Scheersberg

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Scheersberg
Scheersberg von Süden

Scheersberg von Süden

Höhe 70 m ü. NN
Lage Angeln, Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein
Gebirge Schleswig-Holsteinisches Hügelland
Koordinaten 54° 45′ 44″ N, 9° 43′ 28″ OKoordinaten: 54° 45′ 44″ N, 9° 43′ 28″ O
Scheersberg (Schleswig-Holstein)
Scheersberg
Typ Glaziogener Berg

Der Scheersberg in der Gemeinde Steinbergkirche ist mit etwa 70 m ü. NN eine der höchsten Erhebungen Angelns im Nordosten Schleswig-Holsteins. Wie sein Umland wurde der Scheersberg von den Grund- und Endmoränen der letzten Kaltzeit gebildet, im Wesentlichen durch große Gletscherzungen.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Scheersberg ist eine Übernahme des dänischen Skærsbjerg in die deutsche Sprache; es bedeutet Berg mit Steinen, was auf die dortigen Großsteingräber hindeutet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Scheersberg gibt es seit 1706 einen Krug, ein neues Gebäude wurde nach einem Brand von 1884 errichtet.

Bis zum Bau des Bismarckturmes bestand dort ein großer Grabhügel, bestehend aus zwei Grabkammern. Die Anlage wurde vor dem späteren Turmbau abgetragen.

Bismarckturm aus dem Jahr 1903

Seit 1903 steht an der höchsten Stelle des Scheersbergs ein Bismarckturm. 1899 begannen die Planungen und Spendensammlungen zur Turmfinanzierung, auch mittels der am Turm sichtbaren Quadersteinspenden. Am 18. Juli 1900 fand die Grundsteinlegung statt. Die Turm wurde über Innentreppen in voller Höhe begehbar ausgebildet und verfügt daher über eine Aussichtsplattform. Zu bestimmten Anlässen oder Zeiten erfolgt eine Beflaggung. Der Turm ist im Besitz des Kreises Schleswig-Flensburg, wird ehrenamtlich verwaltet und ist im Jahr 2014 vom Eigentümer wegen Baumängeln gesperrt worden.

Im Jahr 1921 veranstaltete man auf Initiative des Querner Turnvereins und des Querner Reitvereins ein erstes Sportfest unter Beteiligung des Kreises Flensburg-Land.

1928 wurde vom ehemaligen Kreis Flensburg ein Zentrum der „Jugend- und Volkstumsarbeit“ gegründet. Im Jahr 1948 stellte man durch einen Vertrag mit dem damaligen Kreis Flensburg-Land die Anlagen auf dem Scheersberg dem Verein für Erwachsenenbildung und Büchereiwesen, dem heutigen Grenzverein, zur Nutzung zur Verfügung.

Jugendhof Scheersberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960 erhielt die Jugendherberge auf dem Scheersberg den Namen „Jugendhof Scheersberg“. Nachdem bis dahin die Arbeit auf dem Scheersberg von einem ehrenamtlichen Ausschuss entwickelt und gestaltet wurde, kam Peter Brunkert als erster hauptamtlicher Leiter auf den Jugendhof. Mit Beginn seiner Tätigkeit auf dem Scheersberg wurden auch erste internationale Kontakte geknüpft. Im Jahr 1967 übernahm dann Horst Röper die Leitung des Scheersbergs. 1997 wurde der Förderverein des Scheersbergs gegründet. Nach 35 Jahren Scheersberg unter der Leitung von Horst Röper übernahm Hartmut Piekatz 2002 das Amt. Seit März 2014 ist Karsten Biermann der neue Direktor.

Internationale Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg (IBJ)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schild der Bildungsstätte mit dem Bismarckturm im Hintergrund
Südansicht des Scheersbergs mit den Gebäuden der IBJ Scheersberg

Der auf den Jugendhof Scheersberg zurückgehende Veranstaltungskomplex "Scheersberg" trägt seit 2002 den Namen: Internationale Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg.

Die Internationale Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg (IBJ Scheersberg) ist ein Zentrum für kulturelle, soziale und politische Jugendbildung. Auf dem Scheersberg finden Werkstätten im Bereich Tanz, Musik, Film & Medien, Theater, Kunst, Politik und Erlebnispädagogik statt.

Scheersbergfest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Scheersbergfest ist ein alljährlich stattfindendes Sportfest der Vereine des Kreises Schleswig-Flensburg. Dort werden neben dem klassischen Dreikampf auch Turniere im Völkerball, Fußball und Handball ausgetragen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Scheersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien