Scharndorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Scharndorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Scharndorf
Scharndorf (Österreich)
Scharndorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 25,84 km²
Koordinaten: 48° 6′ N, 16° 48′ OKoordinaten: 48° 5′ 39″ N, 16° 47′ 54″ O
Höhe: 187 m ü. A.
Einwohner: 1.175 (1. Jän. 2020)
Postleitzahl: 2403
Vorwahl: 02163
Gemeindekennziffer: 3 07 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bodenzeile 1b
2403 Scharndorf
Website: www.scharndorf.gv.at
Politik
Bürgermeister: Leopold Zwickelstorfer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
17
1
1
17 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Scharndorf im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am LeithabergeBad Deutsch-AltenburgBergBruck an der LeithaEbergassingEnzersdorf an der FischaEnzersdorf an der FischaFischamendGöttlesbrunn-ArbesthalGötzendorf an der LeithaGramatneusiedlHainburg an der DonauHaslau-Maria EllendHimbergHof am LeithabergeHöfleinHundsheimKlein-NeusiedlLanzendorfLeopoldsdorfMannersdorf am LeithagebirgeMaria-LanzendorfMoosbrunnPetronell-CarnuntumPrellenkirchenRauchenwarthRohrauScharndorfSchwadorfSchwechatSommereinTrautmannsdorf an der LeithaWolfsthalZwölfaxingLage der Gemeinde Scharndorf im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Das Gemeindeamt in Scharndorf
Das Gemeindeamt in Scharndorf
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Scharndorf (kroat. Šarica auch: Šundrof)[1] ist eine Gemeinde mit 1175 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scharndorf liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Ortschaften Regelsbrunn und Wildungsmauer liegen direkt am südlichen Donauufer, der Hauptort liegt weiter südlich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 25,84 Quadratkilometer. 16,67 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften bzw. gleichnamigen Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2020[2]):

  • Regelsbrunn (326)
  • Scharndorf (422)
  • Wildungsmauer (427)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orth an der Donau (Gänserndorf) Eckartsau (Gänserndorf)
Haslau-Maria Ellend Nachbargemeinden Petronell-Carnuntum
Höflein Rohrau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Pannonien.

Der Scharndorfer Wehrturm, heute Teil der römisch-katholischen Pfarrkirche, wurde um 1043 errichtet. Im Jahr 1072 wurde Scharndorf im Salbuch (Pachtverzeichnis) des Stiftes Göttweig unter den Namen „Scorindorf“ erstmals urkundlich genannt.

Im Zuge der ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 wurde die Region von den Türken verwüstet und die Bevölkerung getötet oder gefangen genommen. Erst 1540 folge die Wiederbesiedlung. Zu diesem Zweck wurden vor den Türken geflüchtete Kroaten in Scharndorf und den heutigen Ortsteilen Wildungsmauer und Regelsbrunn angesiedelt.

1659 wurde Scharndorf von der Pest heimgesucht. Bei der zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 lagerte ein Großteil des osmanischen Heeres im Dorf. Nach Abzug der Osmanen musste der Ort erneut neu besiedelt werden.

Im Jahr 1687 lieferte Caspar Wolf aus Pressburg eine Glocke, die sich noch heute im Turm befindet. Die Pest kam erneut 1739 ins Dorf, 1831 die Cholera.

Scharndorf, Regelsbrunn und Wildungsmauer um das Jahr 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

1848/49 wurde gemäß dem kaiserlichen Patent die Gemeindevertretung konstituiert. Ein Großfeuer äscherte 1866 die Westseite der Ortschaft ein. 1882 wurde die Freiwillige Feuerwehr Scharndorf gegründet, die 1978 den Landesbewerb gewann. Die Gemeinden Scharndorf, Regelsbrunn und Wildungsmauer wurden mit 1. Jänner 1972 zusammengelegt.[3] In den Jahren 1989 und 1994 gewann die Gemeinde Scharndorf den Wettbewerb „Niederösterreich im Blumenschmuck“.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1981 wächst die Bevölkerung trotz negativer Geburtenbilanz, da die Gemeinde eine große Zuwanderung aufweist.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Scharndorf

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 30, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 56. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 475. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,94 Prozent.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Scharndorf befindet sich ein Kindergarten.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994–2020 Hubert Zwickelstorfer (ÖVP)
  • seit 2020 Leopold Zwickelstorfer (ÖVP)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Scharndorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nikolaus Wilhelm-Stempin: Das Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten. Hrsg.: Books on Demand GmbH, Norderstedt.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  3. Statistik Austria: Auflösungen bzw. Vereinigungen von Gemeinden ab 1945
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Scharndorf, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 13. Oktober 2020.
  5. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 5. Oktober 2020.