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Schönewalde

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Wappen Deutschlandkarte
Schönewalde
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schönewalde hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 49′ N, 13° 14′ OKoordinaten: 51° 49′ N, 13° 14′ O
Bundesland:Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Höhe: 79 m ü. NHN
Fläche: 156,18 km²
Einwohner: 2827 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04916
Vorwahl: 035362
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 461
Stadtgliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 48
04916 Schönewalde
Website: www.schoenewalde.de
Bürgermeister: Michael Stawski
Lage der Stadt Schönewalde im Landkreis Elbe-Elster
KarteBad LiebenwerdaCrinitzDoberlug-KirchhainElsterwerdaFalkenbergFichtwaldFinsterwaldeGorden-StaupitzGroßthiemigGrödenHeidelandHerzbergHirschfeldHohenbuckoHohenleipischKremitzaueLebusaLichterfeld-SchacksdorfMassen-NiederlausitzMerzdorfMühlberg/ElbePlessaRöderlandRückersdorfSallgastSchildaSchliebenSchönbornSchönewaldeSchradenSonnewaldeTröbitzUebigau-WahrenbrückBrandenburg
Karte

Schönewalde ist eine amtsfreie Kleinstadt im Landkreis Elbe-Elster im Süden Brandenburgs.

Die Stadt Schönewalde liegt zwischen Jüterbog und Herzberg (Elster) in einem ausgesprochenen Tiefland mit kleinen Erhebungen, wie dem Weinberg mit 109 m und dem Hörning mit 86 m über NHN. In der ländlich geprägten Region mit ihren großen Kiefernwaldflächen liegen die einzelnen Ortsteile inmitten von Feldern, Wiesen und Fließen. Die Stadt selbst und insbesondere die nördlich des Schweinitzer Fließes gelegenen Ortsteile bilden den Großteil des im Landkreis Elbe-Elster liegenden Teils des Fläming.

Nachbargemeinden

Das Territorium der Stadt bedeckt den äußersten Nordwesten des Landkreises Elbe-Elster. Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Niederer Fläming, Ihlow, Lebusa, Schlieben, Kremitzaue, Herzberg (Elster), Jessen (Elster), wo sich der Fliegerhorst Holzdorf als Standort der Bundeswehr befindet.[2]

Stadtgliederung

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Die Stadt Schönewalde gliedert sich in 11 Ortsteile[3][4]:

Eingemeindungen

Die heutige Stadt Schönewalde entstand durch den Zusammenschluss der Gemeinden Heideeck, Themesgrund, Wildberg und Schönewalde am 31. Dezember 2001.[5]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Ahlsdorf31.12.1998Zusammenschluss mit Brandis und Stolzenhain zu Heideeck
Bernsdorf31.12.1998Zusammenschluss mit drei weiteren Gemeinden zu Themesgrund
Brandis31.12.1998Zusammenschluss mit Ahlsdorf und Stolzenhain zu Heideeck
Dubro31.12.1998Zusammenschluss mit drei weiteren Gemeinden zu Themesgrund
Freywalde01.01.1960
Grassau31.12.1998Zusammenschluss mit drei weiteren Gemeinden zu Themesgrund
Grauwinkel01.07.1950
Hartmannsdorf01.01.1974Eingemeindung nach Stolzenhain
Heideeck31.12.2001
Hohenkuhnsdorf01.01.1957Eingemeindung nach Ahlsdorf
Horst01.01.1974Eingemeindung nach Brandis
Jeßnigk31.12.1998Zusammenschluss mit drei weiteren Gemeinden zu Themesgrund
Knippelsdorf31.12.1998Zusammenschluss mit Wiepersdorf und Wildenau zu Wildberg
Schmielsdorf01.01.1974
Stolzenhain31.12.1998Zusammenschluss mit Ahlsdorf und Brandis zu Heideeck
Themesgrund31.12.2001
Wiepersdorf31.12.1998Zusammenschluss mit Knippelsdorf und Wildenau zu Wildberg
Wildberg31.12.2001
Wildenau31.12.1998Zusammenschluss mit Knippelsdorf und Wiepersdorf zu Wildberg

Das um 1200 von deutschen und flämischen Kolonisten gegründete Angerdorf entwickelte sich zur Ackerbürgerstadt und erhielt 1474 die Stadtrechte.[6] 1346 wurde der Ort als Schonewalde benannt, später auch Schonwalda. Der Name ist deutschen Ursprungs und bedeutet Dorf im/am schönen Walde.[7] Die Stadt gehörte zum kursächsischen Amt Schweinitz, welches ab 1806 eine Verwaltungseinheit im neu gebildeten Königreich Sachsen wurde. Nach den Befreiungskriegen gelangte die Stadt 1815 schließlich an die neugebildete preußische Provinz Sachsen und wurde dort 1816 dem Landkreis Schweinitz im Regierungsbezirk Merseburg angegliedert. 1950 wurde der Kreis Schweinitz in Kreis Herzberg umbenannt, der 1952 dem DDR-Bezirk Cottbus zugeordnet wurde. 1992 wurde das nun brandenburgische Amt Schönewalde gebildet. Im Jahre 1993 ging der Kreis Herzberg im Zuge der Kreisreform im heutigen Landkreis Elbe-Elster auf. Zum 31. Dezember 2001 wurde das Amt Schönewalde aufgelöst. Die zwischenzeitlich amtsangehörigen Gemeinden Themesgrund, Wildberg, Heideeck sowie die nun amtsfreie Stadt bilden seither das Gebiet der Stadt Schönewalde.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr Einwohner
18751 000
18901 000
1910900
1925899
1933910
1939869
Jahr Einwohner
19461 368
19501 490
19641 294
19711 284
19811 194
19851 135
Jahr Einwohner
19901 113
19951 075
20001 057
20053 702
20103 307
20153 115
Jahr Einwohner
20203 056
20213 034
20222 959
20232 926
20242 899
20252 827

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)[8][9][10], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Die Zunahme der Einwohnerzahl 2005 ist auf den Zusammenschluss von Schönewalde mit den Gemeinden Heideeck, Themesgrund und Wildberg zur neuen Stadt Schönewalde im Jahr 2001 zurückzuführen.

Schönewalde wurde durch die Reformation evangelisch-lutherisch.

Evangelisch-lutherische Kirche

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Die Stadtpfarrkirche St. Nikolai und ihre Kirchengemeinde gehören zum Pfarrbereich Schönewalde im Kirchenkreis Bad Liebenwerda der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Römisch-katholische Kapelle

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Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen durch die Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa wieder Katholiken in größerer Zahl nach Schönewalde und in die umliegenden Ortschaften, sodass 1964 ein Grundstück am Mittelweg gepachtet und dort eine Kapelle errichtet wurde, die am 18. Dezember 1966 benediziert wurde.[11] Zur Gründung einer katholischen Gemeinde kam es in Schönewalde nicht, Schönewalde blieb stets nur eine Seelsorgestation. Nachdem die Zahl der Katholiken in Schönewalde wieder erheblich abgesunken war und der Pachtvertrag für das Kapellengrundstück 1994 ausgelaufen war, wurde die Kapelle wieder geschlossen und abgerissen. Heute gehören Katholiken in Schönewalde zur Pfarrei St. Franziskus Bad Liebenwerda, die nächstgelegene katholische Kirche ist die Corpus-Christi-Kirche in Herzberg (Elster).

Stadtverordnetenversammlung

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Die Stadtverordnetenversammlung von Schönewalde besteht aus 16 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister als stimmberechtigtem Mitglied. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2024 hatte bei einer Wahlbeteiligung von 74,0 % (2019: 64,2 %) folgendes Ergebnis:[12]

Partei / WählergruppeStimmenanteil
2019[13]
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
CDU 23,4 % 4 24,9 % 4
AfD 11,3 % 2 14,5 % 2
Unabhängige Wählergemeinschaft Bernsdorf/Grassau 9,8 % 2 13,7 % 2
Wählergruppe Seniorenverein Dubro 9,4 % 1 7,6 % 1
Wählergruppe Freunde der Region 7,2 % 1
Unabhängige Wählergemeinschaft Schönewald 9,9 % 2 6,7 % 1
Die Linke 7,5 % 1 6,0 % 1
Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Knippelsdorf 2,9 % 5,7 % 1
Einzelbewerber Gerwin Hinrich 4,6 % 1 4,0 % 1
Einzelbewerberin Katrin Lehmann 3,2 % 1
Bündnis 90/Die Grünen 5,8 % 1 2,7 % 1
Einzelbewerberin Manuela Hoch 2,2 %
Einzelbewerber Steffen Ern 1,6 %
Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Wiepersdorf 4,0 % 1
Einzelbewerberin Renate Rziha 3,5 % 1
Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Ahlsdorf 3,4 %
Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Brandis 3,2 %
Einzelbewerber Ingo Rockland 1,4 %
Insgesamt 100 % 16 100 % 16

Die Ortsbeiräte in den elf Ortsteilen (davon sechs Gemeindeteile) bestehen aus je zwei bis drei Mitgliedern einschließlich eines Ortsvorstehers.

  • 1998–2005: Karl Kuba (SPD)[14]
  • 2005–2013: Irene Kluge[15]
  • seit 2013: Michael Stawski (parteilos)

Stawski wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. April 2021 mit 79,7 % der gültigen Stimmen wiedergewählt.[16] Seine Amtszeit beträgt acht Jahre.[17]

Altes Wappen, bis 2002 benutzt

Das Wappen wurde am 25. Juni 2002 genehmigt.

Blasonierung: „Zwischen zwei S-förmigen, gegengewendeten goldenen Flanken in Silber auf grünem Boden eine grüne Linde.“[18]

Historisches Stadtwappen

Blasonierung: „In Silber auf grünem Berg eine grüne Linde.“

Ein Stadtsiegel aus dem 14. Jh. enthält drei Bäume, auf einem Dreiberg, um 1600 erschien der einzelne Baum im Siegel.[19]

Städtepartnerschaft

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Seit 1991 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Marienmünster in Nordrhein-Westfalen.

Sehenswürdigkeiten

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In der Liste der Baudenkmale in Schönewalde und in der Liste der Bodendenkmale in Schönewalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

  • Stadtpfarrkirche St. Nikolai, Kreuzkirche aus den Jahren 1804 bis 1806, die Kirchenausstattung stammt aus der Bauzeit
  • Fachwerkhäuser am Markt
  • Windmühle am nordwestlichen Stadtrand, restauriert und voll funktionstüchtig
  • Denkmal für die 46 Gefallenen der Stadt Schönewalde im Ersten Weltkrieg, nordwestlich des Friedhofs, am 24. August 1935 auf Initiative des Pfarrers Artur Pape errichtet. Im Laufe der Jahrzehnte verfiel das Denkmal und wurde 2012 mit Fördermitteln der Denkmalbehörde sowie durch Spendengelder saniert. Die Wiedereinweihung fand am Volkstrauertag, dem 12. November 2012, statt.[20]
  • Drei Badeseen (Bernsdorf, Stolzenhain, Brandis) im Stadtgebiet
  • Patronatskirche Ahlsdorf, Feldsteinkirche vom Ende des 14. Jahrhunderts. Ab 1710 wurde sie im Auftrag von Anton Friedrich von Seyffertitz und Joachim Hennig von Seyffertitz mit noch heute erhaltener barocker Ausstattung versehen, 1717 ein quadratischer Westturm mit geschweifter Haube und Laterne angebaut. Im August 2011 brachen mehrere Dachbalken und stürzten vor den Altar, die Kirche war daher für längere Zeit für Besucher gesperrt und wurde im Jahr 2020 wiedergeöffnet.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Ansässige Unternehmen

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In der Region gibt es ländlich-typische Industrie u. a. Landwirtschaft, traditionelles Handwerk, ein mittelständisches Betonwerk und ein Holzbauunternehmen sowie kleines Handelsgewerbe. Den größten Wirtschaftsfaktor stellt die Bundeswehr dar, die den Fliegerhorst Holzdorf und das CRC Einsatzführungsbereich 3 hier betreibt.

Schönewalde liegt an den Landesstraßen L 71 nach Dahme/Mark und L 72 zwischen Linda in Sachsen-Anhalt und Kolochau. Die Bundesstraße 101 zwischen Jüterbog und Herzberg (Elster) durchquert die im westlichen Stadtgebiet gelegenen Ortsteile.

Die Stadt liegt an der Tour Brandenburg, einem Radfernweg, der das Land Brandenburg umrundet.

Otto Nagel-Grundschule

Eine Grundschule und fünf Kindertagesstätten stellen die Grundversorgung im Bildungswesen sicher.

Die Freiwillige Feuerwehr Schönewalde sorgt mit ihren vier Löschzügen für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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Mit Schönewalde verbundene Persönlichkeiten

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Einzelnachweise

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  1. Bevölkerungsstand im Land Brandenburg Dezember 2025 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen, basierend auf dem Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Truppenbetreuung Schönewalde
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Stadt Schönewalde
  4. Hauptsatzung der Stadt Schönewalde
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  6. Webpräsenz der Stadt
  7. Die Ortsnamen der Länder Brandenburg u. Berlin
  8. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 26–30
  9. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  10. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  11. Rudolf Joppen: Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg. Band 21, Teil 10, Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg vom Ausgang der Weimarer Republik bis zum Ende des zweiten Weltkrieges 1930–1945. St. Benno Verlag, Leipzig 1978, S. 109.
  12. Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024
  13. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  14. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Elbe-Elster (Memento vom 21. April 2018 im Internet Archive)
  15. Irene Kluge offiziell ins Amt eingeführt. In: Lausitzer Rundschau, 14. September 2005
  16. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. April 2021
  17. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  18. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  19. Lexikon der Städte und Wappen der DDR
  20. Informationstafel Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges 1914–1918, aufgestellt am Denkmal, August 2020.
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