Saustrup

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Wappen Deutschlandkarte
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Saustrup
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Saustrup hervorgehoben

Koordinaten: 54° 40′ N, 9° 46′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Süderbrarup
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 8,14 km2
Einwohner: 204 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 24392, 24405
Vorwahl: 04641
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 072
Adresse der Amtsverwaltung: Königstraße 5
24392 Süderbrarup
Website: www.suederbrarup.de
Bürgermeister: Peter-Heinrich Hansen (KWS)
Lage der Gemeinde Saustrup im Kreis Schleswig-Flensburg
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Saustrup (dänisch: Savstrup) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Zum Gemeindegebiet gehören die Orte Bünderies (Bynderis[2]), Flarup und Schwanholm (Svanholm)[3] sowie die beiden zusammenhängenden Waldgebiete Flarupholz (Flarup Skov) und das Saustruper Gehege.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname ist erstmals 144 schriftlich dokumentiert. Der Name ist zusammen gesetzt aus altdän. thorp und saxi und bedeutet etwa Dorf des Saxi (vgl. -trup). Saxi ist ein Rufname, der sowohl auf den Stammesnamen Sachse als auch auf Messer, Schwert zurückgehen kann. Die Konsonantengruppe -ks- ist im Angeldänischen/Sønderjysk zu -ws- geworden.[4] Der Name Bünderies ist 1478 erstmals schriftlich genannt und ist zusammengesetzt aus dän. bonde für Bauer bzw. dem Rufnamen Bunde und -ris für Busch, Kratt.[5][6] Flarup wurde erstmals 1349 erwähnt und bedeutet Dorf des Flati, ein Beiname, der auf dän. flad für flach zurückgeht.[7] Schwanholm wurde 1804/05 erstmals erwähnt und bedeutet Erhebung, wo Schwäne sind zu dän. svane (ndt. swån, swoon) und -holm.[8]

Im Mittelalter befanden sich einige befestigte Hofanlagen im heutigen Gemeindegebiet, zum Beispiel wurde um 1400 Timmerholm erwähnt. Noch heute befindet sich das Gut Flarupgaard in Saustrup.

Vor dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 hörte der Ort zum Kirchspiel Norderbrarup in der Struxdorfharde (Amt Schleswig) im Herzogtum Schleswig (auch: Sønderjylland).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft FWG seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze und die Wählergemeinschaft KWS vier.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Saustrup stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Saustrup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2020 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Generalstabens Kort over Slesvigs Fastland og Als, Kjøbenhavn 1858
  3. Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 8: Pölitz – Schönbek. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2007, ISBN 978-3-926055-89-7, S. 260 (dnb.de [abgerufen am 23. Juli 2020]).
  4. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 566
  5. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 189
  6. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, København 1867, S. 104
  7. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 251
  8. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 589