Sayri Túpac

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Der Vizekönig von Peru, Andrés Hurtado de Mendoza empfängt Sayri Túpac (aus Waman Puma de Ayalas Nueva Crónica y Buen Gobierno).

Sayri Túpac (* um 1535; † 1561), nach peruanischer Quechua-Schreibung Sayri Tupaq, war der 16. Inka-König, der zweite von Vilcabamba, dem letzten Rückzugsgebiet der Inka.

Er folgte seinem Vater Manco Inca Yupanqui auf den Thron, der einen Aufstand gegen die Spanier angeführt hatte und im Jahre 1544 oder 1545 ermordet wurde. Während Sayri Túpacs Regierungszeit gab es einen Frieden mit den Spaniern, was allerdings mehr mit seinen Beratern zu tun hatte, da er gerade zehn Jahre alt war, als er den Thron bestieg.

Bereits im Jahr 1549 hatte der spanische Vizekönig Pedro de la Gasca Emissäre mit dem Inka ausgetauscht. Sollte er sich dem spanischen König unterwerfen, würde er das Gebiet um Vilcabamba, Gebäude in Cusco und weitere Ländereien bekommen. Die Verhandlungen zogen sich über Jahre hin, bis Sayri Túpac 1557, mittlerweile volljährig geworden, das Angebot annahm. Am 7. Oktober 1557 verließ er mit seinem Gefolge Vilcabamba und erreichte Lima am 5. Januar 1558, wo er mit großen Ehren empfangen wurde. Wie versprochen, erhielt er Ländereien in der Region um Cusco und ließ sich im Yucay-Tal (heutige Provinz Urubamba) nieder.

1558 wurde er vom Bischof von Cusco, Juan Solano, auf den Namen Diego getauft. Seine Ehe mit seiner Schwester Cusi Haurcay wurde auf Betreiben des spanischen Königs vom Papst sanktioniert, und der Bischof konnte der Ehe seinen Segen geben.

Als er 1561 noch in jungen Jahren starb, war das ein schwerer Rückschlag für die Spanier, denn der neue Inkastaat in Vilcabamba war intakt geblieben, und der neue Herrscher, Titu Cusi, war nicht mehr unter spanischer Kontrolle.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VorgängerAmtNachfolger
Manco Cápac II.
Manku Qhapaq II.
Inka von Vilcabamba
1544–1561
Titu Cusi Yupanqui
Titu Kusi Yupanki