Schönfeld (Uckermark)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Schönfeld führt kein Wappen
Schönfeld (Uckermark)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönfeld hervorgehoben
Koordinaten: 53° 25′ N, 13° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Brüssow (Uckermark)
Höhe: 57 m ü. NHN
Fläche: 29,26 km2
Einwohner: 571 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17291
Vorwahl: 039854
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 520
Adresse der Amtsverwaltung: Prenzlauer Straße 8
17326 Brüssow
Website: www.amt-bruessow.de
Bürgermeister: Detlef Neumann
Lage der Gemeinde Schönfeld im Landkreis Uckermark
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Schönfeld ist eine Gemeinde im äußersten Norden des Landkreises Uckermark in Brandenburg. Die Gemeinde wird vom Amt Brüssow (Uckermark) mit Sitz in der Stadt Brüssow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet liegt auf einer Grundmoräne, die sich zwischen den parallel verlaufenden Tälern der Ucker und Randow ausbreitet. Sie ist durch viele kleine Seen und Tümpel sowie durch eine intensive Landwirtschaft und wenige Waldgebiete gekennzeichnet. In der Umgebung findet man eine große Zahl an Windenergieanlagen. Schönfeld liegt in der Mitte des Städte-Dreiecks BrüssowPrenzlauPasewalk.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Schönfeld besteht aus den bewohnten Gemeindeteilen Karlshof, Klockow, Neuenfeld und Schönfeld.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönfeld gehörte seit 1817 zum Kreis Prenzlau in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Prenzlau im DDR-Bezirk Neubrandenburg. Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Uckermark.

Neuenfeld wurde am 1. Juli 1950, Klockow am 1. Januar 1958 in Schönfeld eingegliedert.[3]

Schönfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 als Sconenvelde erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname könnte Siedlung auf einem schönen Felde, Landstück bedeuten, ein typischer Name aus der Kolonisationszeit.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karlshof: Die urkundliche Ersterwähnung des Ortes wurde für 1818 mit Karlshoff angegeben.
  • Klockow: 1255 als Clokow erstmals urkundlich erwähnt. Die Schreibweise Klockow war seit der Erwähnung im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 bekannt. Der wohl slawische Ortsname bedeutete Siedlung, die nach einem Mann Klok benannt wurde. Er enthielt einen Zunamen, der zum Verb klokati (sprudeln, brodeln, knurren, klappern) gehörte.
  • Neuenfeld: als Nyenvelt im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem 16. Jahrhundert befand es sich in der Hand der Herren von Winterfeld als Gut Neuenfeld, heute Betriebsgemeinschaft von Winterfeld GbR.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 239
1890 204
1910 310
1925 401
1933 330
1939 336
1946 507
1950 907
Jahr Einwohner
1964 1 180
1971 1 067
1981 924
1985 893
1989 862
1990 851
1991 855
1992 847
1993 846
1994 843
Jahr Einwohner
1995 845
1996 820
1997 810
1998 804
1999 799
2000 778
2001 784
2002 753
2003 734
2004 722
Jahr Einwohner
2005 728
2006 705
2007 674
2008 670
2009 650
2010 633
2011 614
2012 612
2013 644
2014 624
Jahr Einwohner
2015 615
2016 597
2017 593
2018 571

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[4][5][6]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Schönfeld besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

Wählergruppe Sitze
Wählergemeinschaft Schönfeld-Klockow 7
Einzelbewerber Karsten Barth 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003–2008: Diethard Städtler (SPD)[8]
  • 2008–2016: Uwe Behnke (Wählergruppe Schönfeld-Klockow)[9]
  • seit 2016: Detlef Neumann[10]

Neumann wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 78,7 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[11] gewählt.[12]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Schönfeld (Uckermark) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönfeld liegt an der Landesstraße 252 zwischen Damerow und der Kreuzung mit der L 26 nach Prenzlau. Fünf Kilometer westlich verläuft die Bundesstraße 109 zwischen Pasewalk und Prenzlau.

Die Bundesautobahn 20 (Kreuz UckermarkLübeck) führt zwischen Schönfeld und den Ortsteilen Klockow und Neuenfeld hindurch. Die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Pasewalk-Süd und Prenzlau-Ost.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schönfeld (Uckermark) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Schönfeld
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 40
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 26–29
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  8. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 34
  9. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen, S. 12
  10. Information aus der Gemeindevertretung Schönfeld. In: Amtsblatt für das Amt Brüssow (Uckermark), Ausgabe 11/2016, S. 2
  11. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019