Schönow (Passow)

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Schönow
Gemeinde Passow
Koordinaten: 53° 10′ 50″ N, 14° 9′ 10″ O
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16306
Vorwahl: 033331
Schönow (Brandenburg)
Schönow

Lage von Schönow in Brandenburg

Schönower Schloss

Schönow ist ein Ortsteil der Gemeinde Passow im Landkreis Uckermark in Brandenburg. Das Dorf liegt 4,5 km nordöstlich vom Kernbereich von Passow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönow gehörte bis 1945 zur Provinz Pommern. Schönow lag im Landkreis Randow und kam bei dessen Auflösung im Jahre 1939 zum Landkreis Greifenhagen. Zur Gemeinde Schönow gehörten keine weiteren Wohnplätze.[1]

Das Gut Schönow gehörte von 1262 bis 1863 der Familie von Sydow. Seit dem 18. Jahrhundert entstand die Gutsanlage mit ihren Wirtschaftsgebäuden. Das heutige neugotische Schloss entstand um 1840. 1863 wurde das Gut an den Rittmeister Gustav Karl Kieckebusch aus Schwedt/Oder für 170.000 Taler verkauft. Um 1892 wurde der Kammerherr Kurt Gustav von Lettow-Vorbeck Gutsherr. Bis zur Enteignung 1945 war das Gut im Besitz von Bernd v. Lettow-Vorbeck.

Im Zuge der Bodenreform wurde das Gut aufgesiedelt.[2] Das Gutshaus war lange ungenutzt und stand zum Verkauf, bis es 2014 von den jetzigen Besitzern erworben wurde.[3] Es wird für Events vermietet.[4]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönower Kirche

Die evangelische Kirche, die Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut wurde, stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Ausstattung im Inneren ist im neugotischen Stil.

Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönow (Uckerm) ist über die Bahnstrecke Berlin–Szczecin (km 94,7) ans Bahnnetz angebunden. Es ist ein Haltepunkt der Kategorie 7 mit einem Bahnsteiggleis, der von der Regionalbahnlinie RB 66 und einzelnen Regional-Express-Zügen, die auf der Relation zwischen Berlin-Gesundbrunnen und Szczecin Główny verkehren, bedient wird.

Nachdem die Stettiner Bahn 1843 in Betrieb ging, hielten in Schönow zunächst keine Züge. 1895 wurde der heutige Passower Ortsteil mit einem Haltepunkt ausgestattet. Am 1. April 1934 wurde der Haltepunkt auch für den Personenverkehr geöffnet, zweigleisig mit zwei Bahnsteigen. 1937 verlegte man den Haltepunkt hinter den Straßenübergang nach Blumberg. Das bereits vorhandene Bahnwärterhaus wurde durch einen Anbau zu einem Empfangsgebäude erweitert. 1938 erweiterte man den Haltepunkt um ein Verladegleis und eine Kopframpe. Aufgrund von Reparationsleistungen an die Sowjetunion wurde das zweite Gleis abgebaut. Durch das Bahnhofsgebäude, das heute nicht mehr genutzt wird, besteht nur noch Zugang zum Bahnsteiggleis.[5]

Seit 2013 wird im Brandenburgischen Infrastrukturministerium über unrentable Bahnhöfe und Haltepunkte im Bundesland beraten. Laut einer Analyse der VBBs gibt es in Brandenburg rund 60 Bahnhöfe, an denen täglich weniger als 50 Fahrgäste ein- und aussteigen. Daher wurde mehrfach über eine mögliche Schließung der Stationen spekuliert. Hans-Werner Franz, der Geschäftsführer des VBBs, wies jene Spekulationen zurück. Auf der Liste dieser 60 Bahnhöfe standen auch sämtliche Stationen an der Stettiner Bahn im Landkreis Uckermark. Dazu zählen Casekow, Petershagen (Uckerm), Passow (Uckerm) und auch Schönow (Kr Uckerm).[6][7][8][9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schönow in der Uckermark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Schönow in der RBB-Sendung Landschleicher vom 15. Mai 2016

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag Schönow im Informationssystem Pommern.
  2. Geschichte von Schönow
  3. MOZ.de, 10. April 2014
  4. Website Schloss Schönow
  5. Ortsansichten von Schönow auf uckermark-region.de, abgerufen am 2. November 2014
  6. Artikel über mögliche Bahnhofsschließungen auf blickpunkt-brandenburg.de vom 26. August 2013, abgerufen am 31. Oktober 2014
  7. Artikel über mögliche Bahnhofsschließungen in der Berliner Morgenpost vom 15. Juli 2013, abgerufen am 31. Oktober 2014
  8. Artikel über mögliche Bahnhofsschließungen in der Märkischen Allgemeinen vom 2. Juli 2014, abgerufen am 31. Oktober 2014
  9. Kommentar über Bahnhofsschließungen (Memento vom 29. November 2014 im Internet Archive) auf jens-koeppen.de, abgerufen am 14. November 2014