Schaghajegh Nosrati

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Schaghajegh Nosrati (* 16. April 1989 in Bochum) ist eine deutsche Pianistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eltern von Schaghajegh Nosrati, Masoud und Faravak Nosrati, stammten aus dem Iran. Nach der Islamischen Revolution 1979 waren sie politischer Verfolgung ausgesetzt, mussten ihre Studien abbrechen und flohen 1983 nach Deutschland.[1] In der Familie spielte klassische Musik eine große Rolle. Schaghajegh Nosrati erhielt seit ihrem vierten Lebensjahr Klavierunterricht. Mit acht Jahren wurde sie Schülerin des Recklinghäuser Pianisten und Klavierforschers Rainer Maria Klaas. Im Jahr 2007 wurde sie als Jungstudentin von Einar Steen-Nøkleberg an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover aufgenommen. Im Jahr 2015 absolvierte sie an diesem Institut ihr Master-Studium bei Christopher Oakden und 2017 das Konzertexamen bei Ewa Kupiec.[2]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 gewann sie den 1. Preis in der Altersgruppe 16 bis 18 Jahre und den Sonderpreis für „Moderne“ beim Rotary Klavierwettbewerb Jugend in Essen. Im Jahr 2014 gewann sie den zweiten Preis beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig. 2015 machte sie mit einer Einspielung der Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach ihre erste Tonaufnahme. Diese Einspielung wurde von Kritikern positiv aufgenommen.[3][4]

Im Dezember 2016 debütierte sie mit dem deutschen Kammerorchester in Berlin im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie und führte im Rahmen dieses Konzerts die Klavierkonzerte d-Moll BWV 1052 und E-Dur BWV 1053 von Johann Sebastian Bach in der Uraufführung der Version des deutschen Komponisten Frank Zabel (* 1968) auf.[5]

Musikalische Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Repertoire von Schaghajegh Nosrati umfasst die pianistische Standardliteratur vom Barock bis zur Moderne. Schwerpunkte sind neben der Musik Johann Sebastian Bachs auch Werke von Komponisten wie Charles Valentin Alkan.[6]

Sie hat eine besondere Affinität zu den Werken Sergej Rachmaninows. Ihre Rachmaninow-Interpretation war im Dezember 2016 im Bochumer Musikzentrum im Rahmen eines Konzerts zu hören, in dem sie zusammen mit den Bochumer Symphonikern unter der Leitung des Dirigenten Steven Sloane die Rhapsodie über ein Thema von Paganini aufführte.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nadja Juskowiak: Iranische Familie nutzt Chancen in der Freiheit. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 27. Dezember 2015, abgerufen am 14. Januar 2018.
  2. Biografie bei Reinicke Artists, abgerufen am 1. August 2017.
  3. rondomagazin
  4. klassik-magazin
  5. Berliner Philharmoniker: Konzert mit Deutsches Kammerorchester Berlin, Gabriel Adorján, Schaghajegh Nosrati. In: www.berliner-philharmoniker.de. Abgerufen am 15. Januar 2017.
  6. Repertoire Schaghajegh Nosrati. In: www.nosrati-pianist.com. Abgerufen am 31. Juli 2016.
  7. BOCHUMER SYMPHONIKER: Detail. In: www.bochumer-symphoniker.de. Abgerufen am 19. Januar 2017.