Scharfenberg (Klipphausen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

51.11944444444413.5125Koordinaten: 51° 7′ 10″ N, 13° 30′ 45″ O

Scharfenberg (Klipphausen)
Gemeinde Klipphausen
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Postleitzahl: 01665
Vorwahl: 03521
Karte

Lage der Gemarkung Scharfenberg in Klipphausen

Schloss Scharfenberg, hier auf einer Ansicht aus dem 19. Jahrhundert, gab der ehemaligen Gemeinde und heutigen Ortschaft ihren Namen.

Scharfenberg ist eine Ortschaft in der Gemeinde Klipphausen im Landkreis Meißen, Sachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Blick über den Grubenteich auf Scharfenberg beziehungsweise das frühere Gruben
Gebiet um Scharfenberg um 1750

Die Ortschaft Scharfenberg besteht neben dem Ortsteil Scharfenberg selbst aus Batzdorf, Bockwen, Naustadt, Pegenau, Polenz, Reichenbach, Reppina, Riemsdorf und Spittewitz. Diese machen den nördlichen Teil der Gemeinde Klipphausen aus. Die Ortschaft grenzt an die Ortschaften Gauernitz im Osten und Klipphausen im Süden. Nördlich grenzen die Großen Kreisstädte Meißen und Coswig an.

Der Ortsteil Scharfenberg liegt zentral in der gleichnamigen Ortschaft. Er befindet sich in der Gemarkung Reppnitz und umfasst neben Reppnitz selbst auch das Dorf Gruben. Mehrere Gebäude im Ort sind als Kulturdenkmal geschützt (siehe Liste der Kulturdenkmale in Scharfenberg).

Geschichte[Bearbeiten]

Scharfenberg zur Zeit des Siebenjährigen Krieges
Schweinezucht in der LPGFriedrich Engels“ in Scharfenberg (1955)
Scharfenberg in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
Scharfenberg auf einer Karte aus dem 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert entstand eine Landgemeinde mit dem Namen Gruben, die neben Reppnitz auch Pegenau mit Bergwerk und Reppina umfasste. Ebenso auf Pegenauer Flur, nur unweit vom heutigen Ortsteil Scharfenberg entfernt, befindet sich seit dem Mittelalter das Schloss Scharfenberg. Nach diesem benannte sich die Gemeinde Gruben im Jahr 1920 in Scharfenberg um.

Am 1. Juli 1950 erfolgte die Eingemeindung von Batzdorf, Naustadt, Reichenbach und Riemsdorf. Am 1. April 1993 kam es zum Zusammenschluss mit der Gemeinde Bockwen-Polenz, zu der auch Spittewitz gehörte. Seit einer erneuten Vereinigung am 1. Januar 1999 bildet Scharfenberg eine Ortschaft innerhalb der Gemeinde Klipphausen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1910 noch als Gemeinde „Gruben“: 1227
1925 1326
1939 1159
1946 1206
1950 2218
1964 1909
1990 1305
2000 siehe Klipphausen

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Scharfenberg. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 41. Heft: Amtshauptmannschaft Meißen-Land. C. C. Meinhold, Dresden 1923, S. 448.
  • Balthasar Renckewitz: Entwurf oder Bergmännische Nachrichten von dem Bergwercke zu Scharffenberg, und dessen Gebäuden, so wohl von den alten, als wo ietzo gebauet …. Leipzig 1745.
  • H. Müller: Ueber den Scharfenberger Bergbau und dessen Wiederaufnahme. In: Jahrbuch für den Berg- und Hüttenmann auf das Jahr 1854. Freiberg o. J. (1854), S. 235–268.
  • Heinrich Zinkeisen: Über die Erzgänge von Güte Gottes zu Scharfenberg. In: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen auf das Jahr 1890, S. 40–64.
  • Werner Barth: 800 Jahre Scharfenberger Silberbergbau. Meißner Heimat, Sonderheft 2, 1963, S. 24–36.
  • Holger Sickmann: Der historische Silberbergbau zu Scharfenberg. In: Scharfenberger Heimatblätter. Heimatkundliche Informationen 3. O. J. (1998), S. 6–17.
  • Yves Hoffmann: Scharfenberg und der Scharfenberger Silberbergbau im Mittelalter. In: Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins 98, 2006, S. 15–38.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Scharfenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien