Schauenburg

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Dieser Artikel beschreibt die hessische Gemeinde Schauenburg. Weitere Bedeutungen finden sich unter Schauenburg (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schauenburg
Schauenburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schauenburg hervorgehoben
Koordinaten: 51° 17′ N, 9° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 425 m ü. NHN
Fläche: 30,85 km²
Einwohner: 10.016 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 325 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34270
Vorwahl: 05601
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 023
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Korbacher Straße 300
34270 Schauenburg
Webpräsenz: www.gemeinde-schauenburg.de
Bürgermeisterin: Ursula Gimmler (CDU)
Lage der Gemeinde Schauenburg im Landkreis Kassel
Bad Karlshafen Gutsbezirk Reinhardswald Trendelburg Trendelburg Hofgeismar Hofgeismar Oberweser Oberweser Wahlsburg Reinhardshagen Liebenau Grebenstein Immenhausen Fuldatal Espenau Vellmar Calden Breuna Zierenberg Zierenberg Ahnatal Habichtswald Wolfhagen Naumburg Bad Emstal Schauenburg Baunatal Fuldabrück Lohfelden Söhrewald Helsa Kaufungen Nieste Niestetal KasselKarte
Über dieses Bild

Schauenburg ist eine Gemeinde im nordhessischen Landkreis Kassel. Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Hoof.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauenburg liegt im Habichtswälder Bergland südwestlich von Kassel in der Hoofer Pforte, einer Talsenke zwischen den Habichtswälder Höhenzügen Hoher Habichtswald (Nordosten) und Langenberge (Süden).

Besonders hervorzuheben ist die Lage im Naturpark Habichtswald, die ein hohes Maß an Freizeitmöglichkeiten bietet. Durch diesen Naturpark und durch Naumburg verkehren die Züge des Hessencourriers. Zudem liegt Schauenburg an der Deutschen Märchenstraße.

Durch die Ortsteile Hoof und Elgershausen fließt der Oberlauf der Bauna, in die zwischen beiden Dörfern der Firnsbach mündet. Oberhalb des Ortsteils Breitenbach entspringt die Ems, die danach durch Breitenbach fließt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großgemeinde ist ein Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Gemeinden Breitenbach, Elgershausen, Elmshagen, Hoof und Martinhagen, die jetzt als Ortsteile fungieren.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauenburg grenzt im Norden an die Gemeinde Habichtswald (Landkreis Kassel), im Osten an die kreisfreie Stadt Kassel, im Süden an die Stadt Baunatal (Landkreis Kassel), die Gemeinde Edermünde und die Stadt Niedenstein (beide im Schwalm-Eder-Kreis), sowie im Westen an die Gemeinde Bad Emstal und die Städte Wolfhagen und Zierenberg (alle drei im Landkreis Kassel).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Ortsteile waren im Mittelalter und lange danach kleine landwirtschaftlich geprägte Dörfer. Mit der zunehmenden Industrie in Kassel während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging eine langsame Aufwärtsentwicklung einher, die durch den Bau der Kleinbahn Kassel-Naumburg noch begünstigt wurde.

Auch die Nähe zum Volkswagenwerk Baunatal hat wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung beigetragen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. August 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Elgershausen und Hoof zur neuen Gemeinde Schauenburg zusammengeschlossen. Die Gemeinde Hoof hatte ihrerseits am 31. Dezember 1971 die Nachbargemeinden Breitenbach, Elmshagen und Martinhagen eingegliedert.[2]

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihren Namen verdankt die Gemeinde der Burgruine Schauenburg, die westlich bzw. oberhalb des Ortsteils Hoof liegt, wo die Grafen von Schauenburg im Mittelalter über das Tal der Bauna herrschten.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gesamtverband Schauenburg sind evangelische Kirchengemeinden von Breitenbach, Elgershausen, Hoof und Martinhagen organisiert.

In Elgershausen ist zudem die katholische Filialkirche St. Franziskus von Assisi zu finden und es besteht die Möglichkeit an den Gottesdiensten der katholischen Pfarreien von Baunatal und Kassel-Oberzwehren teilzunehmen.[3]

Neben den beiden Hauptkirchen findet man noch die Neuapostolische Kirche Schauenburg, die Türkisch-Islamische Gemeinde und die Zeugen Jehovas vor.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
     
Von 37 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 38,0 14 40,7 15 36,9 14 56,6 21
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,2 10 27,0 10 33,7 12 26,5 10
Offensive Offensive Schauenburg 23,0 8 14,2 5 15,4 6
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,4 3 11,2 4 7,0 3 7,8 3
FWG Freie Wählergemeinschaft Schauenburg 4,6 2 5,5 2 9,1 3
Die Linke Die Linke 4,4 2 2,4 1 1,4 0
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 57,6 66,3 57,6 61,1
Sitz der Gemeindeverwaltung

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ursula Gimmler, seit 2005. In der Stichwahl am 10. April 2011 wurde die bisherige Amtsinhaberin mit 52,18 Prozent wiedergewählt.

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzförmige Linde – Anlässlich des Eintritts der Tschechischen Republik in die EU gewidmet der Stadt Semily von der Partnergemeinde Schauenburg, 1. Mai 2004

Schauenburg ist Partnergemeinde von:

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde unterhält in jedem Ortsteil ein oder zwei Einrichtungen in der Veranstaltungen aller Art durchgeführt werden können.

Neben 3 Dorfgemeinschaftshäusern, 5 Freiwillige Feuerwehren, Gemeindebüchereien, Jugendklubs und 4 Grill- und 5 Sportplätzen gibt es noch die Schauenburghalle in Hoof sowie das Elgerhaus und die Goldberghalle in Elgershausen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann-Friedrich-Krause-Schule, Grundschule im Ortsteil Breitenbach
  • Grundschule Hoof, Grundschule im Ortsteil Hoof
  • Grundschule Elgershausen, Grundschule im Ortsteil Elgershausen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 401.
  3. Kirchen und Religion im Internetauftritt der GemeindeSchauenburg
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schauenburg (Habichtswald) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Schauenburg – Reiseführer