Schacholympiade 2022

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Die Schacholympiade 2022 war ein Mannschaftsturnier im Schach, das vom 28. Juli bis zum 10. August 2022 in Mamallapuram, einer kleinen Stadt nahe Chennai (Indien), ausgetragen wurde.

Es war die 44. Schacholympiade des Weltschachbundes FIDE.

Ursprünglich sollte das Turnier 2020 in Chanty-Mansijsk stattfinden, wurde dann pandemiebedingt auf 2022 verschoben und nach Moskau verlegt – wurde dann aber aufgrund des russischen Überfalls auf die Ukraine kurzfristig von Chennai übernommen.[1] Da über Chennai Anfang Juli eine Hitzewelle ausbrach, die vor allem für europäische Teilnehmer erhebliche Probleme – auch gesundheitlicher Art – darstellen würde, gab es eine erneute Verlegung nach Mamallapuram.[2]

Beteiligung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmende Mannschaften, Debütanten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Offenen Turnier nahmen 186 Mannschaften teil, am Turnier der Damen 159. Damit wurde in beiden Turnieren ein Beteiligungsrekord erreicht. Ihr Olympiade-Debüt gaben die Mannschaften aus Äquatorial-Guinea, von den Cayman-Inseln, aus Dominica, von den Komoren, aus Laos, dem Niger, dem Tschad sowie von den Inselgruppen St. Kitts, St. Lucia und St. Vincent. Im Turnier der Frauen gab es sogar 19 erstmals angetretene Teams: Andorra, Bahrain, Bhutan, Dschibuti, Eritrea, Haiti, Jersey, Kap Verde, die Komoren, Laos, Liberia, Mali, Myanmar, Oman, Osttimor, Saudi-Arabien, Somalia, Südsudan, und Zypern.

Im offenen Turnier spielen in der Regel komplette Männermannschaften. Diesmal waren allerdings auch hier 13 Frauen aufgeboten, was einen neuen Rekord bedeutete. Je zwei Frauen standen in den Teams von Luxemburg (Elvira Berend und Fiona Steil-Antoni) sowie der Britischen Jungferninseln.

Fehlende Mannschaften und Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mannschaften von Russland und Belarus wurden wegen des Überfalls auf die Ukraine vom Turnier ausgeschlossen.[3] China als Titelverteidiger beider Turniere hat offenbar aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht gemeldet.[4] Aus dem Kreis der Länder mit nennenswerter Schachtradition fehlte darüber hinaus Bosnien-Herzegowina. Ferner fehlten die international besetzten Auswahlmannschaften der von der FIDE anerkannten Schach-Weltverbände für Menschen mit bestimmten körperlichen Einschränkungen.

Einige afrikanische Mannschaften trafen verspätet ein und nahmen das Turnier entsprechend später auf, so die Elfenbeinküste und Lesotho erst zur vierten Runde. Gambia meldete seine Mannschaften nach der neunten Runde vom weiteren Turnierverlauf ab.

Aus unterschiedlichen Gründen verzichteten mehrere Spieler der Weltklasse auf die Teilnahme, u. a. Hikaru Nakamura (USA), Alireza Firouzja und Maxime Vachier-Lagrave (beide Frankreich), Richárd Rapport (Ungarn), Viswanathan Anand (Indien) oder Teymur Rəcəbov (Aserbaidschan).[5][6]

Austragungsmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide Turniere fanden über je elf Runden nach Schweizer System statt. Nach der sechsten Runde gab es am 3. August den einzigen Ruhetag.

Bedenkzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bedenkzeit betrug 90 Minuten für 40 Züge plus 30 Minuten für den Rest der Partie. Vom ersten Zuge an erhielten die Spieler 30 Sekunden Zuschlag pro Zug.

Wertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für einen Sieg gab es zwei Mannschaftspunkte, bei einem Unentschieden je einen für jedes Team. Spielfrei ausgeloste Mannschaften wurden mit einem Mannschaftspunkt und zwei Brettpunkten gewertet. Ein kampfloser Sieg gegen eine zugeloste, aber nicht angetretene Mannschaft brachte hingegen zwei Mannschafts- und vier Brettpunkte.

Bei Punktgleichheit der Mannschaftspunkte entschied zuerst die Olympiade-Sonneborn-Berger-Wertung, dann die Anzahl der Brettpunkte und schließlich die Olympiade-Buchholz-Wertung.

Turnierverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenes Turnier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

So - Melkumyan
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8 Chess rdt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess qdt45.svg Chess rdt45.svg Chess --t45.svg Chess kdt45.svg Chess --t45.svg 8
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4 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess plt45.svg Chess rlt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 4
3 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess plt45.svg Chess blt45.svg Chess --t45.svg Chess qlt45.svg Chess nlt45.svg Chess plt45.svg 3
2 Chess plt45.svg Chess plt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess plt45.svg Chess plt45.svg Chess --t45.svg 2
1 Chess rlt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess klt45.svg Chess --t45.svg 1
  a b c d e f g h  

Weiß hat gerade auf e4 einen Bauern geschlagen. Hätte Schwarz dieses Opfer angenommen, wäre er nach weiteren Opferzügen mattgesetzt worden:
19...dxe4(?) 20.Dxf7+!! Kxf7 21.Lc4+ Kf6 22.Sxe4+ Kf5 23.g4+! Kxe4 24.Te1+ Kf3 25.Ld5# oder Te3#
Alle schwarzen Züge waren nach Annahme des Turmopfers erzwungen.

In den ersten sechs Runden bis zum Ruhetag gab es nur wenige Überraschungen. Als einzige Mannschaft mit 12:0 Punkten lag der dreimalige Olympiade-Sieger Armenien an der Spitze. Mit 11:1 Zählern folgten die als Nummer 1 gesetzten US-Amerikaner, die in Runde 4 gegen Usbekistan unentschieden gespielt hatten, als Fabiano Caruana gegen Nodirbek Abdusattorov unterlag. Es folgten elf Mannschaften mit je 10:2 Punkten, darunter alle drei Mannschaften des Gastgeberlandes. In dieser Gruppe befand sich auch die Auswahl des Deutschen Schachbundes. Sie hatte fünfmal gewonnen und überraschend gegen Österreich verloren, war bislang noch nicht auf absolute Top-Gegner getroffen. Aus den Top-Ten der Setzliste fehlten in der absoluten Spitze England, Spanien, die Ukraine und Aserbaidschan (alle 9:3 Punkte), sowie die an Nummer 3 gesetzten Norweger (7:5 Punkte). Bei den Norwegern resultierte die hohe Setzlistenposition allerdings vor allem aus der sehr hohen Elo-Zahl von Weltmeister Magnus Carlsen.

Im Spitzenspiel der 7. Runde trennten sich Armenien und die USA nach turbulentem Verlauf unentschieden, wobei GM Wesley So gegen GM Hrant Melkumjan mit einer sehr schönen Falle gewann. Melkumjan nahm das Turmopfer nicht an, stand dann aber schnell auf Verlust (s. nebenstehenden Auszug). Ein kurioser Fehler unterlief Samuel Shankland gegen Robert Howhannisjan. In einer ausgeglichenen Stellung hatte Shankland sicher mit einem Schachgebot des Gegners gerechnet und sofort seinen König in die Hand genommen, um dem Schachgebot auszuweichen. Howhannisjan hatte aber einen anderen Zug gemacht. Nach der Berührt-Geführt-Regel hätte Shankland nun mit dem König ziehen müssen. Da aber nun der einzig regelkonforme Königszug zum Verlust geführt hätte, gab Shankland auf. Im Duell des indischen A-Teams und der eigenen dritten Mannschaft siegten die Favoriten sicher mit 3:1. Die Verfolgergruppe mit einem Punkt Rückstand auf Armenien bildeten weiterhin die USA, sowie die erste und zweite indische Mannschaft, Deutschland (Sieg gegen Serbien), Kasachstan und Usbekistan.

In Runde 8 verteidigten die Armenier ihre Führung durch einen Sieg gegen Indien. Mit einem Punkt Rückstand folgten nun Usbekistan (Sieg gegen Deutschland) und Indiens B-Mannschaft. Mit seinem Sieg gegen Fabiano Caruana sicherte der 16-jährige Dommaraju Gukesh dem jungen indischen Team ein 3:1 gegen die USA und gewann damit alle bisher gespielten acht Partien. Mit jeweils 13:3 Punkten folgten der Iran, die Niederlande und Aserbaidschan.

Wachablösung in Runde 9: Usbekistan bezwang Armenien durch Siege an den hinteren Brettern mit 3:1. Indien B trennte sich von Aserbaidschan unentschieden, wobei Gukesh erstmals einen halben Punkt abgab. Usbekistan war damit Tabellenführer bei 16:2 Punkten. Die indische B-Mannschaft und der entthronte Spitzenreiter Armenien folgten in der Tabelle mit 15:3 Punkten vor einer größeren Verfolgergruppe, die bei 14:4 Zählern ebenfalls noch Medaillenchancen geltend machen konnte.

Am vorletzten Tag erreichte Usbekistan ein glückliches 2:2 gegen die indische B-Mannschaft. Der bis dahin überragend spielende Gukesh konnte gegen Schnellschach-Weltmeister Nodirbek Abdusattorov zunächst seine klar vorteilhafte Stellung nicht verwerten und stellte dann in bereits leicht nachteiliger Stellung eine Figur ein. Armenien besiegte Aserbaidschan mit 3:1 und schloss damit zu den Usbeken auf. Einen Punkt zurück folgten die erste und zweite indische Mannschaft sowie das Team der USA. Weitere sechs Mannschaften hatten mit 15:5 Punkten zwar kaum noch Medaillenambitionen, kamen aber für Spitzenplatzierungen in Frage. Darunter befand sich auch die deutsche Mannschaft.

In der letzten Runde ließen die Spitzenreiter nichts mehr anbrennen. Sowohl Armenien als auch Usbekistan gewannen ihre Spiele mit 2,5:1,5 (gegen Spanien bzw. die Niederlande). Beide hatten in je einer Partie frühzeitig klaren Vorteil und konnten die übrigen Partien ohne großes Risiko spielen. Der für Spanien spielende Alexei Schirow übersah bei einem interessanten Qualitätsopfer einen Zwischenzug, wonach Armenien schnell auf der Siegerstraße war. Doch auch Usbekistan konnte früh mit einem Punkt von Jahongir Vakhidov planen. Somit stand Usbekistan aufgrund der klar besseren Feinwertungen als Olympiade-Sieger und Armenien als Zweitplatzierter fest. Indiens junge B-Mannschaft besiegte Deutschland mit 3:1 und sicherte sich Bronze vor dem eigenen A-Team, welches im Duell der beiden Top-Gesetzten gegen die USA 2:2 spielte. Die USA belegten somit Platz 5 vor der Überraschungsmannschaft aus der Republik Moldau. Die Moldauer hatten schon in Runde 2 gegen Indien verloren, blieben dann aber ungeschlagen und rollten das Feld von hinten auf, besiegten u. a. Georgien, Rumänien, Norwegen (mit Weltmeister Magnus Carlsen) und zuletzt England.

Frauenturnier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spitzenreiter im Frauenturnier war nach sechs Runden Gastgeber Indien mit makelloser Bilanz. Mit je 11:1 Punkten folgten Aserbaidschan und Rumänien, beide hatten gegen die Ukraine unentschieden gespielt. Die Ukrainerinnen befanden sich folgerichtig bei 10:2 In der Verfolgergruppe, die acht Mannschaften umfasste. Aus den Top-Ten der Setzliste lagen Deutschland, Frankreich und die USA nach je zwei Niederlagen mit 8:4 Punkten im vorderen Mittelfeld. Kasachstan (Nummer 10) lag mit 9:3 Punkten noch davor.

Indien gewann in Runde 7 gegen Aserbaidschan und bewahrte die weiße Weste. Da Rumänien zugleich gegen Georgien unterlag, hatte Indien nun zwei Punkte Vorsprung auf eine Verfolgergruppe mit Armenien, der Ukraine und Georgien (alle 12:2 Punkte).

Den ersten Punktverlust für Indien gab es in Runde 8 beim 2:2 gegen die Ukraine. Damit kam Georgien nach klarem Sieg über Armenien auf einen Punkt an die Gastgeberinnen heran. Bei je 13:3 Punkten standen nun die Ukraine, Polen, Bulgarien, Kasachstan und die Mongolei.

Tags darauf gewann Polen das Spitzenduell gegen Indien. Den entscheidenden Siegpunkt holte Oliwia Kiołbasa, die nunmehr bei 9 Punkten aus 9 Runden stand. Da Georgien gegen die Ukraine nicht über ein 2:2 hinauskam, ergab sich ein Zusammenschluss an der Spitze. Zwei Runden vor Schluss führten Indien, Polen, Georgien und Kasachstan mit je 15:3 Punkten. Das unmittelbare Verfolgerfeld bildeten fünf Mannschaften mit je 14:4 Zählen, darunter die Mannschaft des Deutschen Schachbundes.

Am vorletzten Tag spielte das Spitzenquartett unter sich. Dabei kam nur Indien (3,5:0,5 gegen Kasachstan) zu einem Sieg und übernahm die alleinige Tabellenführung mit 17:3 Punkten. Georgien und Polen trennten sich 2:2. Zu diesen beiden Teams schlossen die Ukraine (2,5:1,5 gegen Deutschland) und Aserbaidschan (4:0 gegen Armenien) auf. Weitere fünf Mannschaften standen bei 15:5 Punkten: neben Kasachstan noch das indische B- und C-Team sowie die USA und die Slowakei.

Spitzenreiter Indien konnte die hervorragende Ausgangsposition nicht nutzen. Die Damen des Gastgeberlandes unterlagen gegen die USA klar mit 1:3. Somit gingen die Ukraine (3:1 gegen Polen) und Georgien (3:1 gegen Aserbaidschan) noch an den Inderinnen vorbei. Die bessere Feinwertung sicherte der Ukraine Platz 1 vor Georgien. Indien rettete trotz der Niederlage einen knappen Feinwertungs-Vorsprung auf die USA und erreichte den Bronzeplatz. Die USA wurden Vierte vor Kasachstan.

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenes Turnier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Team S U N MP OSB BP
1 Usbekistan Usbekistan 8 3 0 19 435 33
2 Armenien Armenien 9 1 1 19 382,5 28,5
3 Indien Indien 2 8 2 1 18 427,5 32,5
4 Indien Indien 7 3 1 17 409 29
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 7 3 1 17 352 26,5
6 Moldau Republik Moldawien 7 3 1 17 316,5 28,5
7 Aserbaidschan Aserbaidschan 7 2 2 16 351,5 27,5
8 Ungarn Ungarn 7 2 2 16 341,5 28,5
9 Polen Polen 6 4 1 16 322,5 27
10 Litauen Litauen 7 2 2 16 297 27
17 Deutschland Deutschland 7 1 3 15 321 26,5
23 OsterreichÖsterreich Österreich 7 1 3 15 283,5 25,5
51 Schweiz Schweiz 6 1 4 13 261,5 25
54 Belgien Belgien 6 1 4 13 239 23,5
99 Luxemburg Luxemburg 5 1 5 11 171,5 20
165 Liechtenstein Liechtenstein 3 1 7 7 106,5 16

Frauenturnier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Team S U N MP OSB BP
1 UkraineUkraine Ukraine 7 4 0 18 413,5 30,5
2 Georgien Georgien 8 2 1 18 392 29
3 Indien Indien 8 1 2 17 396,5 29
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 8 1 2 17 390 31,5
5 Kasachstan Kasachstan 8 1 2 17 352 28
6 Polen Polen 7 2 2 16 396 30
7 Aserbaidschan Aserbaidschan 7 2 2 16 389 29,5
8 Indien Indien 2 7 2 2 16 369,5 30
9 Bulgarien Bulgarien 7 2 2 16 361 29,5
10 Deutschland Deutschland 8 0 3 16 344,5 29
36 OsterreichÖsterreich Österreich 6 1 4 13 290 26,5
43 Belgien Belgien 5 3 3 13 261,5 26,5
48 Schweiz Schweiz 6 1 4 13 236 24

Brettpreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenes Turnier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaille Brett 1 Brett 2 Brett 3 Brett 4 Brett 5
Gold Indien Gukesh D (9/11; TPR 2867) Indien Nihal Sarin (7½/10; TPR 2774) EnglandEngland David Howell (7½/8; TPR 2898) Usbekistan Jahongir Vakhidov (6½/8; TPR 2813) Polen Mateusz Bartel (8½/10; TPR 2778)
Silber Usbekistan Nodirbek Abdusattorov (8½/11; TPR 2803) Griechenland Nikolas Theodorou (7½/9; TPR 2764) Indien Erigaisi Arjun (8½/11; TPR 2767) Litauen Paulius Pultinevičius (8½/10; TPR 2787) Armenien Robert Howhannisjan (8/11; TPR 2679)
Bronze Norwegen Magnus Carlsen (7½/9; TPR 2803) Usbekistan Nodirbek Jakubbojew (8/11; TPR 2759) Indien R. Praggnanandhaa (6½/9; TPR 2767) SpanienSpanien Jaime Santos Latasa (8/10; TPR 2729) UkraineUkraine Wolodymyr Onyschuk (7/9; TPR 2642)

Frauenturnier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaille Brett 1 Brett 2 Brett 3 Brett 4 Brett 5
Gold SchwedenSchweden Pia Cramling (9½/11; TPR 2532) Georgien Nino Baziaschwili (7½/10; TPR 2504) Polen Oliwia Kiołbasa (9½/11; TPR 2565) Mongolei Bat-Erdene Mungunzul (8½/10; TPR 2460) Deutschland Jana Schneider (9/10; TPR 2414)
Silber NiederlandeNiederlande Eline Roebers (7½/10; TPR 2532) UkraineUkraine Anna Musytschuk (7/10; TPR 2472) UkraineUkraine Anna Uschenina (7½/9; TPR 2528) Polen Maria Malicka (7/9; TPR 2453) Aserbaidschan Ulviyya Fataliyeva (5/8; TPR 2323)
Bronze Kasachstan Zhansaya Abdumalik (7/9; TPR 2529) Aserbaidschan Khanim Balajayeva (7/9; TPR 2454) Indien R. Vaishali (7½/11; TPR 2452) Indien Tania Sachdev (8½/10; TPR 2460) Indien Divya Deshmukh (7/9; TPR 2298)

Gaprindaschwili-Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der nach der früheren Schachweltmeisterin Nona Gaprindaschwili benannten Wertung werden die Ergebnisse der beiden Turniere zusammengefasst. Erstes Kriterium ist dabei die addierte Platzziffer (PZ) aus beiden Turnieren. Es folgen dann die weiteren Wertungen wie in den Einzeltabellen.

Platz Team PZ MP OSB BP
1 Indien Indien 7 34 805,5 58
2 Vereinigte Staaten USA 9 34 742 58
3 Indien Indien B 11 34 797 62,5
4 Armenien Armenien 14 35 715,5 57
5 Aserbaidschan Aserbaidschan 14 32 740,5 57
6 Polen Polen 15 32 718,5 57
8 Kasachstan Kasachstan 22 32 674,5 55,5
9 Deutschland Deutschland 28 31 665,5 55,5
10 Litauen Litauen 28 31 595 54

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der fünften Runde unterlief einem Schiedsrichter ein auf diesem Niveau ungewöhnlicher Fehler. Im Wettkampf zwischen der Mongolei und Norwegen reklamierte Großmeister Aryan Tari irrtümlich Remis wegen dreifacher Stellungswiederholung in einer ansonsten für ihn nachteiligen Stellung gegen Großmeister Bajarsaichany Gündawaa. Der Schiedsrichter prüfte den Antrag und entschied auf Remis, obwohl tatsächlich keine dreifache Stellungswiederholung vorlag. Der Wettkampf endete 2:2. Ein mongolischer Protest gegen die Remiswertung blieb erfolglos, da er offenbar zu spät kam, um die Partie noch sinnvoll fortzusetzen.[7]

Im Wettkampf der achten Runde zwischen Hongkong und Haiti provozierten die Spieler Lut Yin Luke Lau und Jude Mirvens Guillaume bereits nach sechs Zügen eine dreifache Stellungswiederholung, um damit die Regel zu unterlaufen, wonach Remisvereinbarungen erst nach dem 30. Zuge erlaubt waren. Das Verhalten wurde als Unsportlichkeit beider Spieler betrachtet und die Partie für beide Spieler als verloren gewertet. Der Wettkampf endete 2:1 für Hongkong.

Mannschaftsaufstellungen aller Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chennai to host the 2022 Chess Olympiad. FIDE, 15. März 2022, abgerufen am 17. März 2022 (englisch).
  2. Erneute Verlegung nach Mamallapuram
  3. Russia and Belarus teams suspended from FIDE competitions. FIDE, 16. März 2022, abgerufen am 17. März 2022 (englisch).
  4. Schacholympiade 2022 ohne Russland und China
  5. Startrangliste
  6. Radjabov withdraws from Chessolympiad
  7. Details zum fehlerhaften Remis bei Norwegen – Mongolei.