Schandmaul

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Schandmaul
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Thomas Lindner, Anna Katharina Kränzlein, Martin Duckstein, Matthias Richter, Stefan Brunner, Birgit Muggenthaler (v.l.n.r.)
Thomas Lindner, Anna Katharina Kränzlein, Martin Duckstein, Matthias Richter, Stefan Brunner, Birgit Muggenthaler (v.l.n.r.)
Allgemeine Informationen
Herkunft Gröbenzell, Deutschland
Genre(s) Folk-Rock, Mittelalter-Rock
Gründung 1998
Website www.schandmaul.de
Gründungsmitglieder
Thomas Lindner
Anna Katharina Kränzlein
Stefan Brunner
E-Gitarre, Akustik-Gitarre
Martin Christoph „Ducky“ Duckstein
Birgit Muggenthaler
E-Bass, Mandoline, Drehleier, Gesang
Hubert „Hubsi“ Widmann (bis 2002)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Akkordeon, Gitarre, Klavier
Thomas Lindner
Violine, Drehleier, Bratsche, Cello, Gesang
Anna Katharina Kränzlein
Schlagzeug, Perkussion, Gesang
Stefan Brunner
Gitarre, Cister, Laute, Banjo, Gesang
Martin Christoph „Ducky“ Duckstein
Schäferpfeife, Schalmeien, Rauschpfeife, Flöten, Dudelsack, Gesang
Birgit Muggenthaler-Schmack
Matthias „Hiasl“ Richter (seit 2002)
Gastmusiker
Violine, Gesang
Ally Storch (2012–2014)
Violine
Tobias „Tobi“ Heindl (2012–2014)
Dudelsack
Kristina Künzel (2012)
Flöten und Pfeifen
Benedikt Dreher (2012)

Schandmaul ist eine deutschsprachige Mittelalter-Folk-Rock-Band aus Gröbenzell bei München.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Lindner auf dem Rockharz in Ballenstedt, 2015
Schandmaul, 2009

Schandmaul wurde im Sommer 1998 von sechs Musikern aus München und Umgebung gegründet. Als erstes eigenes Lied entstand Teufelsweib, das den typischen Schandmaul-Sound prägte. Das erste Konzert fand am 14. November 1998 in Gröbenzell in der Kneipe „Die Hexe“ statt. Nach dem Konzert nahmen die Musiker eine CD auf, die am 1. Juni 1999 mit dem Titel Wahre Helden im Eigenvertrieb erschien.

Am 7. Dezember 2000 wurde das zweite Album Von Spitzbuben und anderen Halunken ebenfalls im Eigenvertrieb veröffentlicht. Im selben Jahr begann die Band die Zusammenarbeit mit dem Konzertbüro von Extratours. Zudem wurde der Band 2000 der deutsche Folkförderpreis verliehen.

2001 wurde auch eine Plattenfirma auf Schandmaul aufmerksam, was zu einer Neuveröffentlichung zuerst eines Remixes des Albums Von Spitzbuben und anderen Halunken am 19. Oktober 2001 und am 3. März 2003 zu einer Neuveröffentlichung des Albums Wahre Helden führte. Gleichzeitig wurde im Jahr 2001 durch viele weitere Konzerte, unter anderem auf großen Festivals wie M’era Luna, Zillo, Wave-Gotik-Treffen die erste große Tour organisiert. Die dritte CD Narrenkönig wurde in einem professionellen Studio aufgenommen und kam am 7. Oktober 2002 auf den Markt. Sie erreichte Platz 70 der deutschen Album-Charts. Bereits im September des Jahres 2002 hatte sich die Band von Hubsi Widmann getrennt. Neuer Bassist wurde Matthias Richter, der am 22. September 2002 sein Debüt bei Schandmaul in Meschede gab.

Am 23. Juni 2003 erschien die erste Live-CD und -DVD Hexenkessel. Hierzu wurde im Münchner „New Backstage“ ein Konzert aufgezeichnet, bei dem Michael Robert Rhein von In Extremo einen kurzen Auftritt als Gastsänger hatte. Die Hexenkessel-CD erreichte in den deutschen Album-Charts Platz 52.

Am 26. April 2004 kam Wie Pech & Schwefel in die Plattenläden – das erste Studioalbum mit Matthias Richter am Bass und einem Chart-Erfolg: Platz 13. Eine Tour mit über 80 Festivals und Konzerten folgte durch das gesamte deutschsprachige Europa. Im selben Jahr trat die Band das erste Mal beim Wacken Open Air auf. Ende des Jahres organisierte die Band zum ersten Mal das „Funkenflug-Festival“ in München. Im folgenden Jahr wurde das bis dato größte Projekt der Band ins Leben gerufen: Eine Akustik-Tour, ohne E-Gitarre, dafür aber mit einem Streichquartett und zusätzlicher Perkussion und schließlich im April 2005 ein Konzert im Münchner Circus Krone, begleitet vom Puchheimer Jugendkammerorchester und unterstützt durch zahlreiche Gastmusiker von anderen Bands (unter anderem Castus und Wim von Corvus Corax an den Sackpfeifen und Oliver Sa Tyr von Faun an der keltischen Harfe, der 2004 mit Birgit Muggenthaler ein Folk-Projekt mit dem Namen Sava auf die Beine gestellt hatte). Dieses Konzert wurde aufgezeichnet und kurz darauf am 25. Juli 2005 unter dem Titel Kunststück als DVD und CD veröffentlicht. Die CD erreichte Platz 12 der Album-Charts, die Live-DVD konnte sogar Platz 3 der DVD-Charts belegen. Für die DVD wurde der Band 2011 die Goldene Schallplatte verliehen. Außerdem kam am 20. Juni 2005 die erste Maxi-Single von Schandmaul mit dem Titel Bin unterwegs in die Plattenläden, die auch Live-Aufnahmen vom Circus-Krone-Konzert beinhaltet. Ebenfalls 2005 reaktivierten die männlichen Schandmaulmitglieder zusammen mit Regicide-Keyboarder Heiner Jaspers die Rockband Weto. Weitere Konzerte, teilweise mit einem Streichorchester, aber auch wie gewohnt mit dem Rock-Set folgten; eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung wurde beschlossen.

Am 31. März 2006 erschien ein weiteres Album mit dem Titel Mit Leib und Seele. Dieses Album schaffte es als erstes Schandmaul-Album in die Top 10 der deutschen Albumcharts und erstmals auch in die Charts von Österreich und der Schweiz. Im September 2007 bekam die Band den bayerischen Rockpreis Pick Up für ihr Nachwuchsförderungs-Projekt „Newcomermusic“.[1]

Das Album Anderswelt erschien am 4. April 2008 und stieg auf Platz acht der deutschen Albumcharts ein. Es folgte eine zweimonatige Tournee. Am 14. November 2008 fand ein Jubiläumskonzert zum 10-jährigen Bestehen der Band im Münchner Zenith mit 7.000 Fans statt. Hierbei wurde die Band u.a. von den Gastmusikern Frau Schmitt von Subway to Sally sowie Benni Cellini und Muttis Stolz von der Letzten Instanz unterstützt. Während des dreieinhalbstündigen Konzertes wurden Stücke aus sämtlichen Alben und Phasen ihrer Karriere gespielt. Anlässlich dieses Jubiläumskonzertes wurden die Live-DVD und -CD Sinnfonie aufgenommen, die am 24. April 2009 erschienen. In diesem Jahr wurde Schandmaul zudem für den Musikpreis Echo nominiert.

Eine für das Jahr 2010 ursprünglich geplante Club-Tournee wurde abgesagt, da die Band nach langen und aufwändigen Tourneen eine Auszeit nahm, um in Ruhe ein neues Album produzieren zu können. In diesem Jahr fanden keine Konzerte statt. Das darauffolgende Album Traumtänzer erschien, gefolgt von einer Tournee, am 28. Januar 2011 und erreichte mit Platz vier die bis dahin höchste Chartnotierung in der Geschichte der Band.

Am 30. und 31. August 2013 feierte die Band am Kölner Tanzbrunnen ihr 15-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsfestival vor 12.000 Zuschauern, an dem außerdem Saltatio Mortis, Fiddler's Green, Omnia, Die Kammer, Versengold und Lyriel teilnahmen. Schandmaul selbst traten an beiden Tagen auf, wobei sie am 30. August zusammen mit einem Streichorchester das Kunststück-Konzert aus dem Jahr 2005, ergänzt um mehrere neue Titel, wiederholten und am 31. August eine Rock-Show spielten. Zugleich erschien am 30. August das Best of-Album So weit – so gut.

Das nächste – in verschiedenen Versionen veröffentlichte – Studioalbum, Unendlich erschien am 24. Januar 2014 nach einem Wechsel der Plattenfirma auf dem Universal-Label und beinhaltet 15 Titel.[2] Das Album erreichte Platz 2 der deutschen Album-Charts und wurde für den Echo nominiert. Es war das bis dahin erfolgreichste Album der Band, da es in Deutschland, Österreich und der Schweiz von allen Schandmaul-Alben die höchsten Chart-Positionen hatte und auch jeweils am längsten in den Charts vertreten war. Zudem wurde das Album mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Bei dem Titel „Der Teufel …“ arbeitete Schandmaul mit den Bands Russkaja und Fiddler’s Green und bei der Akustik-Version des Songs „Kaspar“ mit Stefan Dettl, dem Sänger der Band LaBrassBanda, zusammen. Bereits am 10. Januar war der Titel „Euch zum Geleit“ als Vorab-Single erschienen. Diese wurde hauptsächlich als mp3-Version vertrieben, mit Ausnahme einer streng limitierten, handsignierten Digibook-Ausgabe. Außerdem erschien das erste zum Vertrieb bestimmte Musikvideo, ebenfalls zum Titel „Euch zum Geleit“.

Seit dem Jahr 2013 widmet sich die Band verstärkt dem Produzieren von Kinderliedern im typischen Schandmaul-Stil. Nachdem die Band 2013 auf der Kinderlieder-Kompilation Der Süden rockt! mit einem Coversong vertreten war, wurde im selben Jahr das am 17. Oktober 2014 veröffentlichte Album Schandmäulchens Abenteuer eingespielt, das eine Kinderlieder- und eine Hörspiel-CD sowie eine Bildergeschichte enthält. 2014 steuerte Schandmaul auch einen Coversong zur Kinderlieder-CD Giraffenaffen 3 bei.

Am 17. April 2015 ist eine neue Version des Unendlich-Albums erschienen, die sog. Re-Edition. Diese enthält neben den ursprünglichen Titeln des Albums vier Schandmaul-Titel aus dem Film Mara und der Feuerbringer. Im November und Dezember 2015 unternahm die Band eine Akustik-Tour, bei der sie unter der Bezeichnung „Schandmäulchen“ ihre eigene Vorband war und als solche das Hörspiel und die Musik von Schandmäulchens Abenteuer aufführte.

Das Album LeuchtFeuer wurde am 16. September 2016 in mehreren Versionen veröffentlicht. Mit dem Album erreichte die Band erstmals Platz 1 der deutschen Album-Charts. Auf dem Album wirkt die Sängerin Tarja Turunen bei dem Lied „Zu zweit allein“ mit. An dem Lied „Tjark Evers“ ist Heiner Jaspers (Weto, Regicide) als Pianist beteiligt.

Im Juli 2017 gab Schandmaul bekannt, dass die Band und Anna Katharina Kränzlein künftig aus familiären Gründen getrennte Wege gehen werden.[3]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band verwendet neben den klassischen Instrumenten der Rockmusik (Bass, Schlagzeug, akustische und E-Gitarre) verschiedene Instrumente der mittelalterlichen Musik wie Schalmei, Drehleier, Flöte, Pfeife, Dudelsack, Cister und Laute. Weiterhin gehören typische Folkinstrumente, wie Geige und Akkordeon, zum festen Bestandteil ihrer Musik. Die für den Mittelalter-Rock typische Marktsackpfeife findet dagegen keine Verwendung. Schandmaul sehen sich hauptsächlich vom Folk und Rock beeinflusst, das Mittelalter spielt nach eigenem Bekunden eine eher geringe Rolle.

Die Texte sind in deutscher Sprache verfasst und enthalten zuweilen in Syntax und Wortwahl eine mittelalterliche Färbung. Sie erzählen häufig kleine Geschichten, die zumeist in einer mittelalterlichen Welt eingebettet sind. So kommen Könige, Narren, Spielmannsleute (Der Spielmann), bestimmte Artefakte (Der Talisman) oder Wirtshäuser (Trinklied) in den Texten vor. Die Erzählungen muten in diesen Fällen (z. B. auch durch die Erzählweise) wie Märchen oder Sagen an.

Im Laufe der Bandgeschichte haben sich Musikstil und Text gewandelt. Auf den ersten Alben überwiegen musikalisch mittelalterliche und Folk-Instrumente und die Texte sind fast ausnahmslos von mittelalterlicher Färbung. Auf den neueren Alben finden sich nun vermehrt „härtere“ Klänge, was sich beispielsweise in der Benutzung einer dominanteren E-Gitarre ausdrückt. Zudem lässt sich bei den Texten feststellen, dass das Mittelalter-Motiv nicht mehr so häufig explizit den Mittelpunkt bildet und zuweilen auch sprachlich auf die mittelalterlichen Elemente verzichtet wird. Gerade Letzteres mag auch damit zusammenhängen, dass auf neueren Alben alle Bandmitglieder Texte beigesteuert haben.

Auf dem Album "Unendlich" von 2014 sind erstmals Textpassagen in anderen Sprachen enthalten; konkret sind das: Die namensgebende Zeile "In Nomine" (Latein) und die Wiederholung des Refrains im Lied "Der Teufel..." auf Russisch (beigesteuert von der Band Russkaja) und Englisch (Fiddler’s Green) sowie im "Der Teufel 2.4 Internationale Version 2015" betitelten Musikvideo zusätzlich auf Spanisch (Random), Finnisch (Dark Sarah), Polnisch (Decision), Französisch (Les Forbans D'Armorique), Italienisch (Merendine), Tschechisch (Interitus) und Schwiizerdütsch (Proelium Mortem).

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Schandmaul/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
1999 Wahre Helden
• Eigenvertrieb (1999) / F.A.M.E. Artist Recordings (2003)
Erstveröffentlichung: 1. Juni 1999
Neuveröffentlichung: 3. März 2003
2000 Von Spitzbuben und anderen Halunken
• Eigenvertrieb (2000) / F.A.M.E. Artist Recordings (2001)
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 2000
Remix: 19. Oktober 2001
2002 Narrenkönig
• F.A.M.E. Artist Recordings
70
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Oktober 2002
2004 Wie Pech & Schwefel
• F.A.M.E. Artist Recordings
13
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. April 2004
2006 Mit Leib und Seele
• F.A.M.E. Artist Recordings
10
(10 Wo.)
62
(1 Wo.)
99
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. März 2006
2008 Anderswelt
• F.A.M.E. Artist Recordings
8
(15 Wo.)
43
(3 Wo.)
44
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Aril 2008
2011 Traumtänzer
• F.A.M.E. Artist Recordings
4
(11 Wo.)
10
(5 Wo.)
36
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Januar 2011
2014 Unendlich
Vertigo/Capitol
2 Gold
(16 Wo.)
6
(6 Wo.)
23
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Januar 2014
Verkäufe: + 100.000
2016 LeuchtFeuer
• Vertigo/Capitol
1
(9 Wo.)
8
(2 Wo.)
21
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. September 2016

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2003 Hexenkessel
• F.A.M.E. Artist Recordings
52
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Juni 2003
2005 Kunststück – live aus dem Circus Krone
• F.A.M.E. Artist Recordings
12
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Juli 2005
(mit dem Puchheimer Jugendkammerorchester)
2009 Sinnfonie
• F.A.M.E. Artist Recordings
12
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. April 2009

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band hat mehrere Liederbücher veröffentlicht:

  • 2004: Liederbuch I – Eine Liederauswahl (86 Seiten)
  • 2006: Liederbuch II – Mit Leib und Seele (176 Seiten)
  • 2008: 10 Jahre Schandmaul (144 Seiten)
  • 2011: Traumtänzer – Songbuch (80 Seiten)
  • 2014: Das Songbook (254 Seiten)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Deutscher Folkförderpreis
  • 2007: Bayerischer Rockpreis PICK UP
  • 2009: Nominiert für den ECHO Pop (Gruppe National – Rock/Alternative)
  • 2014: Nominiert für den ECHO Pop (Gruppe National – Rock/Alternative)
  • 2017: Nominiert für den ECHO Pop (Rock National)

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Song „Vogelfrei“ gehört zum Soundtrack des 2002 erschienenen Echtzeitstrategiespiels „Robin Hood – Die Legende von Sherwood“. Die Band hat das Lied eigens für das Spiel komponiert.

Die Band steuerte 2006 den Song „Magda Treadgolds Märchen“ zum Neil-Gaiman-Tribute-Album Where's Neil When You Need Him bei. Der Song behandelt eine Episode der Sandman-Comics von Neil Gaiman.

Seit 2006 hat die Band das Deutsche Zentrum für Musiktherapie der Fachhochschule Heidelberg mehrere Jahre unterstützt. Die Band stellte auf ihrer Website Klingeltöne zum Download bereit. Den ersten Erlös der Aktion spendete die Band für Patienten, die sich keine Therapie leisten können. Am 22. September 2007 spielte Schandmaul zusammen mit der Band Letzte Instanz und dem Sänger Eric Fish von Subway to Sally ein Benefizkonzert in Heidelberg.

Das Booklet des Albums Anderswelt wurde einschließlich eines beigelegten Posters vom Münchener Kunstmaler Thomas von Kummant illustriert.

Auf der Anderswelt-Tour 2008 wurde bei einigen Konzerten zu Beginn das von Hans Paetsch gesprochene Intro der Hörspielreihe Gabriel Burns eingespielt.

In den Liedern „Der junge Sigfrid“ vom Album Von Spitzbuben und anderen Halunken, „Drachentöter“ von Wie Pech und Schwefel und „Krieger“ vom Album Anderswelt nimmt sich die Band des Stoffes der Nibelungensage an. Auf dem CD/DVD Album Sinnfonie werden alle drei Songs als „Drachenmedley“ zusammengeführt. Auf dem Best-of-Album So weit – So gut sind die drei Songs zum Titel „Sigfrid Trilogie“ zusammengefasst. Der Song „Baum des Lebens“ vom Album Unendlich handelt von der Geschichte der Eltern Sigfrids.

Auf dem 2011 erschienenen Album Traumtänzer hat das Lied „Geas Traum“ Bezug auf den Roman Infinity von Wolfgang Hohlbein (erschien im Februar 2011). Das dazugehörige Musikvideo, welches das erste von Schandmaul ist, enthält als Intro eine von Hohlbein gesprochene Passage aus dem Buch.

Das Lied „Bis zum Morgengrauen“ handelt, ähnlich dem gleichnamigen Buch, von einer Liebe zwischen Vampir und Mensch.

Seit 2011 unterstützt die Band die Wasserinitiative Viva con Agua. Zu diesem Zweck hat sie u.a. am 2. Juni 2011 ein Benefizfussballspiel ihres Teams „1. SC Handmaul“ gegen ein Allstar-Team von Viva Con Agua organisiert, bei dem für den 1. SC Handmaul u.a. Mitglieder von Schandmaul, den Sportfreunden Stiller, den Killerpilzen, LaBrassBanda, Fiddlers Green und In Extremo spielten.

In der totalen Konversion zum Spiel The Elder Scrolls IV: Oblivion, Nehrim - Am Rande des Schicksals, kann man Plakate der Band in der ganzen Welt verstreut finden. Sie haben sogar einen Auftritt mit dem Song „Leb!“

Schandmaul waren 2012 mit dem Song „Ritterfest“ auf der Benefiz-CD Der Süden rockt! zugunsten des Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern e.V. vertreten; auf der CD präsentieren bayerische Musiker und Kabarettisten Donikkl-Songs in eigenen Interpretationen.

Im Jahr 2012 hatte Schandmaul einen kurzen Gastauftritt in der zehnten und letzten Folge der Hörspielreihe Dragonbound. Sie werden dort als Live-Band angekündigt und steuern ihren Titel „Dein Anblick“ bei.

Von 2012 bis 2014 arbeitete Schandmaul mit Ally Storch zusammen, die bei den Konzerten 2012 Anna Katharina Kränzlein während deren Schwangerschaft vertreten hat. 2013 trat sie mit Schandmaul bei den Akustikkonzerten, insbesondere beim Jubiläumskonzert im Kölner Tanzbrunnen, auf. 2014 sollte sie erneut die Schwangerschaftsvertretung für Anna Katharina Kränzlein übernehmen. Nach den ersten drei Konzerten fiel sie jedoch ebenfalls schwangerschaftsbedingt aus und wurde während der restlichen Tournee ihrerseits von Tobias „Tobi“ Heindl von Fiddler’s Green vertreten, der schon bei mehreren Konzerten im Jahr 2012 für Anna Katharina Kränzlein eingesprungen war.

Im Jahr 2012 wurde Birgit Muggenthaler-Schmack während ihrer Schwangerschaft bei Schandmaul-Konzerten von der Dudelsackspielerin Kristina Künzel sowie von Benedikt Dreher (Zwielicht) an den Flöten und Pfeifen vertreten.

Thomas Lindner und Martin Duckstein lieferten 2013 das Titel-Thema zur Dark-Future-Hörspielserie „HumAnemy“ von Lindenblatt Records und wirken dort auch als Sprecher mit. Der Sänger hat mit „Lennart, das Chamäleon“ eine Hauptrolle inne. Der Gitarrist ist nur in der ersten Folge zu hören.[4]

Die CD So weit – So gut bzw. die erste CD der gleichnamigen Doppel-CD enthält neben drei neuen Titeln ausnahmslos Neueinspielungen älterer Titel der Band.

Das Lied „Saphira“ aus dem Album Unendlich bezieht sich auf die Eragon-Romane von Christopher Paolini.

Am 26. Juli 2014 führte die Band zusammen mit der Initiative sunshine4kids auf der Travemünder Woche ein Musical mit vielen Schandmaulsongs auf. Eine zweite Aufführung des Musicals fand am 30. April 2016 in Sprockhövel statt.

Thomas Lindner führt als Erzähler durch die Geschichte zwischen den 11 Liedern auf dem 2014 erschienenen Album Der Punch der Münchner Band apRon.

Auf der Hörspiel-CD des Albums Schandmäulchens Abenteuer werden alle männlichen Stimmen von Thomas Lindner gesprochen und alle weiblichen Stimmen von der Angelina Jolie-Synchronsprecherin Claudia Urbschat-Mingues, die zudem die Begrüßungsformel der Tagesschau spricht.

Zu dem im Jahr 2015 in die Kinos gekommenen und anschließend als DVD/Blu-ray veröffentlichten Film Mara und der Feuerbringer hat Schandmaul vier Songs zum Soundtrack beigesteuert. Hierbei haben sie mit dem Filmorchester Babelsberg sowie mit dem als Gastsänger mitwirkenden Regisseur des Films, Tommy Krappweis, zusammengearbeitet.

Seit 2015 ist ein Schandmaul-Met erhältlich, dessen sechs Geschmacksrichtungen nach Schandmaul-Liedern benannt sind.

Bassist Matthias Richter nahm am 28. Mai 2015 an einer Folge der VOX-Reihe Das perfekte Promi-Dinner teil.

Die Mittelalter-Rock-Band Feuerschwanz hat das Schandmaul-Lied Herren der Winde mit verändertem Text gecovert und insgesamt dreimal veröffentlicht, nämlich auf ihrem Debütalbum Prima nocte (2005), dem Live-Album Drachentanz Live (2008) und schließlich auf der Live-DVD 10 Jahre Feuerschwanz live (2015), bei der Thomas Lindner mitwirkt und den Original-Text singt.

2016 gab Sonic Seducer die limitierte Schandmaul Chronik heraus. Darin befinden sich überarbeitete im Magazin Sonic Seducer während des Bestehens der Band erschienene Artikel über die Band sowie neues Fotomaterial.

Am 31. Dezember 2016 strahlte der Fernsehsender KiKA zwei Folgen der Bernd das Brot-Serie Bernd Channel mit dem Untertitel Singt das Brot! aus, in denen Schandmaul einen Gastauftritt hat. In der Folge 6 Singt das Brot! – Ich sage Nein trifft sich Bernd mit Schandmaul und singt mit der Band zusammen den Song Ich sage Nein.

Am 27. Mai 2017 trat Schandmaul beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin vor dem Brandenburger Tor auf. Es war das erste Konzert der Band nach einer halbjährigen Konzertpause; das letzte Konzert vor der Pause fand ebenfalls in Berlin statt.

Am 19. Juli 2017 veranstaltete Schandmaul zusammen mit Versengold und Mr. Hurley & Die Pulveraffen ein Live-Streaming Konzert, bei der jede Band jeweils einen Song der anderen beiden coverte.

Schandmaul gab bekannt, dass bei der „Von Leuchtfeuern und anderen Halunken Tour 2017“ im Herbst/Winter 2017 die Geige vorübergehend erneut von „Tobi“ Heindl von Fiddler’s Green und daneben von Saskia Forkert vom Trio Ganaim übernommen wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Vogel (Herausgeber und Produktionsleitung): Schandmaul Chronik. Thomas Vogel Media e.K., 2016, ISBN 978-3-95897-046-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schandmaul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. allmusic.de: Schandmaul erhält PICK UP
  2. metal1.info Prelistening Special
  3. Sonic Seducer Sonderedition Mittelalter Musik 6 - 01/2017, Seiten 74, 75
  4. Rezension bei Popshot (deutsch, abgerufen am 28. Juni 2013)