Schönefeld

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schönefeld (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schönefeld
Schönefeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönefeld hervorgehoben
Koordinaten: 52° 23′ N, 13° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 44 m ü. NHN
Fläche: 81,62 km2
Einwohner: 14.190 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km2
Postleitzahl: 12529
Vorwahlen: 030, 03379, 033762
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 433
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hans-Grade-Allee 11
12529 Schönefeld
Webpräsenz: gemeinde-schoenefeld.de
Bürgermeister: Udo Haase (Alle für Eine)
Lage der Gemeinde Schönefeld im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-Wußwerk Bersteland Bestensee Byhleguhre-Byhlen Drahnsdorf Eichwalde Golßen Groß Köris Halbe Heideblick Heidesee Jamlitz Kasel-Golzig Königs Wusterhausen Krausnick-Groß Wasserburg Lieberose Lübben Luckau Märkisch Buchholz Märkische Heide Mittenwalde Münchehofe Neu Zauche Rietzneuendorf-Staakow Schlepzig Schönefeld Schönwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Spreewaldheide Steinreich Straupitz Teupitz Unterspreewald Wildau Zeuthen BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Lage an der Stadtgrenze Berlins
Das neue Rathaus von Schönefeld

Schönefeld ist eine Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald in Deutschland. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Flughafen Berlin-Schönefeld sowie der im Bau befindliche Flughafen Berlin Brandenburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt direkt an den Südosten Berlins mit dessen Ortsteilen Lichtenrade, Gropiusstadt, Buckow, Rudow, Altglienicke und Bohnsdorf.

Nachbargemeinden

Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Grenze zu Berlin im Norden bis zur Stadt Mittenwalde im Süden, von der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow im Westen bis zu den Gemeinden Schulzendorf und Zeuthen im Osten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönefeld untergliedert sich in sechs Ortsteile mit sieben bewohnten Gemeindeteilen und zwei Wohnplätzen[2]:

Die Siedlung Kienberg (zu Waltersdorf gehörend) musste dem Neubau des Flughafens Berlin Brandenburg weichen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönefeld wurde 1242 das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Ort besitzt eine evangelische Kirche mit einem großen barocken Kanzelaltar.

Eingemeindungen

Am 26. Oktober 2003 wurden die Orte Großziethen, Kiekebusch, Selchow, Waltersdorf und Waßmannsdorf nach Schönefeld eingemeindet.[3]

Am 29. Februar 2004 wurde die Gemeinde Diepensee aufgelöst. Ein Teil der ehemaligen Gemeindefläche wurde nach Schönefeld umgegliedert.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 494
1890 613
1910 595
1925 542
1933 603
1939 1 058
1946 1 132
1950 1 149
1964 1 568
1971 1 238
Jahr Einwohner
1981 2 177
1985 2 139
1989 2 035
1990 1 973
1991 1 805
1992 1 819
1993 1 764
1994 1 753
1995 1 810
1996 2 027
Jahr Einwohner
1997 2 485
1998 2 803
1999 2 931
2000 2 892
2001 2 936
2002 2 880
2003 11 843
2004 11 993
2005 12 274
2006 12 354
Jahr Einwohner
2007 12 462
2008 12 831
2009 13 060
2010 13 256
2011 13 317
2012 13 453
2013 13 760
2014 13 895
2015 14 190

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[5][6] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 22 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister als stimmberechtigtem Mitglied.[7]

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2003 ist Udo Haase (Alle für Eine) Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld. Er wurde in der Bürgermeisterwahl vom 11. September 2011 mit 58,5 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von acht Jahren gewählt (Wahlbeteiligung 42,9 %).[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen wurde am 28. April 2005 genehmigt.

Blasonierung: „Von Rot und Silber zwölfmal geständert und belegt mit einer Windrose (eine silberne Scheibe belegt mit einem achtstrahligen gold-schwarz facettierten Stern, oben besteckt mit einer schwarz-gold gespaltenen Lilie).“[9]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Ortsteil Schönefeld

Blasonierung: „Von Rot und Silber geviert, überdeckt von zwei übereinander liegenden gold-schwarzen facettierten Sternen mit je vier Strahlen, wovon die unteren, schräggekreuzten verkürzt sind.“[10]

Erläuterung: Der am südlichen Rande Berlins liegende Ortsteil ist nach 1945 vor allem als Knotenpunkt von Schienen-, Straßen- und besonders dem Luftverkehr bekannt geworden. Der in seiner Form an eine Windrose erinnernde Doppelstern soll diese Funktion als Verkehrsverbindung in alle Himmelsrichtungen symbolisieren. Die rot-weiße Vierung verweist auf die Landesfarben.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht seit 1999 eine Partnerschaft mit Bajangol in der Mongolei, einem Distrikt (Düüreg) der Hauptstadt Ulaanbaatar. Eine weitere Partnerschaft zu dem polnischen Dorf Skórka in Krajenka ist geplant.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Schönefeld
Friedhofskapelle Schönefeld

In der Liste der Baudenkmale in Schönefeld und in der Liste der Bodendenkmale in Schönefeld stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größte steuerliche Einnahmequelle der Gemeinde ist das Airport-Center, ein Gewerbegebiet im Ortsteil Waltersdorf. Ein weiterer wichtiger Einnahmefaktor des Ortes ist der Flughafen Berlin-Schönefeld, der voraussichtlich ab 2019 durch den im Bau befindlichen Flughafen Berlin Brandenburg ersetzt wird.

Schönefeld ist Sitz des Möbelhauses Höffner und des dazugehörenden Möbeldiscounters Sconto. Die Deutsche Post AG betreibt hier eines ihrer 82 Briefzentren in Deutschland. Weiterhin hat sich der Logistikkonzern Dachser hier niedergelassen.

Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße

Schönefeld liegt an der Bundesstraße B 96a zwischen der Berliner Stadtgrenze (Ortsteil Altglienicke) und Teltow. Die Landesstraße L 75 zwischen der Berliner Stadtgrenze (Ortsteil Buckow) und Mahlow führt ebenfalls über das Gemeindegebiet.

Die Bundesautobahnen A 113 und A 117 durchqueren das Gebiet der Gemeinde, an der südlichen Gemeindegrenze verläuft die A 10 (südlicher Berliner Ring) mit dem Schönefelder Kreuz.

Bahn

Auf dem Bahnhof Flughafen Berlin-Schönefeld verkehren:

Noch nicht in Betrieb ist ein S-Bahn-Haltepunkt in Waßmannsdorf (zwischen dem Bahnhof Schönefeld und dem zukünftigen Flughafen-Bahnhof). Es gibt derzeit keine konkrete Planung zum Anschluss des Flughafen-Bahnhofs an den S-Bahnhof Mahlow (etwa 5 km entlang bestehender Bahnanlagen)

Busverkehr

Flugverkehr

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[11] 6 639 6 774 6 938 7 186 7 522 7 713 8 129
PKW je 1000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 533 528 531 542 565 573 591

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. a b c Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg – Gemeinde Schönefeld
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald, S. 30–33
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 11. September 2011
  9. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  10. Wappenbeschreibung auf dem Ortsportrait der Gemeindeseite
  11. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernd Kuhlmann: Schönefeld bei Berlin. Ein Amt, ein Flughafen und elf Bahnhöfe. Verlag GVE, Berlin 1996, ISBN 3-89218-038-5 (Das Buch beschreibt die Geschichte, die – im Schatten der Luftfahrt – stets von strategischen, politischen, propagandistischen sowie von wirtschaftlichen Aspekten geprägt war.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schönefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien