Schönau (Rottal)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schönau
Schönau (Rottal)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönau hervorgehoben
Koordinaten: 48° 29′ N, 12° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 428 m ü. NHN
Fläche: 36,12 km2
Einwohner: 1973 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84337
Vorwahl: 08726
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 144
Gemeindegliederung: 53 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bachhamerstr. 22
84337 Schönau
Webpräsenz: www.gemeinde-schoenau.de
Bürgermeister: Robert Putz
Lage der Gemeinde Schönau im Landkreis Rottal-Inn
Geratskirchen Zeilarn Wurmannsquick Wittibreut Unterdietfurt Triftern Tann (Niederbayern) Stubenberg (Niederbayern) Simbach am Inn Schönau (Rottal) Roßbach (Niederbayern) Rimbach (Landkreis Rottal-Inn) Reut Postmünster Pfarrkirchen Mitterskirchen Massing Malgersdorf Kirchdorf am Inn (Landkreis Rottal-Inn) Julbach (Inntal) Johanniskirchen Hebertsfelden Gangkofen Falkenberg (Niederbayern) Ering Egglham Eggenfelden Dietersburg Bad Birnbach Bayerbach (Rottal-Inn) Arnstorf Landkreis Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Passau Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn ÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Stephanus

Schönau ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönau liegt in der Region Landshut inmitten der typisch niederbayerischen Hügellandschaft abseits großer Verkehrswege. Die Ortschaft Schönau befindet sich etwa elf Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Pfarrkirchen, zwölf Kilometer nordöstlich von Eggenfelden, 30 km südlich von Landau sowie 35 km südwestlich von Vilshofen. Die nächstgelegene Bahnstation an der Regionalbahnstrecke Passau - Mühldorf befindet sich im zehn Kilometer entfernten Hebertsfelden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönau hat 53 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Schönau, Unterzeitlarn und Unterhöft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönau gehörte den Freiherrn Riederer von Paar. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Schönau war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Schönau entstand am 1. Januar 1972 durch den Zusammenschluss der bisher selbständigen Gemeinden Schönau I, Schönau II und Unterzeitlarn (bis zum 29. Januar 1952 Peterskirchen II) sowie Gebietsteilen von Unterhöft.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1661 Einwohner, davon 530 aus Schönau I, 176 aus Schönau II, 453 aus Unterzeitlarn und 502 aus Unterhöft
  • 1970: 1565 Einwohner, davon 524 aus Schönau I, 170 aus Schönau II, 425 aus Unterzeitlarn und 446 aus Unterhöft
  • 1987: 1540 Einwohner
  • 1991: 1701 Einwohner
  • 1995: 1797 Einwohner
  • 2000: 1942 Einwohner
  • 2005: 2038 Einwohner
  • 2010: 1972 Einwohner
  • 2015: 1973 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Robert Putz. Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Edigna Keneder (CSU/Parteifreie).

Schönau, Wasserschloss Schönau, Ansicht von vorn
Wasserschloss Schönau, Ansicht von hinten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wasserschloss Schönau: Ein mittelalterliches Wasserschloss, das 1899–1900 durch Gabriel von Seidl umgebaut wurde. Der Schlosspark wurde 1870 nach Entwürfen von Carl von Effner angelegt.
  • Die neugotische einschiffige Pfarrkirche St. Stephan wurde in den Jahren 1890/1891 nach Plänen von Johann Baptist Schott errichtet. Vom spätgotischen Vorgängerbau blieb nur der als Seitenkapelle auf der Ostseite integrierte Chor erhalten. Der Barock-Altar entstand ungefähr 1680 und zeigt lebensgroße Schnitzfiguren des hl. Josef und des hl. Georg sowie auf dem Altarblatt die Steinigung des hl. Stephanus.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 13, im produzierenden Gewerbe 33 und im Bereich Handel und Verkehr 17 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 42 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 594. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 101 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2288 ha, davon waren 1683 ha Ackerfläche und 603 ha Dauergrünfläche.

Von einst mehreren Schenken und Gasthäusern ist noch das alte Gasthaus "Oberwirt" verblieben. Neu ist vor einigen Jahren das "Schlosskaffee" neben der Kirche entstanden.

Innerhalb des Gemeindegebiets - in drei Kilometer Entfernung vom Hauptort - wurde das Freizeitzentrum Voglsam errichtet. Dort werden vielfältige Aktivitäten angeboten, u. a. Mini- und Swingolf, Kart- und Ballonfahren, Trampolinspringen und Rodeln.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 71 Kindern
  • Volksschulen: eine mit sieben Lehrern und 177 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111130/221825&attr=OBJ&val=815
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 455

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schönau (Rottal) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien