Scharmützel

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Scharmützel zwischen österreichischen Kürassieren und französischen Husaren auf einem Gemälde von Wilhelm von Kobell.

Der Ausdruck Scharmützel (von ital. scaramuccia, auch Treffen) bezeichnet den zeitlich wie örtlich begrenzten Kampf kleinerer Einheiten innerhalb eines größeren Konflikts. Das zugehörige Verb ist scharmützeln oder auch altertümlich scharmutzieren: kleine Gefechte liefern, plänkelnd fechten.

Scharmützel können auch Auslöser einer Schlacht oder eines Krieges werden. Sie zeichnen sich oft durch große Brutalität aus und finden häufig zwischen mehr oder weniger isolierten Einheiten, wie etwa der Vor- oder Nachhut oder einer Patrouille/Posten statt. Während bei einer Schlacht gewisse Regeln eingehalten werden, wird im Scharmützel meist wild durcheinander gekämpft, es sind keine klaren Frontlinien vorhanden, oft ist den Kombattanten nicht einmal klar, wo der Gegner ist.

Das Wort Scharmützel wurde in der Form „шармицель“ (scharmitsel) ins Russische übernommen, ist jedoch seit dem 18. Jahrhundert dort nicht mehr gebräuchlich. Im Schwedischen besteht es als skärmytsling in der ursprünglichen Bedeutung. Im Englischen ist die Version „skirmish“ bis heute gebräuchlich.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Scharmützel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen