Schöfweg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schöfweg
Schöfweg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schöfweg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 50′ N, 13° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Verwaltungs­gemeinschaft: Schönberg
Höhe: 772 m ü. NHN
Fläche: 19,03 km²
Einwohner: 1306 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94572
Vorwahl: 09908
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 145
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 16
94513 Schönberg
Webpräsenz: www.schoefweg.de
Bürgermeister: Martin Geier (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Schöfweg im Landkreis Freyung-Grafenau
Landkreis Regen Landkreis Deggendorf Landkreis Passau Schöfweg Waldhäuserwald Schönbrunner Wald Schlichtenberger Wald Sankt Oswald Pleckensteiner Wald Philippsreuter Wald Mauther Forst Spiegelau Graineter Wald Annathaler Wald Zenting Waldkirchen Thurmansbang Spiegelau Schönberg (Niederbayern) Neuschönau Sankt Oswald-Riedlhütte Saldenburg Röhrnbach Ringelai Philippsreut Perlesreut Neureichenau Mauth Jandelsbrunn Innernzell Hohenau (Niederbayern) Hinterschmiding Grainet Grafenau (Niederbayern) Fürsteneck Freyung Eppenschlag Schöfweg Leopoldsreuter Wald Frauenberger u. Duschlberger Wald Haidmühle Österreich TschechienKarte
Über dieses Bild
Schöfweg, in der Mitte die Pfarrkirche

Schöfweg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Donau-Wald im Bayerischen Wald am Nordhang des 1016 Meter hohen Brotjacklriegel und im Westen an den Landkreis Deggendorf sowie nördlich an den Landkreis Regen angrenzend. Schöfweg befindet sich durch die B 533 rund 20 km von der A 3 (Ausfahrt Hengersberg), 25 km östlich von Deggendorf, 22 km südlich von Regen, 18 km westlich von Grafenau und 45 km nördlich von Passau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 14 Ortsteile[2]:

Es existieren die Gemarkungen Allhartsmais, Schöfweg und Hilgenreit.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwefweg, ein früher Besitz des Hochstifts Passau, wies in den Passauer Urbaren Mitte des 13. Jahrhunderts zwölf Lehen aus. 1308 kam es in die Hände von Christian von Urleinsberg. Im Halser Salbuch wird es 1395 als Scheffweg erwähnt und gehörte damals bereits wieder dem Hochstift. Später war es zusammen mit Hilgenreith und anderen Dörfern Teil der Hofmark Haingut.

1603 kaufte Herzog Maximilian I. das Gebiet als Teil der Herrschaft Winzer. Schöfweg gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Diessenstein des Kurfürstentums Bayern. Um 1808 errichtete der Exeremit Anton Franz Seraph Flurl eine Notschule in Schöfweg und bewirkte 1814 den Bau eines eigenen Schulhauses. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Aus der Schulkapelle entstand 1888/89 und nach einem weiteren Ausbau 1947/48 die heutige Pfarrkirche Maria, Mutter der Schmerzen, ein massiver Granitbau. Schöfweg, 1915 Expositur von Innernzell, ist seit 1921 Pfarrei. 1884, 1911 und 1913 suchten schwere Brände Schöfweg heim. Im Jahr 1877 wurde die Freiwillige Feuerwehr Schöfweg gegründet. Ein weiterer Verein ist der Sportverein Schöfweg 1970 e. V.

Allhartsmais[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Urlaubsort Allhartsmais ist ein Dorf mit etwa 150 Einwohnern. Von den Einheimischen wird Allhartsmais Moas genannt. Selber nennen sie sich Moisinga. Die Gegend um Allhartsmais wurde vom Abt Adelhart von Rinchnach urbar gemacht. Nach ihm wurde Allhartsmais benannt. "Mais" kommt von maiseln, einem alten bayrischen Wort für „roden“. Demnach heißt Allhartsmais ins Deutsche übersetzt etwa „Das von Adelhart gerodete (Dorf)“.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1945 oder 1946 wurden die gesamte bis dahin selbständige Gemeinde Allhartsmais (Landkreis Deggendorf) und ein Teil von Hilgenreit eingegliedert.[3] Zum 1. April 2013 wurden große Gebiete des gemeindefreien Gebiets Sonnenwald eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1132 Einwohner
  • 1987: 1174 Einwohner
  • 2000: 1344 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeitige Bürgermeister ist Martin Geier (Freie Wählergemeinschaft).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau aus einem schrägen silbernen Dreiberg, der mit einem roten Schrägbalken belegt ist, wachsend eine silberne Tanne, vorne beseitet von einer goldenen Sonne.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 413.000 €, davon waren (netto) umgerechnet 14.000 € Gewerbesteuereinnahmen.

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 74 und im Bereich Handel und Verkehr 22 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 39 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 441. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwölf Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 458 ha, davon waren 45 ha Ackerfläche und 413 ha Dauergrünfläche.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Winter sind in der Gemeinde drei größere Skilifte in Betrieb. Besondere Bedeutung hat der Wintersport am Sonnenwald bei Langfurth.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Grundschule Schöfweg
2005 wurde die Selbstständigkeit der Grundschule aufgegeben und die GS der Volksschule Innernzell zugeordnet.
  • Heckenlehrpfad: zwölf Kilometer langer Lehrwanderweg bei Allhartsmais

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111214/211809&attr=OBJ&val=665
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 473
  4. www.regierung.niederbayern.bayern.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schöfweg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien