Schaben-Königskerze

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Schaben-Königskerze
Verbascum blattaria 1.jpg

Schaben-Königskerze (Verbascum blattaria)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)
Gattung: Königskerzen (Verbascum)
Art: Schaben-Königskerze
Wissenschaftlicher Name
Verbascum blattaria
L.

Die Schaben-Königskerze (Verbascum blattaria), auch Schabenkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Königskerzen (Verbascum) in der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Das Artepitheton „blattaria“ leitet sich vom lateinischen Wort blatta für „Schabe“ ab und erinnert wie der deutsche Trivialname daran, dass diese Art früher zum Vertreiben von Schaben verwendet worden ist.[1] Sie ist eine alte Nutzpflanze gegen Schadinsekten.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration aus Flora Batava, Volume 2
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Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schaben-Königskerze ist eine mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 100 Zentimetern. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind dunkelgrün und kahl.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem locker traubigen Blütenstand stehen die Blüten an langen Blütenstielen. Die Blüten sind von außen oft rot überlaufen. Die Kronblätter sind gelb, selten weiß. Es werden fünf Staubblätter gebildet. Die Staubfäden sind violett gefärbt und wollig behaart.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18 oder 36.[2]

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schaben-Königskerze ist eine hapaxanthe Pflanze.

Vorkommen und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schaben-Königskerze ist in Eurasien verbreitet. Sie wächst auf Böschungen, an Wegesrändern sowie auf Schuttplätzen in Höhenlagen von bis zu 800 Metern. Die Schaben-Königskerze gedeiht am besten auf mäßig trockenen bis mäßig frischen, basen- und nährstoffreichen Lehm- und Tonböden. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Ordnung Onopordetalia.[2]

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In Deutschland gilt die Schaben-Königskerze als gefährdet („3+“ gemäß der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten von 1996).

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  •  Siegmund Seybold: Flora von Deutschland und angrenzender Länder. Ein Buch zum Bestimmen der wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. Begründet von Otto Schmeil, Jost Fitschen. 93. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2006, ISBN 3-494-01413-2.
  •  Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ruprecht Düll, Irene Düll: Taschenlexikon der Mittelmeerflora. Ein botanisch-ökologischer Exkursionsbegleiter zu den wichtigsten Arten. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 978-3-494-01426-5, S. 353.
  2. a b  Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 827.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schaben-Königskerze (Verbascum blattaria) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien