlach
    Das Wappen der Gemeinde Sauerlach

    Am 5. April 1978 genehmigte die Regierung von Oberbayern für die Gemeinde Sauerlach ein Wappen, das auf den Ortsnamen und die Lage im Eichenwald Bezug nimmt. Das Wappen geht auf einen Entwurf des Heraldikers Max Reinhart zurück.[63] Die Blasonierung lautet wie folgt:

    „In Silber über blauem Wellenschildfuß ein schwarzer Eberkopf mit goldenen Hauern, darüber zwischen zwei grünen Eichenblättern eine grüne Eichel.“

    Generaldirektion der Regierung von Oberbayern: Schreiben vom 25. Juli 1977.

    Die Lage der Gemeinde am Sauerlacher Forst, der für seinen Reichtum an Schwarzwild bekannt ist, wird durch den Eberkopf und die Eichenblätter mit der Eichel versinnbildlicht. Der Gemeindename, der sich aus dem Wort Saulake entwickelt hat, wird zusätzlich durch den Wellenschildfuß (lake) dargestellt.[64]

    Weiter kann die Gemeinde auch eine eigene Fahne annehmen, für deren Farbgebung die Wappenfarben maßgebend sind, wobei die Figurenfarben den Feldfarben vorangehen. Die amtliche Fahne mit drei Streifen ist daher in der Farbenfolge schwarz-weiß-grün auszuführen. Der Fahne kann auch das Wappen auferlegt werden.

    Logo der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Neben dem Wappen besitzt Sauerlach zudem ein Logo, das die Position und das Selbstbewusstsein der Gemeinde in der modernen Metropolregion München wiedergibt. Das Logo wurde in einer Projektarbeit zusammen mit zwei Klassen der Münchner Berufsfachschule für Kommunikationsdesign der Deutschen Meisterschule für Mode entwickelt. Nach einem Vorauswahlverfahren entschied sich der Gemeinderat am 24. Juli 2007 für den Entwurf von Sathya Tenerowicz – Sauerlach natürlich.[65]

    Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In der Ortsmitte von Sauerlach kreuzen sich die Staatsstraße 2573 und die Staatsstraße 2070. Beide führen jeweils zu einer Autobahnanschlussstelle: Die St 2573 führt durch den Ortsteil Lanzenhaar zur Bundesautobahn 995, die St 2070 führt durch das Sauerlacher Gewerbegebiet nach Osten zur Bundesautobahn 8.

    S-Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Bahnhof Sauerlach liegt an der Bahnstrecke München–Holzkirchen und ist direkt an die Münchner S-Bahn Linie S3 angeschlossen, die alle 20 bzw. 40 Minuten in Richtung München und Holzkirchen verkehrt.

    S3 Mammendorf – Malching – Maisach – Gernlinden – Esting – Olching – Gröbenzell – Lochhausen – Langwied – Pasing – Laim – Hirschgarten – Donnersbergerbrücke – Hackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof – St.-Martin-Straße – Giesing – Fasangarten – Fasanenpark – Unterhaching – Taufkirchen – Furth – Deisenhofen – Sauerlach – Otterfing – Holzkirchen 20- bzw. 40-Minutentakt

    Regionalbus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Innerhalb Sauerlachs verbinden die MVV-Buslinien 223, 226 und 244 die anderen Ortsteile und das Gewerbegebiet mit dem Hauptort. Zudem können über die Linie 226 der S-Bahnhof Deisenhofen (Linie S3) und mit der Linie 244 der S-Bahnhof Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Linie S7) erreicht werden. Zu beachten sind allerdings die unterschiedlichen Fahrzeiten.

    Linie Verlauf
    223 Sauerlach (Bahnhof) – Sauerlach, Martinstraße – Grafing – Lochhofen, Bavariastraße – Lochhofen, Michelistraße – Arget, Finkenweg – Arget, Oberhamer Straße – Arget, Holzkirchner Straße – Lochhofen, Abzw. – Grafing, Neubauerweg – Sauerlach, Martinstraße – Sauerlach (Bahnhof), Sauerlach, Schule – Sauerlach, Ludwig-Bölkow-Straße – Sauerlach, Robert-Bosch-Straße – Sauerlach, Mühlweg
    226 Sauerlach (Bahnhof) – Sauerlach (Kirche) – Sauerlach, Keltenstraße – Großeichenhausen – Kleineichenhausen – Altkirchen, Eichenhausener Straße – Altkirchen – Gumpertshausen – Gerblinghausen – Oberbiberg – Kreupullach, Abzw. – Deisenhofen, Josefstraße – Deisenhofen, Bergstraße – Deisenhofen, Hubertusplatz – Deisenhofen (Bahnhof)
    244 Sauerlach (Bahnhof) – Sauerlach, Otterloher Straße – Sauerlach, Waldsiedlung – Lanzenhaar, Münchener Straße – Otterloh – Brunnthal, Bergstraße – Brunnthal – Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Brunnthaler Straße – Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Kirche – Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Bahnhof), Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Lindenstraße – Neukirchstockach, Taufkirchner Straße – Kirchstockach, Haidstraße – Neukirchstockach, Waldstraße – Brunnthal, Abzw. Gudrunsiedlung – Brunnthal, Abzw. Waldbrunn – Brunnthal, Eugen-Sänger-Ring – Brunnthal, Zusestraße – Taufkirchen, Hugo-Junkers-Straße

    Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Katholische Pfarrgemeinde St. Andreas Sauerlach
    Katholische Pfarrgemeinde St. Andreas Sauerlach

    Wie der Regierungsbezirk Oberbayern war auch Sauerlach fast ausschließlich römisch-katholisch geprägt. Die erste evangelische Familie kam mit der Errichtung des Forstamtes im Jahr 1871 nach Sauerlach. Es war der Forstamtsleiter Oberförster Eduard von Staudt jun. mit seiner Familie.[22] Heute sind etwa 52,2 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch, 14,3 Prozent evangelisch-lutherisch; ca. 33,5 Prozent gehören keiner oder einer anderen Glaubensgemeinschaft an.[66]

    St. Anna Wallfahrtskapelle Staucharting
    St. Anna Wallfahrtskapelle Staucharting

    Römisch-katholische Kirchen und Kapellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • St. Andreas in Sauerlach (Pfarrkirche)
    • St. Michael in Arget (Pfarrkirche)
    • St. Margareth in Altkirchen (Kuratiekirche)
    • St. Ulrich in Lanzenhaar (Filialkirche)
    • St. Corona in Arget (Kapelle)
    • Hl. Dreifaltigkeit in Großeichenhausen (Kapelle)
    • Kapelle an der Oberlandstraße 72 in Grafing (Feldkapelle)
    • St. Marien in Altkirchen (Feldkapelle)
    • St. Nikolaus in Kleineichenhausen (Kapelle)
    • St. Anna in Staucharting (Wallfahrtskapelle)

    Alljährlich am 26. Juli, dem Annatag, findet das St.-Anna-Fest in Staucharting statt. Seit etwa 1711 treffen sich Bittgänger aus Sauerlach und Umgebung bei der Waldkapelle St.-Anna in Staucharting zu einer Feldmesse mit anschließender Pferdesegnung.

    Evangelisch-lutherische Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Evangelisch-Lutherische Zachäuskirche Sauerlach
    Evangelisch-Lutherische Zachäuskirche Sauerlach

    Sauerlach ist Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Holzkirchen und gehört damit seit 1997 zum Dekanat Bad Tölz (davor Dekanat Rosenheim). Die einzige evangelische Kirche ist die Zachäuskirche im Ortsteil Sauerlach. Sie wurde am 10. November 1963 eingeweiht. Geplant und erbaut wurde sie durch den Architekten Franz Lichtblau, die künstlerische Ausgestaltung übernahm Hubert Distler.[67] In den Räumen trifft sich regelmäßig der evangelische Singkreis und die Band Road 42.

    Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Einfirsthof Beim Lindmaier, erbaut 1842.

    Die Ortschaften der Gemeinde haben sich ihren ländlich-dörflichen Charakter weitgehend erhalten können. Folglich finden sich im Gemeindegebiet noch einige für das Voralpenland charakteristische Bauernanwesen, etwa den Einfirsthof Beim Lindmaier aus dem Jahr 1842 oder der Bauernwagner in der Bahnhofstraße aus dem 17. Jahrhundert. Der Zehentmaier-Hof, erbaut 1637/38, steht heute im Freilichtmuseum Glentleiten.

    Heimatmuseum Sauerlach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Troadkastn des Heimatmuseums Sauerlach in Arget

    Außerdem ist das Heimatmuseum der Gemeinde Sauerlach in Arget einen Ausflug wert. Das heute rund 2100 Quadratmeter umfassende Museumsgelände befindet sich im Kern des unter Denkmalschutz stehenden Ensembles Holzkirchener Straße im Sauerlacher Ortsteil Arget. Arget gilt als das letzte vollständig erhaltene Straßendorf im Münchener Raum.[68]

    Kernstück des Heimatmuseums ist der nahezu 350 Jahre alte Troadkastn (Getreidespeicher). Ursprünglich gehörte dieser zweigeschossige historische Blockbau aus dem Jahr 1667 zum Garnerhof in Arget.[69]

    Die auf 760 Quadratmetern Fläche ausgestellten landwirtschaftlichen Geräte aus Stall und Haus sowie Kleidung, Bücher, Schriftstücke, fotografische Dokumente und Möbel stammen vorwiegend aus dem Gemeindebereich Sauerlach und seiner näheren Umgebung.[70]

    Aychsteter-Brunnen
    Die Überreste der Mauer des Aichstetter-Brunnens in der Kirchstraße 5.

    Aichstetter-Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Beim Bauernwagner
    Beim Bauernwagner in der Bahnhofstraße 8, das wohl älteste Bauernhaus in Sauerlach.

    Hinter einer Steinmauer an der Kirchstraße 5 verbirgt sich der älteste Brunnen Sauerlachs, der Aichstetter-Brunnen. Die ersten Zeugnisse für die Existenz dieses Brunnens finden sich im Jahre 1353. Der Brunnen selbst ist etwa vierzig Meter tief. In etwa zehn Metern Tiefe ist die Jahreszahl 1461 eingemeißelt – wohl die Zeit, in der der Brunnen ausgemauert wurde. Ursprünglich stand darüber das Pumpenhaus, welches aber schon vor langer Zeit abgebrochen wurde. Der Brunnenschacht ist heute mit einer Betondeckplatte verschlossen.[7]

    Wasserhäusl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Nachdem der Aichstetter-Brunnen nicht mehr genügend Wasser für die wachsende Gemeinde lieferte, wurde 1902 ein Brunnenschacht mit einem Durchmesser von 2,5 Metern und einer Tiefe von 42 Metern gegraben. Der Schacht ist mit Klinkern gemauert. Die Gemeinde legte den Brunnen 1930 still, die Wasserversorgung erfolgte sodann über einen Brunnen der Firma Leonard Moll, dem sog. Moll-Brunnen. Heute wird das Wasserhäusl bevorzugt als Ausstellungsort des Künstlerkreises Feuervogel genutzt.[71]

    Kriegerdenkmal an der Wolfratshauser Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Aus dem Ersten Weltkrieg kehrten 37 Sauerlacher nicht mehr zu ihren Familien zurück, eine noch größere Zahl wurden verwundet. Im alten Postgarten wurde daraufhin zum Gedächtnis an die Gefallenen ein Kriegerdenkmal errichtet und 1923 eingeweiht. Ganz Sauerlach nahm an den Feierlichkeiten teil, Prinz Alfons von Bayern ehrte durch seine Anwesenheit die Toten. Nachdem das Denkmal in der Folgezeit Straßenbaumaßnahmen weichen musste, stand es seit 1967 am Reißerweg östlich des Sportplatzes.[72] Seit einigen Jahren hat es jedoch seinen festen Platz am alten Friedhof an der Wolfratshauser Straße gefunden und erinnert an die Gefallenen beider Weltkriege.

    Keltenschanze bei Gumpertsham[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Keltenschanze liegt auf dem Gemeindegebiet zwischen den Ortsteilen Gumpertsham und Kleineichenhausen. Im Gegensatz zu den auf freiem Feld liegenden Viereckschanzen (z. B. im Lanzenhaarer Feld bei Deisenhofen) wurde diese später vom Wald überwachsen. Sie ist Teil einer Gruppe von 13 Schanzen im Gebiet östlich der Isar zwischen Oberhaching, Eichenhausen und Wolfratshausen. Es handelt sich hierbei um einen rechteckigen Kultbezirk von 100 Meter Länge und 85 Meter Breite in einem leicht nach Nordosten geneigten Gelände, umgrenzt von einem steil geböschten, vier Meter hohen Wall und umlaufenden Spitzgräben. Der Eingang zur spätkeltischen Schanze liegt in der Mitte der Ostseite.[73]

    Marktplatzbrunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Jahr 2006 wurde der Brunnen auf dem Sauerlacher Marktplatz mit der Figurengruppe Familie auf der Brunnensäule fertiggestellt. Der Grünwalder Künstler Ivo Krizan schuf das Kunstwerk. Im Sockel sind die Namen der zwölf Ortsteile der Gemeinde Sauerlach eingemeißelt.

    Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Sauerlach zählt zu den waldreichen Gemeinden der Region München. 2617 Hektar, das entspricht 54 Prozent der Gemeindefläche, sind von Wald bedeckt. In Privatbesitz befinden sich knapp 92 Prozent der Waldfläche;[74] der Rest entfällt auf Staats- und Körperschaftswald.[75] Die Waldflächen im Gemeindegebiet Sauerlach umfassen heute im Wesentlichen Fichten-Monokulturen.

    Erholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Viele Spazier- und Radwege laden zur Erholung in der Natur ein. Der Großteil der Spazierwege führt in die Wälder der nächsten Umgebung.[76]

    Via Bavarica Tyrolensis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Durch Sauerlach verläuft die Via Bavarica Tyrolensis, ein etwa 225 Kilometer langer Wander- und Radwanderweg von München nach Tirol. Der Anspruch dieser Radtour wird vom Deutschen Alpenverein als leicht bis mittel beschrieben.

    Biotop am Sportplatz Arget[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Innerhalb des Feuchtbiotops am Sportplatz Arget befindet sich ein relativ seichter Weiher, dessen Nord- und Ostufer mit dem Aushubmaterial zu einem Wall ausgebildet wurde. Dieser Wall ist mit standortheimischen Gehölzen bepflanzt und mit nährstoffliebenden Pflanzen bewachsen. An der Süd- und Westseite sind zahlreiche sehr flache Buchten angelegt, an welche landwärts auf über 500 Quadratmetern ein zerfurchtes Gelände mit vielen wassergefüllten Fahrspuren anschließt, die sich gut als Laichhabitate für die Gelbbauchunke eignen. Nordwestlich des Weihers dient ein Haufen abgelagerter Totholzstämme als Lebensraum für die in der Region stark gefährdete Kreuzotter. Im Südwesten des Biotops wurde ein überdachter Beobachtungsplatz (Argeter Fernsehturm[77]) mit Informationstafel errichtet.[78]

    Naturdenkmal Linde gegenüber der Alten Post[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Naturdenkmal Alte Linde in der Ortsmitte
    Der Biergarten des Gasthofs zur Post im Jahre 1930. Die alte Linde steht noch heute vor dem Edeka (früher: Tengelmann).

    Die siebenstämmige Sommerlinde (Tilia platyphyllos) gegenüber der Alten Post ist als Naturdenkmal eingestuft. Der Baum ist 180 bis 200 Jahre alt und gilt als ein Musterbeispiel für Mehrstämmigkeit.[79] Ihr Durchmesser beträgt etwa 10,5 Meter. Er steht im ehemaligen Biergarten des Gasthauses.[80]

    Friedenslinde und Friedenseiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die über 20 Meter[81] hohe Sommerlinde in der Schmiedstraße wurde nach Beendigung des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 gepflanzt.[80] Am ehemaligen Argeter Schulhaus steht die sogenannte Friedenseiche. Sie wurde am 1. Juli 1871 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Erinnerung an den Friedensschluss zwischen Deutschland und Frankreich von der damaligen Schuljugend unter Lehrer Georg Winsauer gesetzt.[82]

    Wirtschaft und Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Dorfbäckerei Sauerlach
    Die Dorfbäckerei Sauerlach, erbaut von Gottfried Edenhofer und Roman Reiser um 1890, renoviert 2003.

    Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Geothermie-Heizkraftwerk der Stadtwerke München
    Geothermie-Heizkraftwerk der Stadtwerke München

    Zahlreiche Geschäfte des Einzelhandels bieten alles für den täglichen Bedarf. Jeden Donnerstag findet auf dem Bahnhofsplatz ein Wochenmarkt statt.

    Das Gewerbegebiet der Gemeinde Sauerlach liegt knapp zwei Kilometer von der Bundesautobahn 8 entfernt. Hier haben sich Produzenten und Dienstleister aller Art angesiedelt. So ist Sauerlach seit 2006 Sitz der durch ihr Onlinewörterbücher international bekannten LEO GmbH.[83] Die Kaffeerösterei Burkhof hat ihren Firmensitz ebenfalls in Sauerlach.[84] Seit 1970 unterhält außerdem die SPINNER Werkzeugmaschinenfabrik GmbH ein Werk in Sauerlach, das 2008 durch zusätzliche Montagehallen erweitert wurde.[85] Zudem befindet sich der Sitz des mittelständischen Bauunternehmens GROSS GmbH seit 1976 in Sauerlach.[86]

    Biomasseheizkraftwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Seit April 2004 betreibt die Gemeinde Sauerlach über die Zukunfts-Energie-Sauerlach GmbH ein Biomasseheizkraftwerk. Das Besondere an dem Kraftwerk in Sauerlach ist, dass die Anlage wärmegeführt ist, also weder Wärme noch Strom vernichtet wird. Es wird nur die Energie erzeugt, die momentan im Wärme- und Stromnetz abgenommen werden kann. Die Verluste liegen deshalb bei unter fünf Prozent. In den meisten anderen Kraftwerken muss oft bis zu zwei Drittel der erzeugten Energie wieder vernichtet werden. In Sauerlach wurde ein Biomassekessel mit ORC-Anlage zur Stromgewinnung gekoppelt, diese Anlage mit 480 Kilowatt elektrischer Leistung mittels Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt zusätzlich etwa 2400 Megawattstunden Strom pro Jahr.[87]

    Geothermie-Heizkraftwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Sauerlach hat Anfang 2014 das Geothermie-Heizkraftwerk der Stadtwerke München seinen Betrieb aufgenommen. Die hohe Temperatur des Thermalwassers in Sauerlach ermöglicht zusätzlich zur Lieferung von Heizwärme auch die Erzeugung von elektrischem Strom. Erstmals nutzen die SWM in Sauerlach das heiße Thermalwasser nicht nur zu Heizzwecken, wie in ihrer Anlage in Riem, sondern erzeugen daraus auch umweltfreundlichen Strom für rund 16.000 Haushalte. Damit können sie jährlich den Ausstoß von rund 35.000 Tonnen Kohlendioxid vermeiden.

    Die Bohrarbeiten für die Anlage begannen im Oktober 2007. In den ursprünglichen Planungen der Stadtwerke München waren erstmals in Deutschland vier Bohrungen vorgesehen, es wurden aber nur drei Bohrungen verwirklicht. Mit einer Bohrlochlänge von 5567 Metern wurde der Tiefenrekord in Deutschland erreicht und zählt zu den fortschrittlichsten Kraftwerken Deutschlands. Das geförderte Wasser ist mit einer Temperatur von über 143 Grad Celsius deutlich heißer als bei sämtlichen bisherigen Geothermieprojekten in Bayern und neben der Wärmegewinnung auch zur Stromerzeugung geeignet. Das Geothermie-Heizkraftwerk liefert eine elektrische Leistung von 5,1 Megawatt und einer maximalen Wärmeauskopplung von 4 Megawatt. Das Regelarbeitsvermögen liegt bei 40 Millionen Kilowattstunden.[88] Die SWM rechnen mit einer Nutzungsdauer des Heizkraftwerks von mindestens 30 Jahren.[89]

    Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Für die Gemeinde Sauerlach ist die Polizeiinspektion München 31 in Unterhaching zuständig.[90]

    Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Sauerlach
    Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Sauerlach

    Feuerwehr und Bayerisches Rotes Kreuz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Gemeinde Sauerlach verfügt über drei eigenständige, ehrenamtliche Feuerwehren: Die Freiwillige Feuerwehr Sauerlach, die Freiwillige Feuerwehr Arget und die Freiwillige Feuerwehr Altkirchen.[91]

    Des Weiteren gibt es seit 1958[92] in Sauerlach eine Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes.[93]

    Pflegeeinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Arbeiterwohlfahrt betreibt seit 2004 eine stationäre Pflegeeinrichtung in Sauerlach.[94]

    Bildungseinrichtungen und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im gesamten Gemeindegebiet stehen sieben Einrichtungen für die Kinderbetreuung zur Verfügung. Mit der Friedrich-von-Aychsteter-Grundschule verfügt Sauerlach zudem über eine Grundschule mit Ganztagsklassen.[95] Die ehemalige Teilhauptschule (jetzt Mittel- und Wirtschaftsschule) befindet sich seit dem Schuljahr 2006/2007 in der Nachbargemeinde Oberhaching. Außerdem ist die Gemeinde Sauerlach Mitglied im Zweckverband Gymnasium Oberhaching.[96]

    Seit 1979 gibt es in enger Kooperation mit dem Sankt Michaelsbund eine Gemeindebücherei mit umfangreichem Kinderprogramm.[97] Vor Ort bietet zudem die Musikschule Sauerlach-Brunnthal e. V. individuellen Instrumentalunterricht sowie Ausbildung in Grund- und Ensemblefächern. Ein vielseitiges Kursangebot findet sich darüber hinaus auch bei der Volkshochschule Sauerlach e. V. Außerdem zeugen zahlreiche weitere Vereine von einem lebhaften Miteinander.[98]

    Feste und Märkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In der Gemeinde finden zudem zahlreiche regelmäßige Veranstaltungen statt, u. a.:

    • Schneemaßparty, am 5. Januar;
    • Drei-König-Umritt, am 6. Januar in Arget;
    • Frühlingstage (Dult), kurz vor Ostern mit Markt;
    • Museumsfest im Heimatmuseum Arget, Mitte Juni;
    • Johannifeuer im Pfarrgarten Arget, Mitte/Ende Juni;
    • Weiherfest Sauerlach, Ende Juni/Anfang Juli;
    • St.-Anna-Fest in Staucharting, am 26. Juli;
    • Argeter Seefest, Ende Juli/Anfang August;
    • Altkirchener Dorffest, am letzten Wochenende im August;
    • Kartoffelsonntag im Heimatmuseum Arget, Mitte Oktober;
    • Martinimarkt, Mitte November;
    • Nikolausdult, am Wochenende vor dem ersten Advent;
    • Argeter Dorfweihnacht, alle zwei Jahre am ersten Adventswochenende;

    Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der erste Turn- und Übungsplatz der Gemeinde Sauerlach befand sich im südlichen Teil des heutigen Marktplatzes (ehemals Kiosk Rohbogner). Im September 1915 schloss die Gemeinde mit der Eisenbahndirektion München der Bayerischen Staatseisenbahnen einen Pachtvertrag über eine 1060 Quadratmeter große Fläche ab. Erlaubt wurde die Aufstellung der erforderlichen Turngeräte, die den jungen Männern zur Körperertüchtigung für vaterländische Zwecke dienten.[99] Mittlerweile verfügt die Gemeinde über zwei Sportplätze: In Sauerlach hinter der Grundschule sowie in Arget im Flurgebiet Vogelried am Otterfinger Weg.

    Demnach sind heute in Sauerlach auch zahlreiche Sportvereine ansässig, u. a. der TSV Sauerlach e. V., der Förderverein Leichtathletik Sauerlach e. V., der TC Sauerlach e. V., die Sauerlacher Bogenschützen e. V. und der Sportverein Arget e. V.[100]

    Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Weitere Persönlichkeiten mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • Karl Hobmair: Hachinger Heimatbuch. Oberhaching 1979.
    • Dagmar Gräfin von Matuschka (Hrsg.): Sauerlach – Ein Blick zurück. Horb am Neckar 1992.
    • Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach – Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000.
    • Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Heimatmuseum der Gemeinde Sauerlach in Arget. Sauerlach 2014.
    • Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Holzkirchen (Hrsg.): 50 Jahre Zachäuskirche Sauerlach. Holzkirchen 2017.
    • Simon Kastenmüller: Entdeckungstouren in Sauerlach. Sauerlach 2017.

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
    2. Sauerlach sagt Grüß Gott. In: Merkur.de. 2. Dezember 2016, abgerufen am 30. August 2018.
    3. Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000.
    4. a b Sebastian Neudecker, Manfred Dörr: Standortgutachten zur Steuerung der Windkraft in der Gemeinde Sauerlach. Hrsg.: Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München. München 2012, S. 6.
    5. Ortsdatenbank. Bayerische Landesbibliothek Online, abgerufen am 29. August 2018.
    6. Ludwig Holzfurtner: Wolfratshausen. Historischer Atlas von Bayern. 1993, S. 203.
    7. a b c Gemeinde Sauerlach (Hrsg.): Informationsbroschüre. Sauerlach 2017, S. 5.
    8. Zeitungsartikel Merkur Online vom 26. Juli 2010
    9. Reinhold Löschinger: Das Wappen der Gemeinde Sauerlach. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 21.
    10. Fritz Lutz: Vor- und Frühgeschichte im Süden des Landkreises München. 1989.
    11. Siehe auch Tafel am Markweg in Hofolding.
    12. Informationsbroschüre 2015/2016/2017. Gemeinde Sauerlach, abgerufen am 30. August 2018.
    13. Cozroh-Codex (BayHStA HL Freising 3a). In: Digitale Bibliothek. Münchener Digitalisierungszentrum, abgerufen am 17. Februar 2019.
    14. Peter Acht: Die Traditionen des Klosters Tegernsee: 1003-1242. München 1952.
    15. Karl Hobmair: Hachinger Heimatbuch. Oberhaching 1979, S. 79.
    16. Urkundenbuch des Landes o. d. Enns. Band 2, S. 391.
    17. Karl Hobmair: Hachinger Heimatbuch. Oberhaching 1979, S. 411.
    18. Ludwig Wagner, bearb. von Otto Freiherr Riederer von Paar: Die Aychsteter. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 112.
    19. Karl Hobmair: Hachinger Heimatbuch. Oberhaching 1979, S. 411.
    20. Reinhold Löschinger: haben Geschichte und Tradition Geschichte der Ortsteile Gemeindewappen Logo von Sauerlach Brauchtum und Tradition sind familienfreundlich schauen auf Umwelt und Natur achten auf das Gemeinwohl Ortsgeschichte Sauerlach. Januar 2009, abgerufen am 30. August 2018.
    21. Unsere Schule: Friedrich von Aychsteter. Grundschule Sauerlach, abgerufen am 1. September 2018.
    22. a b Karl-Christian Schilffarth: Entwicklung der evangelisch-lutherischen Gemeinde Sauerlach. In: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Holzkirchen (Hrsg.): 50 Jahre Zachäus-Kirche Sauerlach. Holzkirchen 2013, S. 12.
    23. Ludwig Holzfurtner: Besitz und Herrschaft in Sauerlach im frühen und hohen Mittelalter. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach – Das Tor zum bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 45.
    24. Reinhold Löschinger: Die Lidl'sche Posthalterei. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 203.
    25. Reinhold Löschinger: Die Lidl'sche Posthalterei. In: Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 204.
    26. Geschichte des Postwirts in Sauerlach. Abgerufen am 30. August 2018.
    27. a b c d Walter Borger: Entwicklung und Leben in unserer Gemeinde ab 1808. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach, S. 194.
    28. Reinhold Löschinger: Ortsgeschichte Sauerlach. In: www.sauerlach.de. Gemeinde Sauerlach, 2016, abgerufen am 12. Februar 2019.
    29. Joseph Lang: Führer auf den kgl. bayer. Staats- und Ostbahnen. Ein Handbuch für Reisende, wie für das Publikum überhaupt. 2. Auflage. Verlag der Kranzfelder’schen Buchhandlung, Augsburg 1864, S. 203.
    30. Internationaler Verkehrs-Anzeiger pro Juni 1876. In: Verkehrs-Zeitung. Organ für das Post-, Telegraphen- und Eisenbahnwesen und für die Interessen der deutschen Verkehrsbeamten. Nr. 24, 11. Juni 1876, S. 7.
    31. Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen. Band 24. Verlag von Julius Springer, 1892, S. 409.
    32. Deutschland. In: Neustadter Zeitung. Nr. 133, 6. November 1862, S. 1.
    33. Reinhold Löschinger: Der Erste Weltkrieg. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 229 ff.
    34. Reinhold Löschinger: Der Erste Weltkrieg. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 235.
    35. Reinhold Löschinger: Der Erste Weltkrieg. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 236.
    36. Reinhold Löschinger: Der Erste Weltkrieg. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 240.
    37. Reinhold Löschinger: Revolution! Bayern 1918/19. Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 18. November 2018.
    38. Dietrich Grund: Revolution! Bayern 1918/19. Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 18. November 2018.
    39. Dietrich Grund: Revolution! Bayern 1918/19. Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 18. November 2018.
    40. Gemeinde-Archiv Sauerlach, B 024/ 10. S. 18.
    41. Gemeindearchiv Sauerlach A 004/5.
    42. Gemeindearchiv Sauerlach B 025/1.
    43. Gemeindearchiv Sauerlach, B 024/12.
    44. Reinhold Löschinger: Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg. Hrsg.: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. Sauerlach 2000, S. 251.
    45. Carlos Guilliard: Das verschollene Erbe der Wertheims. Die Geschichte meiner deutsch-jüdischen Familie. 2018.
    46. a b Reinhold Löschinger: Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 253.
    47. a b Reinhold Löschinger: Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg. Hrsg.: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. Sauerlach 2000, S. 255.
    48. Gemeindearchiv Sauerlach, A 000/1.
    49. Reinhold Löschinger: Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 258 ff.
    50. Reinhold Löschinger: Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 261.
    51. Reinhold Löschinger: Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 262.
    52. Brigitte Meyer: Lanzenhaar: Die Bürger haben das Wort. In: Gemeinde Sauerlach (Hrsg.): Vernunftehe oder Liebesheirat. 40 Jahre Gemeindegebietsreform. Sauerlach 2018, S. 33.
    53. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 584.
    54. Information der Gemeinde Sauerlach zur Eingemeindung des Hofoldinger Forstes
    55. Reinhold Löschinger: Ortsgeschichte Sauerlach. In: Gemeinde Sauerlach. 2016, abgerufen am 31. August 2018.
    56. Unsere Schule - Geschichte. In: Homepage der Friedrich-von-Aychsteter-Grundschule Sauerlach. Friedrich-von-Aychsteter-Grundschule Sauerlach, abgerufen am 31. August 2018.
    57. Gebhard Diener: Das Haberfeldtreiben – insbesondere in Sauerlach im Jahre 1895. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach – Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 400.
    58. Informationsbroschüre 2015/2016/2017. Gemeinde Sauerlach, abgerufen am 30. August 2018.
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    60. 30 Jahre Unabhängige Bürgervereinigung Sauerlach. Eine Erfolgsgeschichte. UBV Sauerlach, 1. August 2014, abgerufen am 24. November 2018.
    61. Bayerisches Landesamt für Statistik: Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014, abgerufen am 30. August 2018
    62. a b Gemeinde Sauerlach (Hrsg.): Vernunftehe oder Liebesheirat. 40 Jahre Gemeindegebietsreform. Sauerlach 2018, S. 17.
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    64. Reinhold Löschinger: Das Wappen der Gemeinde Sauerlach. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach - Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 21.
    65. Logo von Sauerlach. Abgerufen am 30. August 2018.
    66. Statistik Kommunal 2017. Gemeinde Sauerlach. Bayerisches Landesamt für Statistik, Februar 2018, abgerufen am 30. August 2018.
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    84. Dahoam in Sauerlach. J. J.Darboven GmbH & Co. KG, abgerufen am 31. August 2018.
    85. Firmenprofil: Historie. SPINNER Präzisionswerkzeugmaschinen, abgerufen am 31. August 2018.
    86. Unternehmen: Leistung/Historie. In: GROSS Bauunternehmen GmbH. Abgerufen am 31. August 2018.
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    101. Der Maler Florian Bosch. In: Digiporta - Digitales Porträtarchiv. Abgerufen am 31. August 2018.
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    103. Ludwig-Wagner, bearb. von Otto Freiherr Rieder v. Paar: Die Aychsteter. In: Förderverein Heimatfreunde Sauerlach e. V. (Hrsg.): Sauerlach – Das Tor zum Bayerischen Oberland. Sauerlach 2000, S. 111 ff.
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    107. Cordula Nussbaum: Impressum. In: www.kreative-chaoten.com. Abgerufen am 14. Februar 2019.
    108. 66 Plädoyers für mehr Mut dank "LMAA". In: Wochenanzeiger.de. 3. Januar 2019, abgerufen am 14. Februar 2019.
    109. Im Garten meiner Eltern… In: www.toni-hofreiter.de. Toni Hofreiter, abgerufen am 31. August 2018.

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

     Commons: Sauerlach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien