Schötz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schötz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Schötz
Wappen von Schötz
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern LU
Wahlkreis: Willisau
BFS-Nr.: 1143i1f3f4
Postleitzahl: 6143 (Ohmstal)
6247 (Schötz)
Koordinaten: 641759 / 224638Koordinaten: 47° 10′ 17″ N, 7° 59′ 22″ O; CH1903: 641759 / 224638
Höhe: 504 m ü. M.
Fläche: 15,32 km²
Einwohner: 4186 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 273 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
17,4 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.schoetz.ch
Blick über Schötz

Blick über Schötz

Karte
Sempachersee Mauensee (Gewässer) Soppensee Tuetesee Kanton Aargau Kanton Bern Kanton Solothurn Wahlkreis Entlebuch Wahlkreis Hochdorf Wahlkreis Luzern-Land Wahlkreis Luzern-Stadt Wahlkreis Sursee Alberswil Altbüron Altishofen Dagmersellen Ebersecken Ebersecken Egolzwil Ettiswil Fischbach LU Gettnau Grossdietwil Grossdietwil Grossdietwil Hergiswil bei Willisau Luthern Menznau Nebikon Pfaffnau Reiden Roggliswil Schötz Ufhusen Wauwil Wikon Willisau Zell LUKarte von Schötz
Über dieses Bild
w

Schötz ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt ca. 28 km Luftlinie von Luzern entfernt. Er befindet sich in einer Ebene am Westrand des Wauwilermooses zwischen der Luthern im Westen und der Wigger im Osten. Durch Schötz fliesst der Dorfbach, auch Mühlenbach oder Sentbach genannt. Nördlich des Dorfs erhebt sich ein Hügel namens Wellberg (550 m ü. M.), südlich davon das Hübeli (554 m ü. M.), der Dachsenberg (561 m ü. M.) und der Buttenberg (616 m ü. M.). Die Westgrenze bildet der Kirchberg (598 m ü. M.) westlich der Luthern, der vom Studenwald und vom Kirchbergwald bedeckt ist.

Die Nordgrenze der Gemeinde liegt etwas südlich des Zusammenschlusses der Luthern und der Wigger nahe Nebikon. Die Wigger und vor allem der Ronbach und verschiedene Entwässerungsgräben im Schötzermoos bilden streckenweise die Gemeindegrenzen im Norden und Osten des Orts. Südöstlich des Weilers Hostris (505 m ü. M.; 1,7 km südöstlich des Dorfs), gleich nördlich der Wanger Rot, wechselt die Grenze von Süden gegen Westen und dann beim Dachsenberg gegen Südwesten. Beim Weiler Hinter Buttenberg (585 m ü. M.; 2,2 km südwestlich des Dorfs) dreht sie in nördliche Richtungen, überschreitet die Luthern, durchschneidet den westlich von Schötz liegenden Wallberg (570 m ü. M.) mit dem Öliwald, umfasst den Flüeggenwald südwestlich von Nebikon und wendet sich dann nach Osten und führt zurück zur Luthern.

Durch das Wachstum des Dorfs sind in den letzten Jahrzehnten etliche Weiler zu Quartieren geworden. Neben den bereits erwähnten Ortsteilen zählen auch noch die Weiler Unterer Wellberg (495 m ü. M.; 1,3 km nordwestlich des Dorfs) und Gläng (503 m ü. M.; 1,7 km westnordwestlich des Dorfs) zur Gemeinde Schötz. Bei Gläng mündet von links der Rykenbach in die Luthern ein. Nebst diesen Ortsteilen gibt es etliche Häusergruppen und Einzelgehöfte.

Vom Gemeindeareal von 1091 ha sind 10,9 % Siedlungsfläche und 17,9 % (im Südwesten, Westen und Nordwesten der Gemeinde) von Wald bedeckt. Durch die Trockenlegung des Wauwilersees und anschliessend des Grossteils des Wauwilermooses stehen heute 69,3 % des Gemeindegebiets zur landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung.

Schötz grenzt an Alberswil, Ebersecken, Egolzwil, Ettiswil, Gettnau, Nebikon und Wauwil.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 1'462
1860 1'286
1888 1'264
1900 1'121
1920 1'289
1970 2'351
1980 2'317
1990 2'613
2000 3'065
2005 3'222
2008 3'333
2010 3'448
2013 3'919
2014 4'073

Schötz war zwar von 1850–1900 auch von der Abwanderung von den Landgemeinden in die Industriezentren betroffen (1850–1900: −23,3 %). Es gab von 1850–1860 (1850–1860: −12,0 %) und 1888–1900 (1888–1900: −11,3 %) zwei Abwanderungswellen. Dazwischen stagnierte die Bevölkerung nahezu (1860–1888: −1,7 %). Mit Ausnahme zweier Stagnationsphasen (1910–1920 und 1970–1980) wächst die Bevölkerung seither ununterbrochen. Die Einwohnerzahl hat sich seit 1900 beinahe verdreifacht (1900–2004: +187,4 %).

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 91,06 % Deutsch, 3,23 % Albanisch und 1,40 % Serbokroatisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher waren alle Bewohner Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Zusammensetzung der Einwohnerschaft wie folgt aus. Es gibt 80,98 % römisch-katholische, 7,34 % evangelisch-reformierte und 1,24 % orthodoxe Christen. Daneben findet man 4,93 % Muslime und 2,68 % Konfessionslose. Die Orthodoxen sind Slawen aus dem früheren Jugoslawien. Die Mehrheit der Muslime sind albanischer Herkunft. Doch gibt es innerhalb der Muslime Minderheiten bosnischer, türkischer und kurdischer Abstammung.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 4'095 Einwohnern 3'423 Schweizer und 672 (= 16,4 %) Ausländer.[3] Die Einwohnerschaft bestand aus 83,6 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Serbien inklusive Kosovo (28,3 %), Portugal (25,3 %), Deutschland (15,3 %), Italien (3,4 %), der Türkei (2,8 %) und Spanien (1,0 %). 16,2 % stammten aus dem übrigen Europa und 7,6 % waren aussereuropäischer Herkunft.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Bei Ausgrabungen in den Jahren 1929/33 und 1965 wurden mittelsteinzeitliche Hirschjägerlager aus der Zeit von 5000 vor Christus gefunden. Die Gegend ist also bereits sehr früh besiedelt worden. Erste Erwähnung findet Scotis im Jahr 1173 in einem kaiserlichen Schutzbrief an den Chorherrenstift Beromünster. Bis 1407 gehörte der Ort zum Besitz der Habsburger. In diesem Jahr kaufte die Stadt Luzern die Grafschaft Willisau, zu welcher Schötz gehörte. Im Jahr 1412 erwarb Luzern auch die niedere Gerichtsbarkeit. Bis 1798 war Schötz ein Teil der Landvogtei Willisau. Im Jahr 1653 versammelten sich während des Bauernkriegs zahlreiche Bauern an einer Volksversammlung, um gegenüber der Herrschaft in der Stadt Luzern ihre Klageartikel zu verfassen. Von 1798 bis 1803 gehörte die Gemeinde zum Distrikt Willisau und seither zum damals neu geschaffenen Amt Willisau. Im Jahr 2012 haben die Gemeinden Schötz und Ohmstal die Fusion per 1. Januar 2013 beschlossen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Schötz besteht aus fünf Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Ruth Iseli-Buob (CVP): Gemeindepräsidentin
  • Guido Iten (CVP): Gemeindeammann
  • Ruth Bachmann-Schärli (CVP): Sozialvorsteherin
  • Hansruedi Hunkeler (FDP)
  • Christoph Freihofer (FDP)

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Schötz: CVP 44,4 %, SVP 28,7 %, FDP 19,3 %, SP 4,3 %, GPS 1,9 %, glp 1,4 %.[5]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Schötz: SVP 35,3 %, CVP 33,9 %, FDP 17,0 %, SP 6,0 %, glp 3,4 %, Grüne 2,7 %, BDP 0,8 %.[6]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schötz ist per Bus gut an das Netz des Öffentlichen Verkehrs angeschlossen. Die eine Buslinie ist Altishofen-Nebikon-Schötz-Willisau, die andere Ebersecken-Schötz-Dagmersellen. Nebikon und Dagmersellen liegen an der Bahnstrecke OltenLuzern mit eigenen Haltestellen. In Ettiswil befindet sich ein Buskreuz. Von dort führen regelmässige Busverbindungen in Richtung Willisau (Bahnlinie Luzern-Langenthal), Sursee (Schnellzugshalt an der Bahnlinie Luzern-Olten) oder in die Stadt Luzern.

Schötz liegt an der Strasse Dagmersellen-Willisau. Der nächstgelegene Autobahnanschluss ist Dagmersellen, 5 km nördlich des Dorfs. Die Fahrzeit zu allen wichtigen wirtschaftlichen Regionen der Deutschschweiz wie Zürich, Bern, Basel und Luzern/Zug beträgt maximal 1 Stunde.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schötz verfügt über 2 Schulhausanlagen, eine im Ortsteil Schötz und eine im Ortsteil Ohmstal, mit insgesamt 6 Turnhallen und Aussensportanlagen. In Schötz können alle obligatorischen Schulstufen absolviert werden. Kantonsschulen mit der Möglichkeit des Maturaabschlusses befinden sich in Willisau und Sursee.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewerbe und Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schötz sind zahlreiche Unternehmen ansässig, der Gewerbeverein Schötz zählt rund 100 Mitglieder. Nebst vielen Unternehmen des Bauhaupt- und Nebengewerbes sind dies 5 Automobilhändler, Handels- und Reparaturbetriebe für landwirtschaftliche Maschinen, Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Immobilienbewirtschaftung oder Treuhandunternehmen. Zu den grösseren Betrieben zählen die GIS AG, welche Kettenzüge und Krananlagen herstellt, Iseli, eine ebenfalls weltweit tätige Maschinenfabrik, die Proderma AG, welche im Bereich der Einzelverpackung von Kosmetika und Lebensmittel tätig ist oder die Laves-Arzneimittel, ein Hersteller von Biopharmazeutika.

Einkaufsmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nebst Fachgeschäften sind mehrere grossen Detailhandelsketten mit Geschäften in Schötz vertreten, so Aldi, Coop, Denner, Landi und Migros. Grössere Einkaufszentren und Baumärkte befinden sich in Willisau, Sursee oder Luzern.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schötz stehen den Touristen gleich drei Museen zur Besichtigung zur Verfügung. Dies sind:

  • das Wiggertaler Heimatmuseum mit Sammlungen aus der Ur- und Steinzeit und regionaler Volkskunde
  • das Museum in der Ronmühle mit volkskundlichen Sammlungen
  • das private Museum Bossardt-Amrein mit einer Sammlung aus der Pfahlbauerzeit

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National und international bekannt ist Schötz vor allem durch das 24h Velorennen des VC Schötz, welches im August stattfindet. Am 6./7. August 2011 wurde die 19. Auflage des 24 Stunden Rennens auf der Strasse und die 3. Auflage auf dem Mountainbike durchgeführt. Seit 2012 findet nur noch ein Mountainbike 24h Rennen statt. Auf das 24h Strassenrennen wurde auf Grund des hohen Aufwandes für die Sicherheit verzichtet.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schötz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  4. LUSTAT: Gemeindeprofil Schötz
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Schötz
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 3. Juni 2016.