Schalom (Hebräisch)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schalom in hebräischen Buchstaben
Tafel mit den Bestandteilen von שלום
Regenbogenfahne auf einem Ostermarsch mit der hebräischen Schreibweise für Schalom und der arabischen für Salām

Der hebräische Begriff Schalom?/i [שלום] (englische Schreibweise: shalom, in aschkenasischer Aussprache auch Schulem oder Scholem) bedeutet zunächst Unversehrtheit und Heil. Doch mit dem Begriff ist nicht nur Befreiung von jedem Unheil und Unglück gemeint, sondern auch Gesundheit, Wohlfahrt, Sicherheit, Frieden und Ruhe. Im Alten Testament (Tanach) wird Schalom als „Zustand, der keine unerfüllten Wünsche offen lässt“ beschrieben.[1] Außerdem ist Schalom eine der verbreitetsten Grußformeln in Israel. Am Schabbat wünschen Juden sich einen friedvollen Schabbat mit der Grußformel שַׁבָּת שָׁלוֹם Schabbat Schalom.

„... der Friede, der allein versöhnt und stärkt, der uns beruhigt und unser Gesichtsbild aufhellt, uns von Unrast und von der Knechtung durch unbefriedigte Gelüste frei macht, uns das Bewusstsein des Erreichten gibt, das Bewusstsein der Dauer, inmitten unserer eigenen Vergänglichkeit und der aller Äußerlichkeiten.“

Claude J. G. Montefiore: 1858–1938, jüdischer Gelehrter und Gründer der „World Union for Progressive Judaism

Schalom ist bereits im Tanach ein zentrales Wort und demzufolge der übliche Gruß unter Juden. Es wird auch als Abschiedsgruß gebraucht. Das Wort basiert auf der im semitischen Sprachraum bedeutungstragenden Wurzel š-l-m[2] und ist mit dem arabischen Salām auf das Engste verwandt.

Der Name des Königs Salomo geht auf dieselbe Wurzel zurück.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Gesenius: Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S. 1358.
  2. Die Vokale werden in semitischen Sprachen meist nicht geschrieben.