Schäftersheim

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Schäftersheim
Wappen von Schäftersheim
Koordinaten: 49° 29′ 53″ N, 9° 53′ 50″ O
Höhe: 230 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 97990
Vorwahl: 07934
Schäftersheim mit dem Klosterberg
Schäftersheim mit dem Klosterberg

Schäftersheim ist ein Stadtteil von Weikersheim im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der kleine Ort liegt mitten im Taubertal, das landschaftlich durch Weinberge und Seitentäler geprägt ist. In Schäftersheim fließt der Nassauer Bach in die Tauber. Schäftersheim liegt im äußersten Nordosten von Baden-Württemberg, direkt an der Grenze zu Bayern rund 35 km südlich von Würzburg. Direkt durch Schäftersheim führt die Romantische Straße.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schäftersheim grenzt an folgende Orte oder Gemeinden: Weikersheim, Neuses, Louisgarde, Nassau, Strüth, Tauberrettersheim und Queckbronn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde Schäftersheim in die Stadt Weikersheim eingegliedert.[1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bürger Schäftersheims sind überwiegend evangelisch. Die Kirchengemeinde Schäftersheim ist der Württembergischen Landeskirche zugeordnet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schäftersheimer Nonne als Erinnerung an das Kloster

Bauwerke und Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prämonstratenserinnenkloster Schäftersheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Prämonstratenserinnenkloster Schäftersheim wurde zwischen 1164 und 1167 von Herzog Friedrich von Rothenburg in Konkurrenz zu dem von Barbarossa bevogteten Kloster Lochgarten gegründet und 1543 von den Hohenlohe aufgelöst. 1553 starben die letzten Nonnen. Ab 1555 wurden die letzten Gebäude, darunter eine Kapelle, bis 1590 abgerissen. Die heutigen Gebäude erinnern nur noch in ihrer quadratischen Form an das Kloster. Sie werden als Wohn- und Büroräume sowie als Vereinsheim genutzt. Auch eine Heckenwirtschaft ist im Seitenteil des ehemaligen Klosters zu finden.

Vor der Heckenwirtschaft Klosterscheuer steht eine kleine steinerne Nonne genau an der Stelle, an der man den Chorraum der Klosterkirche vermutet.

Sternwarte Weikersheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sternwarte Weikersheim steht direkt zwischen Weikersheim und Schäftersheim auf dem Karlsberg. Der Planetenweg, ein Wanderweg mit maßstabsgetreuem Sonnensystem, verläuft von der Verbindungsstraße Schäftersheim–Weikersheim bis nach Niederrimbach.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schäftersheim befindet sich das Theater Doredräwer.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft hat eher einen dörflichen/ländlichen Charakter und ist stark von der Landwirtschaft geprägt. Trotzdem gibt es in Schäftersheim viele Handwerker, Selbstständige und auch kleine Unternehmen, die Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Das Überlandwerk Schäftersheim nimmt in der ganzen Region eine führende Stellung ein, was die Lieferung von Gas und Strom an private Haushalte und Firmen betrifft.

Gaubahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gaubahn wurde früher für die Beförderung von landwirtschaftlichen Gütern und Personen verwendet. Das Bahnhofsgebäude steht noch heute, ist aber in privater Hand und wird als Wohnraum genutzt. Früher stand an der Stelle des Baugebiets "Romantische Straße Süd" eine große Zuckerrübenverladerampe, von wo aus die Bauern die Zuckerrüben direkt zur Weiterverarbeitung in der Zuckerfabrik Ochsenfurt in die Eisenbahnwaggons kippen konnten. Die Schienenstrecke wurde stillgelegt und dient heute als Radweg.

Hauptartikel: Gaubahn-Radweg

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schäftersheim liegt im Weinbaugebiet Württemberg und ist der nördlichste Einstieg in die Württembergische Weinstraße. In Schäftersheim werden verschiedene Sorten Wein angebaut. Die Ernte wird in der Winzergenossenschaft Markelsheim ausgebaut und abgefüllt. Es gibt aber auch in Schäftersheim Weinbauern, die ihren Wein selbst ausbauen und abfüllen. Die bevorzugte Weinbaulage in Schäftersheim ist der Klosterberg. Typische Rebsorten sind Kerner und Tauberschwarz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 453.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]