Schönkirchen-Reyersdorf

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Dieser Artikel beschreibt die niederösterreichische Marktgemeinde Schönkirchen-Reyersdorf. Für die gleichnamige deutsche Ortsbezeichnung von Radochów siehe dort.
Schönkirchen-Reyersdorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Schönkirchen-Reyersdorf
Schönkirchen-Reyersdorf (Österreich)
Schönkirchen-Reyersdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf
Kfz-Kennzeichen: GF
Hauptort: Schönkirchen
Fläche: 17,89 km²
Koordinaten: 48° 21′ N, 16° 42′ OKoordinaten: 48° 21′ 0″ N, 16° 42′ 0″ O
Höhe: 161 m ü. A.
Einwohner: 1.974 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 110 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2241
Vorwahl: 02282
Gemeindekennziffer: 3 08 52
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 2
2241 Schönkirchen-Reyersdorf
Website: www.schoenkirchen-reyersdorf.at
Politik
Bürgermeister: Peter Hofinger (Unabhängige Bürgerliste Team Bürgermeister Peter Hofinger)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
8
6
5
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Schönkirchen-Reyersdorf im Bezirk Gänserndorf
Aderklaa Andlersdorf Angern an der March Auersthal Bad Pirawarth Deutsch-Wagram Drösing Dürnkrut Ebenthal Eckartsau Engelhartstetten Gänserndorf Glinzendorf Groß-Enzersdorf Groß-Schweinbarth Großhofen Haringsee Hauskirchen Hohenau an der March Hohenruppersdorf Jedenspeigen Lassee Leopoldsdorf im Marchfelde Mannsdorf an der Donau Marchegg Markgrafneusiedl Matzen-Raggendorf Neusiedl an der Zaya Obersiebenbrunn Orth an der Donau Palterndorf-Dobermannsdorf Parbasdorf Prottes Raasdorf Ringelsdorf-Niederabsdorf Schönkirchen-Reyersdorf Spannberg Strasshof an der Nordbahn Sulz im Weinviertel Untersiebenbrunn Velm-Götzendorf Weiden an der March Weikendorf Zistersdorf NiederösterreichLage der Gemeinde Schönkirchen-Reyersdorf im Bezirk Gänserndorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schönkirchen-Reyersdorf ist eine Marktgemeinde mit 1974 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönkirchen-Reyersdorf liegt in Niederösterreich am Nordrand des Marchfeldes. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 17,89 km². 2,31 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Katastralgemeinden sind Reyersdorf und Schönkirchen.

Die Gemeinde befindet sich in jenem Teil des Wiener Beckens, das über große Erdöl- und Erdgasvorkommen verfügt. So wird die geologische Verwerfung in der Region, in der seit Jahrzehnten Erdöl und Erdgas ausgebeutet wird, als „Schönkirchen-Tief“ bezeichnet. Dieses beginnt ab 250 Meter unterhalb der Erdoberfläche und erreicht bei Schönkirchen mit über 6000 Metern Tiefe seine größte Ausdehnung.[1]

Der Zuckermantelhof ist ein Vorwerk südwestlich des Ortesl

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1100 wurde Schönkirchen, im Jahr 1115 Reyersdorf zum ersten Mal erwähnt.

1971 erfolgte die Zusammenlegung beider Gemeinden unter dem Namen Schönkirchen-Reyersdorf.

1977 wurde in 6.100 Metern Tiefe ein großes Erdgasvorkommen erschlossen. Seit dessen Ausbeutung dient der 1,57 Mrd. m³ große Hohlraum als einer von zwei Erdgas-Tiefspeichern in Niederösterreich (siehe auch Erdgas-Lagerstätten in Österreich).[1] Zwischen 2011 und 2015 wurde ein weiterer Erdgas-Speicher mit rund 1,6 Mrd. m³ Volumen errichtet.[2] Sowohl die Erdgas-Lagerstätten als auch eine 2015 neu errichtete Wasseraufbereitungsanlage werden von der OMV betrieben.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1854 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1725 Einwohner, 1981 insgesamt 1343 und im Jahr 1971 insgesamt 1163 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Peter Hofinger, Liste PETER (Unabhängige Bürgerliste Team Bürgermeister Peter Hofinger). Amtsleiter ist Karl Stradner. Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: 8 Unabhängige Bürgerliste Team Peter Hofinger, SPÖ 6, ÖVP 5, andere keine Sitze.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1999 besteht eine Partnerschaft zur Gemeinde Schönkirchen in Schleswig-Holstein, Deutschland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schönkirchen-Reyersdorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2001 gab es 50 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, und nach der Erhebung von 1999 bestanden 43 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung von 2001 insgesamt 868. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,22 Prozent.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Bezemek, Willibald Rosner (Hrsg.): Schönkirchen-Reyersdorf: Eine Ortskunde. Marktgemeinde Schönkirchen-Reyersdorf, 1994, ISBN 3-9500366-0-1, S. 478.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erdöl und Erdgas in Österreich, 29. Mai 2011 (abgerufen am 21. Mai 2017)
  2. Gasspeicher-Volumen soll verdoppelt werden, Der Standard, 30. März 2010 (abgerufen am 22. Juli 2017)
  3. OMV Group: Upstream: Fact Sheet Austria, Mai 2017 (abgerufen am 21. Mai 2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schönkirchen-Reyersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien